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Kerstin von: am: 4.06.2013
Kerstin Autor(in):    |   4. Jun 2013   |    Kategorie: Fernwanderwege, Naturerlebnis, Pfälzer Prädikatswege, Regionen,

Jährlich grüßt der Pfälzer Weinsteig…

… ich habe sein Rufen erhört und ihn ein zweites Mal besucht. Denn nach den beiden ersten Etappen von Neuleiningen nach Deidesheim im letzten Jahr (hier gibt es bereits zwei Blogartikel von mir: Teil 1 und Teil 2) musste ich die Tour auf dem Pfälzer Weinsteig einfach fortsetzen, da es mir so gut gefallen hat. 

Waldpfad am Pfälzer Weinsteig

Waldpfad am Pfälzer Weinsteig

Also gesagt, getan und ich war wieder recht spontan mit der Planung. Noch kurz die Übernachtungsmöglichkeit bei einem lieben Freund in Neustadt/ Weinstraße organisiert und los ging’s!

Da der ÖPNV rund um Neustadt sehr gut funktioniert habe ich den Zug nach Deidesheim genommen, dort wo ich im letzten Jahr die Tour beendet habe. Schön, wenn man schon weiß, wie der Bahnhof aussieht und man sich auf Anhieb wieder wie zu Hause fühlt! 😉 Es ging zunächst durch den wirklich sehr romantischen Ortskern, wobei ich mich am liebsten schon in ein Straßencafé bzw. in einen Winzerhof gesetzt hätte.

 

Historisches Deidesheim

Historisches Deidesheim

Aber ohne Fleiß kein Preis oder wie war das nochmal? Also ging es los, raus aus Deidesheim und hinein in die Weinberge, von denen ich nach einem kurzen Anstieg schon eine herrliche Aussicht auf das Rebenmeer und die Rheinebene hatte. Auch im Waldgasthof Pfalzblick (der Name ist hier auch Programm) machte ich noch keine Rast, war ich dich erst losgelaufen. Aber die Einkehr lohnt sich dort allemal!

Pfalzblick

Pfalzblick

Unterwegs wurde ich immer wieder mit der nach dem langen Winter erblühenden und erstrahlenden Natur in den tollsten Farben wie z.B. weiß, gelb und rosa erfreut. Wie soll man da nur so schnell wieder den Blick von abwenden, um weiter zu wandern?

Gänseblümchen und Löwenzahn

Gänseblümchen und Löwenzahn

 

In der Pfalz blüht es rosa...

In der Pfalz blüht es rosa…

Selbst die Eidechsen wagten sich wieder heraus und genossen den herannahenden Frühling und hoffentlich bald Sommer! 🙂

Eidechse genießt die Sonne

Eidechse genießt die Sonne

Sehr schön sind auch die tollen Ausblicke raus aus dem Wald in die Weinstraße hinein, die einen die ganze Zeit über mehr oder weniger begleiten.

Blick aus dem Wald in die Ferne

Blick aus dem Wald in die Ferne

Was ich am Pfälzer Weinsteig immer wieder schön aber auch zugleich überraschend finde ist, dass man um eine Kurve kommt und das Gefühl hat im mediterranen Raum zu sein. Und genau hier habe ich auch eine große Schlange entdeckt! Naja gut, es ist ein Baumstamm, der aber im unteren Bereich (wie ich finde) einem Schlangenkopf ähnelt, der gerade etwas im Boden liegendes verschlingt. 😉 Oder was meint ihr?

Mediterranes Feeling in der Pfalz

Mediterranes Feeling in der Pfalz

 

Baumschlangengewächs

Baumschlangengewächs

 Bald darauf bin ich wieder nach einem Abstieg im Tal gelandet und befinde mich in einem ruhigen und wunderschönen Bachtal, welches von herrlich frischem Grün im Laubwald abgelöst wird.

