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Uwe Kiefer von: am: 30.09.2015
Uwe Kiefer Autor(in):    |   30. Sep 2015   |    Kategorie: Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig, Saarland, Traumschleife,

Auch der Hochwald hat einen Felsenpfad

Nachdem wir den Dahner Felsenpfad erwandert hatten, liegt nichts näher als den Felsenweg des Saar-Hunsrück-Steigs unter die Füße zu nehmen. Der 2005 eröffnete Premium-Rundwanderweg, wurde im Frühjahr 2015 zu seinem 10jährigem Bestehen rundum erneuert.

Das Deutsche Wanderinstitut zertifizierte die attraktive Traumschleife und vergab ihr satte 95 Erlebnispunkte, meinen Glückwunsch dazu!!! 😀  Grund genug, dass wir den Wanderweg selbst erkunden 😆

Auf geht´s ins benachbarte Saarland nach Waldhölzbach, wo sich auch Mitten im Dorf der Einstieg befindet. Parkmöglichkeiten findet man am Gemeindehaus und eine Info-Tafel über den Wanderweg und seine Umgebung vermittelt uns einen ersten Einblick. Oberhalb unseres Parkplatzes liegt das hölzerne Einstiegstor.

hölzerne Einstiegstor

hölzerne Einstiegstor

Der Einstieg beginnt direkt mit einem Naturpfad der leicht ansteigend zu der Mariengrotte von Waldhölzbach führt, diese passieren wir nicht ohne sie in Augenschein zu nehmen.

Mariengrotte Waldhölzbach

Mariengrotte Waldhölzbach

Der Pfad steigt weiter an und verläuft durch Buschwerk, bis er wieder bergab zum alten Backhaus von Waldhölzbach führt. Seid Beginn der Wanderung begleitet uns die Wegstrecke des Saar-Hunsrücksteigs und des Zwei-Täler-Wegs, eine weitere Traumschleife des Saar-Hunsrück-Steigs.

Felsenweg, Zwei- Täler-Weg und Saar-Hunsrücksteig vereint

Felsenweg, Zwei-Täler-Weg und Saar-Hunsrücksteig vereint

Am Backhaus vorbei geht es in den Wald. Auf etwas breiterem Weg geht es bergauf dem ersten Naturdenkmal entgegen. Der Aufstieg stellt sich wegen der Unwegsamkeit als etwas schwierig heraus, erste Abenteuergefühle stellten sich ein. Der Lohn der Anstrengung lässt nicht lange auf sich warten, eine Sinnesbank und ein beeindruckender Blick auf den Hochwald waren die Mühe wert.

Aufstieg zum Teufelsfelsen

Aufstieg zum Teufelsfelsen

 

auf dem Teufelsfelsen

auf dem Teufelsfelsen

Nach kurzer Rast geht es weiter, nun bergab dem Hölzbach zu. Im Tal angekommen überqueren wir den Bach und es geht weiter auf breitem Waldweg. Nach 1,5km Wanderstrecke erreichten wir eine Kneippanlage. Da wir uns noch frisch fühlten, wanderten wir ohne eine Kneippkur unseren Weg weiter.

Steg über den Holzbach

Steg über den Hölzbach

 

Waldpfad

Waldpfad

Kurz nach verlassen der Kneippanlage trennen sich die Wege, der Zwei-Täler-Weg geht nun seine eigene Route. Nach 2,2km macht die Wegeführung eine fast 180° Wendung nach links und wir verabschieden uns vom Hölzbach, dessen Verlauf uns die ganze Zeit begleitete. Mit leichtem Anstieg geht es bergauf in einen hohen Fichtenwald, nach kurzer Zeit treffen wir auf eine Informationstafel die uns die Besonderheit des Weges beschrieb, dem wir jetzt folgten. Es handelt sich hier um einen Grenzweg von 1,1km Länge, zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz, der wegen Unstimmigkeiten über den Grenzverlauf der Dörfer Scheiden und Zerf 1747 angelegt wurde.

Grenzstein von Scheiden auf dem Grenzweg

Grenzstein von Scheiden auf dem Grenzweg

Mittlerweile haben wir den höchsten Punkt der Wanderung passiert und wandern auf bleibender Höhe weiter. Gut 4km des Wanderwegs haben wir hinter uns, da erreichten wir den Lannenbach der sich talwärts durch den Wald schlängelt. Seinem Verlauf folgen wir und überqueren ihn mittels Trittsteine, die man im Bach ausgelegt hat.

Lannenbach-Überquerung

Lannenbach-Überquerung

Auf einem gut begehbaren Waldweg geht es weiter talwärts den Lannenbach weiter folgend.

