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Karin von: am: 3.05.2014
Karin Autor(in):    |   3. Mai 2014   |    Kategorie: Bundesland, Fachsimpeln, Hessen, Kurz-& Rundtouren, Lahntal,

Zwiespalt der Gefühle im Lahn-Dill-Bergland

Wie die Zeit vergeht!  Bei diesem tollen Wanderwetter, das seit Wochen herrscht, komme ich mit dem Schreiben gar nicht mehr hinterher.  Das Lahn-Dill-Bergland liegt in direkter Nachbarschaft zum Westerwald und dem Lahntal und ist wirklich sehr hübsch! Sanft gewellte Hügel, Aussichten und Weitsichten, sehenswerte Ruinen und idyllische Orte.

Wieder einmal erkundete ich einen zertifizierten Rundwanderweg in Hessen – die rund 12 km lange Zweiburgentour. Es ist erst vier Wochen her, aber in dieser Zeit explodierte die Natur gewaltig. Damals- am letzten Märzwochenende – gab es noch kein Blattgrün auf dem Bäumen, dafür aber eine sagenhaft schöne Baumblüte.

Blick in das Lahn-Dill-Bergland

Blick in das Lahn-Dill-Bergland

 

Trotz dieses idyllischen Blicks kam ich im Laufe der Tour in einen Zwiespalt der Gefühle. Aber dazu später mehr.

Mit einer Infotafel wird in Hohensolms am Startpunkt erstmal über den Wegverlauf  der Tour informiert. Oline findet man die Tour im Tourenplaner des Lahntals, nebst Tourenbeschreibung und Track zum Download.

 

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Wir starten die Tour im Uhrzeigersinn und freuen uns direkt über diese hügelige schöne Landschaft.

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Da passt das Logo „Grüne Hügel auf weißem Grund“ doch perfekt, mit dem die Runde wie bei allen Extratouren im Lahn-Dill-Bergland markiert ist und das auch ….

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… als Sprühmarkierung recht hübsch anzusehen ist.

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Bereits im letzten Jahr habe ich hier im Blog die Extratour Kuckucksweg beschrieben. Damals war ich ganz schön nass geworden….  aber dafür war es schon sehr grün auf den Bäumen 😉 So ist das halt, mit den Launen der Natur…

Wir gehen federnd auf von blühenden Bäumen gesäumten Feldwegen. Das Wetter ist famos!

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Welch schöner Auftakt! Bald darauf lockt ein frisches Wäldchen zur Abwechslung und wir meistern ein paar Höhenmeter.

Waldpfad im Lahn-Dill-Bergland

Waldpfad im Lahn-Dill-Bergland

Schon sind wir im Wanderflow! Und da wartet bereits nach wenigen Kilometern das nächste Highlight auf uns:

Auf dem Altenberg (442 m hoch) findet man noch Reste einer uralten Burganlage, aus deren Steinen im 19. Jahrhundert ein Aussichtsturm errichtet wurde.  „Hinauf, hinauf! Und die Aussicht genießen!“, war mein spontaner Gedanke. Gesagt -getan.

Turm auf dem Altenberg

Turm auf dem Altenberg

Im Osten konnten wir einen ersten Blick auf die Burganlage von Hohensolms aus dem 14. Jh. erhaschen.

Burg Hohensolms im Hintergrund

Burg Hohensolms im Hintergrund

Aber als wir nach Norden blickten, sahen wir sieben Windburgen auf einen Schlag!

Windanlagen im Lahn-Dill-Bergland

Windanlagen im Lahn-Dill-Bergland

Ich weiß ja nicht, wie das bei Euch nun wirkt, wenn man das auf dem Bildschirm sieht. Wir waren, vom Turm aus blickend ja in sicherer Entfernung und darüber hinaus recht wertfrei eingestellt.

Er: „Sieh mal! Windanlagen! Ich:  „Interessant.“ Soweit so gut.

Wir wandern weiter und genießen das herrliche Frühlingswetter.

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Und erst dann merken wir, daß unser Weg direkt zu den Windrädern hinführt.

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Und dann war da dieser Zwiespalt der Gefühle. Warum muss ich denn so nah an einem Windrad vorbei gehen?

Windanlage am Premiumweg - passt das?

Windanlage am Premiumweg – passt das?

 

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Und plötzlich sehen wir, dass da oben etwas am Flügel hängt. Das hatte ich ja noch nie gesehen!

 

Da hängt was am Flügel!

Da hängt was am Flügel!

Ich stelle mein Objektiv ein und zoome ganz nah heran. Unglaublich! Zwei Arbeiter sind dabei, das Windrad zu putzen – rechts und links mit Eimern ausgestattet und angeseilt, damit nichts passiert. Mal ehrlich – den Job möchte ich nicht haben!

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Mir war noch mulmiger zumute, als ich dann am Eiswurf-Warnschild vorbei kam, NACHDEM wir am Windrad vorbei waren. Da scheinen wir wohl nicht die offizielle Gehrichtung gegangen zu sein ….

