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Verena von: am: 3.11.2014
Verena Autor(in):    |   3. Nov 2014   |    Kategorie: Events, Mosel-Saar, Moselsteig, Rheinland-Pfalz,

Soweit mich meine Füße tragen… – 24-Stunden-Wanderung 2014 Ferienland Bernkastel-Kues

Soweit mich meine Füße tragen, das war mein Ziel.
70 km in 24 Stunden zu Fuß durch das schöne Ferienland Bernkastel-Kues.
„Bist du denn verrückt?“ Diese Frage hörte ich jedenfalls öfters nachdem ich mich für dieses sportliche Ereignis während der WanderKulTour 2014 angemeldet hatte.

Aber wie schon gesagt, mein Ziel war es nicht unbedingt die 70 km in 24 Stunden zu schaffen, sondern ich wollte einfach nur wissen, wie weit ich gehen kann.
Ich bin nicht die Sportlichste; meine Kondition in diesem Moment gleich null.
Somit musste eine halbwegs gute Vorbereitung her. Frühzeitig mit kleinen Rundtouren angefangen bis hin zu Trainingseinheiten am Feiertag mit bis zu 20 km. Wichtig war auf alle Fälle ein gutes Schuhwerk, das erst einmal eingelaufen werden muss, bevor man so eine Tour auf sich nimmt.

Die WanderKulTour Woche kam schneller als erhofft. In dieser Woche war ich schon auf drei anderen Wandertouren á 10-13km unterwegs. Das Abschlusshighlight war die 24-Stunden-Wanderung. Die Wettervorhersage versprach herrliches Wanderwetter. Sonnenschein, eine kleine Windprise und nicht zu kalt.
Die Hauptverpflegungsstation mit Schlafräumen war in der Grundschule in Kues. Dort trafen sich alle Teilnehmer für die Anmeldung sowie für die Einführungsveranstaltung.
Sobald man sich als Wandergruppe angemeldet hatte, gab es ein kleines „Ich war dabei“-Fotoshooting.

Kurz vor dem Start gab es die Einführung von den Veranstaltern. Sicherheit steht bei so einer Veranstaltung natürlich im Vordergrund. Verhaltensregeln,  Stempelstationen, Beschilderung… alles wurde uns haargenau erläutert.

Kurz vor dem Start gab es die Einführung von den Veranstaltern Kurz vor dem Start gab es die Einführung von den Veranstaltern

Und dann ging es auch schon los. Gemütlich durch den Stadtteil Kues, am Moselufer entlang, über die Brücke nach Bernkastel, durch die Altstadt in Richtung Kallenfelstal. Hilfe! Kaum hat die Wanderung angefangen und dann dieser Anstieg. Schweißperlen standen vielen auf der Stirn. Hier teilte sich auch schon die Spreu vom Weizen. Wie kann man nur so einen Berg rauf sprinten? Ich war natürlich einer der letzten die oben auf der Höhe ankamen. Aber die ganze Anstrengung hat sich schon gelohnt. Was für eine gigantische Aussicht.

Nach 7 Kilometer gab es schon die erste Stempel- und Verpflegungsstation. Yeah, die erste Station und das erste 10tel war geschafft.

Nach 7 Kilometer gab es schon die erste Stempel- und Verpflegungsstation. Yeah, die erste Station und das erste 10tel war geschafft.

Nach einer kurzen Pause ging es auch schon direkt auf dem Moselsteig weiter. Ständig wurde man mit dieser wunderschönen Aussicht belohnt.

Nach einer kurzen Pause ging es auch schon direkt auf dem Moselsteig weiter. Ständig wurde man mit dieser wunderschönen Aussicht belohnt.

Rauf und runter, rauf und runter. Nicht, dass es eh schon sehr viele Wanderkilometer gab, die man überwinden musste. Nein, hier wurde alles von einem abverlangt. Viele Sportler hatten sich hier erst warm gelaufen. Ich war schon halbwegs ausgepowert.
Nach circa. 15 Kilometer kamen wir in Lösnich an. Ein kleiner schnuckliger Ort. Hier gab es schon die ersten Ausfälle, die mit dem Rücktransfer abgeholt wurden. Also konnte ich ja schon ein wenig stolz auf mich sein. Jedoch war meine Freude schnell verflogen als ich das sah…

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Hier musste ich rauf, ganz nach oben, bis an die Spitze. Doch ich habe es geschafft…

Hier musste ich rauf, ganz nach oben, bis an die Spitze. Doch ich habe es geschafft...

