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Chris von: am: 20.06.2015
Chris Autor(in):    |   20. Jun 2015   |    Kategorie: Eifel, Eifelsteig, Rheinland-Pfalz, Vulkaneifel-Pfade,

Auf dem Gerolsteiner Felsenpfad zu den Wölfen

Ein paar Tage frei und schönes Wetter ist angesagt? Also Zelt eingepackt und nichts wie ab in die Eifel – ein Ziel das ich schon länger im Visier hatte und nun endlich einmal besucht habe. Eine Wanderung, die ich mir ausgesucht habe, war der Gerolsteiner Felsenpfad. Das ist einer von vielen Vulkaneifel-Pfaden, die Tour ist mit ca. 8 km nicht wirklich lang, trotzdem verbrachte ich aufgrund der Sehenswürdigkeiten einen Tag auf der Runde – eine prima Entschleunigung vom Alltag.

Startpunkt war im Zentrum von Gerolstein, Parkmöglichkeiten gibt es in der Brunnenstraße in der Nähe des Bahnhofs. Aber Achtung: Es gibt dort kostenpflichtige als auch viele kostenlose Parkplätze. Von dort ging es einige Meter nach Westen und über die Brücke Richtung „Eifelkaserne“. Dort bekam ich dann auch das Vulkaneifel-Wegzeichen, das den Wanderweg markiert, zum ersten Mal zu Gesicht.

Munterley

Das erste Ziel war die Munterley, eine aus Dolomit bestehende Felsformation. Vor etwa 400 Millionen Jahren befanden sich an dieser Stelle Kalkriffe in einem Meer. Diese bilden nun den Grundstock des Wahrzeichens von Gerolstein. Von dem Aussichtspunkt auf dem Plateau schweift der Blick über den Ort und die Umgebung.

Aussicht Munterley

Blick von der Munterley auf Gerolstein

Buchenloch-Höhle

Nach einer kleinen Rast ging es weiter zur Buchenloch-Höhle. Eine Informationstafel vor Ort erläutert die Entstehung und die Geschichte. Sie ist begehbar und es lohnt sich, eine Taschenlampe mitzunehmen. So kann man auch den hintersten Winkel erkunden.

Buchenloch-Höhle

In der Buchenloch-Höhle

Papenkaule

Im weiteren Verlauf kommt der Weg aus dem Wald heraus. Hier lohnt sich ein Abstecher einige Meter geradeaus zur Papenkaule, einem trockenen Krater eines Vulkans, der vor ca. 10.000 Jahren aktiv war. Die Besonderheit hierbei ist, dass die Lava nicht aus dem Schlot quoll, sondern seitlich zu Tage trat und ins Tal der Kyll floss. So konnte sich auch kein Kegel bilden, heute ist eine Senke im Gelände zu sehen.

Papenkaule

Papenkaule

Vulkanische Gesteine

Es ging nun wieder ein Stück zurück und weiter auf dem Gerolsteiner Felsenpfad. Das nächste Ziel war der Geoacker am Kasselburger Hahn. Bevor man dieses jedoch erreicht kommt man kurz nach dem Überqueren der Straße zu einem Aussichtspunkt, wo man in den Berg hineinschauen kann. An dieser Stelle wurde früher in einer sog. Lavagrube das Gestein abgebaut. Schön erkennt man hier die verschiedenen Schichten. Am Geoacker sind verschiedene Gesteine zu sehen und ihre Eigenschaften werden erläutert, im Tal sieht man das Gerolsteiner Maar.

Geologischer Aufschluss am Kasselburger Hahn

Geologischer Aufschluss am Kasselburger Hahn

Unter Wölfen

Im weiteren Verlauf der Wanderung kam ich dann aus dem Wald heraus. Ein absolut lohnenswerter Abstecher bietet sich hier an: etwa 300 Meter den Hang hinunter befindet sich die Kasselburg mit dem Adler- und Wolfspark.

Kasselburg

Kasselburg

Ich kam zur Mittagszeit an und verpasste dadurch leider die Flugvorführung und die Wolfsfütterung am Vormittag. Daher beschloss ich, die Nachmittagsvorführung um 15 Uhr abzuwarten und in der Zwischenzeit gemütlich durch die Anlage zu schlendern und den einen oder anderen Schnappschuss einzufangen.

So hatte ich doch tatsächlich das Glück, einen vier Wochen alten Welpen bei den Timberwölfen zu sichten.

Timberwölfe

Timberwölfe

Aufgrund der Jahreszeit hatten auch die Wildschweine Nachwuchs und es tummelten sich viele Frischlinge im Gehege.

Wildschweine

Wildschweine

Die Flugvorführung dauerte dann etwa eine halbe Stunde und ich bekam viele verschiedene Greifvögel, wie z.B. Gänsegeier, einen Schwarzmilan und eine Schleiereule zu sehen.

Gänsegeier

Gänsegeier

Leider war die Thermik nicht so toll, so dass die Vögel nicht gleiten konnten.

Außerhalb des kostenpflichtigen Geländes befindet sich eine Gaststätte, auch innerhalb des Parks ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Römischer Tempelbezirk

Nach dem Besuch des Tierparks ging es dann weiter auf dem Felsenpfad. Die nächste Sehenswürdigkeit lässt dann auch nicht lange auf sich warten: Der Judenkirchhof, der etwas hundert Meter abseits des Wanderwegs liegt. Dabei handelt es sich um eine ehemalige römische Tempelanlage aus dem 2. Jahrhundert.

Judenkirchhof

Grundmauern des Judenkirchhofs

Der weitere Weg führt nun teil steil hinab nach Gerolstein. Dort wird die Bahnstrecke und die Kyll überquert. Folgt man nun der Durchgangsstraße erreicht man wieder den Parkplatz in der Brunnenstraße.

Obwohl als Halbtagestour geplant, war ich insgesamt sieben Stunden unterwegs. Die vielen Sehenswürdigkeiten und vor allem der Wildpark brauchten Zeit. Alles in allem war es eine gelungene Tour, die ich wärmstens empfehlen kann.

Weitere Infos zum Wandern auf dem Eifelsteig und in der Eifel findet man hier: Wandern in der Eifel- Gastlandschaften.info





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