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Uwe Kiefer von: am: 17.05.2016
Uwe Kiefer Autor(in):    |   17. Mai 2016   |    Kategorie: Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig, Saarland, Traumschleife,

Auf der Alm da gibt’s ……

Hochwaldalm

Hochwaldalm

Oberhalb des saarländischen Dorfes Wadrill, an der Grenze zu Rheinland-Pfalz, liegt auf einem Hochplateau die Hochwald-Alm. Ihre Geschichte begann als Jungvieh-Alm im Jahre 1955, wo der erste Viehauftrieb am 9. Mai satt fand. Der Almhirte (auch Wächter genannt), lebte in der Almhütte und überwachte den Weidebetrieb. 1990 brannte das gesamte Anwesen nieder und wurde in den folgenden Jahren als Naturstammhütte neu aufgebaut. 1995 wurde sie feierlich eingeweiht und 2008 um einen Küchenanbau erweitert. Seitdem ist sie beliebter Anlaufpunkt vieler Wanderer, die sich bei einer zünftigen Brotzeit stärken. An der Alm vorbei, verläuft der Saar-Hunsrücksteig, sowie ihre Traumschleife Almglück, die es heute zu erwandern gilt. Start- und Zielpunkt ist ein Parkplatz an der Harteichhütte, zwischen der Ortschaft Wadrill und der Hochwald-Alm.

Hardteichhütte Einstieg und Zielpunkt

Harteichhütte
Einstieg und Zielpunkt

Das Wetter ist durchwachsen, wobei der Sonnenanteil überwiegt. So gehen wir auf die Stecke und folgen der gut auffindbaren Wegeführung. Vom Parkplatz aus folgen wir einem Waldweg, der leicht bergab ins Tal führt. Nach einigen hundert Metern gabelt sich dieser und wir müssen uns entscheiden welcher Wegeführung wir folgen. Wir entschieden uns für die rechte Abzweigung, die als Naturpfad ins Wadrilltal führt. Nach kurzer Zeit erreichen wir einen kleinen Bachlauf den wir überqueren und rechter Hand folgen.

Waldweg am Einstieg

Waldweg am Einstieg

 

Weggabelung wir müssen uns entscheiden

Weggabelung
wir müssen uns entscheiden

 

dem Wadrilltal entgegen

dem Wadrilltal entgegen

Der Pfad fällt immer steiler ab, bis wir nach 1,5km das Wadrilltal erreichen. Hier liegt auch der tiefste Punkt unserer Wanderung. Wir schwenken links auf einen Waldweg, der parallel zur Wadrill in Richtung Grimburger Hof verläuft. Durchwanderten wir bis jetzt einen Fichtenwald mit leichtem Laubbaumbesatz, so änderte sich die Landschaft und Buchenhecken sind nun unser Begleiter.

Wadrilltal

Wadrilltal

 

durch Buchenhecken der Wadrill entlang

durch Buchenhecken, der Wadrill entlang

 

wildromantische Wadrill

wildromantische Wadrill

Wir verlassen den gut befestigten Waldweg und lenken links auf einen Naturpfad ein, der uns über einen kleinen Hügel führt, bis wir wieder der Wadrill begegnen. Hier finden wir einen Steg vor, der über das Flüsschen führt. Wegehinweisschilder weisen uns darauf hin, dass in unmittelbarer Nähe sich die Burg Grimburg befindet.

Steg über die Wadrill und Aufstieg zur Burg Grimburg

Steg über die Wadrill und Aufstieg zur Burg Grimburg

Wir nehmen den kleinen Abstecher zur Burg in Kauf, verlassen kurzzeitig die Traumschleife und folgen dem Saar-Hunsrücksteig zur Burg hinauf. Nach ca. 500m erreichten wir die Burg Ruine Grimburg. Die Burg war bis 1978 dem Verfall preisgegeben, bis sich eine Gruppe von Bürgen der VG Hermeskeil und Kell am See sich ihrer annahmen und aus dem Dornröschenschlaf erweckten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ein Besuch lohnt sich. Der Burgtreff (Kiosk) im Burghof lädt den Wanderer und Besucher zum Verweilen ein. Auch wir tun das bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee. Danach gilt es die Burg zu erkunden. Eine Tafel gibt über die historischen Ereignisse Auskunft und so erfuhren wir, dass in vergangener Zeit hier Hexenprozesse abgehalten wurde, wovon auch der Name eines Turmes, den Hexenturm, zeugt. Heute kann man auf der Burg heiraten, -ein Schelm wer Böses dabei denkt- :mrgreen:

Burg Grimburg

Burg Grimburg

 

Abendimpressionen auf der Grimburg

Abendimpressionen auf der Grimburg

Wir nehmen unseren Weg wieder auf und folgen dem Saar-Hunsrücksteig in Richtung Grimburger Hof. Der Weiler bestehend aus vier Häusern, wurde im 17. Jahrhundert gegründet und liegt eingebettet im wildromantischem Wadrilltal. Im Biergarten des Gasthauses Grimburger Hof lässt sich unter den Linden, bei einem Glas Bier oder Wein, träumen und die Zeit vergessen. Auch der hungrige Wandersmann kommt auf seine Kosten, die Hexenküche der Wirtin bietet so manches Schmankerl für den Gaumen. 😆

Grimburger Hof unter den Linden

Grimburger Hof unter den Linden

 

Steg vom Grimburger Hof

Steg vom Grimburger Hof

Nach einer kleinen Erfrischung geht es weiter. Wir überqueren die Wadrill auf dem Hof eigenen Steg und finden uns wieder auf unserer Traumschleife. Dieser kleine Abstecher zur Burg verlängert unsere Wanderung um 1,3km. Nun biegen wir rechts auf den Naturpfad ein, der sofort ansteigt.

