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Hans-Joachim von: am: 29.11.2013
Hans-Joachim Autor(in):    |   29. Nov 2013   |    Kategorie: Bundesland, Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Nahe, Regionen, Rheinland-Pfalz, Traumschleife,

Der Kupfer-Jaspis-Pfad – Traumschleife im Naheland

Ein weiterer Kandidat für Deutschlands schönsten Wanderweg

Ich weiß nicht, woran es lag. Lag es an der 20-km-Tour, die ich am Vortag mit Bruno aus Köln im Sahrbachtal unternommen hatte und dass diese Tour mir noch in den Knochen steckte? Lag es an dem Bier und dem Wodka, denen ich am Vorabend nach dem Spießbraten bei meiner Schwester allzu reichlich zugesprochen habe. Lag es daran, dass ich mit dem Kopf durch die Wand wollte? Noch nie habe ich so viel geflucht wie auf dieser Tour (3.11.2013).

Die ganze Woche schon war ich innerlich zerrissen. Einerseits die Vorfreude auf kräftige Herbststürme, andererseits das Gefühl, mich doch lieber in der Wohnung vergraben zu wollen, statt bei Wind und Regen rauszugehen. Am Samstag war eigentlich eine Tour im NP Eifel geplant (Über die Dreiborner Hochfläche), aber da mehr Regen als Wind angesagt war, hatte ich kurzerhand als Alternative eine Tour im Sahrbachtal vorgeschlagen. Keiner will mitwandern – einer nach dem andern sagt ab. Einzig Bruno aus Köln deutet an, dass er ja vielleicht …  Am Freitag – ich sah mich schon das ganze Wochenende am Rechner verbringen – dann Brunos Mail, dass er sich auf die Sahrbachtaltour freut. Von einem Moment auf den andern ist alles Zaudern vergessen. Und am Samstag sind wir dann trotz Regens unterwegs. Aber diese Tour soll hier gar nicht beschrieben werden. Aber das Gefühl, dass Wind und Wetter uns nicht viel anhaben können, führt bei mir noch im Sahrbachtal zum Entschluss, noch am selben Abend noch in den Hunsrück zu fahren, um am Sonntag den Kupfer-Jaspis-Pfad in Angriff zu nehmen.

Gesagt, getan. Abends geht es noch in den Hunsrück, perfektes Timing – der Spießbraten ist grade auf dem Tisch. Am nächsten Morgen bin ich schon kurz nach acht im Auto. Heute heißt es alleine wandern. In einer knappen Viertelstunde bin ich in Niederwörresbach am Parkplatz an der Mehrzweckhalle, wo das Eingangstor zur Tour ist. Es hat die ganze Nacht geregnet, aber als ich losgehe, hat es aufgehört. Schnell geht es aus dem Ort hinaus, hinein in den Wald.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Freundliche Einladung am Beginn des Pfades: In Niederwörresbach beginnt die Tour (Foto: H.-J. Schneider)

Freundliche Einladung am Beginn des Pfades: In Niederwörresbach beginnt die Tour (Foto: H.-J. Schneider)

 

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Kaum verlassen wir den Ort, verschluckt uns das Dunkel eines niedrigen Nadelwaldes (Foto: H.-J. Schneider)

Kaum verlassen wir den Ort, verschluckt uns das Dunkel eines niedrigen Nadelwaldes (Foto: H.-J. Schneider)

Und schnell steht auch der erste Anstieg an. Relativ zügig geht es hinauf Richtung Gerach. Und schnell merke ich, dass die 20 km vom Vortag noch in meinen Knochen stecken. Und ich habe den Fehler gemacht, mir beim Start schon auszurechnen, wann ich wieder am Parkplatz bin. Vier bis viereinhalb Stunden habe ich im Kopf überschlagen. Dann müsste ich kurz nach Mittag schon diese Tour bewältigt haben. Aber so funktioniert das bei mir nicht. Ich muss den Druck rausnehmen, sonst habe ich nichts von der Tour.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Nadelwald steht stramm Spalier für den frühen Wanderer (Foto: H.-J. Schneider)

Nadelwald steht stramm Spalier für den frühen Wanderer (Foto: H.-J. Schneider)