Waldweg zum Bärenfels

Waldweg zum Bärenfels

Gemütlich durchwandern wir einen Buchenwald bis plötzlich uns die Wegeführung auf einen mit Felssteinen übersäten Steilpfad lenkt. Eine Infotafel informiert uns, dass wir nun den Bärenfelsen in Angriff nehmen.

Steilpfad zum Bärenfels

Steilpfad zum Bärenfelsen

 

am Bärenfels

am Bärenfelsen

Immer steiler und unwegsamer wird der Pfad und langsam bekommen wir Alpine-Eindrücke. Oben angekommen umrunden wir den Felsen und wandern auf der gegenüberliegenden Seite wieder dem Waldweg entgegen.

Abstieg vom Bärenfels

Abstieg vom Bärenfels

Nach dieser schweißtreibenden Aktion wandern wir auf dem vorherigen Waldweg weiter, bis uns die Wegemarkierung auf einen Naturpfad führt, der sich wieder an den Lauf des Lannenbach schmiegt.

Naturpfad am Lannenbach

Naturpfad am Lannenbach

Nach gut 5km haben wir eine Erfrischung nötig und wir legen eine Rast ein. Der Angelweiher von Scheiden mit seiner Kneippanlage lädt dazu ein.

Angelweiheranlage von Scheiden

Angelweiheranlage von Scheiden

Nach ausgiebiger Entspannung machen wir uns wieder auf den Weg und überquerten die L373, welche die Ortschaften Waldhölzbach und Scheiden verbindet. Nun wechselt sich das Landschaftsbild, gingen wir bis jetzt durch eine schöne Waldlandschaft, sind nun Viehweiden und Streuobstwiesen unser Begleiter.

Viehweiden und Streuobstwiesen

Viehweiden und Streuobstwiesen

Nach der kurzen freien Passage zwischen Weiden hindurch, durchqueren wir einen kleinen Wald in dem ein weiteres Felsmassiv versteckt liegt. Die Sinnesbank welche oberhalb des Felsens steht beanspruchen wir nicht und machen uns gleich an den Abstieg. Gesichert durch ein starkes Tau, das am Pfad entlang gespannt ist, gelangen wir an den Fuß des Felsens. Die hier aufgestellte Info-Tafel gibt den Namen des Felsens preis, es ist der Adlerfelsen.

Abstieg vom Adlerfelsen

Abstieg vom Adlerfelsen

Nun geht es wieder über offenes Feld weiter, was sich doch schon bald ändern sollte.

Weg nach Scheiden

Weg nach Scheiden

Urwüchsiger Wald öffnete sich und der Feldwirtschaftsweg ging wieder in einen Naturpfad über.

der Wald immer urwüchsiger

der Wald immer urwüchsiger

Nach 6,5km lichtet sich der Buchenwald und eine Felsformation ist zu erkennen die nicht natürlichen Ursprungs zu sein scheint. Wie gewohnt gibt eine Info-Tafel Auskunft was wir da sehen. Es handelt sich hier um die Reste einer mittelalterlichen Burganlage, deren Erbauung bis in die Römerzeit, ja, man nimmt an bis in die Keltenzeit reicht. Ihr folgten nach einem kurzen Anstieg die obere Burg aus dem späteren Mittelalter.

Rast an der Unterburg

Rast an der Unterburg

 

Aufstieg zur Oberburg

Aufstieg zur Oberburg

 

Oberburg

Oberburg

Die spärlichen Überrest dieser Burganlage haben wir nur kurz in Augenschein genommen und zogen weiter des Weges. Der Pfad schlängelt sich durch einen hohen Buchenwald mal bergauf mal bergab, bis wir nach einem steileren Anstieg eine Felsengruppe erblickten. Wie soll es anderes sein eine Info-Tafel berichtete von diesem Ort, welcher eine blutrünstige Geschichte hatte. Hier haben die Kelten (meine Ahnen)  👿 grausige Menschenopfer dargebracht. Der Ort wird heute noch von den Einheimischen Blutrinne genannt.

im Buchenwald

im Buchenwald

 

keltische Kultstätte Blutrinne

keltische Kultstätte Blutrinne

Schnell verlassen wir den grausigen Ort und wandern auf einem gut befestigtem Waldweg der nächsten Überraschung entgegen. Die sollte auch nicht lange auf sich warten. Abrupt lenkte die Wegeführung in einen Steilpfad ein und kraxeln war wieder angesagt. Der Schlangenfels den es zu besteigen galt, machte uns wie die anderen Felsmassiven keine größeren Schwierigkeiten.

