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M.D. von: am: 13.05.2014
M.D. Autor(in):    |   13. Mai 2014   |    Kategorie: Bayern,

Auf Deutschlands höchstem Berg

Der Beitrag beschreibt leider keine Wanderung, sondern „nur“ einen Ausflug, aber aufgrund der potentiellen Möglichkeit(en) zu wandern und zu klettern – außerdem trug ich Wanderschuhe 😉 – dachte ich mir, dass er trotzdem eine Daseinsberechtigung hat…

Vor etlichen Jahren, als Kind mit meinen Eltern, hatte ich schon mal am Fuße der Zugspitze gestanden, allerdings sind wir aus den unterschiedlichsten Gründen nicht hoch gefahren. Als ich dann 2011 bei der BUGA in Koblenz mehrmals mit der Seilbahn über den Rhein fuhr, kam mir die Idee, das doch mal zu tun.
Wieder gingen ein paar Jahre ins Land, bevor mein Plan aufging: da 3 Tage Dienstreise nach München anstanden, bot es sich an, noch etwas Urlaub anzuhängen und von MUC nach GAP zu fahren.

Der erste Schreck ereilte mich ein paar Wochen vor Reiseantritt, als ich las, dass die (Eibsee-)Seilbahn wegen Revision genau an den 3 Tagen meines geplanten Aufenthaltes nicht fährt. Super, Volltreffer. Nachdem erster Verwirrung, ob ich denn nun gar nicht hoch komme, gabs Entwarnung, denn die Zahnradbahn fuhr, wenn auch mit Schienenersatzverkehr zwischen Grainau und Eibsee. Wenns mehr nicht ist… Trotzdem schade, denn ich wär gerne mit der einen Möglichkeit hoch und mit der anderen runter gefahren.

Das zweite was mir die Vorfreude vermieste, war das Wetter. Als ich in München abfuhr, regnete es Bindfäden und auch die Vorschau auf die nächsten beiden Tage in Garmisch sah nicht besser aus.
Doch Petrus – oder wer auch immer – hatte ein Einsehen und so begann der nächste Tag mit hellblauem Himmel, Sonne und weit und breit keinem Regentropfen. Yes!! Die Pensionswirtin und die Kartenverkäuferin am Zugspitzbahnhof waren selbst überrascht, denn mit diesem tollen Wetter hätten sie auch nicht gerechnet und so freuten sie sich für die Ausflügler mit.

Infos zu Fahrzeiten, Fahrkarten, uvm. findet man übrigens hier: Zugspitze.de

Zugspitzbahnhof Garmisch

hier gehts los: Zugspitzbahnhof Garmisch

Erst quer durch grüne Wiesen, umrahmt von hohen, schneebedeckten Bergen ging es von Garmisch bis nach Grainau, wo ein Bus auf die Zugfahrer wartete, um diese nach Eibsee an den Bhf zu bringen, wo es wieder mit der Zahnradbahn weiter ging.

Talstation Eibseeseilbahn

Talstation Eibseeseilbahn

Die Aussicht(en) auf der Weiterfahrt waren sensationell und es kribbelte mir in den Füßen, dort überall zu wandern und zu klettern:

2014-05-08 11.02.28

Blick auf den Eibsee

Blick auf den Eibsee

Oben auf dem Zugspitzplatt angekommen sah das erste Bild so aus:

Der erste Moment auf der Zugspitze

Der erste Moment auf der Zugspitze

Allerdings hätte mir vorher jemand sagen können, dass ich da oben Schnee zu erwarten habe, denn dann hätte ich meine Schuhe (besser) imprägniert…
Als ich den Schnee sah, löste das umgehend den Impuls aus, eine Mütze anzuziehen, denn Schnee = Winter = kalt, doch schon kurz darauf zog ich sie wieder aus, denn es war ganz erträglich hier in der Sonne.
Eigentlich mag ich keinen Schnee, ich werde in diesem Leben sicher auch kein Skifahrer mehr, aber je länger ich da stand und das Auge schweifen lies, die Ruhe und Sonne genoss, desto mehr Gefallen fand ich daran und ich musste (mir) eingestehen, dass Schnee doch toll sein kann… ^^

