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M.D. von: am: 30.05.2014
M.D. Autor(in):    |   30. Mai 2014   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Mosel-Saar, Moselsteig, Rheinland-Pfalz,

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: das Borjer Ortsbachpädche

Ursprünglich hatte ich diesen Moselsteig Seitensprung schon am Wochenende vorher ins Auge gefasst – siehe meine Wanderung auf der Rhenser Wolfsdelle – aber wie gesagt, aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so wollte ich es alsbald nachholen.

Es dauerte auch nur eine Woche, um meine Neugier bzgl. dieses Weges zu befriedigen. Das Borjer Ortsbachpädche ist eine Seitenschleife/“Partnerweg“ des Moselsteigs und verläuft wie der Name schon sagt, in Burgen (an der Mosel). Mit einer Länge von ca. 8,7km und einer veranschlagten Dauer von 2:45h ist die Strecke jetzt keine Tageswanderung, was nicht heißen soll, dass sie nix taugt – ganz im Gegenteil.

Los gehts, bzw. los gehen sollte es am Marktplatz in Burgen, wo man auch parken kann. Doch erstens kommt es anders… und weil ich vor lauter Schildern den Wald, äh den Start, nicht sah, begann ich meinen Rundgang einfach dort, wo ich die Wegmarkierung im Ort entdeckte – ich lief ihn dadurch entgegen der Richtung. Das fand ich nicht weiter schlimm, ganz im Gegenteil, mMn ist es sogar die bessere Variante, denn so kommt man kurz vorm Ende der Wanderung an der Schmause Mühle vorbei und kann sich dort gemütlich vor den letzten paar Metern vorm Ziel „erholen“. Geht man das Pädche in der „richtigen“ Richtung, erreicht man das Lokal schon nach 500m – wer ist denn dann schon „unterhopft“? 😉

Ich marschierte also an der Kirche vorbei los um kurz darauf an eine Treppe zu kommen, die entlang eines Weinbergs in den Wald hinauf führt. Der Weg verspricht dort oben 2 Aussichtspunkte, um auf die gegenüberliegende Burg Bischofstein und hinunter auf Burgen zu schauen.
Die Burg habe ich schon unten am Parkplatz fotografiert und Burgen sieht von oben so aus:

Burg Bischofstein

Burg Bischofstein

Blick auf Burgen

Blick auf Burgen

Und sogar ein neues Häuschen wurde am 2. Aussichtspunkt errichtet:

neues Wanderhäuschen

neues Wanderhäuschen

Im Anschluss daran, wenn man noch ein wenig den Berg weiter hinauf gewandert ist, kann man noch einen Abstecher zur „Schinderhanneshöhle“ machen, die sich ca. 500m entfernt vom Weg befindet. Ich sah davon ab, doch während ich das hier schreibe, frage ich mich gerade wieso eigentlich? Ich weiß es nicht.

Egal, the Pädche must go on und so führte mich der Weg nun zu einem – mal wieder – tollen Panoramablick auf die in der Nähe liegenden Hunsrückdörfer:

v.l.n.r.: Nörtershausen, Pfaffenheck, Windhausen, Herschwiesen, Oppenhausen, Buchholz, Morshausen, Beulich, Gondershausen

am Horizont v.l.n.r.: Nörtershausen, Pfaffenheck, Windhausen, Herschwiesen, Oppenhausen, Buchholz, Morshausen, Beulich, Gondershausen

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Was mag sich wohl in dem Carré befinden?

Was mag sich wohl in dem Carré befinden? Wird nicht verraten… ;-)

Die Streckenführung mitten durch die Felder ist einfach traumhaft! Wogendes Getreide rechts und links, „dekoriert“ mit roten Mohnblumen, dann eine Kuhweide und grün so weit das Auge reicht. Toll! Ich denke die vielen Wanderer, die mir an dieser Stelle entgegen kamen, denken genauso. Überhaupt war ziemlich viel Betrieb an diesem Tag auf diesem Weg. Sollten i-wo noch ein paar Stimmen bei den vielen Wahlen gefehlt haben, man könnte vllt entlang des Weges fündig werden… 😉

Am linken Bildrand vom Carré-Bild sieht man die „Zwergenhütte“, dort geht der Weg auch wieder in den Wald hinein. Und fällt steil hinab ins Baybachtal. Also auch was die Steigungen angeht, ist es egal wie rum man den Weg läuft, da schenken sich beide Stellen nichts.

Im Baybachtal führt der Weg dann entlang des Baches. Das Plätschern hatte irgendwas, gerne hätte ich Steine springen lassen, die Hände rein gehalten oder oder ihn sonstwie „spielerisch“ genutzt.

auch im Baybachtal ein neues Häuschen

auch im Baybachtal ein neues Häuschen

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Dort unten stehen dann auch ein paar Tafeln am Ufer, die die Flora und Fauna am/im Bach erklären. Die einzigen Tiere davon, die ich allerdings gesehen habe, waren die Ameisen in 2 beachtlichen Haufen. Aber trotzdem ist diese Strecke sehr abwechlsungsreich.

Wasserfall im Baybachtal

„Wasserfall“ im Baybachtal

Das Tal endet an der Ölmühle, wo der Weg dann streckengleich mit dem „Forellenweg“ an der Baybacherstraße ankommt (bzw. startet, denn ich bin ja „falsch“ herum gelaufen). Btw. wieso verläuft ein Weg namens „Forellenweg“ im Wald? Das fragte ich mich die ganze Zeit – es ist mir unterwegs im Wald und auf der Höhe keine begegnet… 😉

Für ein kurzes Stück muss man hier die Straße queren, bevor man wieder auf die eigentliche Straßenseite zurück kann und somit an der Schmause Mühle vorbei kommt.

Hotel/Gasthaus Schmause Mühle Burgen (nicht zu verwechslen mit der Schmausemühle im Baybachtal)

Hotel/Gasthaus Schmause Mühle Burgen (nicht zu verwechslen mit der Schmausemühle im Baybachtal)

Der Ausgangs-/Zielpunkt ist von hier aus nicht mehr weit.

Fazit: auch wenn der Weg nicht sonderlich lange ist, so ist er doch in der Kategorie „mittel“ eingeordnet. Ich war ziemlich genau 2h unterwegs, das ist nicht viel, aber aufgrund dessen kann man ihn vllt sogar in einen Moselausflug einbauen. Und der lohnt sich auf jeden Fall!





3 Kommentare »

  1. Karin — 2. Juni 2014 @ 07:43

    Hallo M. D. ,
    „unterhopft“ ist klasse 😉 und wahrscheinlich warst Du deshalb so schnell unterwegs, um diesen Zustand möglichst schnell wieder aufzuheben 😉
    Danke für den Bericht .. der Weg steht auch noch auf meiner Liste.
    Gruß, Karin

  2. M.D.
    M.D. — 2. Juni 2014 @ 10:38

    Ich gebe zu, dass ich den Begriff dem Blog des Wanderkollegen Manuel A. entlehnt habe… 😉 8)

    Aber ich fand den Begriff so lustig und treffend. 🙂

  3. Brigitte — 4. Juni 2014 @ 19:58

    Hallo M.D.,

    wir sind mangels richtiger Beschilderung auch den Weg falsch herum gelaufen. Fazit, wir fanden es genau richtig so am Schluß entlang des Baybachs zu lauf! Schöne Beschreibung, schöner Weg. Ein paar Pfade im Wald angelegt könnte den steilen Abstieg etwas entschärfen und noch verbessern. 😉
    Herzliche Grüße au sdem Hunsrück
    Brigitte

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