Aufstieg zum Schlangenfels

Aufstieg zum Schlangenfels

 

am Schlangenfels

am Schlangenfels

Unterhalb des Felsens führt der Pfad über einen gesicherten Steg serpentinenartig hinauf. Oben angekommen führt der Pfad aus dem Wald und verläuft an dessen Rand der Ortschaft Scheiden entgegen. Nach kurzer Zeit erreichten wir das Dorf und durchquerten dieses. Rastmöglichkeit und eine Erfrischung bietet die Scheidener Stube die wenige Meter vom Wanderweg entfernt liegt. Wir aber gehen weiter bis auf ein Hochplateau am Ortsrand. Zwei Sinnesbänke geben dem Wanderer Gelegenheit zum Entspannen und die Fernsicht zu genießen.

Fernblick vom Hochplateau

Fernblick vom Hochplateau

Mit leichtem Gefälle wandern wir über offenes Land, an Pferdekoppeln vorbei, dem nächsten Wald zu. Wir hatten uns an die Richtung schon gewöhnt als plötzlich der Weg nach links schwenkte und in einen Mischwald führt. Jetzt gehen wir die Route alleine weiter, der Saar-Hunsrücksteig geht nun seinen eigenen Weg. Nach der Durchquerung des Mischwaldes mündete der Pfad wieder auf einen Feldwirtschaftsweg den wir rechtsabbiegend folgten. Weiter geht es am Waldrand entlang. Knappe 10km des Weges haben wir erwandert, treffen wir unser altbekannter Wegebegleiter, den Lannenbach wieder. Wie es aussieht hat er eine Abkürzung genommen. 😆

Steg am Lannenbach

Steg am Lannenbach

Wir überqueren unser Altbekannten und folgen dem Pfad zu einem Feldweg der zwischen Viehweiden verläuft. Wir biegen rechts in den Feldweg ein, Richtung Feriendorf Mitlosheim.

Zwischen den Weiden Richtung Feriendorf Mittlosheim

Zwischen den Weiden
Richtung Feriendorf Mittlosheim

Nach rund 1km verlassen wir den Feldweg und schwenken in einen Naturpfad ein. Dieser führt uns bergauf zu einer Viehweide die wir durchqueren mussten. Gott sei Dank war sie durch einen Gatterdurchgang gesichert.

Viehweidedurchgang

Viehweidedurchgang

 

Durchgang Viehweide

Durchgang Viehweide

Vier Stunden sind wir schon unterwegs, wir verlassen das Gatter und durchstreifen das Lannenbachtal mit seinen Feuchtwiesen. An einer freigelegten Stelle hat man eine Aussichtskanzel errichtet wo man die Fauna und Flora der Talaue beobachten kann. Wir nutzten die Gelegenheit und entspannten einige Minuten bevor es weiter geht.

Feuchtwiese im Lannenbachtal von der Aussichtskanzel

Feuchtwiese im Lannenbachtal von der Aussichtskanzel

Der Pfad führte uns in einen niedrigen Buchenwald und schlängelt sich ohne wesentliche Steigungen und Gefälle unserem Ziel zu. Dabei verabschieden wir uns vom Lannenbach und durchwandern einen Niederwald der Gehöferschaft Mitlosheim. Die Gehöferschaft ist eine bis ins frühe Mittelalter zurückführende landwirtschaftliche Genossenschaft der Bewohner jenes Dorfes. Das Feriendorf Mitlosheim lassen wir rechter Hand liegen und wandern weiter unserem Ziel entgegen, dabei treffen wir unser Altbekannten wieder, den wir Mittels einem Steg überqueren, den Hölzbach. An der Weiheranlage von Waldhölzbach vorbei, geht es Richtung Forellenhof dem Ende zu. Nach 5 Stunden und rund 15km wandern haben wir unser Ziel und zugleich Startpunkt erreicht. Mit wunderbaren und bleibenden Eindrücken geht es etwas müde aber sehr zu frieden nach Hause.

Weiheranlage Waldhözbach

Weiheranlage Waldhözbach

 

Ziel Dorfplatz mit Brunnen in Waldhölzbach

Ziel
Dorfplatz mit Brunnen in Waldhölzbach

Ich hoffe das ich Euch einige Eindrücke von einem erstklassigen Wanderweg vermitteln konnte. Der Wanderweg überzeugt mit seinen Naturdenkmälern und der vielfältigen Landschaften die im ständigen Wechsel einhergehen. Wenn ein Wanderweg den Namen Traumschleife verdient, dann dieser. Mit einer stabilen Kondition und Trittsicherheit ist der Rundwanderweg für jeden ein Erlebnis auch die Kinder werden ihren Spaß haben. Zur Stärkung nach der Wanderung empfiehlt es sich in den Forellenhof Waldhölzbach einzukehren.

Es grüßt Euch

Uwe

P. S. Weitere Traumschleifen findet Ihr im gesamten Hunsrück – Infos hier





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