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Karin von: am: 13.08.2013
Karin Autor(in):    |   13. Aug 2013   |    Kategorie: Fernwanderwege, Hessen, Lahntal, Lahnwanderweg, Rheinland-Pfalz,

Mittelalter erwandern (Teil 1)- auf dem Lahnwanderweg von Wetzlar nach Weilburg

Unsere diesjährige Sommerwanderung mit Rucksack führte uns nach Hessen – in das Lahntal. Es war heiß, und zwar sehr. Ab und zu gab es mal ein Gewitter. Aber vor allem waren es fünf spannende Tage auf dem Lahnwanderweg, der hier durch wunderschöne Fachwerkorte führt. In zwei Teilen werde ich dazu berichten.

 

Fachwerk - Lahnwanderweg

Das Mittelalter grüßt überall

Nach Wetzlar fährt man am besten mit der Lahntalbahn, die leise durch das Tal surrt und alle Orte miteinander verbindet. Sofort ist man mitten in der Fußgängerzone, die vor ein paar Jahren Dank „Hessentag“ neu gestaltet wurde.

Auf der Lahnbrücke von Wetzlar

Wenig später gelangt man an die Lahnbrücke, über die man die pittoresque Altstadt erreicht.

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Da wir am Abend anreisten, genossen wir ein leckeres Abendessen am Domplatz und im Anschluß besuchten wir das Weinfest, das bei dem tollen Wetter Tausende anzog.

Idyllisch sitzt man am Domplatz  von Wetzlar

Idyllisch sitzt man am Domplatz von Wetzlar

 

Am nächsten Tag ließen wir es daher gemütlich angehen :-) und brachen erst gegen Mittag, nach einem ausführlichen Frühstück auf.  Außentemperatur 37 ° C. Unser Käsebrötchen schmolz, bevor wir es vernichten konnten. Auch die Schokorcreme glich eher einer Flüssigglasur.

 

Durch heiße Kornfelder

Durch heiße Kornfelder

Unser heutiges Ziel – Braunfels– lag zum Glück nur rund 14 km entfernt. Der Weg ist gut markiert und  es geht immer den Wegweisern nach, die wir ja schon von den Prädikatswegen aus Rheinland-Pfalz kennen.

Markierungsbaum

Markierungsbaum

 

Wegweiser am Lahnwanderweg

Wegweiser am Lahnwanderweg

 

Gott sei Dank ging es oft durch Wald, der uns genug Schatten spendete. Der Sahara-Wind war auch angenehm, so wie am Mittelmeer.

Über erfrischende Waldpfade

Über erfrischende Waldpfade

Nach der halbtägigen Tour auf schönen Pfaden und Waldwegen statteten wir in voller Montur erstmal dem Freibad mit seinen kühlen – nein eiskalten Duschen – einen Besuch ab, bevor wir uns die letzten Höhenmeter hinauf Richtung Schloß kämpften.

Schloß Braunfels - in Fachwerk eingebettet

Schloß Braunfels – in Fachwerk eingebettet

 

Im Innenhof von Schloß Braunfels

Im Innenhof von Schloß Braunfels

 

Braunfels ist ein kleiner, aber absolut sehenswerter Ort hoch im Taunus mit Schloß, viel Fachwerk und einigen Unterkünften sowie Restaurants, wo wir einen der lauesten Sommernächte in diesem Sommer mit Trägershirt und kurzen Hosen bis früh am Morgen genossen. Denn an Schlafen im Südseitenzimmer des Gasthofs war bei der Hitze nicht zu denken. 

Am Marktplatz von Braunfels

Am Marktplatz von Braunfels

 

Stadtmauer und Fachwerk von Braunfels

Stadtmauer und Fachwerk von Braunfels

 

Braunfels - geplegte Fachwerkhäuser

Braunfels – geplegte Fachwerkhäuser

 

In der Nacht gab es das erste Gewitter und etwas Abkühlung. Auch am nächsten Tag wurden wir immer wieder von Gewitter erfrischt. Wir können fast sagen, dass es wohltuend war. Allerdings ist Wandern im Gewitter auch nicht so ohne. Schließlich hält nicht jeder Baum dem Sturm Stand und oft genug lagen einige Äste und Stämmme quer über dem Weg. Da werden in den nächsten Tagen einige Aufräumarbeiten fällig.

