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Uwe Kiefer von: am: 29.04.2017
Uwe Kiefer Autor(in):    |   29. Apr 2017   |    Kategorie: Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig, Saarland, Traumschleife,

Mit Hubertus im Nationalpark unterwegs

Nonnweiler, eine saarländische Gemeinde im Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist der Ausgangspunkt unserer Wanderung. Der Rundwanderweg mit dem Namen Nationalparktraumschleife Hubertusrunde startet gegenüber dem Hochwalddom, am Parkplatz des Hallenbads. Namensgeber der Traumschleife dürfte die Kirche (Hochwalddom) St. Hubertus oder die Hubertusbruderschaft von Nonnweiler sein, die 1516 erstmals Erwähnung im Hubertuskult fand.

Hochwalddom St. Hubertus

Wir überqueren den Parkplatz und folgen dem ausgeschilderten Pfad zum Einstieg. Dieser befindet sich jedoch noch in der Bauphase und so wurde die Hütte des ortsansässigen Angelvereins als Startpunkt auserkoren.

Hütte am Angelweiher

Eine Gänsefamilie mit Migrationshintergrund (Nilgänse) ereifert sich über die morgendliche Störung. Nun gut, für ein Foto muss ein Mitglied der Familie herhalten und dann geht es weiter.

Nilgans

Leicht bergauf führt uns der Pfad an uralten, ehrwürdigen Buchen und Eichen vorbei, zur Nonnweiler „Alte Mühle“.

durch Buchen und Eichenwald

 

Stieleiche oder auch Deutsche Eiche

Die im Foto gezeigte Eiche ist über 250 Jahre alt, sie könnte so manches erzählen, leider blieb sie stumm und so wandern wir weiter, an der Mühle vorbei, wo wir die Prims überqueren. Rechtsabbiegend folgen wir einem gut befestigten Weg, der parallel zur Prims verläuft, bis uns die Wegeführung auf einen Pfad lenkt, der serpentinenartig sich einen Buchenwald hinauf schlängelt. Eingehauene Naturstufen erleichtern uns den Aufstieg.

an der Prims entlang

 

der erste Aufstieg

Oben angekommen, können wir einen Blick auf das Oberdorf von Nonnweiler werfen, bevor wir zwischen Viehweiden und Pferdekoppel unserem Weg folgen. Nicht lange wandern wir durch die offene Landschaft, da erreichen wir einen Wald, wo uns wieder ein Pfad serpentinenartig den Waldhang hinauf führt. Am Ende dieser Waldpassage steht ein Gedenkstein mit Kreuz, der an den tödlich verunglückten Forstlehrling Hubertus Kaufmann erinnert. Ein Foto von dem Verunglückten ist an dem Gedenkstein befestigt und auf der Rückseite ist der kuriose Jagdunfall geschildert.

zwischen Pferdekoppeln dem Waldrand entgegen

 

Gedenkstein an Hubertus Kaufmann

 

Forstlehrling Hubertus Kaufmann

Nach kurzem Verweilen passieren wir wieder offene Landschaft die an einen Waldrand grenzt. Eine Sitzgruppe mit Tisch, sowie eine Sinnesbank bieten die Gelegenheit zu einer Rast, ohne diese zu nutzen, dringen wir in das Waldstück ein und folgen dem Pfad.

Rastplatz am Waldesrand

 

Windräder am Nationalpark

 

Windrad

Waldweg und Pfad wechseln sich stetig in der Wegeführung ab, auch das Landschaftsbild -Nadelwald, Laubwald und Buschwerk- ist im ständigen Wechsel, ich würde sagen eine abwechslungsreiche Wanderung. Nach einiger Zeit der Ruhe, vernehmen wir einen dunklen, monotonen Ton. Die Ursache blieb nicht lange verborgen, so ragte über den Baumwipfel der Rotor eines Windrades empor. In unmittelbarer Nachbarschaft der „Windmühle“ war zu beobachten, dass sich in Zukunft ein zweiter zu ihm gesellen wird, insgesamt sind 8 Windräder in diesem Bereich in Betrieb, mit Umweltschutz hat dies nichts mehr zutun, hier steht kommerzielles Interesse und Profitgier im Vordergrund. So, jetzt habe ich meinem Ärger etwas Luft gemacht 👿 und entspannt geht es weiter zum Forstelbach. Unser Weg führt auf einem Pfad bergab, bis wir die Talsohle des Forstelbach erreichen. In Höhe einer Weiheranlage stoßen wir auf einen Waldweg, der zugleich die Wandertrasse des Fernwanderweg Saar-Hunsrücksteig ist. Nach einigen Metern verlassen wir den gut befestigten Weg und lenken wiederum auf einen Pfad ein, der uns durch ein Sumpfgebiet führt. Stege und Trittsteine halten unsere Füße trocken. Der Pfad führt über einen Steg der die Forstelbach quert. Nun steigt dieser wieder an und windet sich schlangenlinienförmig in die Höhe, bis zu einem Felsvorsprung. Mittlerweile verabschiedeten wir uns vom Saar-Hunsrücksteig, der seinen eigenen Weg geht.

