Artikel suchen nach:

Archiv

  • 2016 (11)
  • 2015 (58)
  • 2014 (51)
  • 2013 (64)
  • 2012 (86)
  • 2011 (59)
  • 2010 (37)
  • 2009 (45)
  • 2008 (53)
Hol‘ Dir kostenlos die Rheinland-Pfalz Touren-App
Karin von: am: 23.08.2013
Karin Autor(in):    |   23. Aug 2013   |    Kategorie: Fernwanderwege, Hessen, Lahntal, Lahnwanderweg, Rheinland-Pfalz,

Mittelalter erwandern (Teil 2) – Lahnwanderweg von Weilburg nach Diez

Jawoll -die Rucksacktour am Lahnwanderweg  in diesem Heiß-Sommer ging weiter (wohlgemerkt trugen wir all unsere Habe permanent auf unserem Rücken). Teil 1 unserer Tourenbeschreibung findet Ihr hier .

Lahn-Berührung bei Weilburg

Lahn-Berührung bei Weilburg

Nachdem wir in Weilburg die Nacht verbracht hatten, frühstückten wir erstmal in Ruhe  und zwar sehr skuril und doch cool direkt an den Bahngleisen der Lahntalbahn im Hotel „Lahnbahnhof“ – ein neues Hotel in einem alten Bahnhofsgebäude. Ihr erinnert Euch vielleicht an meinen letzten Beitrag: Die Lahntalbahn „schnurrt“ nur. Also gibt es keinen Stress mit Lärm.

 

Frühstück am Bahngleis

Frühstück am Bahngleis

Die nächsten beiden Tage organisierten wir folgendermaßen: Wir wanderten die offiziellen Etappen 13, 14 und 15 in nur zwei Tagen, à je ca. 23 km. Und da wir Weilburg so „lieb“ gewonnen hatten, blieben wir einfach noch eine weitere Nacht im Hotel und nutzten die schnurrende Lahntalbahn, um vom heutigen Etappenende Arfurt zurück zufahren. Am nächsten Tag sind wir genau dorthin wieder mit der Bahn gefahren und haben dort unsre Wanderung begonnen. Alles easy hier im Lahntal!

Idyllischer Lahnwanderweg bei Weilburg

Idyllischer Lahnwanderweg bei Weilburg

 

Das Bild zeigt es – die Etappe startet idyllisch entlang der  Lahn, dann geht es steil hinauf und schon hat man einen schönen Ausblick auf Weilburg. Ab dann gehen wir erstmal durch hübsche Wester-Wälder und entlang von Feldern. Über längere Zeit sieht man den Fluß und auch das Tal nicht mehr.

Über Felder im Westerwald

Über Felder im Westerwald

 Aber das macht nichts. Der Weg ist auch ohne Augenkontakt zur Lahn erlebnisreich.  Und wenn sie dann wieder in den Blick kommt, ist sie um so schöner :-)

Entlang der Lahn bei Aumenau

Entlang der Lahn bei Aumenau

Wir passierten Falkenbach und Aumenau und gelangten kurz vor unserem Etappenziel Arfurt erstmal wieder – na?  Genau: In einen hammerharten Gewitterregen!!! Genau eine Viertelstunde, bevor wir am Ziel waren. Wieder mußten Goretex und Co. hinhalten und mein „Wandermann“ hatte den Schirm ganz schnell wieder eingepackt…. der half da auch nicht weiter.

 

Der Schirm reichte nicht aus....Gewitter am Lahnwanderweg

Der Schirm reichte nicht aus….Gewitter am Lahnwanderweg

 

Ab Arfurt (besteht hier nur aus einem  Bahnhofsgebäude, der eigentliche Ort ist auf der Höhe) fuhren wir mit der Bahn zurück nach Weilburg und am Folgetag das Ganze wieder umgekehrt (jeweils 20 min. Fahrt). Witzig war, dass die Schaffnerinnen sich nicht über die Tarifzonen einig waren. Auf dem einen Weg zahlten wir 4,20 € , auf dem anderen 2,80 €. Was  soll man dazu sagen?

Einer neuer Tag -eine neue Etappe! Los ging es bei gutem Wetter. Uns erwarteten rund 22 km bis nach Limburg.

Der Weg begeisterte uns bald mit einer schönen Aussichtskanzel bei Villmar. Unten beobachteten wir wieder die fleißigen Paddler und Kanuten.

Blick auf die Lahn bei Villmar

Blick auf die Lahn bei Villmar

 20130730_143743

Wir genossen den Weg, und das hübsche Villmar schauten wir uns nur ganz flott an, weil wir ja gerade erst gestartet waren. Dafür verweilten wir etwas länger in Runkel, das wir über die historische Brücke aus dem 15 Jh. erreichten. Mit seiner imposanten Burganlage, die man besichtigen kann und den verwinkelten Sträßchen ist es echt ein weiteres kutlurelles Highlight am Lahnwanderweg. Kurz unterhalb der Burg gibt es eine kleine Konditorei, wo wir uns stärkten.

Runkel an der Lahn mit Burg

Runkel an der Lahn mit Burg

Den Ort verließen wir zunächst wieder entlang der Lahn im Offenland. Später querten wir ein Waldgebiet bei Eschhofen und schauten auf die überdimensional wirkende Kirche von Dietkirchen.

Kirche von Dietkirchen

Kirche von Dietkirchen

Bei dem Foto ahnt Ihr es schon — ja– wieder war Gewitter im Anmarsch. Aber wir haderten nicht und gingen konzentriert weiter- stets den roten LW-Zeichen folgend.

