Artikel suchen nach:

Archiv

  • 2016 (16)
  • 2015 (58)
  • 2014 (51)
  • 2013 (64)
  • 2012 (86)
  • 2011 (59)
  • 2010 (37)
  • 2009 (45)
  • 2008 (53)
Hol‘ Dir kostenlos die Rheinland-Pfalz Touren-App
Uwe Kiefer von: am: 31.07.2015
Uwe Kiefer Autor(in):    |   31. Jul 2015   |    Kategorie: Hunsrück, Rheinland-Pfalz, Saar-Hunsrück-Steig, Traumschleife,

Fünf Täler im Hochwald

Am 04. Juli wurde feierlich eine neue Traumschleife des Saar Hunsrücksteigs in der Verbandsgemeinde Hermeskeil eröffnet. Hochgelobt von der Tourist-Information Hermeskeil und mit 72 Erlebnispunkten des Deutschen Wanderinstituts zertifiziert, gingen wir mit einigen Erwartungen auf den Rundwanderweg.

Tafel zum Einstieg

Tafel zum Einstieg

Zwei Startpunkte stehen zur Verfügung, einer beim Bürgerhaus in Naurath/Wald und einer im kleinem Dhrontal beim Wanderparkplatz an der L148 gegenüber von „Rüssels Landhaus“, wir entschieden uns für den Startpunkt Wanderparkplatz. Den Einstieg erreichten wir über einen 0,1km langen Zuweg, bei dem wir die ersten Höhenmeter in Form einer Böschung überwinden mussten. Wie bei einem Rundwanderweg üblich, gibt es zwei Möglichkeiten diesen zu erwandern, im Uhrzeigersinn oder entgegen. Um die Sonne im Rücken zu haben gingen wir im Uhrzeigersinn, in der Hoffnung, dass diese mit uns wandert, was sich allerdings als ein Trugschluss herausstellte.

Steg zum Einstieg

Steg zum Einstieg

Am Einstieg angelangt hielten wir uns links, entlang einer Weide wo sich das liebe Vieh einen schattigen Platz im Unterstand suchte, um der Mittagssonne zu entfliehen. Auch wir sehnten uns nach der Kühle des Waldes und gingen munter drauf los, diesen bald zu erreichen. Zuerst aber wanderten wir in offener Landschaft zwischen Viehweiden hindurch. Nach einem Kilometer, lenkte der Feldwirtschaftsweg in einen Wald ein und kurz darauf stießen wir auf einen gut ausgebauten Waldweg, den wir linksabbiegend folgten.

offenes Land, zwischen den Weiden

offenes Land, zwischen den Weiden

Blicks ins Dhrontal, kleine Dhron

Blicks ins Dhrontal, kleine Dhron

Die Wegeführungsschilder sind übersichtlich und eindeutig angebracht, so das wir die Abzweigung des Weges ohne Probleme erkannten und ihm folgten.

Waldweg Abzweigung

Waldweg Abzweigung

Langsam steigt das Gelände an und wir wandern dem zweiten Tal der Wanderung entgegen.

Waldesruh

Waldesruh

Unmittelbar nach einer kleinen Steigung erreichten wir das Tal des Friedenbachs.

Friedenbach-Tal

Friedenbach-Tal

Nach zwei Kilometern, wechselten wir vom gut begehbaren Waldweg auf einen Naturpfad, der sich steil den Waldhang hinaufwindet.

Naturpfad Anstieg

Naturpfad Anstieg

Nicht lange wärte der Aufstieg und wir gelangten an den ersten Rastplatz. Eine Bank lädt zum Verweilen ein und eine Informationstafel gibt uns Auskunft was wir da vor Augen haben. Eine etwa 1,5m großer Höhleneingang tut sich direkt hinter der Bank auf. Nach dem Studieren der Infotafel, siegte die Neugier über die Furcht 😯  und es ging auf Erkundung in die Höhle. Zu einem erfahrenen Waldläufer :mrgreen: gehört eine Taschenlampe zur Standartausrüstung und diese leistete mir jetzt gute Dienste.

Rastplatz an der Schiefergrube

Rastplatz an der Schiefergrube

Eingang Schiefergrube

Eingang Schiefergrube

Zu der Höhle sei soviel gesagt, dass es sich um eine Schiefergrube handelt, den Rest sollt ihr beim Erwandern des Traumpfads selbst erkunden.

Schiefergrube

Schiefergrube

Nach ausgiebiger Erkundung der Höhle, geht es weiter auf dem Naturpfad bergauf, bis wir nach 2,5 km Wanderweg wieder offenes Land vor uns haben.

