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Chris von: am: 23.06.2015
Chris Autor(in):    |   23. Jun 2015   |    Kategorie: Hunsrück, RheinBurgenWeg, Rheinland-Pfalz, Soonwaldsteig,

Besuch bei den Baumgeistern

Auf der Suche nach einer Wanderung am Mittelrhein bin ich auf die Baumgeister-Tour gestoßen. Dies ist eine Prädikats-Rundtour von ca. 16 km.

Ich begann die Tour jedoch nicht am Forsthaus Jägerhaus, dem „offiziellen“ Startpunkt, sondern am Bahnhof in Trechtingshausen, die Runde verlängerte sich dadurch um etwa 2 km. Dort folgte ich dem Zuweg zum RheinBurgenWeg entlang der Durchgangsstraße und in das Morgenbachtal hinein. Nach einem kleinen Aufstieg gelangte ich zum Einstieg der Prädikats-Rundtour, der Wegweiser zeigte mir mit dem weißen stilisierten R auf rotem Grund den Weg Richtung „Villa Rustica“. Zu Beginn geht es am rauschenden Morgenbach entlang.

Morgenbach

Morgenbach

Der Weg führt langsam hinauf, der Bach bleibt im Tal zurück. Bald darauf kam ich aus dem Wald heraus und lief durch Wiesen zum Gerhardshof. Pferde auf den Koppeln schauten mich neugierig an. Im folgenden ging es wieder in den Wald, kein Mensch begegnete mir bisher an diesem Samstag, ich war mit meinen Gedanken alleine und hörte dem Gezwitscher der Vögel und dem Summen der Bienen zu.

Nach einer Weile gelangte ich zu einer großen Kreuzung mit einem Rastplatz. Im weiteren Verlauf lief mir ein Fuchs über den Weg, der jedoch keine Notiz von mir nahm. Es ging nun ohne Steigungen durch den Wald, bis mich das Wegzeichen wieder hinab führte. Unterwegs traf ich wieder auf den Morgenbach und gelangte zum Forsthaus Jägerhaus, bei dem man Einkehren kann und wo ich erstmals auf andere Menschen traf.

Die Baumgeister

Der Pfad führte mich nun hinunter in die Steckeschlääferklamm. Bereits an der Brücke über den Bach entdeckte ich die ersten Baumgeister: Gesichter, die an den Bäumen verborgen sind.

Baumgeister Steckeschlääferklamm

Baumgeister in der Steckeschlääferklamm

Der Name der Klamm kommt von den Wanderern, die ihre „Stecke“ (Stöcke) über den Boden „schlääfe“ (schleifen). Sie wurde 1971 ausgebaut und begehbar gemacht. Dabei schmückte man die Steckeschlääferklamm mit 46 Schnitzereien aus. Da diese im Laufe der Zeit eingewachsen waren, wurden vor wenigen Jahren neue Masken erstellt und an den Bäumen angebracht.

Steckeschlääferklamm

In der Steckeschlääferklamm

Nach dem Durchqueren des etwa 400 Meter langen Einschnitts folgte ich weiter der Rundtour. Bald darauf führte der Weg aus dem Wald heraus und nach dem Überqueren der Straße erblickte ich im Süden den Donnersberg, den höchsten Berg der Pfalz. Kurz darauf laden zwei Liegebänke zur Rast ein.

Villa Rustica

Die nächste Sehenswürdigkeit ließ nicht lange auf sich warten: Die Villa Rustica, ein ehemaliger römischer Gutshof. Seit 1999 wird das Gelände untersucht und Grundmauern freigelegt. Einige römische Spiele sind erklärt und können während einer Pause nachgespielt werden.

Herrenhaus Villa Rustica

Ehemaliges Herrenhaus der Villa Rustica

Nach der Besichtigung der Anlage führt der Weg zu einer Hängebrücke, die über den Einschnitt des Kreuzbachs führt.

Hängebrücke

Hängebrücke über den Kreuzbach

Im weiteren Verlauf gelangte ich zum Forsthaus Heiligkreuz und nach etwa einem Kilometer führt ein Abstecher zum Aussichtspunkt auf dem Damianskopf. Hier schweift der Blick über das Mittelrheintal von Bingen bis Assmannshausen.

Blick vom Damianskopf auf Bingen

Blick vom Damianskopf auf Bingen

Der Weg führte nun am Hang entlang, der Verkehrslärm aus dem Tal drang nun nach oben. Am Schweizerhaus, in dem man Einkehren kann, begann der Eselspfad, ein kleiner gewundener Weg, der am Hang entlang hinunter führt.

Burg Rheinstein

So gelangte ich zu einem weiteren gemauerten Aussichtspunkt, von dem man einen wunderschönen Blick auf die nahegelegene Burg Rheinstein hat.

Burg Rheinstein

Blick vom Eselspfad auf Burg Rheinstein

Wenige Minuten später war auch die Burg erreicht, ein Abstecher führt zum Eingang. Der Besuch der Anlage ist kostenpflichtig, aber lohnenswert.

Der markierte Weg führt oberhalb der Festung ein letztes Mal bergan. Nach einer Weile erreichte ich dann den letzten Ausblick, der Blick geht hinab zur Burg Reichenstein oberhalb von Trechtingshausen. Nun geht es hinunter ins Morgenbachtal und zurück in den Ort zum Bahnhof.

Insgesamt war ich auf der etwa 18 km langen Strecke mit vielen Pausen und Fotostops ca. acht Stunden unterwegs. Ich genoss dabei vor allem den Weg durch die Klamm und die Aussichtspunkte oberhalb des Mittelrheintals und kann diese Wanderung wärmstens empfehlen.

Weitere Tourentipps für zertifizierte Rundwanderwege am Romantischen Rhein findet man hier – viel Spaß!





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