Romantisches Bachtal

Romantisches Bachtal

 

Frisches Grün am Pfälzer Weinsteig

Frisches Grün am Pfälzer Weinsteig

Nun beginnt mein höchster Anstieg an diesem Tag, der „Erklimmung“ des Weinbiet. 😉 Der Aufstieg gestaltet sich trotz der Steigung durch das satte Baumgrün sehr kurzweilig und ehe ich es mich versah, war ich auch schon oben! Natürlich musste ich mal wieder auf den Aussichtsturm, der eine Wetterstation vom Deutschen Wetterdienst beherbergt. Und nun war es auch wirklich an der Zeit, mich mit einer frischen und kalten Weinschorle zu belohnen, das das größte Stück „Arbeit“ für diesen Tag war geschafft! 🙂

Aussicht vom Weinbiet

Aussicht vom Weinbiet

Kurz unterhalb des Gipfels sah ich ein fleißiges Eichhörnchen, wie es den ganzen Mund voll mit kleinen Ästen den Baum hoch kletterte und eine Zeit lang starr am Baum hing. Ich stand genauso starr am Boden, als ich dem kleinen Waldbewohner staunend zusah. Naja, so vergingen einige Momente und keiner von uns bewegte sich vom Fleck. Ich freute mich dann sehr, dass ich noch ein Bild vom kleinen Eichhorn erhaschen konnte, bevor es sich vor mir auf der Rückseite des Baumes versteckte.

Eichhörnchen bei der Arbeit

Eichhörnchen bei der Arbeit

 

Am Weinbiet

Am Weinbiet

Der weitere Abstieg von der Weinbiet war geprägt von Nadelwald, der am Boden eine wunderbare Symbiose mit Heidelbeersträuchern fand. Was bin ich als Kind schon so oft zwischen Heidelbeersträuchern zu Hause herum geturnt und aß mehr Beeren, als ich letztendlich in meinem Eimerchen hatte… Aber ein Waldspielplatz ist nun mal wunderbar, in dem es nur so von Räuber Hotzenplotzen wimmelte! 😉 Da fühlte ich mich mal wieder in Kindertage zurück versetzt. Hm, ist mir im letzten Jahr hier auch schon so ergangen…

Heidelbeersträucher

Heidelbeersträucher

Dann kam ich plötzlich an einem Baum vorbei, der stolzer Besitzer einiger Wanderschuhe war. Da sind wohl einige bis zum Umfallen gewandert… 😉

Ausgediente Wanderschuhe

Ausgediente Wanderschuhe

Dann kam ich auch schon unaufhaltsam näher an Neustadt heran und bekam schon einen ersten Ausblick auf das Tal, während ich an der Ruine Wolfsburg vorbei kam. Das sind wirklich tolle Felsformationen hier, an denen man toll herumklettern kann. Aber Vorsicht beim Klettern!

Blick ins Tal bei Neustadt an der Weinstraße

Blick ins Tal bei Neustadt an der Weinstraße

 

Felsen bei der Wolfsburg, Pfälzer Weinsteig

Felsen bei der Wolfsburg, Pfälzer Weinsteig

Nach meinem ersten Tagesziel in Neustadt/ Weinstraße ging es am nächsten Tag weiter Richtung St. Martin (4. Etappe des Pfälzer Weinsteigs). Nachdem der Tag zuvor schon so tolle Erlebnisse brachte, freute ich mich auch schon auf den neuen Tag. Unter anderem sollte es auf die Kalmit gehen, dem höchsten Berg im Pfälzer Wald. Auf vielen Bildern habe ich sie schon gesehen, nun war es an der Zeit, sie mal live zu sehen!

Doch zuvor musste noch der Zigeunerfelsen erklommen werden. Der Anstieg führt durch Kastanienwälder, in denen man im Herbst sicherlich gut Kastanien sammeln kann. Parallel hierzu führt zudem noch der Keschdeweg, der sich entlang dieser Wälder schlängelt. Und was soll ich sagen: der Name ist hier auch wirklich Programm. Kurz unterhalb des Zigeunerfelsens, der eine tolle Aussicht gewährt, läuft man an moosbewachsenen Felsen vorbei. Auf jeden Fall auch ein tolles Bild!

Auf dem Weg zum Zigeunerfelsen

Auf dem Weg zum Zigeunerfelsen

Und hier traf ich noch einmal ein Eichhörnchen. 🙂 Ich merke gerade, dass ich bisher bei jeder meiner Wanderungen in der Pfalz ein Eichhörnchen gesehen habe. Entweder haben die in der Pfalz so viele davon oder die sind einfach nur tierisch neugierig! 🙂

Eichhorn am Zigeunerfelsen

Eichhorn am Zigeunerfelsen

Am Zigeunerfelsen entdeckte ich dann ganz klein kurz vor mir tibetische Gebetsfahnen.

