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Herbert von: am: 19.03.2015
Autor(in):    |   19. Mrz 2015   |    Kategorie: Eifel, Eifelsteig, Naturerlebnis, Rheinland-Pfalz,

Oberer Lieserpfad – Durchs Herz der Vulkaneifel

Die Lieser ist einer der bedeutendsten Nebenflüsse der Mosel und der Lieserpfad gehört zu den bekanntesten und vielleicht schönsten Wanderwegen der Eifel. Wir haben uns entschlossen unsere Tageswanderung auf dem oberen Lieserpfad nicht am eigentlichen Startpunkt Kurpark Daun zu beginnen, sondern am Gemündener Maar. So haben wir noch Zeit, das Gemündener Maar von seiner schönsten Seite zu sehen: Unterhalb des Dronketurms liegt das Maar eingebettet in die weite Landschaft der Vulkaneifel vor uns.

Das Gemündener Maar

Das Gemündener Maar

Zurück von unserem kleinen Abstecher zum Dronketurm (ca. 2 km, Höhenunterschied ca. 130 m) steigen wir am Waldcafé am Gemündener Maar in den Lieserpfad ein. An diesem Ort hat, wie uns ein Denkmal lehrt, Helmuth von Moltke 1847 seinen Geburtstag gefeiert.

Der Weg führt uns zunächst auf breiten Wegen vom höchsten Punkt der Tour hinab zur Hondenkammer. Durch den lichten, um diese Zeit noch unbelaubten Wald zu unserer Rechten haben wir häufig einen ungestörten Blick ins tief unter uns liegende Liesertal. Zu unserer Linken bricht die Morgensonne durch den am Boden bemosten Mischwald und zaubert prächtige Farbenspiele hervor.

Es geht weiter hinab Richtung Ditzgesberg und zum Winkelbach, wo wir uns dann für einen kurzen Augenblick unseren Weg mit Mountainbikern teilen dürfen. Der gesamte Lieserpfad ist auch für Mountainbiker befahrbar.

Oberhalb der Lieser geht es auf noch breiten Wegen weiter hinunter, bis wir auf der Höhe von Weiersbach zum ersten Mal direkt an die Lieser gelangen. Die Lieser gleicht dort einem breiten Gebirgsbach, der schnell in seinem felsigen Bett dahinströmt.


Aber schon geht es wieder bergan und kurz hinter Weiersbach kommen wir an einem kleinen Sauerbrunnen vorbei, der direkt am Rande des Lieserpfads liegt. Das Wasser lässt sich gut trinken, wenn man sich an den “sauren” Geschmack gewöhnen kann.

Oberhalb des Brunnens befindet sich eine kleine Schutzhütte, die wir passieren, um dann wieder hinunter ins Liesertal zu gelangen. An der Üdersdorfer Mühle queren wir die Lieser, damit wir die Mühle selbst erreichen. Die hat allerdings um diese Jahreszeit (Zweite Märzhälfte) noch geschlossen, so dass wir sie schnell hinter uns lassen.

Um auf den Lieserpfad zurück zu kommen, müsste man nun ein Stück Landstraße gehen und die Lieser wieder queren. Wir haben uns aber entschlossen eine Weile rechts der Lieser zu bleiben, die Üdersdorfer Lieserauen mit ihren Feuchtbiotopen zu durchwandern um dann eine der Brücken zurück auf die linke Lieserseite zu nutzen.


Wir kreuzen am Haus Liesertal die Straße und folgen nun erst einmal dem Eifelsteig, die durch das breite Tal mäandernde Lieser immer im Blick. Unserer Meinung nach ist das hier die reizvollere Strecke, da der Lieserpfad selbst in diesem Bereich meist über breite Forstwege führt. Zudem kann – wer möchte – der Lieser so auch durch die Wiesen folgen.