Schnee und Berge

Schnee und Berge

Ich genoss noch eine zeitlang die Aussicht rund um die Gletscher-Hütte SonnAlpin, bevor ich die nächste Etappe antrat und mit der Gipfelseilbahn noch eine Etage höher fuhr:

Blick aus der Gipfelseilbahn

Blick aus der Gipfelseilbahn

Der erste Moment oben stellte sich wie folgt dar:

Der zweite erste Moment auf der Zugspitze

Der zweite erste Moment auf der Zugspitze

Lt. Anzeigetafel betrug die Temperatur -5° und die Sicht 5km. Während sich die Sicht in den nächsten 1-2 Stunden noch wesentlich auf 15km verbesserte, blieb die Temperatur gleich. Hier zog ich aber die Mütze wieder an, teilweise stülpte ich auch meine beiden Kapuzen drüber, denn wenn der Wind wehte, konnte es ziemlich eisig werden.

Auf der Zugspitze befindet sich auch Deutschlands höchster Biergarten. Und was wäre eine „Wanderung“ ohne Weizenbier? Da der Biergarten aber leer geräumt war, zog ich es vor, das Bier in der warmen „Panorama 2962 Lounge“ zu trinken. Selbst hier ist das Bier noch günstiger als in einem mit dem LEA-Award ausgezeichneten Club in KO-Güls… (wollte ich nur mal gesagt haben).

Je länger ich da oben rumlief, desto klarer und weiter wurde die Sicht, so dass ich bei jedem Rundgang dachte „hey, der Berg/Gipfel war eben noch nicht zu sehen, den musst du fotografieren“ – was zur Folge hat, dass ich unendlich viele Berg- und Schneebilder habe. 🙂 Hier mal eine klitzekleine Auswahl davon:

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Gipfelkreuz Zugspitze

Gipfelkreuz Zugspitze

Zum Gipfelkreuz kam man leider nicht: erstens hängt ein Schild dort, dass man den Weg nur mit alpiner Ausrüstung und Klettererfahrung gehen soll/darf/kann (der Mittelrhein-Klettersteig in Boppard sollte als Referenz doch reichen, oder?) und zweitens war er wg. Schnee auch geschlossen. Man sieht auf dem Bild vllt die im Schnee versunkenen Sicherungsseile.

Es gibt einen Fotopoint dort oben, wo man sich per Fernauslöser mit dem Gipfelkreuzfelsen im Hintergrund fotografieren lassen kann. Dieses Foto kann man sich entweder an der Kioskkasse ausdrucken lassen und käuflich erwerben (Preis weiß ich nicht), oder aber anhand des entspr. Datums das Bild auf der Zugspitz-HP suchen/finden (Photostop) und es als E-Card verschicken bzw. herunter laden.

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Blick nach Österreich

Blick nach Österreich

Blick durchs Fenster auf den Eibsee

Blick durchs Fenster auf den Eibsee

Je später der Tag wurde, desto mehr Leute tummelten sich dort oben. Als ich mit der Gipfelseilbahn hoch fuhr, hatte man noch bequem Platz darin und konnte auch mal von einem Fenster zum anderen gehen. Bei der Rückfahrt kurz vor 15h war das leider nicht mehr möglich, da war sie proppenvoll.

Ich bin um 10.15h in Garmisch mit dem Zug hoch gefahren – die Fahrt dauert lt. Fahrplan 1:13h – und um 15:30h vom Zugspitzplatt wieder zurück. Wider Erwarten war ich keinen Deut durchgefroren, nur müde. Jedenfalls fielen mir im Zug zurück für ein paar Minuten die Augen zu.

Es war ein toller Ausflug, gerne wäre ich zumindest einen Teil davon geklettert… 😉





2 Kommentare »

  1. Caro — 26. März 2016 @ 13:37

    Danke für den tollen Bericht und die sehr schönen Bilder! Vielleicht eine dumme Frage… liegt dort oben das ganze Jahr über Schnee?

  2. Tiroler — 9. August 2016 @ 10:40

    Sehr schöne und wenn man will anspruchsvolle Tour – herzliche Grüsse aus der Region Hall-Wattens in Tirol!

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