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Herbert von: am: 2.09.2015
Autor(in):    |   2. Sep 2015   |    Kategorie: Eifel, Rheinland-Pfalz,

Vom Meerfelder Maar zum Landesblick mit Vulkaneifel – Panorama

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Die Fernsicht war nach zwei durchwachsenen Sommertagen gut und damit eine prima Voraussetzung dafür, sich Teile der Vulkaneifel einmal von oben zu betrachten. Der ‚Landesblick‘ hoch über dem Meerfelder Maar ist dafür ein idealer Platz. Das Meerfelder Maar ist nach neuesten Erkenntnissen vor etwa 80.000 Jahren durch eine gewaltige unterirdische Wasserdampf-Explosion entstanden. Bei solchen phreatomagmatischen Explosionen trifft heißes Magma beim Aufsteigen auf eine wasserreiche Gesteinsschicht. Gesteinsschichten werden zerstört und nach oben geschleudert. Ein sichtbarer Kraterwall ist das Resultat. Der entstandene Hohlraum füllt sich wieder mit Gestein und an der Oberfläche entsteht ein Einbruchstrichter, der sich nach und nach mit Wasser füllt. Der Gesamtkrater des Maares, das heute nur noch teilweise mit Wasser gefüllt ist, ist der größte der Eifel.

Die Tour

Als Startpunkt haben wir uns den Parkplatz Meerfeld-Ost am süd-östlichen Rand des Meerfelder Maars ausgesucht. Da wir keine Markierung entdecken können und auch die Infotafeln eher dürftige Auskunft geben, versuchen wir es auf gut Glück. Zunächst am Maar entlang, dann über zunächst schattige Wege etwas oberhalb des Maares in nördliche Richtung. Den Blick immer auf einen möglichen Abzweig hoch in den Maarhang gerichtet. Schließlich müssen wir doch auf den höchsten Punk auf den Maarberg. Bald lassen wir den Wald hinter uns, gelangen an das Gelände des Angelvereins mit den dort liegenden Angelbooten.

Wir orientieren uns neu: Entweder zurück oder weiter zum Ort, wo wir einen Hinweis zum ‚Landesblick‘ erwarten können? Wir entscheiden uns für den Weg zum Ort, entdecken aber nach einigen Metern einen Wirtschaftsweg, der in den Hang führt. Weiter oben liegt ein Hof, den wir zunächst ansteuern. Kurz vor dem Hof stoßen wir dann endlich auf einen gut gepflegten Wanderweg, der auch noch in die richtige Richtung und bergan führt. Es geht mäßig steil aber stetig hinauf, immer wieder herrliche Blicke auf das Maar bieten sich uns dar.

Später gelangen wir auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg und auch auf die ersten Wegweiser. Scheinbar gelangt man vom Ort nur über Asphalt hierher. Wir sind froh, uns auf unsere Nase verlassen zu haben, hatten wir bisher doch einen ausgesprochen schönen Aufstieg erwischt! Aber nun geht es auf geteertem Weg weiter bis kurz unter den Landesblick, wo der Wald zurückweicht und einen wundervollen Blick auf den Meerfelder Maarkessel, den Mosenberg – auf dessen Höhe der einzige Kratersee der Vulkaneifel liegt – und die Vulkaneifel freigibt. Den Landesblick, einen aus rohen Stämmen gezimmerten Aussichtsturm, haben wir fast erreicht.

Bild2

Der Himmel hat sich inzwischen verdunkelt, Wolken sind aufgezogen und im Westen sehen wir — schauer(ig)-schön — eine Regenfront heranziehen. Also schnell hoch auf den Turm (515 m ü. NN) und die fantastischen Vulkaneifel-Panoramen genießen. Der Wind frischt auf, die ersten Tropfen werden herangeweht und so bleibt für die eingeplante Rast hoch über dem Maar nicht die rechte Zeit. Also wandern wir quer über die Magerwiesen wieder hinab und erreichen den VulkanMaar-Pfad zurück nach Meerfeld. Und sind letztendlich froh, den direkten Weg vom Parkplatz nicht entdeckt zu haben. Von dieser Seite ist die Steigung ausgesprochen heftig, wie uns der Abstieg zeigt.

Wir erreichen nach dem ausgesprochen steilen Hang den Waldrand und gelangen links von knorrigen Eichen und rechts lichtem Nadelwald gesäumt über moosweiche Wege zurück zum Maar und erkennen dann, warum wir den Einstig verpasst haben. Der Weg von dieser Seite beginnt vor dem Parkplatz in der Nähe des ‚Urknalls‘ an der K10, die nach Meerfeld führt. Wer steile Aufstiege liebt, kann die Tour auch von dieser Seite gehen. Die nahende Regenfront zieht letztendlich vorbei, ohne uns zu erreichen. Schade, dass wir nicht abgewartet haben, so bleibt nur die Erinnerung an den Platz hoch oben, wo wir gerne gerastet hätten.

Weitere Infos zum Wandern in der Eifel findet Ihr auf: Gastlandschaften Rheinland-Pfalz

Landesblick-3





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