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M.D. von: am: 26.04.2015
M.D. Autor(in):    |   26. Apr 2015   |    Kategorie: Hunsrück, Rheinland-Pfalz, Traumschleife,

Und noch ne Burg: Traumschleife LandZeitTour (Hunsrück)

Gesucht war: ein kurzer Weg in näherer Umgebung, gefunden wurde: die Traumschleife ohne Bindestriche: die LandZeitTour in Hinzerath, einem Ortsteil von Morbach. Infos zum Weg wie immer auf Outdooractive, beim Dt. Wanderinstitut oder diesmal auch auf der HP von Morbach.

Wie’s der Zufall so will, führt auch dieser Weg an einer Burg vorbei, diesmal ist es die Waaserburgruine Baldenau („Heimat“-Fans auch aus der Picknick-Szene in Staffel 1 bekannt  😉 ). Die Burg gab allerdings nicht den Ausschlag zum Weg, sondern der Hinweis eines Users in einer Bewertung, dass man den Weg besser bei bedecktem Himmel gehen soll, weil er weitestgehend unter freiem Himmel verläuft. Das kam mir gerade recht, denn als ich mich morgens auf den Weg machte, was es zwar schon sehr sonnig, allerdings nur 12°C und windig. Wenigstens der Sonne wollte ich ausgesetzt sein, allerdings war ich es auch dem Wind, es war stellenweise arg frisch.

Als Startpunkt wird in der Tourbeschreibung der Dorfplatz angegeben, allerdings sucht man diese Beschilderung vergebens, bessert orientiert man sich am Schild „Bürgerhaus“ und parkt dort auf dem großen (Dorf)Parkplatz.
Da ich vorher etwas kreuz und quer durch den Ort gefahren bin, hatte ich schon ein paar TS-Schilder gesehen, denn so direkt am Parkplatz war mMn keins zu sehen.

Als erstes führte ein Feldweg aus dem Ort heraus und rechts und links blickte man über grüne Wiesen und sah am Horizont so ca. 3 bis 29 Windräder. Joa, das ist nicht sonderlich schön, aber halt da.
2015-04-19 12.13.59

Schön wird es kurz darauf, als der Weg das erste mal in den Wald eintaucht und ich völlig überrascht vor einer Mühlenruine stand:

Ruine Heckenmühle

Ruine Heckenmühle

Solche Figuren und Tafeln – mit Erklärungen in Hunsrücker Platt und „Deutsch“ – begleiten einen auf dem ganzen Weg. Immer wieder wird die jeweilige Station von einer entsprechenden Figur plastisch dargestellt.
Im Anschluss an die Mühle gilt es einen kleinen Waldbach zu überqueren, bevor man das Areal des EU Life Projektes „Arnikawiesen“ erreicht.

Arnikawiesen Hinweisschild

Arnikawiesen Hinweisschild

Genau gegenüber von diesem Schild ist ein Holztor, welches den Eingang zu einem „ökologisch wertvollen“ Biotop bildet. Lt. Tourbeschreibung stünden da Infotafeln zu Flora, Fauna und dem Kreislauf des Lebens. Ich habe keine gesehen…. Vllt war ich auch zu beschäftigt damit, hinter jedem Busch in diesem sehr verwucherten Biotop ein Mammut, ein Elch oder wenigstens ein heimisches Ungeheuer zu vermuten… Komisch wars da drin schon, so ruhig, ich so alleine… Aber ich kam heil auf der Gegenseite wieder raus und konnte meinen Weg fortsetzen.

Das war mein Glück, denn kurz darauf spitzt schon die Burg das erste mal aus der Landschaft heraus:

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Diese erreicht man aber nicht auf direktem Weg, sondern erst geht es noch in einer Schleife um die Burg herum und über Stege und Steine durch ein weiteres Biotop, bzw. in diesem Fall Quellmoor:

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Steg mit „Sinne-Liegefläche“

Diese „Sinne-Liegefläche“ habe ich aber nicht erkannt, erst nachher, als ich online Fotos zu diesem Wanderweg sah…

 

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Der Weg nähert sich jetzt der Burg, quasi von hinten und kommt nochmal an 2 Info-Stelen vorbei. Außerdem sind am Anfang und Ende dieses Quellmors Tische mit intergrierten „Info-Klapp-Bilderbücher“ aufgestellt, um näheres über das  Getier zu erfahren, welches hier herum kreucht und fleucht.