Und das würde auch dieser Tour nicht gerecht. Habe ich noch vor kurzem die Traumschleife Hahnenbachtal als schönsten Wanderweg Deutschlands gelobt, so muss ich heute mein Urteil korrigieren. Der Kupfer-Jaspis-Pfad ist mindestens genauso schön, ja, eigentlich noch vielseitiger und überraschender als erstere. Ich werde gar nicht alle Highlights, alle Aussichtspunkte, alle Panoramen aufzählen können. Es sind einfach zu viele. Ich will auch gar nicht den ganzen Weg beschreiben, den sollte man einfach gehen. Aber ein Warnhinweis vorweg: Jetzt im November ist das nicht ungefährlich, wie ich selber mehrfach erfahren musste. Mehrere Schichten von Laub, darunter glitschiger, lehmiger Boden, da sind Ausrutscher garantiert.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Sobald es aus dem Wald herausgeht, verkündet der Himmel, dass wir November haben (Foto: H.-J. Schneider)

Sobald es aus dem Wald herausgeht, verkündet der Himmel, dass wir November haben (Foto: H.-J. Schneider)

 

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Zartes Versprechen nur kurze Zeit später: Es könnte durchaus ein schöner Tag werden (Foto: H.-J. Schneider)

Zartes Versprechen nur kurze Zeit später: Es könnte durchaus ein schöner Tag werden (Foto: H.-J. Schneider)

Es geht immer wieder hinaus auf die Hochfläche. Hier oben ist das Klima rau, das erlebe ich gleich mehrfach. Ein erstes Kleinod: Nachdem die erste Höhe gemeistert ist, geht es hinunter in die schmale Schlucht des Wahlenbaches. Alleine dafür hat sich schon die Tour gelohnt. Bis jetzt ist es noch relativ trocken, aber der Himmel zieht sich immer wieder zu. Und schon geht es wieder hinauf auf die Höhe Richtung Hintertiefenbach. Aber noch ist das ein weiter Weg.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Und tatsächlich: Eine Zeitlang schafft es die Sonne, die Wolken zu verdrängen (Foto: H.-J. Schneider)

Und tatsächlich: Eine Zeitlang schafft es die Sonne, die Wolken zu verdrängen (Foto: H.-J. Schneider)

 

Hier steht ein Foto mit dem Titel: Unübersehbar: Der Hunsrück ist noch immer Bauernland (Foto: H.-J. Schneider)

Unübersehbar: Der Hunsrück ist noch immer Bauernland (Foto: H.-J. Schneider)

Davor liegt ein weiterer Aussichtspunkt, jetzt wirklich von allen Seiten dem Wind ausgesetzt: Ich grüße Dich, Bruder Wind. Schon bin ich ob des zweiten Anstiegs durchgeschwitzt, aber solange der Körper arbeitet, bleibt er warm und kann die Abkühlung durch die Außentemperaturen gut ausgleichen. Von der Kuppe geht es wieder leicht bergab, dann durch ein kleines Wäldchen, am Ende wieder hinaus über eine Wiese und schwupp, rutsche ich auf dem nassen Untergrund aus und lege mich zum ersten Mal lang. Es gelingt mir, mich mit den Händen etwas abzufangen, so werde ich weder nass noch schmutzig, dafür spüre ich beim Weitergehen ein böse Zerrung über dem linken Beckenkamm. Und natürlich merke ich den Muskelkater vom Vortag, das rechte Knie schmerzt und überhaupt, die alten Wanderschuhe, die ich heute angezogen habe, sind undicht und schon seit geraumer Zeit habe ich nasse Füsse. Beim Abstützen habe ich beinahre noch den linken Arm ausgekugelt. Beim Weitergehen juckt und sticht es mich in der linken Hand, es war aber keine Distel, in die ich beim Fall hineingegriffen habe, denn ich kann keine Stacheln finden. Ob ich meine Schwester anrufen soll, dass sie mich im nächsten Etappenort abholt…? Nein, kommt nicht in Frage. Kurz vor Hintertiefenbach dann eine Horde Hunde, dahinter die zugehörigen Spaziergänger: Keine Angst, die wollen doch nur spielen. Es reicht immerhin, dass ich den Abzweig des Kupfer-Jaspis-Pfades übersehe.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Hinter dem Dornengestrüpp ein Dornröschen? LIeber nicht, als Prinz eigne ich mich nicht (Foto: H.-J. Schneider)

Hinter dem Dornengestrüpp ein Dornröschen? LIeber nicht, als Prinz eigne ich mich nicht (Foto: H.-J. Schneider)

