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Hans-Joachim von: am: 19.06.2013
Hans-Joachim Autor(in):    |   19. Jun 2013   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Regionen,

Mein erstes Mal

Pfingstsonntag, ich »führe« zum ersten Mal eine Wandergruppe im Ahrtal. Die Wettervorhersage meint es nicht gut mit uns. Zwischendurch hoffe ich immer mal wieder, dass die Wanderung abgesagt wird. Aber Karl-Heinz, mein Ansprechpartner in der Gruppe, ist zuversichtlich. Sonntagmorgen scheint dann tatsächlich auch die Sonne.

Die Fahrt ins Ahrtal mit zwei Autos verläuft entspannt, während der Fahrt entdecke ich, dass ich mit Karl-Heinz ein Stück gemeinsame Vergangenheit habe.

Wir parken in Walporzheim auf dem Wanderparkplatz neben der B267. Die Weinberge leuchten im frischen Grün. Wie anders sieht es hier im Herbst aus.

Herbst in den Weinbergen bei Walporzheim

Vom Parkplatz geht es hinauf zur Dokumentationsstätte Regierungsbunker. Wir sind früh dran, noch ist nicht viel los. Schnell ist die Gruppe für die Führung zusammengestellt. Unsere »Bunkerführerin« – eine veritable Gräfin – macht ihre Sache hervorragend. Ihr profundes Wissen würzt sie mit einem gehörigen Schuss Ironie. Auf die Fragen eines Jungen, der natürlich gar nichts weiß vom Kalten Krieg, geht sie mit viel pädagogischem Geschick ein. Eine erstklassige Bunkerführung.

Trotzdem sind wir froh, als die Führung vorbei ist, 12 Grad im Bunker, da sehnen wir uns nach der Sonne. Nun geht es raus auf den Rotweinwanderweg, es dauert ein wenig, bis wir ein gemeinsames Tempo gefunden haben.

Die Schoenheit alter Weinbergsmauern

Zunächst sieht es so aus, als habe sich die Sonne für diesen Tag verabschiedet, graue Wolken hängen über dem Tal. Auf dem Weg hinunter nach Marienthal passieren wir die ehemaligen Außenanlagen des Regierungsbunkers. Nun kann ich auch ein klein wenig mit meinem Wissen punkten, gegen die Gräfin hätte ich keine Chance gehabt.

In Marienthal der erste Pinkelstopp. Dann weiter Richtung Dernau. Da ich nicht die ganze Zeit über die »Wanderautobahn« Rotweinwanderweg laufen will, wechseln wir in Dernau (hier im Hofgarten der zweite Pinkelstopp) über die Ahr. Nun geht es durch die Ahrauen nach Rech.

Ahrauen bei Rech

Weg durch die Ahrauen

Wegmarkierungen Ahrtalweg

Mittlerweile scheint die Sonne wieder vom blauen Himmel. In Rech Einkehr im Hof Bärenbach. Meine Befürchtung, dass wir wegen des Pfingstfeiertages und des schönen Wetters dort vielleicht keinen Platz finden, löst sich schnell, als wir den Hof erreichen. Meine Mitwanderer sind hungrig, das Speisenangebot ist klein. Aber die Kuchen sind lecker, andere probieren erst einmal Wurst-, Käse- oder Schinkenbrote oder auch beides.

Nach dem Essen genehmige ich mir noch eine Blanc de Noir von der Winzergenossenschaft Dagernova. Eigentlich hieß es, der Blanc de Noir sei immer schnell ausverkauft. Ich habe scheinbar Glück. Karin schenkt mir als Dankeschön für die Tour dann noch eine ganze Flasche dieses leckeren Tropfens. Dann heißt es plötzlich ganz schnell aufbrechen, denn Karl-Heinz hat festgestellt, dass die nächste Bahn, die uns zurück nach Walporzheim bringen soll, bereits in zehn Minuten fährt, und von uns weiß keiner so genau, wo der Bahnhof von Rech ist. Aber wir kommen noch mehr als rechtzeitig. Nur wenige Minuten dauert es, dann sind wir schon wieder in Walporzheim bei unseren Autos.

Die Sonne und der Wein haben eine wohlige Schwere in mir hinterlassen. Am liebsten würde ich das Lenkrad loslassen und das Auto alleine zurückfahren lassen. Als wir kurz vor 18 Uhr in Köln ankommen, scheint die Sonne immer noch. Wir verabreden locker eine nächste Tour, diese soll dann über den Ahrsteig verlaufen.





2 Kommentare »

  1. TOM Finn — 13. Dezember 2013 @ 14:42

    Ja, lieber Hans-Joachim, eine solche Wandertour würde ich auch einmal gerne mitmachen. Das klingt ja interessant, weil mit dem Besuch der Dokumentationsstätte auch Geschichte als Ortserkundung angeboten wird.
    Das finde ich beim Wandern immer wieder schön, wenn auf der Strecke irgendetwas einen Abstecher, einen Besuch lohnt. Ich versuche auch jede Kapelle, jede Kirche und jede Burg auf meinen Wanderwegen (sehr oft in der Eifel!) aufzusuchen.

    Ich lese Deine Berichte gerne. Weiter so! Gute Anregungen! Brauchbare Hinweise.

    TOM Finn , Hamburg

  2. Hans-Joachim
    Hans-Joachim — 13. Dezember 2013 @ 15:13

    Lieber Tom, herzlichen Dank für Deine aufmunternden Worte. Wie kommt es, dass Du als Hamburger so oft in der Eifel bist? Nachdem ich das ganze letzte Jahr fast nur im Ahrtal gewandert bin, hab ich mir jetzt auch wieder die ganze Eifel erschlossen. Seit dem Frühjahr bin ich fast jedes Wochenende mit zwei oder drei Leuten irgendwo in der Eifel unterwegs. Meist kurzfristig geplant, auch unabhängig vom Wetter, und ich stelle fest, dass auch eine Wanderung bei Regen mich abends zwar erschöpft und durchnässt zu Hause ankommen lässt, aber trotzdem bin ich danach auch glücklich. Auf meinem eigenen Wanderblog (www.anderswandern.de) kündige ich meistens die Touren für das kommende Wochenende an, aber zurzeit gibt es heftige Serverprobleme, deshalb ist die Seite zurzeit nicht erreichbar.
    Für Deine Touren wünsche ich Dir alles Gute und viel Spaß

    Joachim

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