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Karin von: am: 23.10.2013
Karin Autor(in):    |   23. Okt 2013   |    Kategorie: Fernwanderwege, Mosel-Saar, Moselsteig, Regionen, Rheinland-Pfalz, Saarland,

Nicht anfassen, nur gucken! Auf dem unmarkierten Moselsteig (Obermosel)

Hübsche Landschaft der Obermosel

Hübsche Landschaft der Obermosel

Seit dem mir mein Mosel-Kollege sagte, es gibt schon Tracks für den Moselsteig, bin ich neugierig geworden. Vergangenes Wochenende testete ich die ersten beiden Etappen – rund 40 km.

Das Auto wurde in Nittel am Bahnhof geparkt. Am frühen Morgen wurden wir hier mit einer schönen Stimmung begrüßt. Das nenne ich doch einen gelungenen Start!

Frühnebel bei Nittel  an der Mosel

Frühnebel bei Nittel an der Mosel

Mit der Bahn ging es 20 min. zum saarländischen Perl. Hier starteten wir mit Hilfe des Tracks die Tour- steigen mit Blick auf Schengen und das Dreiländereck auf den Hammelsberg. Eine zeitlang geht es entlang der deutsch-französischen Grenze, bevor wir dann in einem weiten Bogen um Perl Richtung Norden wandern. Das Handy meldet Roaming. Aber es gibt unterwegs genug Abwechslung 🙂

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Die Etappe von Perl nach Palzem ist mit 24 km zwar recht lang, ist aber aufgrund sanfter Wegeführung zum Einwandern geeignet. Vorbei an Wochern, Tettingem und Kreuzweiler bis nach Perl geht es mal rein in den Wald, mal am Waldrand, über Wiesen und durch Felder. Sehr abwechslungsreich und auch einige Pfade sind dabei. Nur die Mosel sieht man hier selten. 

Über Feld und Flur am Moselsteig

Dafür gibt es schöne Weitblicke über Wiesen und Äcker…

Panorama bei Tettingen - Moselsteig

Panorama bei Tettingen – Moselsteig

… und jede Menge Obstbäume!

Äpfel wie gemalt

Äpfel wie gemalt

Bei Palzem nähert sich der Moselsteig dann wieder der Mosel. Erneut meldet unser Handy Roaming und das bleibt auch den kompletten Abend und den nächsten Tag so. Denn auf der anderen Flußseite liegt Luxemburg. Aufgrund der langen Strecke und der kurzen Tage tauchen wir hier in die Abendsonne ein…

Wenn bei Palzem die rote Sonne versinkt...

Wenn bei Palzem die rote Sonne versinkt…

Wir quartieren uns im Rebehof ein – haben sozusagen noch eines der letzten Zimmer ergattert. Dort essen wir auch. Wir waren zufrieden mit uns und der Welt und ziehmlich k.o.

Am Morgen waren wir um 9 Uhr wieder unterwegs. Welch´ herrliche Morgenstimmung!

Naturerlebnis - Frühnebel

Naturerlebnis – Frühnebel

Von Palzem sind es rund 14 km bis Nittel. Das ist ja ein Klacks! Höhenmeter moderat. Wir staunen über die hübschen Ortsnamen „Helfant“, „Wincheringen“ und „Rehlingen“. Wie im Märchen. Oder im Schlaraffenland?

Weintrauben - nicht anfassen, nur gucken!

Weintrauben – nicht anfassen, nur gucken!

Und ehrlich gesagt haben wir nicht mit soviel „Landwirtschaft“ an der Obermosel gerechnet – muhh!

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Endlich kommt auch die Mosel wieder in unser Blickfeld.

Moselblick bei Rehlingen
Doch bevor wir inhab nach Nittel steigen, wuseln wir uns durch das Dickicht bei Köllig. Der Weg ist hier noch nicht freigeschnitten, die Stufen der Treppen marode und alles sehr rutschig. Dafür gerlangen wir in eine Art Dschungel – urwaldartig mit herum liegenden Bäumen und Lianen von den Büschen. Sehr sehenswert, aber…
Tolle Pilze im Moselsteig-Urwald

 

… besser warten, bis der Steig eröffnet ist. Man kann auch „oben“ den Asphaltweg weiter laufen und kommt dann nach 1 km wieder auf die Steigtrasse. Ach ja- die Etappe verläuft relativ viel über Asphalt und macht auch einige Schlenker. Dafür kommt man dann auch entsprechend schnell voran.

Obermosel: Nittel im Blick

Obermosel: Nittel im Blick

Bevor wir zu unserem geparkten Auto gelangen, dürfen wir nochmal die Weinberge bewundern. Weiße Reben, rote Reben, geerntete Reben, volle Reben…. alles dabei! Jeder Winzer macht es nach seiner Kunst!