Nach ein paar Minuten fällt mir auf, dass es keine Wegzeichen mehr gibt. Also zurück und den Abzweig gesucht. Schnell geht es hinunter nach Hintertiefenbach und durch den Ort hindurch. Jetzt wird es etwas kühler, die ersten Regentropfen fallen. Durch ein weiteres Einstiegstor im Ort geht es wieder hinein in den Wald und natürlich wieder bergauf. Und hier habe ich zum ersten Mal den Eindruck, dass man den Weg in möglichst vielen Schleifen durch den Wald geführt hat. Im Zickzack geht es durch den herbstlichen Forst. Leute, das habt Ihr doch gar nicht nötig. Dieser Weg, diese Landschaft ist doch so reich an Überraschungen, an Schönheiten … Ich komme darauf zurück.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Unübersehbar: Novemberlicht (Foto: H.-J. Schneider)

Unübersehbar: Novemberlicht (Foto: H.-J. Schneider)

 

Hier steh ein Bild mit dem Titel: Noch einmal Sonne, dann öffnet der Himmel seine Schleusen (Foto: H.-J. Schneider)

Noch einmal Sonne, dann öffnet der Himmel seine Schleusen (Foto: H.-J. Schneider)

 

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Vielleicht hätte ich die Einladung annehmen und einfach dableiben sollen (Foto: H.-J. Schneider)

Vielleicht hätte ich die Einladung annehmen und einfach dableiben sollen (Foto: H.-J. Schneider)

 

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Wie war das nochmal: Vor lauter Wald die Bäume nicht … (Foto: H.-J. Schneider)

Wie war das nochmal: Vor lauter Wald die Bäume nicht … (Foto: H.-J. Schneider)

Es geht in einem weiteren Auf und Ab Richtung Fischbach. Und jetzt fängt es richtig an zu regnen, Graupelschauer mischen sich unter das Nass. Und jetzt wird der Weg richtig rutschig. Der Boden unter dem Laub ist durch den ganzen Regen richtig matschig. Ein zweites Mal lege ich mich hin. Der Rücken bzw. die Lendenwirbelsäule bewegt sich jetzt Richtung Hexenschuss, die Leistenbeuge links fühlt sich gelähmt, naja zumindest blockiert an, die Hüfte schmerzt ebenfalls. Und dazu die nassen Füsse, der Regen von oben, der Schweiß von innen. Meine Hose macht mittlerweile jedem Bauarbeiter Ehre.  Endlos zieht sich der Weg durch den Laubmischwald. Wieder schleicht sich der Gedanke in meinen Kopf, doch meine Schwester anzurufen …

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Nicht der erste, und auch noch lange nicht der letzte Bach (Foto: H.-J. Schneider)

Nicht der erste, und auch noch lange nicht der letzte Bach (Foto: H.-J. Schneider)

 

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Nicht der erste, aber auch noch lange nicht der letzte Anstieg (Foto: H.-J. Schneider)

Nicht der erste, aber auch noch lange nicht der letzte Anstieg (Foto: H.-J. Schneider)

 

Heir steht ein Bild mit dem Titel: Unheimliches Kraut am Wegesrand: Wer kennt den Namen? (Foto: H.-J. Schneider)

Unheimliches Kraut am Wegesrand: Wer kennt den Namen? (Foto: H.-J. Schneider)

Geraume Zeit später stehe ich im Fischbachtal an der Bundesstraße, jetzt hat es sich eingeregnet. Schnell geht es hinüber auf die andere Straßenseite. Es ist mir schon fast egal, ob gerade ein Auto kommt. Neben dem Fischbach geht es nun auf den Ortseingang zu, und auch hier ist das Gras so nass, der lehmige Untergrund so rutschig, dass es mich abermals hinhaut. Das Kupferbergwerk (unbedingt sehenswert) schenke ich mir heute, ich bin schon mal da gewesen. Auf der anderen Talseite heißt es wieder die Höhe zu erklimmen. Und schnell bin ich wieder auf der freien Hochfläche, wo der Regen mich mit Freuden empfängt. Er treibt mich vor sich her über die Wiesen. Ich reagiere mittlerweile trotzig. Ziehe die Kapuze meiner Outdoorjacke an, ziehe sie wieder ab, mir doch egal. Da die Brille auch ständig beschlagen ist, übersehe ich natürlich auch die nächste Abzweigung. Da ich im reinen Durchhaltemodus bin, fällt mir das diesmal auch erst relativ spät auf. Auch egal, wieder ein ganzes Stück zurück.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Ein kleines Versprechen auf Erlösung: Noch einmal die Sonne (Foto: H.-J. Schneider)

