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M.D. von: am: 24.03.2015
M.D. Autor(in):    |   24. Mrz 2015   |    Kategorie: Hunsrück, Naturerlebnis, Rheinland-Pfalz,

Exkursion zur Rauschenburg (im Vorderhunsrück)

Eigentlich sind die Temperaturen ja noch weit von dem entfernt, was ich als angenehme Wandertemperaturen empfinde und wenn auch noch definitiv Regen, bzw. Schauer gemeldet sind, ist das gleich ein doppelter Grund, nicht vor die Tür zu gehen.

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Wenn da nicht meine Neugier und das Interesse an Burgen wäre und so konnte ich mich durch eine Exkursion zur Burgruine Rauschenburg (in Mermuth) sogar an diesem wenig frühlingshaften 1. Tag nach Frühlingsanfang nach draußen locken. Veranstaltet wurde die Exkursion durch den Archäologieverein Arrata e.V.

Bei meiner Erwanderung der Traumschleife Ehrbachklamm – der man übrigens noch hier (s)eine Stimme zu Deutschlands schönstem Wanderweg geben kann – hatte ich erwähnt, dass ich mir die Ruine mal aus der Nähe ansehen wolle. Das hatte ich auch versucht, 3x sogar, leider habe ich nie den richtigen Weg gefunden und so war diese Exkursion in doppelter Hinsicht lehrreich.

Auf Burgenreich.de gibt es zwar eine Wegbeschreibung, aber ganz ehrlich? Selbst nachdem ich jetzt weiß, wie man hinkommt, finde ich diese Beschreibung wenig bis gar nicht hilfreich. Was den (vermeintlichen) Start-Parkplatz angeht, hatten wir uns am Tag vorher noch via google-Maps kundig gemacht und als ich dort ankam, standen immerhin schon 3 Personen dort. Nach und nach gesellten sich noch ein paar dazu, jeder unsicher, ob das denn der richtige Parkplatz sei und wir einigten uns darauf, dass die Mehrheit nicht irren könne. Als der Dozent für diesen Tag dazu stieß, erfuhren wir, dass es eigentlich der falsche Parkplatz sei, aber das mache nix, von hier aus sei es evtl. sogar ein paar Meter näher.

Nachdem die Teilnahmegebühr entrichtet war, erklärte er den Ablauf der „Expedition“ und dann machte sich die Gruppe aus 2-4 Personen von Arrata und 27 Teilnehmern mit 2 Hunden auf den Weg. Bevor wir in den Wald kamen, gab es einen ersten Stop, auf dem uns anhand einer ausgedruckten Schaukarte die Lage der Ruine und der umliegenden Burgen, sowie die geschichtlichen Zusammenhänge erklärt wurden.

Nun stiegen wir in den Wald hinein und hinab und spätestens hier be- bzw. erkannte ich, dass ich diesen Weg zur Ruine nie gefunden hätte. Meine 3 Anläufe verliefen in gänzlich andere Richtungen, auch wenn ich beim 1. Versuch immerhin vom selben Parkplatz aus gestartet bin.

Kurz vorm eigentlichen Abstieg zum Ruinenglände machten wir erneut halt und nun gab es einiges zur Zuwegung zur Burg zu erfahren, z.B. dass wir uns nun wohl auf dem ursprünglichen Originalweg befänden.
Von hier aus gabs auch schon den ersten Vorgeschmack auf das alte Gemäuer:

 

Burgruine Rauschenburg

Nachdem man den schieferfelsigen Weg hinabgestiegen ist, steht man direkt vor der großen Mauer, die noch übrig ist. Bevor wir uns aber dem Inneren der Anlage näherten, erfuhren wir hier noch weitere geschichtliche Infos zur Burg und der Eltzer Fehde, in deren Rahmen die Burg errichtet wurde.

