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Karin von: am: 27.07.2014
Karin Autor(in):    |   27. Jul 2014   |    Kategorie: Bundesland, Hessen, Lahntal, Rheinland-Pfalz, Wäller Tour, Westerwald, Westerwald-Steig,

Lauer Westerwald-Wind auf der Greifensteinschleife

Pfingsten 2014 – im Rein-Main-Mosel-Lahn-Ahr-Nahe- und sonstwo-Raum steht die Hitze. 35° C und mehr. Das ideale Badewetter. Allerdings waren wir zum wandern verabredet. Wie das so üblich ist an Pfingsten. Da war klar – wir mussten rauf in den Westerwald- denn dort pfeift der Wind……. na ja… er pfiff lau, aber nicht kalt und das war ein absoluter Glücksgriff.

 

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Auto geschnappt- Tasche gepackt und ab in den Westerwald. Unser Plan: Die Greifensteinschleife erwandern! Die 36 km lange Tour lässt sich optimal in zwei Tagesetappen teilen und genau in der Mitte liegt der kleine Ortsteil von Greifenstein: Beilstein. Wir nisten uns im hübschen Landgasthof mit dem wohlklingenden Namen „Hui Wäller“ ein. Ein altes Landhaus (1810 erbaut), das erst im Jahr 2013 eröffnet hat, ökologisch saniert und komplett renoviert. Hier fehlt es einem an Garnichts! Und die Welt in dem Ort ist einfach in Ordnung.

In Greifenstein-Beilstein

In Greifenstein-Beilstein

Direkt geht es dann los Richtung Westen. Über den Zuweg gelangen wir schnell auf die Schleife und erfreuen uns an der abwechslungsreichen Wegeführung. Wir umrunden Rodenroth auf  aussichtsreichen Feldwegen. Rechts und links lauter Blumenwiesen – einfach herrlich, dem Geflattere und Gesumme zuzuschauen.

Wiesen und Weitsicht im Westerwald

Wiesen und Weitsicht im Westerwald

Naturbeobachtung an der Greifensteinschleife

Naturbeobachtung an der Greifensteinschleife

Natürlich genießen wir auch die Waldpassagen und erfreuen uns am Schachtelhalm, der hier üppig wächst.

 

Wäldchen aus Schachtelhalm im Westerwald

Wäldchen aus Schachtelhalm im Westerwald

 

Am Nenderother Wasserfall, der bei dem heißen Wetter allerdings eher ein „Wasserfällchen“ ist, machen wir ein kühles Päuschen.

Kaum zu sehen - der Wasserfall

Kaum zu sehen – der Wasserfall

Das anschließende Auf und Ab gefällt uns gut, bringt es auch viele Aussichten mit sich.

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Wenig später wird der Weg wegen der neu gebauten Windräder umgeleitet. Hoffentlich wird hier bald eine schöne, alternative Trasse gefunden.

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An der Krombachtalsperre nutzen wir die Campinggastronomie für ein kühles Getränk. Zahlreiche Hitzeopfer suchen hier Kühlung im See. Es ist schwül-heiß mittlerweile…

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… aber wir gehen tapfer weiter, genießen dabei einige schöne Blicke auf die Talsperre.

Die "ruhige" Seite der Krombachtalsperre.

Die „ruhige“ Seite der Krombachtalsperre.

 

Bei Rehe endet die Greifensteinschleife, aber wir gehen hier auf dem Westerwald-Steig noch ein paar Kilometer weiter und begegnen hier einem Windpark. Und tatsächlich- hier weht ein laues Lüftchen und es ist gar nicht mehr soooo erdrückend heiß. Machen die Windräder hier den Wind oder was?

Windpark an der Fuchskaute

Windpark an der Fuchskaute

Bald darauf „besteigen“ wir die Fuchskaute, den mit 657 m höchsten Berg im Westerwald, wo wir in der dortigen Gastronomie wieder für die Auffrischung unseres Flüssigkeitsvorrats sorgen. Wenig später lassen wir uns von unserer supernetten Wirtin abholen und genießen einen herrlichen Sommerabend im Garten des Landgasthofs „Hui Wäller“.