Ein kleines Versprechen auf Erlösung: Noch einmal die Sonne (Foto: H.-J. Schneider)

 

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Auch über der Kuppe spannt sich noch einmal blauer Himmel (Foto: H.-J. Schneider)

Auch über der Kuppe spannt sich noch einmal blauer Himmel (Foto: H.-J. Schneider)

Und da bricht plötzlich wieder die Sonne hervor. Allerdings stehe ich just in diesem Augenblick wieder am Waldrand, tauche ein in den Wald. Hab also nicht soviel von der Sonne, außer dem Versprechen, dass es mal für eine Zeitlang nicht regnen wird. Jetzt geht es bergab, bergab, bergab. Und das ist wieder besonders tückisch. Wiederholt rutscht mein Fuß ab, aber immerhin, ich lege mich nicht mehr lang. Die Belohnung dafür ist nun ein weiteres Schmankerl (ich habe etliche ausgelassen, es waren so viele).

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Doch schon schluckt mich wieder der Wald (Foto: H.-J. Schneider)

Doch schon schluckt mich wieder der Wald (Foto: H.-J. Schneider)

Von dem absteigenden Waldweg biegt der Kupfer-Jaspis-Pfad wieder nach links in den Wald und bleibt jetzt für etliche Kilometer am Rand oberhalb des Hosenbaches. Und der hat es jetzt nach dem vielen Regen wirklich in sich. Hier heißt es nun besonders aufpassen. Auch hier liegt das Laub in mehreren Schichten. Wenn ich hier ausrutsche und die Böschung hinabstürze? Es sind an manchen Stellen bestimmt sechs, sieben Meter, die es steil hinab geht, und dort unten tost der Hosenbach in seinem steinigen Bett.

Hier steht ein Bild mit dem Titel: Auch sowas nennt man im Hunsrück Wald (Foto: H.-J. Schneider)

Auch sowas nennt man im Hunsrück Wald (Foto: H.-J. Schneider)

Kilometer für Kilometer fresse ich jetzt, spüre nur noch die müden Knochen, die schweren Beine. Die Hose trocknet schnell, die Multifunktionsbekleidung gar nicht. Fast ärgere ich mich über jeden Schlenker, den der Pfad in den Wald hinein macht. Warum nicht einfach mal auf dem Waldweg bleiben. Nach vielen, vielen (gefühlten) Stunden führt der Weg allmählich weg vom Hosenbach, verläuft aber anfänglich noch immer im Tal. Noch einmal eine Schleife durch den Wald, wieder zurück auf den Weg, dann geht es plötzlich nach links ab, steiler bergauf.  Endlich lichtet sich der Wald, es geht im Sonnenschein hinauf auf die (hoffentlich) letzte Höhe. Die ersten Menschen (außer der Hundetruppe) begegnen mir heute auf dem Pfad. Auf der Kuppe geht es noch einmal in den Wald, in einer weiteren Schleife dann wieder quer hindurch, wieder raus auf die Hochfläche, wieder rein in den Wald, endlich bergab und endlich, endlich liegt Niederwörresbach wieder vor mir.

Im Auto habe ich Gott sei Dank trockene Klamotten, ich ziehe mich noch auf dem Parkplatz um (nur oben rum) und wechsele natürlich die Schuhe. Geschafft, aber glücklich beende ich eine anstrengende Tour.

Mein Fazit: Trotz der Anstrengung, trotz der vielen Ausrutscher, trotz des widrigen Klimas: Der Kupfer-Jaspis-Pfad gehört in die allererste Kategorie. Nie habe ich die Großartigkeit und die Vielseitigkeit der Hunsrück-Landschaft intensiver empfunden als hier auf diesem Weg. Aber (es gibt immer ein kleines Aber). Ein bisschen weniger wäre vielleicht mehr gewesen. Der x-te Schlenker  durch den Wald ist dann irgendwann einer zu viel. Mit 17 oder 18 Kilometern wäre der Pfad auch für Normalwanderer  interessant; ich habe mit etlichen Leuten vor und nach der Tour gesprochen. Zwanzig Kilometer, das schreckt viele ab. Noch einmal: Der Kupfer-Jaspis-Pfad gehört ganz an die Spitze unter Deutschlands schönsten Wanderwegen. Im kommenden Frühjahr werde ich die Tour bestimmt noch einmal machen. Dann hoffentlich bei klarem Wetter. (Diese und andere Tourenbeschreibungen findet ihr auch auf: www.anderswandern.de)