Vorbei an der Tellerley gehen wir auf dem Eifelsteig weiter, machen einige Abstecher in die Wiesen und an das Ufer der Lieser und kreuzen die Lieser am Schlundgraben über eine Holzbrücke, von der es dann steil hinauf zurück zum Lieserpfad geht.

Man kann allerdings noch einige Kilometer weiter dem Eifelsteig folgen, der sich am Tettscheider Bach wieder mit dem Lieserpfad vereint. Die gesamte Strecke zwischen Üdersdorf und dem Tettscheider Bach verläuft ohne größere Auf- oder Abstiege über meist breite Wege,


Das ändert sich abrupt, als wir den Üdersdorfer Vogelschutz-Lehrpfad erreichen. Ab hier geht es eine geraume Zeit über schmale, an steilen Hängen entlang führende Naturpfade, die ein gewisses Maß an Trittsicherheit erfordern. Am Ende des Pfades öffnet sich der Weg wieder in eine Auenlandschaft, die wir durchwandern und damit schon den Manderscheider Forst erreichen.

Auf dem Weg hätten wir noch einen kurzen Abstecher zur Ruine Geisenburg machen können, aber es eilt, wir haben einige Zeit in den Lieserauen “vertrödelt”.

Im Manderscheider Forst geht nun oberhalb der Lieser stetig hinab zum tiefsten Punkt der Tour über den Lieserpfad. Die Blicke, die sich vom Weg hinunter auf die Lieser bieten, sind atemberaubend schön und – weil von Nadelwäldern geprägt – weitgehend unabhängig von der Jahreszeit.


Den “Tiefpunkt” haben wir an der Urpferdbrücke bei Eckfeld erreicht (310 m). Die Brücke ist nach einem Fossilienfund in der in der Fossillagerstätte Eckfelder Maar benannt. Im Eckfelder Trockenmaar wurden unter anderem ein Urpferd und die älteste Honigbiene der Welt gefunden.


Noch ein Blick von der Brücke auf die grün schimmernde Lieser, dann geht es an den letzten Aufstieg auf rund 370 m. Zunächst gehen wir auf breiten Wegen hinauf zur Kiesberghütte mit herrlichem Blick weit ins Liesertal und weiter zur Ruhlandhütte. Dann auf immer schmaler und steiler werdenden Naturpfaden über den Roßbach zum Aussichtspunkt Friedrichplatz. Hier genießen wir noch einen Blick auf die von der Spätnachmittagssonne in sanftes Licht getauchte Manderscheider Oberburg.

Manderscheider Oberburg in der späten Nachmittagssonne

Manderscheider Oberburg in der späten Nachmittagssonne

Nun gehen wir noch einige hundert Meter durch den Ort zum Kurhaus Manderscheid, dem Zielpunkt unserer Wanderung.

Übrigens: Manuel Andrack, ein bekannter Wanderschriftsteller, beschreibt den Lieserpfad in seinem Buch „Du musst Wandern“ als „den schönsten Wanderweg der Welt“. Was hält Euch auf? Dazu noch einige Informationen:

Mit unseren Abstechern sind wir etwa 19 km gewandert, Auf- und Abstiege hielten sich mit etwa 600 m die Waage. Feste Wanderschuhe und Rucksackverpflegung sind empfehlenswert. Parkplätze findet man in Daun und am Gemündener Maar. Wir sind mit dem Pkw vom Feriendorf Pulvermaar zum Gemündener Maar gefahren und haben uns in Manderscheid abholen und zu unserem Wagen zurückbringen lassen, welch ein netter Service. Die Anfahrt aus größerer Entfernung über A48/A1 Ausfahrt Daun/Darscheid.

Tourenblatt





1 Kommentar »

  1. Herbert — 23. März 2015 @ 11:57

    Ja, Daniel,

    so langsam erwacht die Natur auch hier in der Vulkaneifel. Habe auch schon die nächsten Touren im Auge.

    Viele Grüße vom Pulvermaar

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