Sturmschaden am Weg

Sturmschaden am Weg

 

Dennoch genossen wir die rund 20 km von Braunfels nach Weilburg, weil es sehr abwechslungsreich war. Wälder, Aussichten, Wiesen, Ruhe, Ruhe, Ruhe.

Pfadreicher Waldabschnitt

Pfadreicher Waldabschnitt

 

Der Große Weiher - ein Vogelparadies

Der Große Weiher – ein Vogelparadies

 

Lichter Buchenwald

Lichter Buchenwald

 

Unterwegs statteten wir der Kristallhöhe Kubach einen Besuch ab. Echt sehenswert!  Rund 500 Stufen muss man hinunter steigen und kann schöne Kalkkristallformen bewundern. Das ist nichts für Herzschwache!

Führung in der Kubacher Kristallhöhle

Führung in der Kubacher Kristallhöhle

Nach diesem Erlebnis beeilten wir uns dann doch, nach Weilburg zu kommen, denn das nächste Gewitter war im Anmarsch. Leider hat es uns dann doch – so ein Mist – kurz vor dem Ziel erwischt und unsere Regenausrüstung wurde bis auf die letzte Naht getestet. Und in Weilburg schien dann wieder die Sonne, als ob nix gewesen wäre …

Burg in Weilburg

Burg in Weilburg

In Weilburg werden wir wieder mit einer schönen Altstadt begrüßt und einem riesigen barocken Schloß, das eine steile Mauer umringt, die manchmal bis hinunter zur Lahn reicht.

Fachwerkgassen in Weilburg

Fachwerkgassen in Weilburg

 

Das Weilburger Schloss

Das Weilburger Schloss

 

Schlossmauer Weilburg

Schlossmauer Weilburg

Hier ist übrigens auch ein beliebter Ort, um sich Kanus zu leihen. Denn die Lahn ist auf fast 150 km schiffbar und demnach auch mit dem Kanu zu nutzen. Überall sind uns die fleißigen Paddler begegnet. Muss ein Riesenspaß sein!

Wir bezogen das Hotel Lahnbahnhof,  duschten erstmal und genossen dann den lauen Abend bei einem guten Essen.

Zusammenfassung- Teil 1:

Der Lahnwanderweg von Wetzlar nach Weilburg ist auf jeden Fall ein Weg für Kulturliebhaber, die Städtchen mit mittelalterlicher Bausubstanz lieben. Auch der Weg selbst ist sehr schön, weil abwechslungsreich und mit viel Naturwegen. Auch wenn die Landschaft und das Tal nicht spektakulär sind, bietet der Weg für Genußwanderer, die wenig Aufstiege mögen, ein tolles Angebot.

Teil 2 von Weilburg nach Diez folgt bald….

Zum Weiterlesen:

Blogbeitrag zum Lahnwanderwegs bei Lahnstein: http://www.wanderreporter.de/2011/06/30/lahnwanderweg-meets-rheinsteig/

Blogbeitrag zur Eröffnung des Lahnwanderwegs in 2012: http://www.wanderreporter.de/2012/09/15/lahnwanderweg-komplett-eroffnet/

 

 





2 Kommentare »

  1. Norbert
    noschneider — 14. August 2013 @ 07:07

    Hi Karin,
    das war also die Tour, auf die du schon in deinem Kommentar zu unserer 35 Grad Wanderung hingewiesen hattest. Sehr schön. Ich kenne das Eck Wetzlar – Weilburg ganz gut, allerdings nur vom Fahrersitz eines PKW’s aus, weil ich mal in Wetzlar gearbeitet habe. Aber nach deinem Bericht, kann ich mir gut vorstellen, die Gegend auch mal zu Fuß zu erkunden. Danke für die schöne Beschreibung eurer Tour.

    Gruß
    No

  2. Wanderreporterin Karin — 14. August 2013 @ 10:50

    Hallo Norbert,
    ja es war echt heiß – aber diese Tour meinte ich nicht sondern die Tour letzten Sommer an den Rheinsteig.

    http://www.wanderreporter.de/2012/08/22/the-heat-is-on-mittelmeer-am-mittelrhein/
    Gruß, Karin

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