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M.D. von: am: 8.05.2017
M.D. Autor(in):    |   8. Mai 2017   |    Kategorie: Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Rheinland-Pfalz, Traumschleife,

Traumschleife Karrenberg im (tiefen) Hunsrück

Ein kleiner Lichtblick im trüben Frühlingswetter des Jahres 2017: 20 Grad und Sonne sollte der Samstag haben, endlich Gelegenheit, die Wandersaison 2017 zu öffnen.

Für den Anfang sollte es eine kurze Tour in der Nähe sein und so entschied ich mich für die „Traumschleife Karrenberg“ in Kirchberg.

Start ist am „Landhotel Karrenberg“, das auch als Parkplatz angegeben ist. Es gibt zwar gepflasterte und asphaltierte Parkflächen rund ums Hotel, allerdings war ich mir nicht sicher, ob die eher den Hotelgästen vorbehalten sind und so parkte ich am Rand der Zufahrtsstraße.
Da war ich nicht die einzige, denn es standen etliche Autos da, überwiegend mit einheimischem Kennzeichen.
Sollten die alle auf dem kurzen Weg unterwegs sein? Oder sind das Gäste vom Hotel? Findet da eine Feier (Kommunion?) statt?

Mir wars egal, ich schnappte meinen Rucksack und marschierte durchs Eingangsportal los.

Eingangstor zur Traumschleife

Schon nach wenigen Metern erreicht man die erste Schautafel, diese befasst sich mit den Römern und dem „Au Bissula Pfad“ (siehe auch www.strasse-der-roemer.eu).

Dies sollte nicht die einzige Tafel und auch nicht der letzte Kontakt zu den Römern bleiben. Auch an die wohl beliebtesten Römern wurde hier gedacht:

Nach ca. 100-200m erreicht man das erste Mal offenes Feld, bevor es für ein paar Meter wieder durch ein Wäldchen geht.

Hunsrückpanorama

Im Anschluss daran verläuft der Weg am Waldrand entlang, so dass man auf der anderen Seite „viel Gegend“, in Form von freiem Feld überblicken kann. Und ganz im Hintergrund spitzt das Wahrzeichen von Kirchberg heraus: der gelbe Wasserturm:

Kirchberg

An einer Spitzkehre lädt noch eine Sinnebank zum Verweilen ein, die lasse ich aber links liegen. Erstens bin ich ja erst seit etwa 1,2km unterwegs und zweitens ist von den sonnigen 20° C gar nicht so viel zu merken. Bissel trüb und auch windig ist es schon.

Weiter geht es über freies Feld, bevor man kurz darauf wieder ein kleines Waldstück durchquert und sich dem Örtchen „Schülersmühle“ nähert. . Wobei Örtchen wsl nicht ganz richtig ist, es sind eher knapp 2 Handvoll Häuser außerhalb von Dillendorf.

Bisher glich der Weg eher einem Spaziergang, doch nun geht es zum ersten Mal ein bisschen bergauf.

Irgendwann kreuzt dann wieder ein Römerweg die Strecke

Achtung: Römer haben Vorfahrt

und man läuft nun genau ziemlich mittig zwischen Landhotel und dem recht akkurat aufgebauten Örtchen „Liederbach“ durch. Man beachte die Straßennamen: Mozart-, Haydn-, Schumann-, Brahms-, Beethoven- und Bachstraße auf der einen Seite der Durchgangsstraße und Meisen-, Lerchen- Amsel- und Drosselstraße auf der anderen Seite. Einzig der kurze Stich „Römerstraße“ tanzt aus der musikalischen Reihe.

Damit man weiß, wie das heißt, wenns bergauf geht, hilft diese Beschilderung weiter:

Der Berg ruft!

Über im Hang befestigte Stufen und mit ein mit einzelnen Schieferstücken „gepflastertes“ Wegstück geht es nach oben. Wobei die losen Schieferstücke wenig hilfreich sind, was Trittfestigkeit angeht, ganz im Gegenteil.

Oben angekommen kann man von einem kleinen Rastplatz den Blick über das musikalische Dörfchen schweifen lassen und bei einem Blick nach rechts, entdeckt man das Nieder Kostenzer Viadukt:

Liederbach

Viadukt

Auf der anderen Seite geht es dann wieder hinunter und man kommt zu einem „Barfussmassagebeet“. Angesichts der spitzen Steinchen, muss man aber schon eine fakirische Ader haben, um da drüber zu laufen, finde ich.

S-pitze S-teine

Es geht weiter durch den Wald, bevor man die K3 überquert. Auf der anderen Seite passiert man ein Wiese-Wald-Heidestück und kann sich an der entsprechenden Tafel über die ehem. Bahnlinie informieren:

Viaduktpanorama

Man bleibt nun weiter im Zickzack und bogenförmig in Wald und Wiese, ohne nenneswerten Steigungen. Nachdem man den Wald verlassen hat, erreicht man wieder offenes Feld und hat wieder den gelben Turm im Blick.

Am Waldrand entlang läuft der Weg weiter und macht dann einen kurzen Abstecher durch die Bäume, an Stone- bzw. „Woodhenge“ vorbei, bevor man wieder den gleichen Schotterpfad erreicht, wie vor diesem Abstecher. Manchmal ist die Streckenführung schon lustig, aber immerhin hat man ca. 0,47m Weg dazu gewonnen – mindestens!

Stonehenge in Kirchberg

Bei den Schildern im Hintergrund knickt die Traumschleife vom Feldweg in den Wald ab, um dann im Vordergrund wieder auf den gleichen Feldweg zu treffen…

Weiter geht es also auf dem Feldweg, noch einmal die K3 und die Römerstraße kreuzen und kurz darauf ist man wieder am Landhotel.

Aus, aus, aus, der Weg ist aus!

Meine Begegnung mit frei“laufenden“ Wildtieren habe ich gerade noch so überlebt…

Große Anakonda aus sehr, sehr weiter Entfernung fotografiert… 😉

Da immer noch genauso viele Autos auf dem Parkplatz standen und ich keiner Menschenseele unterwegs begegnet bin, gehörten die vielen Autos also zu den Hotelgästen.

Fazit: ein netter Weg, der, wenn die beiden kleineren Anstiege nicht wären, auch als Spaziergang durchgehen könnte.
Die Strecke ist mit 2h angegeben, ich war nach 1:50h wieder am Auto und wäre es sogar noch früher gewesen, wenn ich nicht das ein oder andere mal unterwegs stehen geblieben wäre, um per WhatsApp meine Kauf-Wünsche beim Lidl-Sonderverkauf abzuklären…





1 Kommentar »

  1. Tom — 21. Mai 2017 @ 17:28

    Das Wandern macht wirklich viel Spaß 😀

    Liebe Grüße von eurem Dolmetscher Ungarisch

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