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M.D. von: am: 16.04.2014
M.D. Autor(in):    |   16. Apr 2014   |    Kategorie: Hunsrück, Naturerlebnis, Rheinland-Pfalz, Traumschleife,

Hasenkammer Herschwiesen – endlich!

Ich weiß nicht warum, aber diese Strecke liegt mir schon länger in der Nase und seit letztem Jahr war geplant, dass ich sie dieses Jahr sobald wie möglich – d.h. am Anfang meines Wanderjahres – in Angriff nehme. Irgendwie passte an diesem 10.04. alles zusammen und so schmiss ich um 13h alles in den Rucksack, was man für eine solche Kurz-Rundtour braucht: Zelt, Schlafsack, Kochgeschirr….braucht man dazu natürlich nicht, aber ein Apfel, ein Laugenbrötchen und ne Flasche Wasser sollten mit, fertig.

Den obligatorischen Streckenplan druckte ich mir zum ersten mal nicht aus, sondern lud mir die Beschreibung als offline-Variante aus der App „GastLandschaften“ aufs Handy. Was jetzt aber nix mit dem post von Karin zu tun hat, die just ein par  Tage vorher hier darüber berichtete…

Zu finden ist die Beschreibung der Traumschleife Hasenkammer wie immer auf der HP des Saar-Hunsrück-Steiges oder auch auf der Seite der Stadt Boppard. Auch auf Outdooractive ist die Beschreibung zu finden.
Ich hätte die ca. 10,3 km lange Strecke noch um ein paar km verlängern können, indem ich von zu Hause aus losgelaufen wäre, aber weil ich die Strecke kürzlich mit einem defekten Fahhrad auf der Schulter absolviert hatte und sie daher noch in negativer Erinnerung habe, sah ich doch davon ab und fuhr mit dem Auto nach Herschwiesen.

Dort angekommen, stellte ich mein Auto auf dem direkt am Ortseingang gelegenen Kirmesplatz ab und startete meine Tour um Punkt 13.30 h. Die ortsnahen Wege der Tour hatte ich kürzlich mehrmals mit dem Rad befahren, habe beim wandern aber festgestellt, dass ich dabei einiges übersehen habe. Zum Beispiel diesen schönen Bilderrahmen, in dem man sich, einen evtl. Mitwanderer oder eben nur die Pfarrkirche herrlich ins Bild setzen kann:

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Pfarrkirche Sankt Pankratius

Nach der Straßenquerung am Friedhof geht es hinaus über Streuobstwiesen, wo sich auch eine Wurzel befindet, an der eine der vielen Texttafeln auf diesem Weg angebracht ist:

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„… ich war ein über 10m hoher Kirschbaum…“

Immer mit dem Blick über die schönen umliegenden Felder und Wiesen und mit der Pfarrkirche im Rücken geht es langsam Richtung Wald zu einem ehemaligen Steinbruch:

DSCI6998

Ab dort befindet man sich in wäldlicher Umgebung, steht aber ca. eine halbe Stunde später am „Hintereingang“ von Herschwiesen und sieht die Pfarrkirche plötzlich wieder vor sich. Sie ist ja aber auch wirklich schön… Doch genug der schönen Kirche, weiter in den Wald hinein, hinab ins Brodenbachtal, nochmal an einem Schild vorbeikommend, dass auf die noch vorhandenen Spuren aus dem WK 2 hinweist. Einen ersten Blick darauf, was einen an landschaftlicher Schönheit auf diesem Weg erwartet, bekommt man kurz darauf an dieser Stelle:

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Man könnte hier eine Rast einlegen, muss man aber nicht und so marschierte ich weiter an der Erklärtafel zur „Niederwaldwirtschaft im Brodenbachtal“ und „Brodenbachtal“ hinab in das gleichnamige Tal – wo es z.B. so aussieht:

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Dort hat man eine zeitlang den Bach als Begleiter, muss sich aber auch mal von ihm trennen, denn es geht alsbald wieder hinauf in die Schweiz, die Udenhauser Schweiz. Untwegs spitzt nochmal die Kirche heraus und während ich das folgende Bild aufnahm, läuteten auch noch die Glocken. Samstag, 15h – ich tippte auf Hochzeit. (Dabei war doch so schönes Wetter, man hätte auch was sinnvolles tun können… )

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Die Udenhauser Schweiz entpuppte sich als Felsrücken, von dem aus man wieder die umliegenden Weiten genießen kann:

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Von so hoch oben geht es wieder hinab ins Brodenbachtal, aber nicht direkt, sondern erst führt der Weg an den Ortsrand von Udenhausen zu einer kleinen Kapelle, dem „Heiligenhäuschen Udenhausen“.

Allee, Allee, Allee, Allee...

Allee, Allee, Allee, Allee…

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Heiligenhäuschen Udenhausen (aus dem 19. Jh.)

Aber nu, nu gehts wieder hinab ins Tal und zwar zum Dreiländereck. Nein, wir erreichen nicht Saarland/Luxemburg/Frankreich und auch Mosambik/Sambia/Simbabwe sind hier nicht gemeint, sondern hier treffen die 3 Gemarkungen Buchholz/Herschwiesen/Udenhausen aufeinander und bilden auch das Bachdelta der Mündung des Bickelbachs in den Brodenbach. Das ganze sieht dann so aus:

völkerverbindende Brücke übers Dreiländereck

völkerverbindende Brücke übers Dreiländereck

Wir verlassen diesen Schnittpunkt und wandern wieder bergauf auf den letzten Abschnitt dieser Traumschleife. Denn wenige Wiesen- und Feldwegemeter später rückt das Ziel immer näher und schon ist man wieder in Herschwiesen. Auf meiner Uhr hieß das 16:15h, d.h. ich war genau 2 3/4h unterwegs. Wobei ich die Zeitangabe auf ALPregio allerdings nicht verstehe, denn was ist der Unterschied zwischen „Dauer“ (2:55 h) und „Gehzeit“ (ca. 4:00h)?

Mein Fazit: auch wenn dieser Weg nicht mit spektakulären Attraktionen wie Burgen/Burgruinen oder Kletterfelsen punkten kann, so ist der doch landschaftlich grandios! Ich glaube ich habe mich unterwegs ein bisschen in meine neue Heimat verliebt…

Allerdings gibt es am direkten Wegeverlauf keine (alkoholfreie) Weizenbierverköstigungsstätte. Das Gasthaus „Zur Tenne“ in Oppenhausen bietet sich dafür zwar (selbst) an, alternativ findet sich aber auch im wenige km entfernten Brodenbach was oder im l´Artelier in Buchholz





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