Artikel suchen nach:

Archiv

  • 2017 (11)
  • 2016 (16)
  • 2015 (58)
  • 2014 (51)
  • 2013 (64)
  • 2012 (86)
  • 2011 (59)
  • 2010 (37)
  • 2009 (45)
  • 2008 (53)
Hol‘ Dir kostenlos die Rheinland-Pfalz Touren-App
Bastian Dick von: am: 1.12.2013
Bastian Dick Autor(in):    |   1. Dez 2013   |    Kategorie: Fachsimpeln, Fernwanderwege, Hunsrück, Regionen, Rheinland-Pfalz, Saar-Hunsrück-Steig,

Unterwegs mit den Wegeplanern – Die Verlängerung des Saar-Hunsrück-Steigs

Der Saar-Hunsrück-Steig verläuft aktuell über 218 Kilometer, der östlichste Ziel- oder Startort ist Idar-Oberstein an der Nahe. Von hier aus soll es ab Frühjahr 2015 über 197 weitere Kilometer bis nach Boppard an den Rhein gehen, womit die Gesamtlänge auf 415 Kilometer steigt und somit fast verdoppelt wird.

Die Verlängerung führt dabei durch die Verbandsgemeinden Kirchberg, Kastellaun und Emmelshausen sowie durch die Gemarkung der Stadt Boppard.

Anfang September habe ich auf Einladung des Mannebacher Ortsvorsteher, Herrn Wagner, an der Streckenbegehung eines neuen Abschnittes teilgenommen, der die vom Uhler Kopf absteigenden Wanderer von der Junkersmühle über Mannebach nach Heyweiler führen wird und dort an die Traumschleife Baybachklamm anschließt.

Treffpunkt war die an der L108 zwischen Uhler und Korweiler gelegene  Junkersmühle am Deimerbach.

 

die bewirtete Junkersmühle zwischen Uhler und Korweiler

die bewirtete Junkersmühle zwischen Uhler und Korweiler

 

Weitere Teilnehmer der Begehung waren neben Herrn Wagner Frau Boos-Vogt von der Tourist-Info Kastellaun, Herr Laub, der Projektleiter Saar-Hunsrück Steig und Herr Irle für die Wegeplanung und Beschilderung.

Schon hier gibt es die erste Diskussion um die sinnvolle Gestaltung und Anbringung der Wegweiser, da der Saar-Hunsrück-Steig hier den Hunsrück-Mosel Radweg und den 3 Täler Weg kreuzt.

Neben dem Hunsrück-Mosel Radweg führen von hier aus noch zwei weitere Wege in Richtung Mannebach, ein steil ansteigender Schotterweg und, fast parallel dazu, ein Wiesenweg mit moderater Steigung.

Über diesen soll zukünftig der SHS die Wanderer führen.

Nach kurzer Zeit gelangt man auf ein kleines Plateau, das zu einer Rast einlädt. Entsprechend wird hier besprochen ob und wo genau eine Rastanlage entstehen soll.

 

Bank? Rastanlage? Hier? Oder etwas weiter vorne mit möglichem Aussichtspunkt?

Bank? Rastanlage? Hier? Oder etwas weiter vorne mit möglichem Aussichtspunkt?

 

Auch die weitere Route wird diskutiert, weiter dem Wiesenweg folgen, der hier allerdings durch intensive Nutzung eher fußgängerunfreundlich ist, oder einen kleinen Anstieg über eine Felsrippe und im Anschluss über einen noch zu errichtenden Pfad zwischen den Bäumen hindurch?

Die Entscheidung fällt zu Gunsten des Pfades.

 

 

eine Machete wäre hilfreich...

eine Machete wäre hilfreich…

 

Doch mit dieser Entscheidung ist es nicht getan, auch das Ende des Pfades will geplant sein, zumal hier weitere Wege verlaufen und Umwege ausgeschlossen werden sollen.

 

wo endet der Pfad am besten und wo kommen die Wegweiser hin?

wo endet der Pfad am besten und wo kommen die Wegweiser hin?

 

Im weiteren Verlauf stellt sich dann die Frage, ob man die Route am Wald entlang plant, oder aber den direkten Weg zwischen Feldern und Wiesen nimmt.