Abstieg ins Forstelbachtal

 

im Forstelbachtal

 

Weiheranlage

 

durch Sumpfgebiet

 

Biotop

 

Überquerung der Forstelbach

 

Felsvorsprung

 

Blick auf Nonnweiler

Eine herrliche Aussicht auf die Gemeinde Nonnweiler eröffnet sich uns und lädt zum Verweilen ein. Wir lauschen dem mehrstimmigen Vogelgesang und genießen dabei die an sonstige Stille. Nach einiger Zeit räumen wir den Platz, machen in frei für eine Familie die den Aufstieg nun auch hinter sich gebracht haben. Wir steigen über den Grad des Vorsprungs hinweg und wandern auf dem Pfad weiter bis zur Primstalsperre.

Damm der Primstalsperre

Der Weg führt uns über die Dammkrone hinweg, bis zu einem Kiosk wo wir eine Pause einlegen. Bei Kaffee und Kuchen lässt es sich aushalten. Inzwischen studiere ich die Informationstafeln der Primstalsperre und dem Planetenweg, der an dem Talsperren-Rundweg angegliedert ist.

auf der Dammkrone

 

Informationstafel Primstalsperre

 

Informationstafel Planetenwanderweg

 

Mars

Frisch gestärkt nehmen wir unsere Wanderung auf, ein Blick auf Nonnweiler von der Deichkrone sei uns noch gegönnt. Nicht zu vergessen, sei die Skulptur des Bildhauers und Künstler Paul Schneider, dessen Kunstwerk am Rande der Deichkrone sein Platz findet.

Kunstwerk-Skulptur von Paul Schneider

 

Blick von der Dammkrone auf Nonnweiler

 

Primstalsperre von der Dammkrone

Gleich hinter dem Kiosk verlassen wir den Seenrundwanderweg und schwenken nach Rechts auf einen Naturpfad. Der Wald hat uns wieder und so geht es ein gutes Stück am See entlang. Immer wieder gibt die Vegetation den Blick auf See und Landschaft frei.

Letzter Blick zur Dammkrone

 

der Wald hat uns wieder

 

Blick auf See und Landschaft

Nach gut 8km der Wanderung, verlassen wir den See und folgen der Wegeführung in Richtung Keltendorf. Bevor wir den Parkplatz der Talsperre und des Keltendorfs bei Otzenhausen passieren, führt uns der Weg zu einem Weiher. Kurz danach geht der Pfad unterhalb des Parkplatzes und der Sportanlage Otzenhausen vorbei und mündet in einen Waldweg. Dieser führt uns durch einen Wald der zu Forschungszwecken sich selbst überlassen wird, – Willkommen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald -. Warnschilder weisen uns darauf hin, den Wege nicht zu verlassen, nicht nur zum Schutze der Natur, nein -auch zum eigenen Schutz, morsche Baumteile können zu jeder Zeit abbrechen und herunter fallen.

Weiher an der Hubertusrunde

 

Willkommen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

 

Angelhütte, das Ziel in Sicht

 

die letze Primsüberquerung

Glücklich haben wir die gefährliche Waldpassage hinter uns gebracht 🙄 so finden wir uns auf einem Naturpfad wieder. Stark abschüssig bringt er uns ins Tal der Prims, wo auch unsere Wanderung an der Angelhütte endet.

 

Resümee der Wanderung:

Es war eine schöne Wanderung mit Störfaktoren, zu diesen gehört nun mal die Windparkanlage. Solche Monster haben in einem Naturpark, angrenzend zu einem Nationalpark, nichts zu suchen. Dies soll keine Kritik an Windkraftenergiegewinnung sein, nein, man sollte nur Überdenken wo und wieviel man der Natur und dem Menschen zumuten darf. Hier wurden falsche Überlegungen geführt!!!

Trotzdem ist die Traumschleife auf jeden Fall zu empfehlen, alleine das Keltendorf welches in unmittelbarer Nähe liegt gilt zu besichtigen. Einkehrmöglichkeiten gibt es im Umkreis genügend, Gomm’s Mühle und das Bistro am Kino kann ich empfehlen.

Frohes Wandern wünscht Euch

Uwe

 

 

 





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