Link zur Toureninformation im Tourenplaner Rheinland-Pfalz





11 Kommentare »

  1. Norbert
    Norbert — 29. November 2013 @ 12:36

    Hallo Achim,
    eine schöne Beschreibung, da wäre ich gerne dabei gewesen, nicht nur weil es eine tolle Tour durch die alte Heimat gewesen wäre, verbunden mit vielen Erinnerungen, sondern auch um meiner Kamera mal die Freude zu gönnen, dich auf allen vieren im Matsch und Schlamm aufnehmen zu können. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Gruß
    Norbert

  2. Thomas
    Thomas — 3. Januar 2014 @ 23:01

    Hallo Hans Joachim ,
    im frühsten Frühjahr 2013 bin ich den Pfad auch gelaufen – bei eisigen Temperaturen mit erfrischendem Nordostwind – wie so oft auch noch spät dran . Hab es damals gerade noch vor der Dunkelheit zur Blechkiste geschafft – puh –.
    Schöner Bericht . Die Strecke ist wirklich jeden Schritt wert – ein Wanderweg der seines gleichen suchen muss .
    Schöne Wanderungen wünscht
    Thomas

  3. Hans-Joachim
    Hans-Joachim Schneider — 3. Januar 2014 @ 23:07

    Hallo Thomas, danke für Deinen Kommentar. Ja, diese Strecke ist wirklich einmalig. Man merkt, dass die Hunsrücker bei der Planung keine großen Rücksichten auf Jagdpächter oder andere Grundstückseigentümer nehmen mussten wie etwa die Planer des Ahrsteigs oder des Eifelsteigs. Die Hunsrücker haben einfach aus dem Vollen geschöpft.

    Auch Dir noch viele gute Wege

    Joachim

  4. Hunsrücker — 1. Juni 2014 @ 18:47

    Eine Anmerkung muss ich ja doch loswerden zum Thema „weniger wäre mehr“: Meine Frau und ich sind in den letzten fünf Tagen sieben der Traumschleifen im Raum Idar-Oberstein gelaufen und sind der Meinung „mehr wäre manchmal auch mehr“. Wanderwege unter 10 km empfinden wir (Alter: 50) nun einmal als Spazierwege. Und leider leider gibt es außer ‚Kupfer-Jaspis‘ kaum Traumsteige der Kategorie ’20 km‘. So liefen wir ‚Gräfin Loretta‘ und den ‚Nahe-Felsenweg‘ sowie die ‚Nohener-Nahe-Schleife‘ und den ‚Trauntal Höhenweg‘ an je einem Tag. Zwischendrin muss halt etwas gefahren werden, aber ne 12 km-Runde ist für einen Urlaubstag einfach zu wenig. ‚Kupfer-Jaspis‘ war keinesfalls zu kurz!

  5. Hans-Joachim
    Hans-Joachim — 1. Juni 2014 @ 21:25

    Liebe Hunsrücker, danke für die konstruktive Kritik. Ich finde es gut, dass es Leute wie euch gibt, die auch längere Strecken laufen. Eigentlich sind 18-20 km auch meine Durchschnittstrecken. Manchmal laufe ich auch 30 km oder mehr. Aber in die Kritik zur Tour fließt eben alles ein. So auch das Wetter. Und das hat mich an diesem Tag gebeutelt.

    Euch noch wunderschöne Touren, der Sommer fängt erst an.

    LG Joachim

  6. Elke — 31. August 2014 @ 17:09

    Hallo Joachim,

    auf der Suche nach einem Blogbericht zu dieser Traumschleife bin ich bei deinem Bericht gelandet, der mich sehr anspricht. Die Mühsal durchzuhalten ist richtig intensiv spürbar und so werde ich wohl noch einen Tag vergehen lassen, bevor Spike und ich diesen langen und sicher anspruchsvollen Weg gehen.
    Ausgeruht sollte man dann schon sein.
    Ich mag aber auch kürzere Wanderungen, weil sie mir ermöglichen besonders intensiv in der Natur zu sein. Rennen mag ich nämlich so garnicht 🙂

    Danke für deine schönen Eindrücke mit den herrlichen Herbstbildern

    Liebe Grüße aus Kirn sendet dir die Leverkusener Elke

  7. Matthias — 8. Oktober 2015 @ 08:09

    Bei dem ‚unheimlichen Kraut‘ handelt es sich meines Wissens nach um den stinkenden Nieswurz. Ob dies der richtige deutsche botanische Name ist, weiß ich nicht; bei uns heißt der jedenfalls so.

