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Nathalie von: am: 29.05.2015
Autor(in):    |   29. Mai 2015   |    Kategorie: Events, Mosel-Saar, Moselsteig, Rheinland-Pfalz,

Mein erstes Mal… 24-Stunden-Wanderung auf dem Moselsteig

Am 27. April verkündete meine Kollegin Karin, dass Sie für das Wochenende 1.-3. Mai noch einen Platz für’s Bloggertreffen auf der 24-h-Wanderung in Bernkastel-Kues frei hätte.

Karin gut ausgerüstet mit ihren WhrightSocks

Karin gut ausgerüstet mit ihren WhrightSocks

„24-h-Wanderung? Was ist das denn?“ Ich dachte, dass das nur der mögliche Zeitrahmen ist und man seine (gemütliche) Wanderung innerhalb des Zeitfensters machen kann, wann und wie man will. Falsch gedacht! Insgesamt ist die 24-h-Wanderung in 3 Etappen eingeteilt, die erste Etappe knapp 40 km, die zweite knapp 20 und die dritte noch mal knapp 20 km. Also insgesamt 80 km. Kein Wunder also, dass dafür 24-Stunden angesetzt sind. Wer soll denn so eine lange Strecke schaffen? Ich ja wohl bestimmt nicht! Oder doch??? Mein Ehrgeiz war geweckt. Meine längste Etappe war bisher eine 30km-Tour auf dem Jakobsweg mit Gepäck…und da habe ich am Schluss ganz schön geflucht. Aber wer weiß, vielleicht bin ich ja ruhiger und ausdauernder geworden (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;-))??? Nach diesen kurzen Überlegungen war die Entscheidung also schnell gefallen. Ich bin dabei! Den Wandern auf dem Moselsteig hatte ich mir sowieso auf die Agenda geschrieben, also warum nicht gleich diese Intensivkostprobe wahrnehmen?

Und was hat es überhaupt mit dem Bloggertreffen auf sich?

Knapp 20 wanderwillige Reiseblogger aus ganz Deutschland und sogar Österreich sind bereits am 1. Mai nach Bernkastel-Kues gekommen und haben quasi vor-während-und-nach dem Event fleißig getwittert, gepostet und natürlich gebloggt (das allerdings eher davor und danach). Eine Liste aller Wanderblogger hänge ich Euch unten an, dann könnt ihr auch mal deren Erfahrungen nachlesen.

Organisiert wurde die 24-h-Wanderung von den netten Kollegen aus dem Ferienland Bernkastel-Kues. Der Start und Zielpunkt einer jeden Schleife war die Turnhalle der Cusanus-Grundschule in Bernkastel-Kues. Vor Ort war an alles gedacht: Es gab reichlich Verpflegung, in der Turnhalle waren Feldbetten aufgebaut für diejenigen, die sich zwischen den Runden mal kurz ausruhen wollten und natürlich Duschen, um den schwitzigen Wanderkörper wieder sauber zu kriegen. Der Start war am 2. Mai für 11 Uhr vorgesehen. Insgesamt 155 Wanderer hatten sich angemeldet und haben sich dem Wagnis 24-Stunden-Wanderung gestellt. Das Event wurde in 2015 bereits zum dritten Mal veranstaltet und wie ich nach einigen Gesprächen mitbekommen habe, waren sehr viele Wiederholungstäter dabei. Mein persönliches Ziel: Schleife 1 mit 40 km schaffen mit Option auf Schleife 2. Ich hab mir gedacht, einen Marathon traue ich mir niemals zu, aber wenn ich die Marathonlänge (42,195 km) wandere bin ich ja quasi eine Marathon-Läuferin 😉

11:00 Uhr: Los geht’s – Schleife 1, wir kommen!

Start 24-Stunden-Wanderung

Los geht’s!

Was ich mit vielen Erstläufern gemein hatte, war eine gewisse Nervosität und Anspannung. Der Wille war da 24-Stunden durchzuhalten, aber macht auch das „Material“ mit? Um 11 Uhr ging es dann also im Rudel mit 150 Wanderern los. Zum Glück hat sich das anfängliche Rudel relativ schnell aufgelöst und man konnte in kleineren Grüppchen wandern und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Nach 6 km kam dann die erste Verpflegungs- und Stempelstation.