So langsam wurde es Abend und die Mägen fingen an richtig zu knurren. Da wir ziemlich Hunger hatten und bevor es dunkel wurde, wieder unten an der Mosel sein wollten haben wir einen Zahn zu gelegt, sodass wir nach 5 Stunden und gefühlten unendlich vielen Wanderkilometern (es waren in Wirklichkeit 24 km bis hierhin) im Kloster Machern uns bei einer leckeren Gemüsesuppe gestärkt haben. An dieser Station haben wir erfahren, dass einige Gruppen schon die erste Schleife hinter sich gebracht hatten und auf die zweite Schleife gestartet waren. Aber das machte uns nichts aus.
Schnell war die Sonne untergegangen und wir mussten unseren Weg durch den Abend suchen. Der erste Anstieg von Kloster Machern zur Wehlener Dreifaltigkeit war die Hölle. Jeder Schritt wurde schwerer. Durch die Dunkelheit konnte man noch nicht mal ein Ende sehen. Man hörte nur die anspornenden Zurufe der anderen Teilnehmer und des DRKs, dass man den Berg gleich überwunden hat. Hier hätte ich mir ein Sauerstoffzelt gewünscht, aber der Becher Cola aus dem DRK-Bus hat auch gut getan.

Die Nacht und die Müdigkeit waren nun Vorreiter bei der ganzen Wanderung. Nach 30 Kilometern war dann doch meine Kondition am Ende. Die restlichen 6 Kilometer der ersten Schleife zurück zum Stützpunkt habe ich mich noch halbwegs durch die Weinberge geschleppt.
Kaputt, aber zufrieden und glücklich kam ich mit meinem Team wieder im Hauptquartier an. Meine 24-Stunden Wanderung war nach 10,5 Stunden und 36 Kilometer zu Ende. So lange haben mich meine Füße getragen und ich bin stolz auf mich.

Mal schauen, wie weit ich nächstes Jahr komme, denn der Weg ist das Ziel…





5 Kommentare »

  1. Karin — 3. November 2014 @ 15:52

    Liebe Verena,
    super, dass Du es probiert hast! Und ich finde es voll cool, dass Du stolz bist, obwohl Du nicht alles geschafft hast. Weiter so!

    Ich selbst habe zwar schonmal einen Wandermarathon geschafft, aber noch nicht die 24 Stunden… das wird dann nächstes Jahr mein Ziel 😉
    Liebe Grüße,
    Karin

  2. Elke — 6. November 2014 @ 20:24

    Alle Achtung, vielleicht würde ich 36 km schaffenm, vielleicht auch nicht. Schon alleine um das zu testen würde sich die Teilnahme lohnen.

    Toll, dass du mit STOLZ deine Leistung belohnst.

    Vielen Dank auch, für die Anregung an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, ohne den Druck das Endziel zu erreichen.

    Alle Daumen hoch!!
    LG Elke

  3. Lisa — 5. Januar 2015 @ 12:59

    wow echt beeindruckend. Freunde von mir haben mal was ähnliches in den alpen gemacht, allerdings nicht soo eine weite Strecke. Danach hieß es trotzdem dann im Wellnesshotel ausspannen bevor es wieder nach Hause ging ;D
    Liebe Grüße

  4. Lukas — 30. Januar 2015 @ 11:37

    Wandern ist das Beste was ich mir für einen Urlaub vorstellen kann, egal bei welchem Wetter! Ich spiele im Moment sogar mit dem Gedanken eine Art kleine Winterwanderung in Richtung Matrei Osttirol zu machen, trau mich aber noch nicht so ganz =D mal gucken was das wird , auf jeden Fall im Sommer gehts wieder richtig los….

  5. Steffi — 13. März 2015 @ 18:58

    Hallo,
    danke für Deinen tollen Bericht.
    Dieser macht mir Mut!
    Ich bin dieses Jahr dabei und muss nach längerer Sportpause wegen Krankheit, jetzt endlich anfangen bis zum Start ein bisschen Kondition aufzubauen.
    Ich freue mich schon total auf dieses Event und bin gespannt wie weit ich komme 🙂
    Viele Grüße
    Steffi

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