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Also irgendwie wollte ich hier möglichst schnell weg. Das war mir einfach nur unangenehm. Diese mächtigen Anlagen direkt neben mir. Als ob es jemand gehört hat, kam zur Versöhnung eine Infotafel mit dem Hinweis auf Einschränkungen während der Bauphase.  SONY DSC

Wenig später wird auf die ökologischen Aspekte der Windenergie hingewiesen und wie man das „unter einen Hut“ bringt. Das klingt ja alles ganz toll. Aber so ganz zufrieden war ich noch nicht.

 

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Schnell gingen wir weiter und erreichten einen schönen Wald, der den Blick zu den Windanlagen versperrte. Wieder raus aus dem Wald wurden wir von herrlichem Frühling begrüßt. Ja – das ist viel schöner!

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Auch eine Baumelbank läßt uns wieder versöhnen mit diesem Weg. Wir genießen den windradfreien Blick.

Baumelbank an der Zweiburgentour

Baumelbank an der Zweiburgentour

In schnellen Schritten nähern wir uns Hohensolms, doch zunächst machen wir einen Schlenker Richtung  Großaltenstädten. Dabei geht es über einen kleinen Waldpfad.

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Immer wieder entdecken wir noch die schönen Kissen mit Buschwindröschen, die mittlerweile natürlich schon längst verblüht sein werden.

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Eine offene Landschaft begrüßt uns und gibt den Blick frei in eine herrliche Wiesen- und Obstbaumlandschaft.

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Nun heißt es: Aufstieg zur Burg Hohensolms im Ort Hohensolms.

Ort und Burg Hohensolms

Ort und Burg Hohensolms

Die Burg ist eine Jugendburg und kann von Schulklassen genutzt werden. Das stelle mir richtig klasse vor, in dieser Burg mit dieser tollen Aussicht zu hausen.

Jugendburg Hohensolms

Jugendburg Hohensolms

Leider gibt es da keine Einkehrmöglichkeit, denn eine Erfrischung hätte hier gut getan! Über einen alleenartigen Weg gelangen wir zufrieden an den Ausgangspunkt zurück.

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Fazit:

Der Rückblick zur Tour tut  gut, denn ich denke mir, dass es jetzt schön grün da ist, im Sommer die Obstbäume Früchte tragen und im Herbst alles bunt sein wird. Diese Tour wird landschaftlich zu jeder Zeit ein schönes Wandergefühl erzeugen.  Die Windräder haben auf mich allerdings störend und bedrohlich gewirkt und in der Gesamtbewertung der Tour führt das leider zu ein paar Abstrichen. Aber das mag ein jeder anders sehen.

Informationen zu weiteren Prädikatswegen an der Lahn und im Lahn-Dill-Bergland gibt es hier.

 





5 Kommentare »

  1. Elke — 12. Mai 2014 @ 08:27

    Windräder am Wanderweg werden vermutlich immer häufiger anzutreffen sein, möglicherweise auch auf bisher noch freien Flächen auf anderen Premiumwegen. :(

    Mich stören sie extrem, außerdem ist die Gefahr des Eisregens, der von den Dingern abgesprengt werden kann, nicht zu unterschätzen, wenn die Temperaturen sinken.

    Schade um die bisher freien Blicke ins Land, schade um so manches ehemalige Weizenfeld.

    Danke für deine Eindrücke
    VG
    Elke

  2. Carola Heimann — 15. Mai 2014 @ 13:41

    Liebe Karin,
    vielen Dank für deinen schönen Bericht. Die Windkraftanlagen an der Zweiburgentour sind wirklich gigantisch, das kann ich nur bestätigen. Allerdings scheint ihr tatsächlich die falsche bzw. alte Strecke erwischt zu haben, denn eigentlich kommt man mit den Windkrafträdern nicht in Berührung, sondern biegt vorher in einen Weg ab, der entlang eines idyllischen Baches verläuft. Da müssen wir noch mal nachschauen, ob die Markierung dort nicht eindeutig ist.
    Eine Einkehr gibt es direkt am Weg leider nicht. Hohensolms (der Ort mit der Burg) hält zwar Einkehrmöglichkeiten bereit, aber die Öffnungszeiten sind nicht immer günstig. Da arbeiten wir dran!!!

    Liebe Grüße aus dem Naturpark
    Carola Heimann

  3. Karin — 15. Mai 2014 @ 20:13

    Hi Carola, ja- ein Biergarten in der Burg wäre klasse! Und der Weg war im Wald auch verlegt worden, aber zuvor kommt man an 2 Rädern direkt vorbei. Liebe Grüße ins Lahn-Dill-Bergland,
    Karin

  4. Carola Heimann — 16. Mai 2014 @ 12:31

    Habe mit meinem Kollegen gesprochen, denn ich war das letzte Mal dort als die Räder noch gebaut wurden und es war mir nicht bewusst, dass der Weg zwei direkt tangiert. Mein Kollege empfand es auch als sehr störend. Mal sehen, ob wir da etwas machen können. Manchmal gar nicht so leicht, alles unter einen Hut zu bringen…
    Dir ein schönes WE
    Carola

  5. Alexander K. — 12. Juli 2014 @ 18:49

    Ein toller Ausflug und ein sehr guter Bericht. Da möchte ich auch mal hin.

    Mit herzlichen Grüßen aus Bad Liebenzell

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