Nach dem wir die ICE-Bahntasse und Autobahn unterquert hatten, erspähten wir ihn – den Limburger Dom.

 

Skyline von Limburg

Skyline von Limburg

 

Und nun starteten wir unseren Endspurt. Kaum zu glauben, wie naturnah der Wanderweg direkt bis zum Dom führt. An einem Lahnuferpfad entlang und später über ein paar geteerte Fußwege landeten wir erstmal an der Mühle am Fuß des Dombergs. Hier kann man sich im Biergarten erfrischen. Wenig später steht man direkt vor dem Dom und darf staunen.

Dom zu Limburg an der Lahn

Dom zu Limburg an der Lahn

Wir genossen in Ruhe einen Rundgang in der Altstadt, mit seinen vielen Restaurants und Fachwerkhäusern und ließen den Tag so zufrieden ausklingen.

Fachwerk in Limurg an der Lahn

Fachwerk in Limurg an der Lahn

20130730_202910

 

Mit dem Hotelangebot in Limburg waren wir nicht so wirklich zufrieden. Entweder hatten die Häuser zuviele oder zuwenige Sterne oder lagen zu weit weg vom Zentrum. Ein richtiges Wanderhotel hatten wir nicht gefunden. Deshalb frühstückten wir auch nicht im Hotel sondern in einem Café in der Fußgängerzone und starteten als dann unsere letzte Etappe. „Gemütliche“ 14 km sollten es werden. Es stellte sich dann aber wegen der zu bewätigenden Höhenmeter bis Baldiunstein als durchaus anstrengende Etappe heraus. Außerdem warteten noch ganz andere Gefahren auf uns….

Ohje--- da müssen wir rüber!

Ohje— da müssen wir rüber!

Nachdem wir dieses Abenteuer geschafft hatten, folgten ein paar schöne Abschnitte über Auenwiesen und Ackerland. Stellenweise musste ich allerdings wegen des „Dufts“ aus frisch gedungten Feldern gegen Brechreiz ankämpfen. Es war halt sehr, sehr warm und da kamem die „Duftstoffe“ noch mehr zur Wirkung.

 

 

Wiesenwege zwischen Limburg und Diez
Wiesenwege zwischen Limburg und Diez

 

Und schon waren wir in Diez, das wieder über eine prächtige Burg verfügt, in der die Jugendherberge beheimatet ist.

Burg Diez im Lahntal

Burg Diez im Lahntal

Wieder trafen wir hier  auf soviele schöne Gassen und Fachwerkhäuser und spätestens jetzt wurde der Lahnwanderweg für mich wirklich ein Sinnbild für einen Mittelalter-Weg.

Mittelalterliches Diez

Mittelalterliches Diez

 

Nur schwer konnten wir uns von Diez trennen und marschierten um so zügiger in Richtung Fachingen, das bekannt ist für sein Mineralwasser. Als Wanderer kommt man sogar am alten Förderstollen der Quelle direkt vorbei. Ab dann ist es übrigens Schluss mit lustig: Auf den nächsten 8 Kilometerm galt es, einige An- und Abstiege zubewältigen. 

Im Zick-Zack-Kurs ging es steil hinauf und später im Wald auf zum Teil sehr schmalen Pfaden immer auf der Hangkante entlang, wobei die Lahn wieder mal gar nicht richtig zu sehen war. Ab und zu hatten wir Weitsichten wir diese.

Weitsicht am Lahnwanderweg

Weitsicht am Lahnwanderweg

Ein prächtiger Ausblick bot sich von der Franzosenley mit Aussichtskanzel sowie unmittelbar vor Etappenende bei Balduinstein.

Blick auf die Lahn bei Balduinstein

Blick auf die Lahn bei Balduinstein

Zufrieden kamen wir in Balduinstein an und nutzten die kurze Wartezeit auf den Zug  mit der Einkehr in einem bahnhofsnahen Betrieb. Radler und Weinschorle. Ist  ja klar. Dort trafen wir übrigens Wanderer, die gerade angekommen waren und ab morgen den Lahnwanderweg erwandern. So konnten wir wunderbar fachsimpeln.

Zusammenfassung:

Auch dieser Teil des „LaWa “ birgt einige Überraschungen. Die hübschen Orte, Aussichten und die abwechslungsreichen Wege lassen keine Langeweile aufkommen. Eine gesunde Mischung aus Natur und Kultur!

Hier ist nochmal der Link zu den Etappen des Lahnwanderwegs. 

Man kann auch Wandertouren mit Gepäcktransfer buchen. Das ist etwas entspannter und leichter auf dem Rücken. Hier geht es z. B. zu den Angeboten von Kleins Wanderreisen.

 





4 Kommentare »

  1. tom — 28. August 2013 @ 14:25

    Wusste nich das wir in Deutschland noch so schöne unberührte Flecken haben. Ein schöner Artikel. :)

    Gruß Tom

  2. Wanderreporterin Karin — 28. August 2013 @ 14:32

    Hallo Tom,
    ja… davon gibt es sooooviele! Man sieht sie halt im Auto nicht so oft, da muss man halt zu Fuß los :-)

  3. Flori — 2. Dezember 2013 @ 12:21

    Hallo Karin,

    ein wirklich sehr sehr schöner Artikel. Wie Tom schon erwähnt hat. Die Natur ist echt prachtvoll. Wie war Eure Tour?

    Gruß

    Flori

  4. Karin HB — 2. Dezember 2013 @ 12:41

    Hallo Flori,
    ja die Tour war schön…. hab ich doch aber im Artikel alles geschrieben! Einfach mal lesen….
    Gruß, Karin

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Schreib einen Kommentar

CAPTCHA-Bild
*