Blick über den Hochwald

Blick über den Hochwald

Das Hochwalddorf Naurath/Wald im Blick, geht es strammen Schrittes der Ortschaft entgegen. Diesen durchwandern wir, nicht ohne eine kleine Erfrischung am Dorfbrunnen vorzunehmen.

Dorfbrunnen in Naurath/Wald

Dorfbrunnen in Naurath/Wald

Zwei Frauen, die im Vorgarten eines Anwesens die Nachmittagssonne genießen, fragten uns nach der Herkunft und verwiesen uns auf die kleine Kapelle oberhalb des Ortes. Nach kurzem Plausch, machten wir uns auf den Weg zur Kapelle, die wir auch in kürzester Zeit erreichten.

Kapelle am Ortsrand von Naurath/Wald

Kapelle am Ortsrand von Naurath/Wald

Leider standen wir vor verschlossen Türen und es blieb uns nichts anderes Übrig weiter des Weges zu ziehen. Wie der Ortsname schon sagt, handelt es sich um zwei Ortsteile, den Ortsteil Wald-Unternaurath haben wir verlassen und es geht durch den Ortsteil Naurath-Obernaurath, dem nahegelegenen Buchenwald zu. Zuvor überqueren wir zweimal die Kreisstrasse K87 die sich serpentinenartig die Anhöhe rauf schlängelt. Am höchsten Punkt der Wanderung angelangt 427m, bot sich uns eine Fernsicht über den Hochwald und das Drontal bis zum Moseltal hin.

Fernblick über den Hochwald bis ins Moseltal

Fernblick über den Hochwald und Dhrontal

Nach dem Aufstieg über freies Feld mit direkter Sonneneinstrahlung, 👿 geht es nun bergab durch einen kühlenden Buchenwald.

Rotbuchenwald

Rotbuchenwald

Immer weiter talwärts geht es dem Schastebach-Tal zu.

Steg auf dem Weg zum Schastebach

Steg auf dem Weg zum Schastebach

Langsam wechselt der Laubwald und geht in einen Nadelwald über, der sich öfters lichtet und einen Blick über den Hochwald frei gibt.

Blick über den Hochwald

Blick über den Hochwald

Rastmöglichkeiten bietet die Traumschleife genügend, wie hier zu sehen in Form einer Sinnesbank.

Sinnesbank

Sinnesbank

Und weiter bergab über einen Naturpfad, gelangen wir an den Schastebach und folgen seinem Verlauf, bis wir auf einen gut ausgebauten Weg stoßen. Hier werden wir von einer Infotafel über die Besonderheiten des Schastebachtal und den in der Nähe gelegenen Sehenswürdigkeiten informiert.

Schastebach

Schastebach

Erzgrübe

Erzgrube

Eine dieser erwähnten Besonderheiten, ist eine Erzgrube, deren Zutritt durch ein Gitter versperrt ist. Ein Hinweisschild gibt kund, dass es sich hier um ein Rückzugsort für Fledermäuse handelt und diese nicht zu stören sind. Wir nehmen uns den Hinweis zu Herzen und gehen ohne die Tiere zu stören weiter des Weges. Nach einigen hundert Metern passieren wir eine Baumgruppe mit dem ehrfürchtigen Namen die „12 Apostel“. Hierbei handelt sich einst um 15 Douglasien, eine von ihnen, der sogenannte „Judas“, fiel 1990/91 dem Wirbelsturm „Wibke“ zum Opfer. Diese Bäume haben eine Höhe von über 40m.

die "12 Apostel"

die „12 Apostel“

Nur noch zwei Kilometer bis zum Ziel und wir wandern über den gut befestigten Waldweg, bis uns die Wegeführung wieder auf einen Naturpfad lenkt. Dieser durchquert verschiedene Waldformationen und Buschwerk. Nach einiger Zeit öffnet sich der Wald und freies Feld lag vor uns, welches auch schon unser Ziel erblicken lässt.

Endspurt zum Zieleinlauf

Endspurt zum Zieleinlauf

Nach guten 3 Stunden und 8,9km wandern, mit ausgiebigen Beobachtungen und Erkundungen, endete unsere Wanderung mit einem Gefühl der Zufriedenheit. Erwähnung sollten auch die Einkehrmöglichkeiten am Wanderweg finden, diese sind in Naurath das Gasthaus-Pension „Wilddieb“ und am Wanderparkplatz im kleinen Dhrontal, „Rüssels Landhaus“.

Rüssels Landhaus

Rüssels Landhaus

Ich wünsche allen Wanderfreunden viel Spaß und tolle Eindrücke auf der Traumschleife Fünf-Tälertour von Naurath/Wald.

Euer Uwe

 





Keine Kommentare »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

CAPTCHA
*