Tibetische Gebetsfahnen

Tibetische Gebetsfahnen

Ein weiterer Anstieg führte mich dann zum Nollenkopf, von dem aus man wieder tolle Fernsichten hat. Es war mit einer Tischgruppe auch so einladend, dass ich hier eine kurze Pause einlegte und den Blick in die Ferne genoss.

Am Nollenkopf

Am Nollenkopf

Der kurze Abstieg lieferte mir einen, ja ich würde sagen, königlichen Gang hindurch durch einen tollen Nadelholzwald, der toll geformte Bäume hervorbrachte.

Weg durch den Wald

Weg durch den Wald

Kurz darauf gab es schon den ersten Blick auf das Hambacher Schloss in der Ferne erhaschen. Später kommt man vom Sühnekreuz über eine kurze Zuwegung zum Hambacher Schloss, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

Hambacher Schloss

Hambacher Schloss

Auf dem weiteren Weg fielen mir immer mehr die „Eigengewächse“ des Pfälzer Walds auf. Die Baumstämme wachsen hier auch nach Lust und Laune, was meiner Unterhaltung sehr zum Besten trug! Aber seht doch mal selbst! Ich hatte hier jedenfalls wahnsinnigen Spaß! 🙂

Baumsitz

Baumsitz

 

Baumsitz mit Geländer

Baumsitz mit Geländer

 

Akrobatik am Baum

Akrobatik am Baum

Auch die Steine in der Pfalz haben ein Gesicht!

Herr Fels

Herr Fels

Dann war ich endlich im letzten Anstieg zur Kalmit. Es war zwar schon ein wenig anstrengend hier hoch, aber all die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Aussicht ist einfach fantastisch! Zwar war es an diesem Tag diesig, aber man kann erahnen, wie der Ausblick erst bei bestem Wetter fasziniert. Weiter freute ich mich, dass ich mich auch an diesem Tag am Kalmithaus mit einer kalten, frischen Weinschorle erholen und einem Pfälzer Gericht stärken konnte.

Panoramablick von der Kalmit

Panoramablick von der Kalmit

Nach diesem Highlight (im doppelten Sinn) ging es dann wieder hinab vom Dach des Pfälzer Waldes. Das Felsenmeer wartete auf mich. Ich war ja schon sehr gespannt hierauf, denn es hörte sich wirklich toll an. Und ich muss sagen, es ist auch eine Pracht! Ein Fels jagt den nächsten und türmt sich in immer neuen tollen Formationen vor einem auf. Ich weiß nicht, wie viele Bilder ich hier gemacht habe… Aber wie ihr selbst wisst, kommen Bilder manchmal einfach nicht an das Original dran. 😉

Felsenmeer am Pfälzer Weinsteig

Felsenmeer am Pfälzer Weinsteig

Und wenn ihr beim nächsten Foto genau hinseht, seht ihr vielleicht auch die Schildkröte Morla. Kennt ihr sie noch? Morla aus der unendlichen Geschichte?

Morla in der Pfalz

Morla in der Pfalz

Mit all diesen tollen Eindrücken ging es dann hinab ins Tal durch Nadelbaumwälder nach St. Martin, meinem Etappenziel und Ende dieser zweitägigen Tour. Auch St. Martin ist ein wirklich toller Ort an der Deutschen Weinstraße.

Nun habe ich schon vier Etappen des Pfälzer Weinsteigs bewandert. Und ich werde bestimmt auch noch den Rest laufen. Mal schauen, wann es mich wieder hier hin entführt…

Karin hat hier im Blog übrigens auch Bilder zum gesamten Weinsteig hinterlegt…  aus dem Frühling 2011.





1 Kommentar »

  1. Flori — 2. Dezember 2013 @ 12:13

    Halli Hallo,

    per Zufall bin ich gerade über Deinen Blog gestolpert und ich bin begeistert. Tolle Bilder. Sehr schöne Fleckchen.

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