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M.D. von: am: 21.07.2016
M.D. Autor(in):    |   21. Jul 2016   |    Kategorie: Hunsrück, Naturerlebnis, Rheinland-Pfalz, Traumschleife,

(Meine) Saisoneröffnung in der „Altlayer Schweiz“

Man solls nicht glauben, aber wir haben Mitte Juli und ich bin  – abgesehen von einer kleinen Betriebswanderung – noch keinen Meter dieses Jahr gewandert. Der „Sommer“ 2016 hat mir bis jetzt einen großen Strich durch die Rechnung gemacht.
Leider waren von den angekündigten 24°C an diesem Samstag auch nur 18 erschienen, aber da es wenigstens trocken blieb, setzte ich meinen Wanderplan endlich in die Tat um und fuhr nach Altlay, um mit der recht kurzen Traumschleife „Altlayer Schweiz“ in die Gänge zu kommen.

Anscheinend ist es inzwischen (Un)Sitte, in der Wegbeschreibung den Startpunkt in Koordinaten anzugeben. Da mein Navi das (noch) nicht kann und ich mir deshalb sicher auch kein neues zulegen werde, bin ich mal auf Verdacht nach Altlay rein gefahren, in der Hoffnung, irgendwo einen Hinweis auf den Tourstartpunkt zu entdecken.
Als ich schon ausm Ort raus war und immer noch nichts gefunden hatte, drehte ich mal im Niemandsland und fuhr zurück, um dann, von dieser Seite kommend, eine Traumschleifen-Wegetafel zu sehen. Da der einzige Parkplatz davor aber mit Kirmes belegt war, fuhr ich noch etwas orientierungslos durch den Ort und fand weder einen Parkplatz, noch das Startportal.
Ich befürchtete schon, wieder unverrichteter Dinge nach Hause fahren zu müssen, als ich am oberen Ortseingang mal online ging (immerhin war hier ganz lahmes und schwaches Netz vorhanden) und die Koordinaten via Smartphone eingab. Endlich fand ich heraus, dass ich gar nicht in den Ort hätte hinunter müssen, sondern dass sich die Einfahrt zum Wanderparkplatz gleich oben in der ersten Kurve links befindet.
Soweit also alles wie immer, Startpunkte such ich ja immer „gerne“.

Starportal

Starportal

Außer mir stand nur 1 weiteres Auto (mit WND-Kennzeichen) auf dem Parkplatz und so hatte ich die Traumschleife für mich alleine.
Hinter dem Eingangsportal geht es gleich steil hinunter und unten angekommen, erreicht man zuerst die „Mariengrotte von Altlay“ und kurz danach den ehem. „Schießkeller“. Hierbei handelt es sich um einen Bunker, der in den letzten WK2-Jahren zum Schutz der Altlayer Bürger dienen sollte, aber nicht mehr fertig gestellt wurde. Anschließend war es ein Sprengstofflager, seit 1990 wird aber nichts mehr drin gelagert.

ehem. "Schießkeller"

ehem. „Schießkeller“

Wie weit man hätte hinein gehen können, weiß ich nicht. Ich hab mich nicht weiter getraut, war mir zu eng und zu niedrig.

Der Weg verläuft weiter durch den Wald, bis man an die ersten Felsen kommt, von denen man einen guten Überblick über die umliegenden Wälder und ins Hitzeltal hat:
2016-07-16 13.12.57-1

2016-07-16 13.21.35-1
Im Anschluss an den letzten Aussichtsfelsen geht es steil weiter ins Hitzeltal hinab, doch bevor man entlang des Baches weiter geht, kann man in einer Hütte noch eine Rast einlegen, wenn man möchte:
2016-07-16 13.25.16

Ich wollte nicht, bzw. stellte nur kurz meinen Rucksack ab, um eine Brezel auszupacken, die ich dann im gehen knabberte. Im weiteren Verlauf merkt man immer wieder mal die Überschwemmungen der letzten Wochen, zum trocknen durch die Sonne hat es bis hier unten noch nicht gereicht.

Nach der Passage am Bach entlang, wird es mal ganz kurz sportlich, wenn man sich mit Hilfe einer Absicherung am Fels entlang auf den nächsten Wegabschnitt hangelt:
2016-07-16 13.50.16
Von hier aus geht es dann in Serpentinen am Hang entlang bergauf, allerdings doch nicht so lange und steil, wie es teilweise bisher hinab gegangen war.
Nun ist man auch schon wieder oben, lt. Beschreibung am höchsten Punkt der Tour und kann von hier, mittels aufgestellter Bildtafeln, die umligenden Ortschaften kennen lernen:
2016-07-16 14.32.43
Hier traf ich dann auf die ersten Menschen während meiner Wanderung, nämlich auf das (Ehe-)Paar zu dem Auto, welches auf dem Parkplatz stand.
Komische Geräusche waren auf den Metern vor dieser Stelle zu hören und ich dachte mir schon, dass es diese Paintball-Anlage ist, von der ich auf der Einfahrt zum Wanderparkplatz gelesen habe.
Ich konnte mir zwar ungefähr vorstellen, was man bei Paintball so macht, dies live und in natura zu sehen, war dann aber nochmal was anderes: in Schutzkleidung verpackte Personen, mit Helm und Visier, laufen mit Farb-MGs und viel Gebrüll geduckt hinter aufgeblasenen Plastikhindernissen aufeinander zu und beschießen sich. Joa, ganz toll, meins wärs nicht.
2016-07-16 14.37.07-1
Ganz wohl war mir beim vorbei laufen an dieser Anlage schon deshalb nicht, weil die Netze an manchen Stellen doch nicht so ganz dicht sind, was die auf dem Weg liegenden, aufgeplatzten Farbkügelchen zeigen. Und ich hatte keine Lust, von so ner verirrten Kugel getroffen zu werden.
Dummerweise verlor ich hier den Faden, sprich die Beschilderung, und lief mehrmals hin und her, ohne den weiteren Verlauf des Wegs zu finden. Mal wieder…
Dann sah ich das Ehepaar weiter unten am Waldrand entlang gehen, so dass ich quasi mehr oder weniger querfeldein diese Richtung einschlug und somit wieder in der richtigen Spur landete.

Von da aus war es dann auch nicht mehr weit, bis zum Ausgangspunkt. Es galt noch ein Freizeitgelände, mit großer Hütte, Bolzplatz und sanitären Anlagen zu überqueren und schon erreichte man wieder den Parkplatz, wo inzwischen noch ein 3. Auto hinzu gekommen war.

Fazit: der Weg bot mit seinen 6,8km (auf den Schildern steht 7km) und veranschlagten 2:30h (ich brauchte nur 2:05h) einen optimalen Einstieg. Nicht zu kurz, nicht zu lang und vor allem nicht zu eben. Soll ja kein Spazierweg sein.

Weitere Kurztouren-Tipps findet man auf der Webseite der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH.





2 Kommentare »

  1. Thomas — 12. Oktober 2016 @ 20:50

    Toller Artikel vor allem die Bilder haben mir sehr gefallen.

    Schöne Grüße Thomas

  2. Sabine — 28. Oktober 2016 @ 18:32

    Zum Wandern hab ichs dieses Jahr auch sehr selten geschafft, das Wetter hat mir da oft – auch spontan – einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür hast du aber eine sehr schöne Wanderung gefunden! In den „Schießkeller“ hätte ich mich alleine wohl auch nicht reingetraut, der sieht nicht besonders einladend aus… 😉
    LG Sabine

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