Diese Entscheidung fällt aufgrund des ansonsten sehr hohen Waldanteils zu Gunsten des direkten Weges aus.

 

Schlenker an den Wald oder lieber über die Wiese?

Schlenker an den Wald oder lieber über die Wiese?

 

Auch ein möglicher Standort für eine weitere Bank- oder Rastanlage wird besprochen, da man bemüht ist ausreichend Ruhemöglichkeiten anzubieten.

Allerdings wartet auch in geringer Entfernung das Erlebnisfeld Mannebach samt Sinnespfad, Hütte und mehreren Bänken am hier zum ehemaligen „Schwimmbad“ aufgestauten Mannebach.

 

Blick auf das Erlebnisfeld in Mannebach

Blick auf das Erlebnisfeld in Mannebach

 

An dessen Ufer entlang werden die Wanderer zukünftig über einen Wiesenpfad zur zwischen Mannebach und Korweiler verlaufenden K47 geführt, diese wird überquert und zwischen Weiden und Streuobstwiesen Mannebach in der Nähe des Dorfplatzes erreicht, der als Abholpunkt für Wanderer und Gastgeber ausgewiesen werden soll.

 

 

Kreuzung am Dorfplatz in Mannebach

Kreuzung am Dorfplatz in Mannebach

 

Entgegen der üblichen Bemühungen, Ortschaften und Asphaltbeläge zu vermeiden, soll der SHS durch den beschaulichen Ort und vorbei am Hunsrücker Hexenhaus führen, dass zu einer Rast bei Kaffee und Kuchen oder auch zum Mittag- oder Abendessen einlädt.

Am in Richtung Beltheim gelegenen Ortsausgang von Mannebach führt der Steig wieder weg von der Straße und vorbei am im Frühherbst 2013 offiziell eröffneten Biomasseheizkraftwerk, über dessen Funktion auf Infotafeln aufgeklärt werden soll.

Einem leichten Anstieg folgend gelangen wir schließlich auf eine Höhe mit den Beltheimer Windrädern, an denen der SHS vorbei führen soll.

Vorher gilt es allerdings noch, die K47 zwischen Mannebach und Beltheim sowie die L206 zwischen Beltheim und Dorweiler zu kreuzen und auch dafür die günstigste Wegeführung zu finden.

 

und jetzt geradeaus!

und jetzt geradeaus!

Vorbei am Mannebacher Wahrzeichen, den aus dem Edgar Reitz Film Heimat 3 bekannten Zwillingsbäumen wird der SHS weiter in Richtung der Windräder führen und von dort über Heyweiler in die Baybachklamm führen.

 

 

die Mannebacher Zwillingsbäume an der Straße nach Beltheim

die Mannebacher Zwillingsbäume an der Straße nach Beltheim

Da eine solche Wegbegehung mit den vielen Stopps, Prüfungen und Diskussionen deutlich zeitintensiver ist als man beim Wandern annehmen mag, verabschiede ich mich an dieser Stelle von den Wegeplanern und bedanke mich für die interessanten Einblicke, die ich unterwegs gesammelt habe.

Vor der endgültigen Fertigstellung der beschriebenen Route wartet allerdings noch weitere Arbeit.

Zum einen gilt es, die verschiedenen Besitzer von Wald- und Wiesenstücken ausfindig zu machen und mit diesen eine Lösung für die geplante Route zu finden und zum anderen gilt es natürlich auch, den Weg in einen entsprechenden Zustand zu bringen und diesen auch nachhaltig sicher zu stellen.

Dies betrifft die Rastanlagen genauso wie den anzulegenden Pfad durch den Wald und dessen Freihaltung sowie das regelmäßige Mulschen der Wiesenwege.

Rund um das Erlebnisfeld in Mannebach und zu einem Großteil auf der Strecke des SHS soll außerdem noch ein kurzer, ca. 3,5 km langer Rundweg entstehen, der über Streuobstwiesen, vorbei an Hecken und Bienenweiden zum Biomasseheizkraftwerk und im Anschluß an den für den Heizbedarf benötigten Anbauflächen vorbei führt.

