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Karin von: am: 4.10.2015
Karin Autor(in):    |   4. Okt 2015   |    Kategorie: Events, Fachsimpeln, Hunsrück, Mosel-Saar, Naturerlebnis, Rheinland-Pfalz, Saar-Hunsrück-Steig,

Deutschlands längste Hängeseilbrücke Geierlay im Hunsrück eröffnet – Ich bin drüber

Am 25. Jahrestag der Wiedervereinigung (03.10.15) wurde die bisher längste Hängeseilbrücke Deutschlands mit vielen geladenen Gästen und einem Bürgerfest in Mörsdorf im Hunsrück eröffnet. Bei herrlichen Spätsommertemperaturen machten sich Tausende auf den Weg, um die Brücke das erste Mal zu erkunden.

Hängeseilbrücke Geierlay im Hunsrück

Hängeseilbrücke Geierlay im Hunsrück

Die Brücke wurde getauft, gesegnet und offiziell eingeweiht. Und dann konnten die Besucher endlich das Brückenerlebnis testen.

Zahlreiche Ehrengäste weihten die Geierlay-Hängebrücke ein

Zahlreiche Ehrengäste weihten die Geierlay-Hängebrücke ein

Die offizielle Erstebegehung

Die offizielle Erstbegehung

Viel los auf der Geierlay-Brücke

Viel los auf der Geierlay-Brücke

Und so kann man die Brücke erleben:

Start ist das Besucherzentrum mit großem Parkplatz (2 €/Tag). Hier gibt es eine ganz neue, gemütliche Gastronomie, die in der Saison täglich außer Montag geöffnet hat. Der Besuch der Brücke ist kostenlos, man kann aber mit einer kleinen Spende von 3 € die Brückenunterhaltung unterstützen und erhält dafür ein blaues Bändchen mit dem Schriftzug: „Ich bin drüber“

Besucherzentraum und Gastronomie Geierlay

Besucherzentraum und Gastronomie Geierlay

Hier beginnen die Wegweiser, die einen zur Brücke führen. Man folgt immer der Markierung „Geierlay-Schleife“ bzw. dem Zuweg zum Saar-Hunsrück-Steig. Etwa 20 min. (1,5 km) geht man auf meist asphaltierten, bequemen Feldwegen bis zum Brückenkopf.

Wegweiser für den Rundweg

Wegweiser für den Rundweg

Am Brückenkopf angekommen, sollte man erstmal den Anblick auf die ästhetische Brückenkonstruktion genießen.

Hängebrücke Geierlay am Mörsdorfer Brückenkopf

Hängebrücke Geierlay am Mörsdorfer Brückenkopf

Hübsche Stahlseilkonstruktion, die die Brücke festhält

Hübsche Stahlseilkonstruktion, die die Brücke festhält

Und dann sollen sich alle trauen, einfach mal auf die Brücke zu gehen, denn die ersten 50 m sind nicht schwindelerregend, da die Brücke erst über einige Bäume verläuft. Man kann jederzeit wieder zurück gehen, sodass auch nicht schwindelfreie Menschen ein wenig Brückenfeeling testen können. Ich habe dazu auch in meinem privaten Wanderblog geschrieben, was man tun kann, um die Hängeseilbrücke trotz Höhenangst zu meistern.

Bequemes Gehen auf der Geierlay-Brücke

Bequemes Gehen auf der Geierlay-Brücke

Die Douglasien-Bohlen können bei Nässe etwas rutschig sein, warnt die Gemeinde. Räder sind erlaubt, müssen aber geschoben werden! Es passen locker zwei Personen nebeneinander auf die Brücke (Breite: unten 85 cm, oben 125 cm). Für sehr breite Kinderwagen ist es nicht geeignet, ein Gelände-Buggy passt aber sicher hindurch. Wie die Eignung für Rollstühle ist, kann ich nicht gut einschätzen, da dies sehr vom jeweiligen Fabrikat abhängt. Beim Gehen sollte man etwas vorsichtig sein, da es zahlreiche Schraubenköpfe gibt, die aus dem Holz ragen. Auch Hunde dürfen mit, wenn sie die Höhe gut ertragen können. Die seitliche Absicherung besteht aus einem Maschendraht, die oberen und unteren knapp 10 cm sind allerdings offen.

Hier wird es spannend

Hier wird es spannend

Ab dann nehmen die Tiefblicke zu und es wird etwas wackelig, je nachdem wie stark der Wind ist und wieviele Leute gleichzeitig auf der Brücke sind. Aber man kann sich festhalten. Bei Sturm wird die Brücke gesperrt- das ist denke ich auch besser so. Imposant ist es, wenn man genau in der Mitte über dem Tal steht, da ist dann auch der Adrenalinausstoß am größten. Hinter der Brücke darf man erstmal stolz sein und die Blicke in die andere Richtung genießen.

Natürlich kann man nun den selben Weg wieder zurück gehen. Das ist sicher am bequemsten. Wer aber eine kleine Wanderung machen möchte, der folgt nach der Brücke links herum der Geierlay-Markierung und geht über eine Waldweg bergab, von wo aus man die Brücke von unten bewundern kann:

Geierlayschleife

Geierlayschleife

Hängeseilbrücke Geierlay - von unten

Hängeseilbrücke Geierlay – von unten

Hängeseilbrücke Geierlay

Hängeseilbrücke Geierlay – von unten

So gelangt man in das Mörsdorfer Bachtal, was sehr idyllisch liegt.