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Auch auf der anderen Seite des Quellmoors gehts über Steine und Stege und dann ist man da, an der Ruine:

Wasserburgruine Baldenau

Wasserburgruine Baldenau

Naja fast, vorher passiert man noch das Arnikawiesen-Ausgangsschild und die Wegebeschreibung, sowie einen „Thronkreis“ für den Erzbischof Balduin zu Trier:

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Ich war zwar vor ein paar Jahren schon mal da, lies es mir dieses mal aber auch nicht nehmen, ein bisschen im Innenraum der Ruine auf den Mauern herum zu turnen… 😉

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Bei den Bewertungen auf outdooractive schreibt ein User von einer „verwirrenden Wegweisung“. Das war zwar 2013, aber beim Streckenverlauf nach der Burg kam ich auch kurz vorm Weg ab. In der Wegbeschreibung heißt es „[…]geht es durch das Quellmoor zur Burgruine Baldenau, […]. Von dort wandern wir über Feuchtwiesen entlang der Quellbäche  der Dhron, überqueren die Kreisstraße und steigen über hügeliges Gelände auf zur Hundheimer Quellmulde“.
Zwar habe ich von der Burg aus gesehen, dass in den Wiesen dahinter Pfosten mit Streckenschildern stehen, aber keinen Hinweis im Bereich der Burg, wie man denn da hinkommt bzw. wo es weiter geht. Also ging ich gleich über die Straße dort hin und setzte meinen Weg ab „… und steigen über hügeliges Gelände auf zur Hundheimer Quellmulde“ fort.

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„Oben“ angekommen, ging es mMn gefühlt gleich wieder parallel dazu runter, aber man konnte über weite Wiesen blicken:

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Bald darauf steht diese gebückte junge Frau vor einem und auf dem Schild daneben erklärt sie, dass „et goud wor, dat se haut schon raus wor en die Quellkaul for Arnika se mache, bevor dä Schäfa mit seijner Herd kemmt“. Das war Hunsrückisch. 😉

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Die Figur des Schäfers und seiner Erklärung steht im Rücken der Fotografin…

Zwar gelangt man kurz darauf wieder an den Ortseingang von Hinzerath, aber am Ziel ist man noch lange nicht. Kurz hinterm Ortsschild geht der Weg nochmal aus dem Ort raus, an Weiden entlang zu einer freien Fläche mit flurbereinigten Feldern. Auch hier wird das Thema mittels Figur und Tafeln verdeutlicht:

"Kollege" bei der Arbeit

„Kollege“ bei der Arbeit

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Oben links neben den Flurbereinigungsschildern schiebt sich der „Stumpfe Turm“ ins Bild, der als Signalturm zur Burg Baldenau gehört(e). Bin ich doch schon gefühlte 12 Fantastillarden Mal an diesem Turm vorbei gefahren, weiß ich jetzt endlich, warum es ihn gibt. Wieder was gelernt! :-)

Langsam aber sicher geht es jetzt doch nach Hinzerath zurück. Langweilig wird der Weg auch hier noch nicht, denn es haben noch ein paar Römer ihren Auftritt:

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Nach dieser Geschichtsstation geht es tierisch weiter, es folgt ein sensibles Waldstück mit besonders störungsempflindlichen Tier- und Pflanzenarten. Tier und Mensch ließen sich in Ruhe, einzig ein paar Ameisen fielen vermutlich leider viel zu früh dem gemeinen Wanderschuh zum Opfer.

Eine letzte Figurenstation am Wegesrand lehrt den Wanderer etwas über den „Braunfleck-Perlmutterfalter“ und kurz darauf steht man wieder im Örtchen Hinzerath. Wo – um das Ensemble komplett zu machen – eine Figurengruppe eine Dorflandschaft im Wandel der Zeit nachstellt.

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Mein Fazit: obwohl es ein recht kurzer Weg ist – 8km – und auch als „leicht“ eingestuft ist, hatte ich auf den 110 min, die ich dafür brauchte, sehr viel Spaß.

 





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