 

 





7 Kommentare »

  1. Flori — 2. Dezember 2013 @ 12:17

    Das Rheinland ist eines der schönsten Gebiete in Deutschland finde ich. Besonders die Hunsrücker Gegend. Meine Cousine wohnt in der Nähe von Hammerbirkenfeld. Falls Ihr noch nicht dort gewesen seid, würde ich es euch echt empfehlen.

  2. Flori — 2. Dezember 2013 @ 12:17

    Viel Spaß euch noch bei der Wanderung.

    Gruß

    Flori

  3. Karin HB — 4. Dezember 2013 @ 10:10

    Hallo Bastian,
    ja- das ist spannend, so eine Wegesondierung. Bin schon gespannt, wie es weiter geht.
    Gruß, Karin

  4. Bastian Dick
    Bastian Dick — 4. Dezember 2013 @ 22:05

    Hallo Flori.
    Da kann ich dir nur zustimmen.

    Und Karin, ich bin auch gespannt, vor allem weil ich dann nur noch 2km bis zum nächsten Einstiegspunkt habe und mir somit die Entschuldigung „der SHS ist ja schon noch ein gutes Stück weg“ wegfallen wird.
    Und interessant war es auf jeden Fall, über was sich die Verantwortlichen alles Gedanken machen müssen und was an Arbeit hinter dem sichtbaren Ergebnis steckt.

    Gruß, Bastian

  5. Christian — 6. Dezember 2013 @ 09:58

    Hunsrück ist auch wundervoll von der Landschaft. Das einzige was mich stört ist, dass dort sehr viele Windräder sind. Die Verschandeln die ganze Gegend und unter anderem sind die Windräder für viele Vögel und Fledermäuse nicht gut. Die Frequenzen des Windrades, vertragen sich mit dem Echo Ortungssystem der Fledermaus nicht. Die Armen Tiere sterben einfach. Sicherlich es ist ein natürlicher Energiegewinnungsprozess, aber ich finde dies einfach Schade, dass Vögel und Fledermäuse darunter leiden müssen. PS Nichts falsches denken, ich bin ein Fleischetarier.

    Gruß,

    Chris

  6. Bastian Dick
    Bastian Dick — 12. Dezember 2013 @ 17:18

    Hallo Christian.
    Ja, die Windräder sind auch hier in der Diskussion und in der Kritik.
    Auf der einen Seite stehen die Argumente wie natürlicher Energiegewinnungsprozeß und leichte Rückbaumöglichkeiten.
    Auf der anderen Seite wie du ebenfalls sagst die Landschaftsverschandelung und die Beeinträchtigungen der Tierwelt.
    In meinen Augen ist das größte Argument der Gemeinden jedoch der finanzielle Aspekt.
    Ein Thema, über das man stundenlang diskutieren könnte, was auch oft genug getan wird.
    Persönlich finde ich die Windräder auch alles andere als schön, vor allem weil ich bei Dunkelheit die roten Leuchten der Räder von meiner Couch aus bewundern kann.
    Eine vernünftige Planung von großen, ausgewiesenen Windkraftzonen wäre wohl eine gute Lösung gewesen, als der Boom vor 10-15 Jahren einsetzte.
    Aber da war eine solche Entwicklung wohl auch noch nicht absehbar…

  7. TOM Finn — 13. Dezember 2013 @ 14:34

    Hallo, Bastian! („Dick“ heißt der Hund?) 13.12.2013
    Ich bin dieses Jahr die ersten vier Etappen des SHS mit dem Eifelverein/Ortsgruppe Daun gewandert – und ich war begeistert. Nun soll es weitergehen – irgendwann auch von Idar-Oberstein nach Boppard.
    Und da kommt mir ein erster Bericht dazu ganz recht. Und vor allem finde ich es interessant, einmal zu lesen, wie eine solche Wanderweg-Begehung abläuft, damit ich später als Nutzer eines Qualitätswanderwegs ohne Irritationen gelenkt werde.
    Danke für diesen lohnenden Bericht.

    TOM Finn, Hamburg

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

CAPTCHA
*