Im Mörsdorfer Bachtal

Im Mörsdorfer Bachtal

Hier quert man den Saar-Hunsrück-Steig, wenn  man die Schleife wandern will. Aber es empfiehlt sich auch, den Saar-Hunsrück-Steig mit mehreren Etappen zu wandern. Mit einer Übernachtung in Mörsdorf kann man so zum Beispiel die Etappen 19 und 20 erwandern, die je etwa rund 14 km lang sind. Vom Saar-Hunsrück-Steig im Tal sieht man die Brücke dann von unten:

Die Geierlay-Brücke vom Saar-Hunsrück-Steig aus gesehen

Die Geierlay-Brücke vom Saar-Hunsrück-Steig aus gesehen

Blick vom Saar-Hunsrück-Steig hinauf

Blick vom Saar-Hunsrück-Steig hinauf

Auf der anderen Talseite geht es wieder bergauf und zurück nach Mörsdorf (insgesamt rund 5 km). Und dann heißt es erstmal Einkehren in der örtlichen Gastronomie oder im Restaurant im Besucherzentrum Geierlay.

Biergarten und Gaststube im Besucherzentrum Geierlay

Biergarten und Gaststube im Besucherzentrum Geierlay

Infos kompakt:

Touristische Erstinformation zur Hängeseilbrücke

Webseite zur Hängeseilbrücke

Wanderung Geierlayschleife – Tourlink folgt kurzfristig

 





9 Kommentare »

  1. M.D.
    M.D. — 5. Oktober 2015 @ 12:25

    Seit Tagen liest man in Fb gefühlt nix anderes mehr, als die bevorstehende, die anstehende und nun die vergangene Eröffnung.
    Cool sieht das Teil ja schon aus, im ersten Moment dachte ich auch: im Leben nicht!
    Andererseits mag ich – trotz Höhenangst – alles was man in Höhen besichtigen kann: Fernsehtürme, Sprungschanzen, Riesenräder, Aussichtsplattformen, etc. Daher würde mich die Brücke schon reizen…
    I-wann fahr ich mal hin und hoffe, dass genau an diesem Tag wenig bis gar keine Leute drauf sind, so dass auch niemand auf die Idee kommen kann, zu hüpfen, wenn ich da grad drauf bin.
    Das ich schon auf der kleinen Hängebrücke vom Bad Sobernheimer Barfußpfad Schiss hatte, verdränge ich lieber. 8)

  2. Uwe Kiefer
    Uwe Kiefer — 5. Oktober 2015 @ 16:35

    da muss ich wohl die Brücke inspizieren. Habe auch den Bericht in den Landesnachrichten gesehen. Dein Bericht und Fotos machen mich neugierig.

    Gruß Uwe

  3. Chris — 6. Oktober 2015 @ 06:31

    Schöner Artikel und super Bilder. Gefällt mir.

  4. Hans Pfaffen — 9. Oktober 2015 @ 19:06

    Als Planer und Statiker dieser filigranen Brücke freuen mich die positiven Kommentare sehr. Die Brücke hat unten eine Breite von 85 cm plus 2 x 8 cm seitlichem Kantholz (Total 101 cm) und ober 140 cm, also nicht 125 cm wie oft beschrieben. Die Brücke ist für eine Nutzlast von 2 Personen je Laufmeter ausgelfet, also 720 Leute gleichzeitig auf der Brücke.
    Eine Windgeschwindigkeit von 212 km/Stunde wurde in der Statik angesetzt. Da ist kaum jemand auf der Brücke. weitere analoge Brücken sind: Trift, Monte Carasso, Salbitschin, Handeck und sonweiter. http://Www.pfaffen.ch

  5. Karin
    Karin — 11. Oktober 2015 @ 23:35

    Hallo Hans,
    danke für die aktuellen Infos! Und wir haben alle Vertrauen in Deine Leistung! :-)
    Viele Grüße,
    Karin

  6. Karin
    Karin — 11. Oktober 2015 @ 23:37

    Hallo M.D., ganz ehrlich – das ist echt ein tolles Gefühl, da rüber zu gehen – das schaffst Du! Mir ging es ja genauso!
    Gruß, Karin

  7. Petra — 20. Oktober 2015 @ 04:27

    Toller Bericht! ! Wir werden uns die Brücke am kommenden Wochenende anschauen… freue mich wie geck

  8. Wolfgang Speck — 12. Januar 2016 @ 00:29

    Wunderschön, tolle Konstruktion, super zu begehen, mit ein wenig Nervenkitzel verbunden. Aber bitte keine normal großen Kinderwagen. Was passiert, wenn die von beiden Seiten kommen und sich irgendwo treffen?

  9. Rainer — 28. März 2016 @ 13:59

    Sie hat was. Sie ist eine Augenweide und sie macht einen sehr sicheren Eindruck. Sie ist ein Volltreffer.
    Allerdings mit dem Besucherzähler auf der WebCam-Seite stimmt was nicht. Es sei denn, es werden nur die Besucher im Zentrum gezählt. Die Zahl der Brückenbesucher war am Ostersonntag um ein Vielfaches höher.

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