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Uwe von: am: 5.12.2014
Autor(in):    |   5. Dez 2014   |    Kategorie: Bundesland, Kurz-& Rundtouren, Nordrhein-Westfalen,

Pulvermühlenweg – Dattenfeld / Sieg

Windeck- Die heutige Wanderung liegt ein wenig außerhalb des Oberbergischen, genauer gesagt an der Sieg. Der Pulvermühlenweg bei Dattenfeld ist mit knapp 12,5 km gut auch für „Gelegenheitswanderer“ zu begehen. Entdeckt haben wir die Wanderung in dem Flyer „ Wunderbar Wanderbar unser NRW“. Manuel Andrack beschreibt hier den Erlebnisweg Sieg als einen von 16 Themenpfaden, die vom Natursteig Sieg abgehen.

Ehemalige Pulvermühle Elisenthal

Ehemalige Pulvermühle Elisenthal

Gestartet wird am Bahnhof Dattenfeld, der nicht, wie man vermutet, in Dattenfeld selber liegt, sondern im Nachbarort Wilberhofen. Wer also nicht mit dem eigenen Auto anfahren will, kann dies auch mit der Bahn machen. Wir folgen ab hier dem roten Schild mit dem weißen S. Schon nach wenigen Metern laufen wir an einem Ehrenmal vorbei. Nicht weit entfernt davon geht es links den Berg hoch, und wenn ich meine den Berg hoch, dann ist das auch so gemeint. Ab hier geht es gefühlt die Hälfte der Wanderung nur bergauf. Bevor der Weg in den Wald abbiegt, kann sich der Wanderer noch an dem schönen Ausblick erfreuen, wenn er sich umdreht. Wir durchlaufen auf gut beschilderten Waldwegen die Wälder. Immer höher zieht es uns, Laubwälder wechseln sich immer mit Fichtenwäldern ab, vorbei an mehreren kleinen Weihern. Ganz oben auf dem Berg, trifft der Weg auf eine Straße. Hier lädt eine Sitzgruppe zum kurzen Verweilen und zum Stärken nach dem Anstieg, ein. Nach einer kurzen Rast folgen wir dem weiteren Weg nun nur noch bergab. Wir laufen auf der Straße, die nur wenig frequentiert wird und kommen zum Gut Ommeroth, einem Reitzentrum mit Pferdepension, Wanderreitstation, das auch für Klassenfahrten geeignet ist.

Blick ins Siegtal

Blick ins Siegtal

Der Weg geht mitten durch den Gutshof. Vorsicht, denn danach geht es erst mal für ein kurzes Stück steil ins Tal herunter. Rechts vom Pfad liegen nun überall kleine Weiher und ein Schild „Krötenwanderung“ zeigt, dass gerade im Frühjahr und im Herbst hier andere „Wanderer“ den Weg kreuzen könnten. Die Weiher wurden im Rahmen des Regionale – 2010 – Projektes „Pulvermühle Elisenthal“ als Laichgewässer für die hier lebenden Frösche und Kröten angelegt.   Weiter unten im Tal stößt man dann auf Relikte der ehemaligen Pulvermühle, die dem Erlebnisweg ihren Namen gab. Nehmen Sie sich etwas Zeit und durchlaufen sie den kurzen Rundweg, der am Ende wieder auf unseren Weg zurück führt. Mehrere große alte Gebäudeteile stehen am Trimbach und zeugen davon, wie hier früher Schießpulver hergestellt wurde. Von 1871 bis zum Ende des 1. Weltkrieges 1918 wurden hier Sprengmittel produziert. Leider lief das nicht immer ohne Schaden ab, allein 1915 kam es zu 2 schweren Explosionen, bei denen insgesamt 13 Menschen starben.

Burg Dattenfeld

Burg Dattenfeld

Von hier aus geht es nun hinunter nach Dattenfeld und wir durchqueren eine Siedlung. Es geht vorbei an dem ungewöhnlichen Glockenturm der evangelischen Kirche in Richtung der Burg Dattenfeld. Einst zwischen 1619 – 1629 als Pfarrhaus gebaut, wurde es in den nächsten Jahrhunderten immer wieder erweitert, so kam sie zu dem heutigen schönen Aussehen. Von der Hauptstraße kaum zu sehen, ist sie das Kleinod des Ortsteils. Wie ein kleines Märchenschloss liegt es da, gebaut aus Stein mit mehreren Türmchen versehen. Die Burg ist heute in Privatbesitz und steht nicht zur Besichtigung zur Verfügung, aber Brautpaare haben die Möglichkeit, hier in der Außenstelle der Gemeindeverwaltung Windeck, zu heiraten.

Direkt an der Hauptstraße, am Wanderweg gelegen, befindet sich das „Blumen – Café“. Hier kann man sich nicht nur mit Blumen eindecken, sondern auch drinnen wie draußen mit leckerem Kuchen verwöhnen lassen. Inmitten von Blumen, Deko und unzähligen Sammeltassen sollte man die selbstgebackenen Kuchen und Torten unbedingt probieren. Gut gesättigt, geht es durch den Freizeitpark des Ortes in Richtung des „Siegtaldoms“ St. Laurentius. Erhaben steht er dort in der Nähe zur Sieg. Erbaut auf einem Hügel, überragt er Dattenfeld und ist schon von weiten zu sehen.

Der Weg führt uns nun hinunter zur Sieg, wir unterqueren eine Brücke und stehen vor dem Siegwasserfall. Wer die Wanderung im September – Oktober begeht, kann evtl. mit viel Glück hier wieder Lachse beim Sprung, den Wasserfall hinauf, sehen. Der letzte Kilometer der Wanderung führt uns direkt an der Sieg entlang. Wir biegen noch einmal rechts ab, überqueren die Landstraße L333, gehen durch die Unterführung hindurch und sind am Ausgangspunkt der Wanderung wieder angelangt.

Interesse geweckt, na dann mal die Wanderstiefel geschnürt und macht Euch auf den Weg.





2 Kommentare »

  1. Bianka — 14. Januar 2015 @ 14:13

    Danke für die Beschreibungen. Suche gerade für unsere Wanderfrauen ein Ziel. Dabei sind solche Tipps und Beschreibungen sehr hilfreich.

  2. uwe schlegelmilch — 14. Januar 2015 @ 18:37

    Immer wieder gerne. Weitere Wanderungen in der Gegend bzw. Westerwald usw. werden folgen:-)

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