    Ich habe mehrere davon in meinem Garten. Die Pflanze ist den Winter über grün und blüht im zeitigen Frühjahr mit grüner (!) Blüte. Sie ist mit der Christrose verwandt.

    Warum sie stinkende Nieswurz heißt, wird klar, wenn man einmal an die Blüten riecht: Wenn sie blüht ist es meist noch so kalt, dass keine Bienen oder Hummeln fliegen. Deswegen lässt sie sich von Fliegen bestäuben. Die stehen halt eher auf Verwesungsgeruch.

  8. Hans-Joachim
    Hans-Joachim — 8. Oktober 2015 @ 14:48

    Hallo Matthias,

    was für eine Überraschung! Nach fast zwei Jahren bekomme ich eine Antwort auf meine Frage. Dafür ein ganz großes Dankeschön. Und Dir noch ganz viel Spaß bei Deinen Wanderungen.

    Liebe Grüße

    Joachim

  9. Jürgen Korth — 5. Oktober 2016 @ 13:45

    Da ich schon lange vorhabe, den Kupfer-Jaspis-Pfad zu erwandern, habe ich Deinen Bericht natürlich mit großem Interesse „verschlungen“. Daß es Dich 3-mal hingehauen hat, tut mir natürlich leid für Dich. Ein Tip von mir: aufmerksam wandern und nicht träumen !!! Dann haut’s Dich nicht hin, und Du läufst auch nicht an Markierungen vorbei ( so wie ich oft … ). Da ich seit 1.10.16 im Vorruhestand bin, will ich noch mehr wandern als bisher – auch den Kupfer-Jaspis-Pfad. Der macht mir ob seiner Länge doch etwas Sorgen. Aber da ich nicht jünger werde, heißt es: Watt mutt, datt mutt !!! Es ist leider schwer, unter den permanent fernsehglotzenden und autofahrenden Zeitgenossen einen Mitwanderer zu finden. Generell werde ich gefragt, wenn ich sage ich wandere: Ham’se Dir den Führerschein abgenommen ??? Was soll man da noch sagen ??? In diesem Sinne: Viel Glück und permanent regenfreie Tage auf allen Deinen Wegen !!!

  10. Hans-Joachim
    Hans-Joachim — 6. Oktober 2016 @ 18:45

    Lieber Jürgen, erst einmal ganz herzlichen Dank für Deinen Tipp, bei meinen Wanderungen nicht so zu träumen. Dass könnte helfen. Tatsächlich rutsche ich schon mal aus, wenn ich in Gedanken abschweife. Aber an diesem Tag waren es andere Gründe. Der Boden war feucht, darüber lag eine frische Schicht Blätter und dann hat es darauf noch einmal geregnet. Alles in allem eine sehr schlüpfrige Angelegenheit. Bisher bin ich bei all meinen Wanderungen höchsten dreimal auf die Fr…. geflogen, aber an diesem Tag war der Wurm drin.

    Dir wünsche ich viel Spaß auf diesem wunderbaren Pfad. Im Herbst ist er besonders schön. Aber eine Warnung möchte ich aussprechen: Pass auf, falls es bei Deiner Wanderung regnet, dann träume nicht vor Dich hin.

    Alles Liebe

    Joachim

  11. Jürgen Korth — 4. November 2016 @ 16:29

    Geschafft !!! Am 28. Oktober habe ich bei allerschönstem Wetter nach einer 85-km-Anfahrt den Kupfer-Jaspis-Pfad erwandert !!! In meinem ganzen Leben war ich noch nie so kaputt nach einer Wanderung. Ehrlich gesagt war das eine üble Schinderei – trotz der schönen Landschaft. Das permanente Auf und Ab hat mich fast verzweifeln lassen. Aber jetzt bin ich doch froh, daß ich es noch vor dem Winter geschafft habe !!!

    Gruß / und alles Gute für die Zukunft

    Jürgen

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