Naturpfad zur Hochwald-Alm

Naturpfad zur Hochwald-Alm

Der Pfad führt durch die uns bekannten Buchenhecken und biegt nach dem Passieren eines Felsvorsprungs, links ab. Immer weiter aufwärts geht es der Lautenbach, die unser neuer Begleiter ist, entlang. Der Buchenhain geht in Fichtenwald über, der immer dichter wird. Steil steigt der Pfad nun an, das Rauschen der Lautenbach begleitet uns.

an der Lautenbach entlang

an der Lautenbach entlang

Nach einer Weile hören wir zu dem Rauschen der Lautenbach, ein Plätschern von der gegenüberliegenden Seite. Nicht lange gingen wir weiter, da erreichten wir eine Quelleinfassung mit einem vielversprechendem Namen, „das Weinfässchen“.

Weinfässchen

Weinfässchen

An der Quelle gönnen wir uns eine Erfrischung und weiter geht es, wie soll es anders sein, -bergauf. Der Pfad macht nach einiger Zeit wieder eine Biegung nach Links und führt uns weiter durch Fichtenwald hinauf der Alm entgegen. Gute 3 Stunden sind wir unterwegs, da erreichen wir das Hochplateau oberhalb der Almhütte.

Aufstieg zum Hochplateau

Aufstieg zum Hochplateau

 

höchster Punkt der Wanderung

höchster Punkt der Wanderung

 

hoher Fichtenwald

hoher Fichtenwald

 

Hochwaldalm

Hochwaldalm, Hochplateau

Der Blick über die Hochwaldhöhen bis ins tiefe Saarland hinein ist atemberaubend. Nach einer kleinen Verschnaufpause reißen wir uns von dem herrlichen Anblick los und wandern entlang der Almweiden der Hütte zu. Diese erreichen wir auch nach kurzer Zeit. Ohne einzukehren geht es weiter, der Betrieb auf der Alm war uns doch etwas zu viel.

an der Almweide vorbei

an der Almweide vorbei

 

Almbetrieb

Almbetrieb

 

Hochwaldalm

Hochwaldalm

Auf der Zufahrt, man erreicht die Alm auch mit dem Auto, gehen wir bis zur Verbindungsstraße „Zur Alm“ und überqueren diese. Nun geht es auf einem Pfad, der eine kurze Strecke parallel zur Verbindungsstraße verläuft, weiter. Nach einigen Metern schwenkt er nach Rechts, wobei er leicht ansteigt. Kurz darauf erreichen wir einen Hochsitz, wo der Pfad sich wieder, durch den Wald führend, der Verbindungsstraße zu wendet. Dieser Abschnitt finde ich etwas gekünstelt um den Wanderweg zu verlängern. Der Abstand zwischen den beiden Straßenüberquerungen liegen gerade mal 200m auseinander. Wie eben beschrieben passieren wir wieder die Straße und wandern auf einem Waldweg bergab, unserem Ziel entgegen.

leichter Anstieg

leichter Anstieg

 

noch einmal einen Blick über den Hochwald

noch einmal einen Blick über den Hochwald

 

wir passieren die Verbindungsstraße "Zur Alm"

wir passieren die Verbindungsstraße „Zur Alm“

 

Waldweg dem Ziel entgegen

Waldweg dem Ziel entgegen

Kurz vor Ende der Wanderung erreichen wir die Weggabelung wo sich der Rundwanderweg schließt.

nicht mehr weit

nicht mehr weit

Kurz darauf sehen wir die Harteichhütte wo unsere Wanderung auch endet.

Harteichhütte

Harteichhütte

Resümee der Wanderung:

Die Wanderstrecke ist mit rund 7km und ihren Steigungen gut zu meistern, mit dem Abstecher zur Burg Grimburg gingen wir 8,5km. Der im Bericht aufgeführte Abschnitt, wo wir in kurzen Abstand zweimal die Straße überqueren, könnte man sparen, stattdessen wäre eine Erweiterung des Wanderweges zur Burg Grimburg (Rheinland-Pfalz) sinnvoll und eine Bereicherung dieser Tour. Einkehrmöglichkeiten findet man mit der Hochwald Alm, Grimburger Hof, Burgtreff und Harteichhütte mehr als genug, man sollte sich nur über die Öffnungszeiten informieren. Die Landschaft ist abwechslungsreich und erlaubt grandiose Fernsichten über den Hochwald. Wir waren mit der Wanderung sehr zu frieden und hatten unseren Spaß.

PS. Nicht vergessen, macht einen Abstecher zur Burg Grimburg beim Erwandern der Traumschleife Almglück.

Bis bald

Uwe

 





1 Kommentar »

  1. Vandresko — 13. Juni 2016 @ 13:30

    Es scheint eine tolle Reise gewesen zu sein. Viele schöne Bilder. Werden auf jeden Fall wollen in der Zukunft wieder in der Gegend zu wandern. Vielen Dank für einen großen Artikel.

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