Artikel suchen nach:

Archiv

  • 2016 (16)
  • 2015 (58)
  • 2014 (51)
  • 2013 (64)
  • 2012 (86)
  • 2011 (59)
  • 2010 (37)
  • 2009 (45)
  • 2008 (53)
Hol‘ Dir kostenlos die Rheinland-Pfalz Touren-App
Herbert von: am: 19.04.2015
Autor(in):    |   19. Apr 2015   |    Kategorie: Eifel, Kurz-& Rundtouren, Rheinland-Pfalz,

Tolle Ausblicke und eine Thermal-Quelle – Auf dem Geopfad

Drei-Eichen-Schutzhütte

Schon oft habe ich am Aussichtspunkt Achterhöhe oder an der Ueßbachhütte gestanden und in das Siebenbachtal bei Strotzbüsch hinabgeblickt. Nun war es soweit: Auf dem Tourenplan stand der Geopfad bei Lutzerath und der führt direkt durch das Siebenbachtal.

Los ging es für uns in Lutzerath, Ortsfremden empfehle ich als Startpunt den Wanderparkplatz auf dem Tonhügel, etwas außerhalb von Lutzerath.

Zunächst geht’s über einen Wirtschaftsweg zur Drei-Eichen-Hütte und weiter über breite Forstwege hinab ins Tal. Schnell wechselt die Wegbeschaffenheit über von Wildsauen umgegrabenen Wegen hin zu schmalen Naturpfaden.

Schön zu sehen, wie jetzt – Mitte April – auch hier in der Vulkaneifel die Natur erwacht. Allerorts zeigt sich zartes Blattgrün, Buschwindröschen blühen am Rand der Pfade und ein atemberaubendes Vogelkonzert ist hörbar. Das aber sofort erlischt, wenn der erste Häher unser Kommen ankündigt.

Begleitet von diesen Eindrücken erreichen wir – zuletzt auf steilen, felsigen Pfaden – den Ueßbach, der hier durch ein breites, sonniges Tal fließt.

Wir gingen dann entlang des Ueßbaches weiter zur Strotzbüscher Mühle, da der Geopfad selbst teilweise durch Reste der letzten Baumfällarbeiten blockiert war. Die Mühle ist nicht mehr in Betrieb und wird privat bewirtschaftet. Die frühere Einkehre wurde liebevoll restauriert und ist wieder eine authentische Herberge geworden.

Weiter geht’s zur immer wieder erwähnten Thermalquelle kurz hinter der Mühle. Lange hat es gedauert, bis man die Thermalquelle als solche erkannte und ihr die notwendige Aufmerksamkeit widmete. Im Jahrbuch Vulkaneifel von 1987 heißt es dazu:

Es war auch nicht leicht, da der Austritt des Quellwassers im Bachlauf erfolgte und deswegen nicht wahrgenommen werden konnte. Den Besitzern der umliegenden Wiesen fiel wohl von je her auf, daß auch beim stärksten Frostwetter (1929) der Üßbach an dieser Stelle kein Eis bildete.

An der Quelle steht – in das breite Bachtal eingebettet – eine Landschaftsliege, auf der man vor dem steilen Aufstieg zur Ueßbachhütte ein wenig ausruhen kann.

Der Aufstieg hat es in sich. Er ist kurz aber heftig. Die ersten Meter sind alternativlos, will man nicht zur Mühle zurückgehen und von dort einen anderen Weg wählen. Nach wenigen Metern gelangt man an einen schmalen Fahrweg, von dem es via Klettersteig rund 100 m zur Ueßbachhütte hinaufgeht.

Wer sich das nicht zutraut, wählt den Fahrweg, der sich über eine deutlich längere Strecke in Serpentinen zur Hütte schlängelt. Ratet mal, welchen Weg wir gewählt haben. Richtig!

Von der Ueßbachhütte hatten wir – auch wegen der noch wenig belaubten Bäume – eine tolle Aussicht ins Siebenbachtal und auf die quasi gegenüberliegende „Achterhöhe“. Hier, etwa auf der Hälfte unserer Tour, haben wir erst einmal ausgiebig gerastet. Es lagen ja noch zwei Aufstiege vor uns.

Am Ueßbach

Hinter der Schutzhütte führt der Geo-Pfad ein kurzen Stück entlang der L 52 zurück ins Tal, wo man den Ueßbach ein letztes Mal quert. Hinter der Brücke biegen wir an einem kleinen Parkplatz rechts ab und steigen entlang des Straßbaches auf 386 m den Straßbacher Berg hinauf. Oben queren wir die L 52 und schon geht es wieder hinunter ins Tal um mit dem Solvenicher Berg unseren letzten Aufstieg in Angriff zu nehmen. An der Neumühle entlang geht es über die Höhe zurück nach Lutzerath.

Übrigens: Zur Ueßbachhütte sind wir über den Fahrweg gewandert, der Steig erschien uns zur Mittagszeit doch nicht so reizvoll :-).

Weitere Informationen:

    • Karte: Wanderkarte Nr. 21 des Eifelvereins „Ferienland der Thermen und Maare – Wandern zwischen Nürburgring und Mosel“ ISBN: 978-3-921805-69-5
    • Anreise nach Lutzerath: Aus Richtung Trier: A 1 Abf. Hasborn, L 52 Richtung Lutzerath
      Aus Richtung Koblenz: A 48 Abfahrt Ulmen, B 259 Richtung Cochem, hinter Waldhof abfahren Richtung Alflen/Lutzerath

(K6)

GPS-Track auf GPSies





Keine Kommentare »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

CAPTCHA
*