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Hans-Joachim von: am: 3.07.2013
Hans-Joachim Autor(in):    |   3. Jul 2013   |    Kategorie: Eifel, Fachsimpeln, Nordrhein-Westfalen,

Fasten und Wandern, geht das? Ein Selbstversuch

Kann man Wandern gehen, während man fastet? Natürlich geht das, man braucht nur im Web danach zu suchen, es gibt eine ganze Menge Angebote. Aber, da es mir die Woche über körperlich nicht so gut ging, habe ich am Donnerstag beschlossen, die nächsten drei Tage zu fasten. Ich will es also an mir selbst ausprobieren. Nun steht mir seit drei Wochen ständig die Tomburg bei Rheinbach vor meinem inneren Auge. Und am Samstag ist der ideale Tag für diese Tour.

Der erste Fastentag am vorangegangenen Freitag verläuft (fast) reibungslos. Am Nachmittag meldet sich der Kopf mit Schmerzen wegen des fehlenden Kaffees. Ich mache den Fehler und gehe ins Café, wo es immer auch einen leckeren Kuchen gibt. Da kann ich natürlich nicht widerstehen. Also: erster Fastentag – ein klein wenig gesündigt, aber die Kopfschmerzen sind weg.

Am Samstag werde ich früh wach, ich fühle mich fit. Aber ich muss dagegen ankämpfen, in den normalen Rhythmus zu verfallen, heute fällt das Frühstück aus. Dann noch Einkaufen für die Tage nach dem Fasten. Um 10 Uhr dann rein ins Auto und ab nach Rheinbach. Ich habe mir eine mittellange Strecke (16 km) ausgesucht, denn ich will mich weder unter- noch überfordern.

Die Wanderung gehe ich zügig an, zwischendurch meldet sich aber dann wieder der Kopf. Ist es die Sonne oder ist es wieder der fehlende Kaffee? Die Frage werde ich mich später beantworten. Nach etwas mehr als einer Stunde bin ich auf der Tomburg, von der viele Rheinbacher behaupten, sie habe ein magisches Flair – vor allem nachts. Nun, es ist nicht Nacht und mit den (leichten) Kopfschmerzen bekomme ich auch von dem Flair nicht viel mit. Auf der Tomburg sind heute nur Pärchen unterwegs. Ich scheine der einzige zu sein, der solo geht.

Hier sollte eigentlich ein Bild der Tomburg zu sehen sein.

Geographischer Höhepunkt der Fastenwanderung: die Tomburg

Weiter geht es über den Wolfsberg, vorbei an der Wolfsberg-Schutzhütte, dann mehr oder weniger parallel zum Kapellchensbach hinunter nach Merzbach, von dort noch hinauf zum Beuelskopf, auf dem ehemals ein hölzener Aussichtsturm stand, dann nur noch eine halbe Stunde durch den Forst, vorbei an den Resten des ehemaligen Munitionslagers, und schon bin ich wieder in Rheinbach am Freizeitbad, wo ich morgens mein Auto abgestellt habe.

Nach knapp 16 km in genau drei Stunden habe ich die Tour hinter mir, keine Schwächeanfälle, alles ist gut.

Im von der Sonne aufgeheizten Auto geht es zurück nach Köln, unterwegs spüre ich dann eine leichte Müdigkeit. In Köln dann als erstes ins Café, heute aber ohne Kuchen. Den Kaffee werden mir sicher alle Fastenpäpste verzeihen. Vor allem: Wieder sind die Kopfschmerzen nach einer halben Stunde wie weggeblasen. Zuhause dann noch in die heiße Badewanne, danach kurz ausruhen. Aber: Wieso bin ich nach dem Weleda Entspannungsbad immer so aufgedreht?

Fazit des Selbstversuches: Alles prima. Fasten und Wandern geht gut zusammen, man sollte allerdings ein wenig Erfahrung mit Fasten mitbringen, um nicht von unerwarteten körperlichen Reaktionen überrascht zu werden.

Kleiner Nachtrag zum Fastenwochenende mit Wandern:

Das Fastenbrechen fand am Sonntagnachmittag in Mayschoß beim Entenrennen mit einem Glas Blanc de Noir von der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr statt. Danach unkontrollierter Genuss der reichlich angebotenen Leckereien wie Kaffee und Kuchen, danach Spießbraten (in genau dieser Reihenfolge). Ist mir sehr gut bekommen.

 





5 Kommentare »

  1. Robert — 29. Juli 2013 @ 12:59

    Respekt für deine Fasten-Wander-Tour! Habe das selber mal ausprobiert, nach einer Stunde wandern im absoluten Fasten-Hoch kam allerdings ein schreckliches Tief. War schon im 3. Fastentag und hätte vermutlich etwas anders an die Sache herangehen sollen.

  2. Hans-Joachim
    Hans-Joachim — 29. Juli 2013 @ 16:21

    Lieber Robert, danke für Deinen Kommentar. Ich frage mich, wieviel Erfahrung Du mit Fasten hast. Man kann den Körper daran gewöhnen. Das heißt nun nicht, dass ich regelmäßig tage- oder wochenlang faste, manchmal ist es nur ein einziger Tag, weil ich mich mal gerade nicht so wohl fühle, aber dadurch gewöhnt sich der Körper daran und hat es leichter mit der Umstellung. Bei meinem ersten mehrtägigen Fastenversuch hing ich erst einmal fast vier Tage durch, mir war schlecht, ich fühlte mich schwach. Erst danach kam das von Dir beschriebene Fastenhoch. Aber damals kam ich nicht auf die Idee Wandern zu gehen. Für Deine eventuellen weiteren Versuche wünsche ich Dir viel Glück.

    Schöne Grüße aus Köln

    Joachim

  3. Robert — 30. Juli 2013 @ 13:51

    Tatsächlich habe ich erst zweimal gefastet. Das Wandererlebnis war auch das zweite Mal. Da mein erstes Fasten eine sehr positive Erfahrung war, hab ich mich wohl etwas zu weit vor gewagt. Werde es aber auf jeden Fall wieder machen!

  4. Jeanette — 19. März 2015 @ 13:04

    Hallo Robert,

    passend zu deinen Erfahrungen und Herausforderungen in punkto Fasten finden sich auf dem IchZeit-Blog auch Tipps und Ratgeber. Schau mal hier: http://blog.ichzeit.info/2015/03/18/fruehling-wenn-die-lebensgeister-wieder-erwachen/

    Viele Grüße
    Jeanette

  5. Jeanette — 19. März 2015 @ 13:05

    Hallo Robert,

    passend zu deinen Erfahrungen und Herausforderungen in punkto Fasten finden sich auf dem IchZeit-Blog auch Tipps und Ratgeber. Schau mal hier: http://blog.ichzeit.info/2014/09/09/heilfasten-allein-mit-deinem-koerper/

    Viele Grüße
    Jeanette

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