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Der Eingang zur Burg, zu erreichen über den sog. „Halsgraben“, erfordert minimale Kletterkünste, denn ein richtiger Weg ist nicht vorhanden. Durch 2 noch vorhandene Torbögen erreicht man das Inneren der Ruine:

Innenhof der Burgruine

Innenhof der Burgruine

Nachdem wir das Ziel nun erreicht hatten, erfolgte der nächste interessante Vortrag über die ursprüngliche Form und das Aussehen der Burg, das Leben seinerzeit hier, wie die Burg ge- und aufgebaut wurde, ihren Nutzen und Niedergang und natürlich hatte man auch immer die Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen. Leider setzte während diesem Abschlussvortrag der Regen ein, so dass er sicher nicht so lange ausfiel, wie vllt vorher geplant. Nachdem das wichtigste gesagt war, verliesen auch so langsam die ersten die Gruppe und wanderten wieder zurück zu den Autos. Wir blieben mit den restlichen „tapferen Kriegern“ standhaft und guckten uns noch den ein oder anderen Stein an bzw. vertieften das Gelernte.

Als sich dieser harte Kern dann auch auflöste und der Regen langsam stärker wurde, traten auch wir den geordneten Rückzug an. Nicht aber ohne uns noch die Ruine von außen anzusehen – wenn man schon mal hier war.

Nachdem wir alles inspiziert hatten, erklommen wir den Felspfad und oben auf freiem Feld angekommen, packte ich doch den Schirm aus, da half alles nichts, der Regen gab zu dieser Zeit alles.

Auf den letzten Metern zum Parkplatz kamen uns dann einige Autos der Mitstreiter entgegen und jeder winkte, als würde man sich schon ewig kennen und wäre sich nicht vor 2h das erste – und wahrscheinlich auch das letzte mal – über den Weg gelaufen. War eine nette Truppe.

Als wir die Exkursion starteten, hatte der Leiter als geplante Zeit etwa 3h veranschlagt, doch bereits nach knapp mehr als 2h erreichten wir naß bis auf die Knochen und dreckig wie´n Schwein den Parkplatz und unsere Autos wieder. Warum hatte es jetzt auch so schütten müssen?

Fazit: es war ein sehr kurzweiliger und informativer Ausflug. Und da ich jetzt weiß wie man hinkommt, kann ich die Ruine auch i-wann mal auf eigene Faust besuchen.

Hier noch ein paar Fotos der ehem. Burg:

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4 Kommentare »

  1. dinah — 2. April 2015 @ 21:37

    Sehr löblich. Auch bei kaltem Nieselwetter, wenn man sich eigentlich nur verstecken möchte, kann man wandern und Spaß daran haben. Man muss sich nur dazu überwinden.

    lg aus Innichen

  2. Karin — 3. April 2015 @ 15:18

    Sehr inspirierend!
    Besten Dank!
    LG aus Berlin

  3. Andy — 19. April 2015 @ 20:45

    Sehr schöner Artikel…. Ich stamme ursprünglich (unweit) der Gegend (… eigentlich aus der Pfalz), aber mich hat es bereits von 7 Jahren nach Spanien verschlagen (… was sind schon die 100 KM von der Pfalz in den Hunsrück, wenn ich jetzt 2200 KM von dort wegwohne? 😉 ). Wenn ich nach Deutschland komme, richte ich es immer so ein, dass ich zumindest einen Tag „Natur pur“ geniessen kann, um den Alltagsstress zu vergessen. Vielleicht werde ich das nächste Mal einen Tag im Hunsrück einlegen. Grade alte Burgen und Burgruinen sehe ich mir gerne an und sie faszineierten mich schon immer.

  4. Mareike — 26. April 2015 @ 20:21

    Toller Bericht, der zum Wandern anregt. Ich liebe es zu wandern oder spazieren zu gehen, einfach mal Zeit an der frischen Luft zu verbringen und immer auf der Suche nach neuen Wanderwegen, die man mit einem schönen Urlaub verbinden kann. Danke für den Tipp und ganz liebe Grüße aus der Therme Meran

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