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Der zweite Teil der Greifensteinschleife bis zum Ausgangspunkt Herborn wird am nächsten Tag gemeistert. Es ist noch heißer als am Tag zuvor. Aber geplant ist geplant. Zumal Freunde extra angereist sind, um den Pfingstsonntag mit uns zu wandern. Wir starten wieder am Landhotel in Beilstein, gehen über den Zuweg, erreichen einen schönen Fischweiher und dann den kleinen Berg „Christköpfchen“ mit seiner schönen Aussicht.

Aussicht - Weitsicht - Fernsicht

Aussicht – Weitsicht – Fernsicht

 

Irgendwie scheint die Luft heute zu stehen. Wir sind froh über jeden Abschnitt Wald.

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Hier genießen wir auch die schöne Wegeauswahl  und freuen uns für alle jene, die sich in der Ulmtalsperre dem Baden hingeben.

Ulmbachtalsperre mit "Badestrand"

Ulmbachtalsperre mit „Badestrand“

Nach einem knackigen Aufstieg und schattigen Waldpassagen erblicken wir in der Ferne die Ruine Greifenstein aus dem 13. Jahrhundert (Zoom macht´s möglich).

Ruine Greifenstein in Sicht !

Ruine Greifenstein in Sicht !

Herrschaftlich trohnt sie auf einer Kuppe und ist von überall her sichtbar. Beim Näherkommen müssen wir noch ein paar schattenlose Wiesenpassagen meistern. Die Schafe tuen uns sehr leid!

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Endlich sind wir da und haben höllischen Durst. Branding liegt mir beim Blogartikel-Schreiben fern. Wir hätten hier jede Werbung geduldet 😉

 

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Drinnen freuen wir uns über die kühle Temperatur im Glockenmuseum und eine Erfrischung im Burggasthof. Aber erst besteigen wir noch den Doppelturm – ist ja klar!

Doppelturm der Burg Greifenstein

Doppelturm der Burg Greifenstein

Belohnt werden wir von einer superschönen, noch windradfreien Weitsicht in den Naturpark des hessischen Lahn-Dill-Berglands.

Aussicht von Ruine Greifenstein

Aussicht von Ruine Greifenstein

Mühsam rappeln wir uns auf und sind froh, dass die letzten Kilometer nach Herborn nahezu nur bergab verlaufen. Allerdings wieder oft durch Wiesen und in der direkte Sonne.

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Wir verlieren an Höhenmetern und dadurch auch an Wind, der uns bislang wenigstens unsere Abkühlung auf der verschwitzten Haut gebracht hatte. Ausgetrocknet erreichen wir das hübsche Herborn, das wir müde noch rasch erkunden. Echt sehenswert!

Hübsche Altstadt von Herborn im Dilltal

Hübsche Altstadt von Herborn im Dilltal

 

Hier treffen wir auch auf die Start-Info-Tafel des Westerwald-Steigs, der von hier los geht und dann über den Westerwald bis Rheinbrohl an den Rhein führt.

Start des Westerwald-Steigs in Herborn

Start des Westerwald-Steigs in Herborn

 

Fazit: Ja- das hat sich absolut gelohnt!  Tolle Tour, schöne Landschaft, lauer Westerwald-Wind, Badeseen und gute Einkehrmöglichkeiten.

Info: Die Greifenstein-Schleife zählt zu den „Wäller Touren“. Als Wäller Touren werden Extratouren im Westerwald bezeichnet, die als Prädikatswege ausgezeichnet sind und von der Westerwald Touristik professionell gepflegt und beworben werden.

Das Flüsschen Dill fließt idyllisch durch Herborn....

Das Flüsschen Dill fließt idyllisch durch Herborn….

 





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