Reben im Moseltal

Reben im Moseltal

Wir Wanderer auch… drum wünsche ich Euch viel Spaß beim Erkunden des Moselsteigs, wo man gerade vor ein paar Tagen mit der Markierungsarbeit begonnen hat. Ab April 2014 ist er dann vollständig markiert und beschildert.

Hier gibt es das Wanderbuch mit den Tracks zum Download.





7 Kommentare »

  1. Flori — 24. Oktober 2013 @ 11:33

    Hallo Karin,

    vielen Dank für dieses erste abgehen des Moselsteigs.
    Schön und informativ geschrieben. Die Bilder sind natürlich auch hervorragend und laden zum Wandern ein ;)!

    Sobald es meine kleine Familie und mich in die Mosel Gegend treibt, werden wir mit Sicherheit die Route in Betracht ziehen.

    Daher nochmals vielen Dank für deine Einschätzung und Impressionen ;)!

    Beste Grüße,
    Flori

  2. Jürgen aus Bornheim — 25. Oktober 2013 @ 10:04

    Hallo Karin,
    es freut mich sehr, dass ich nicht allein auf dem neuen, noch unmarkierten Moselsteig unterwegs bin, den ich ja in deiner Anweseheit bereits auf der Tour Natur mit einer Nadel versehen hatte. Ich habe am vergangenen Samstag allerdings am Ende des Steigs in Koblenz begonnen und bin die beiden letzten Etappen bis Kobern-Godorf gelaufen (21 KM). Ich bin von der Wegeführung, dem Abwechselungsreichtum und den Aussichtspunkten auf diesen Etappen restlos begeistert und hoffe, dass dies auf den restlichen 350 KM so bleibt.
    Alle die ähnliches planen sollten jedoch berücksichtigen, das ein Streckenabschnitt auf der vorletzten Etappe noch fast vollständig zugewachsen ist und daher lange Hosen und wasserfeste Schuhe Pflicht sind. Sollte die Planung des Moselsteigs – wie ich gehört habe – aus der Feder der Rheinsteigplaner stammen, so bin ich guten Mutes, dass ich noch viele tolle Stunden auf dem Moselsteig erleben werde.
    Viele Grüße Jürgen aus Bornheim

  3. Karin — 26. Oktober 2013 @ 14:56

    Hallo Jürgen
    hallo Flori,
    danke für die Kommentare. Ich werde mich sicher noch weitere Etappen ansehen. Die Landschaft ist wirklich sehr schön an der Mosel.
    Grüße von
    Karin

  4. hirtentrashel — 26. Oktober 2013 @ 20:25

    Eine Moselsteigstreckenführung, von wo aus der Fluss nicht zu sehen ist, scheint wohl nicht so dolle durchgeplant? Da wartet man wohl wirklich besser noch mit einer persönlichen „Erstbesteigung“.
    – War selbst voriges Jahr im Oberlaufbereich der Mosel auf französischer Seite unterwegs => und vom ländlichen Charme der Gegend einigermaßen angetan. Als Gegensatz wirkt der Blick ins Tal und gen Luxemburg mit den dortigen Industrie- u. Kraftwerkskulissen schon auch etwas bizarr.

  5. Karin — 27. Oktober 2013 @ 21:08

    Hallo Hirtentrashel,
    wir hatten bis auf wenige Blicke auf das Kernkraftwerk Catenom am Horizont keine Industrie gesehen.
    Die Wegeplaner haben sich sicher bemüht, eine schöne Wegeführung zu finden. die Obermosel ist landschaftlich anders als Mittelmosel und Untermosel. Hier ist das Tal sehr weit und die Hänge nicht so steil. Den ganzen Tag mit Moselblick zu wandern ist ja auch langweilg. Die Abwechslung machts. Ich lasse mich jedenfalls von den nächsten Etappen überraschen.
    Viele Grüße,
    Karin

  6. Jürgen aus Bornheim — 29. Oktober 2013 @ 14:51

    Die Etappe von Kobern-Gondorf bis Löf (ca.16 KM), die ich am vergangenen Samstag gegangen bin, ist bereits markiert und ohne GPS zu laufen. Sie steht den beiden ersten Etappen (von Koblenz aus gesehen) in kaum etwas nach. Die Streckenführung wechselt – wie bereits auf den ersten beiden Etappen – von einem Traumpfad auf den nächsten. Meine Begeisterung hält an.
    Viele Grüße
    Jürgen aus Bornheim

  7. Karin HB — 6. November 2013 @ 23:47

    Hallo Jürgen,
    habe Deine Notiz erst jetz gelesen… war etwas unerwegs – nicht immer mit Webanschluss.
    Das klingt gut – ist nicht soweit von meiner Heimat entfernt und kann ich hoffentlich dieses Jahr nochmal einflechten, wenn das derzeitige Tief HORST (oder andere) nicht zuviel Wasser ablässt.
    Liebe Grüße,
    Karin

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