24-Stunden-Wanderung: Stempel sammeln

Der erste Stempel ist gesammelt.

24-Stunden-Wanderung: Karin und ich an der ersten Stempel-Station

Karin und ich an der ersten Stempel-Station

Glücklicherweise kam dann in einem regelmäßigen Abstand von 4-6 km immer eine Station, sodass die große Runde in viele kleine Etappen unterteilt war und für die Motivation immer die nächste Station die Entscheidende war und nicht das große Rundenziel. Ich kam mir übrigens auch total gut und sicher aufgehoben vor. An jeder Station war das DRK vor Ort und grundsätzlich hätte ich an jeder Station aussteigen können. Es wurde auch an jeder Station überprüft, ob auch wirklich alle Schäfchen noch im Rennen waren. Zum Glück ist aber niemand „Verschütt gegangen“ und ans Aussteigen habe ich zumindest bis zu km 30 auch noch gar nicht gedacht. Die Strecke war schön abwechslungsreich und die Mosel im Frühjahr ist einfach nur ein Traum. Gedanklich habe ich mich immer mal wieder zu einem Winzer gewünscht, um einen leckeren Schoppen Moselwein zu trinken. Aber diesmal steht ja die sportliche Herausforderung im Vordergrund und der leckere Moselwein muss leider bis zu meinem nächsten Besuch warten.

19:45Uhr: 1. Schleife geschafft! Füße und Beine tun gaaaaaaanz schön weh!

Nach knapp neun Stunden und 40 km komme ich dann wieder an der Turnhalle an. Meine App sagt, ich habe auf der Strecke 2.451 Kalorien verbrannt. Das rechtfertigt auch mindestens eine Riesenportion Spaghetti Bolognese. Lecker! Was nach der ersten Runde allerdings nicht ganz so „lecker“ war, waren meine Füße. Irgendwie scheinen die beiden Kleinen mir den langen Weg krumm genommen zu haben. Auch die WhrightSocks von Karin, die angeblich Blasen verhindern sollen, haben nicht geholfen. An vier von zehn Zehen haben sich sehr ausdrucksstarke Blasen sich breit gemacht. Autsch! Aber es nutzt ja nichts. Blasenpflaster drauf, andere Schuhe an „and the show must go on“!

 21:20 Uhr: Es geht schon wieder los… und diesmal im Dunkeln!

Die zweite Runde haben wir dann in einer kleinen Gruppe (Jens, Jessie, Karolin, Karin und ich) in Angriff genommen. Mit Stirnlampen bewaffnet, ging’s um 21:20 Uhr los – hinein in die Dunkelheit. Nach der kurzen Pause von ca 1,5 Stunden merke ich schon, dass neben den Füßen auch die Oberschenkel langsam ordentlich weh tun. Aber wie auch in der ersten Runde, versuche ich mich von Station zu Station zu hangeln und nicht direkt die 20 km Gesamtschleife im Kopf zu haben. Karin hat auch wirklich ganze Arbeit geleistet, dass ich den ersten Berg (knapp 400 Höhenmeter) hoch komme. Sie hat mich schön den Berg hochgequatscht :-), sodass ich irgendwann wieder im Tritt war und die Schmerzen (fast) vergessen konnte. Vielen Dank dafür Karin :-)! Ausgerüstet mit Stirnlampen kämpfen wir uns also den (Wein)Berg hoch. Spannende Erfahrung, ich habe noch nie eine richtige Nachtwanderung gemacht.

24-Stunden-Wanderung: Burgruine Landshut hoch über Bernkastel-Kues bei Nacht

Burgruine Landshut hoch über Bernkastel-Kues bei Nacht

Die Wanderung in der kleinen Gruppe tut gut und die Schmerzen können leichter verdrängt werden. So ganz weg gehen sie aber leider nicht. Nach 7-8 km habe ich das Gefühl, dass meine Oberschenkelmuskulatur ganz zumacht. Von den Füßen will ich gar nicht anfangen. Die nächste Verpflegungsstation erreichen wir nach knapp 10 km und drei Stunden später in Bernkastel-Wehlen.

Mein Entschluss steht fest. Ich kann nicht mehr!

