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M.D. von: am: 23.05.2014
M.D. Autor(in):    |   23. Mai 2014   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Rheinland-Pfalz, Romantischer Rhein, Traumpfad,

Traumpfad Wolfsdelle in Rhens

Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende gar nicht wandern gehen, da wir freitags beim „Betriebswandern“ schon genug gelaufen sind, vom Bhf Kobern nach Winningen zu einer Grillhütte am Flugplatz. Aber da das Wetter wider Erwarten besser war als vorher gesagt, hielt mich an diesem schönen, sonnigen Sonntag doch nichts zu Hause. Da der Plan aber spontan reifte, sollte die Wanderung dementsprechend in der Nähe statt finden und km-technisch mal wieder so sein, dass man sie schnell absolvieren kann.

Meine erste Wahl fiel auf das „Borjer Ortsbachpädche„, einem Seitensprung des Moselsteigs: 8,7km die Wanderung, 15km die Anfahrt – passt. Allerdings gab mir die noch bestehende Baustelle in Brodenbach („Ortsdurchfahrt Brodenbach gesperrt“) zu denken und eine Fahrt über Emmelshausen fiel erst recht aus; da fand an diesem Sonntag der MTB-Marathon statt. Also nix mit Burgen.

Die zweite Wahl fiel dann auf die Wolfsdelle (oder outdooractive) in Rhens: 10,4km die Wanderung, 18km die Anfahrt – passt auch. Und was konnte da schon schief gehen? Zwar wunderte ich mich, warum ich schon in Waldesch auf eine Straßensperre stieß, die Durchfahrt nach Rhens aber trotzdem möglich war. Zufälligerweise (?) kamen in dem Moment zwei Biker aus dem Wald, achso, MTB Marathon, egal. Stutzig wurde ich dann in Rhens, warum da soviele Autos parkten und ich nicht in den Ort rein kam. Das Rätsel löste sich aber just im gleichen Moment, als ich 2 Läufer vorbei traben sah. Ach ja, der Mittelrhein-Marathon fand ja auch statt, den ich eigentlich in Koblenz vermutet hatte.
Nun gut, dann war also Improvisation angesagt und so begann ich den Weg nicht an seinem eigentlichen Startpunkt, sondern am Königsstuhl, wo er ohnehin vorbeiführt:

Königsstuhl in Rhens

Königsstuhl in Rhens

Auf der anderen Straßenseite geht es hinein in die Natur und schon bald erreicht man den serpentinenartigen „Aufstieg“ zum Aussichtspunkt „Lützelforst“:

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Oben angekommen, bietet sich einem der herrliche Blick über den Rhein zur Marksburg in Braubach.

DSCI7088

Man kann sicher prima dort sitzen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, aber zum rasten war ich ja nicht unterwegs… 😉 Außerdem war ich neugierig auf den jüdischen Friedhof, der am Weg liegt, denn ich mag solche Anlagen.

jüd. Friedhof Rhens

jüd. Friedhof Rhens

Überhaupt ist der Weg ziemlich „religiös“, denn man trifft noch auf 3 Kapellchen entlang der Wanderung. Ein Heiligenhäuschen davon ist das zu Ehren des Hl. Antonius, wo man im Anschluss an eine Wegstrecke durch eine Streuobstwiese hin kommt.

DSCI7092

Wer will – und dran glaubt – kann hier noch schnell um Kraft für die kommende „Steigung“ bitten, denn von dort geht es ein klein wenig bergauf durch einen Mischwald, von wo es anschließend hinunter ins Obere Mühlental geht. Grüne Wiesen und grasende Kühe runden dort das Bild ab:

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Weiter am Wald entlang und in den Wald hinein bewegt man sich in Richtung „Kriesenkopf“. Das ist ein kleiner, aber steiler Anstieg auf gleichnamige Anhöhe in sage und schreibe 272,6 m.ü.NN. Der Anstieg betrug glaube ich ca. 300-400m, aber auch kurze Stücke können es in sich haben, was man aber oben alles wieder vergisst, insb. wenn sich solch tolles Panorama bietet:

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Na, ist das nix?

Na, ist das nix?

Wie schön, dass der Weg da mitten durch führt. Bevor nun der Namensgeber des Weges naht, erreicht man Kapellchen Nr. 2:

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Eingang Wolfsdelle

Eingang Wolfsdelle

Am anderen Ende dieses Hohlweges wartet das Untere Mühlenthal:

Unteres Mühlental

Unteres Mühlental

Am Ortseingang wartet noch das 3. Heiligenhäuschen, diesmal zu Ehren des hl. Nikolaus´:

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Den weiteren Wegverlauf fand ich fast noch spannender als der eigentliche Wanderweg, denn er führt „gefühlt“ bei einer ganzen Reihe von Wohnhäusern durch die Gärten. Wären mir da nicht noch andere Personen entgegen gekommen, hätte ich wirklich gedacht ich hätte mich verlaufen. 😉

Da ich den Weg ja anders begann, kam ich nun erst am eigentlich Startpunkt vorbei:

Startpunkt Wolfsdelle in Rhens

Startpunkt Wolfsdelle in Rhens

Von dort aus geht es über einen kleinen Anstieg zurück hinauf zum Königsstuhl.

Nach fast genau 2,5h war ich also wieder an meinem Startpunkt angelangt – 1h schneller, als in der Tourenbeschreibung veranschlagt. Meinen isotonischen Haushalt füllte ich auf der Sonnenterrasse des Café Wellings in Brodenbach an der Mosel wieder auf, wo ich dann auch feststellte, das die Ortsdurchfahrt doch möglich ist, lediglich die Straße ins Ehrenburgertal bzw. hoch zur Ehrenburg ist noch gesperrt.



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