In Wehlen steige ich aus und nehme das „DRK-Taxi“ zurück zur Turnhalle. Jens, Jessie; Karolin und Karin sind tapfer, verschnaufen kurz bei einer heißen Brühe und ziehen dann tatsächlich noch weiter. Respekt!! Ich für meinen Teil bin sehr stolz auf mich. Ich habe 50 km in knapp 14 Stunden geschafft. Den Marathon habe ich also (locker) genommen 🙂

Mit einem Lächeln im Gesicht geht's per "DRK-Taxi" zurück zur Turnhalle

Mit einem Lächeln im Gesicht geht’s per „DRK-Taxi“ zurück zur Turnhalle

Zurück in der Turnhalle, als ich die Schuhe ausziehe und duschen will, habe ich einen Riesenschreck bekommen: Meine Füße sahen nicht mehr aus, als ob sie zu mir gehören. Das waren kleine blutige, wässernde, eklige Klumpen. Igittigitt! Nach der Dusche war das Befinden aber schon wieder besser. Nach 3-4 Stunden Schlaf habe ich dann die anderen beim Frühstück getroffen. Die letzten Wanderer trudeln bis gegen 9 Uhr ein. Immerhin haben 65 Teilnehmer alle drei Schleifen geschafft. Das nehme ich jetzt mal als Ansporn für das nächste Jahr, bis dahin sind meine Füße wieder heile und ich schaffe vielleicht auch alle drei Runden.

Dankeschön & auf Wiedersehn‘ 🙂

Vielen Dank noch einmal an Karin: Danke dass du mich mitgenommen und motiviert hast. Vielen Dank an das tolle Team der Ferienregion Bernkastel-Kues und die vielen freiwilligen Helfer vor Ort. Es war ein tolles Event, was mich an meine persönlichen Grenzen gebracht hat. Nächstes Jahr bin ich sicher wieder mit am Start.

24-Stunden-Wanderung: Nathalie mit Jörg Lautwein vom Ferienland Bernkastel-Kues

Stolz wie Oskar und ziemlich fertig zusammen mit Jörg Lautwein vom Ferienland Bernkastel-Kues

Viele Grüße

Nathalie!

Hier noch die Übersicht von allen teilnehmenden Bloggern und wer noch Lust auf einen akustischen Beitrag zur 24-h-Wanderung hat, kann sich gerne den Podcast Folge 69 anhören. Viel Spaß damit!

Name

Blog

Hans-Joachim Schneider

Anderswandern
www.anderswandern.de

Jessie Fröde

Bunterwegs
www.bunterwegs.com

Karl-Georg-Müller

Der Schlenderer
www.schlenderer.de

Magnus Bühl

Erfolgsmatrix
www.erfolgsmatrix.de

Elke Bitzer

Fotografische Reisen und Wanderungen
www.elkebitzer.wordpress.com

Martin Moser

gehlebt
www.gehlebt.at

Jörg Thamer

GEWUM und Lahntastisch
www.joergth.blogspot.de

Moritz Hübner/
Carola Lipp

Gipfelträumer
www.gipfeltrauemer.de

Heike Tharum

Heimatwandern
www.tharun-touren.de

Jens Nordmann

Hiking Blog
www.hiking-blog.de

Karolin Wappler

Linaluftig
www.linaluftig.de

Christina Burkhardt

Reisemeisterei
www.reisemeisterei.de

Daniel Panhorst

unterwegz
www.unterwegz.com

Karin Hünerfauth-Brixius

Wanderreporter
www.wanderreporter.de

Daniela Trauthwein

Wanderreporterin
www.wanderreporterin.de

Bastian Dick

Wandersüchtig
www.wandersuechtig.de

Katja Wegener /
Andrè Wegener

Wellness Bummler und Wellness Portal
www.wellness-bummler.de

www.wellspa-portal.de





1 Kommentar »

  1. M.D.
    M.D. — 2. Juni 2015 @ 15:00

    Da ich mir schon mein ganzes Leben lang in allen Schuhen Blasen laufe (oder zumindest was auf-/anscheuere) – egal welche, egal mit welchen Socken, egal mit welchen Einlagen, egal mit was eingecremt – tun mir die Füße alleine schon vom lesen weh. 😉

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