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M.D. von: am: 7.05.2013
M.D. Autor(in):    |   7. Mai 2013   |    Kategorie: Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig, Traumschleife,

Traumschleife Kappleifelsentour – Auf jüdischen Spuren durch Laufersweiler im Hunsrück

Kappl-Eifel-Sentour? Kapplei-Felsentour? Ich gebe zu, ich musste das Wort mehrmals lesen, bevor ich verstanden hatte, was ich da las und dass damit die Tour entlang des Kappleifelsen gemeint ist. 😉

 

Laufersweiler Centrum

Laufersweiler Centrum

Da das Wetter mittlerweile doch so langsam meine (Wander-)Temperaturen zu Tage fördert, nutzte ich den (Sams-)Tag und begab mich nach Laufersweiler, wo diese Rundtour angesiedelt ist. Angebliche Schwierigkeit „Mittel“, aber nur 8,8km schien mir eine gute Wahl, wenn nicht gar 1-2km zu kurz, mindestens. Aber das (Wander-)Jahr hat ja erst angefangen und wann die kleinen, einfachen, kurzen Wege mal erwandern, wenn nicht am Anfang?

Die Infos zu diesem Weg findet man auf den üblichen, verdächtigen Seiten, wie z.B.  des S-H-S. Karte und Track auf www.wandertourenplaner.de .

Los geht es an einem Wanderparkplatz mitten im Ort, der von schönen Bauern- bzw. Fachwerkhäusern umstellt ist:

Das sich in diesem beschaulichen Ort bewegende jüdische Schicksale abspielten, erfährt man gleich am Anfang: erst kommt man an der ehem. Synagoge vorbei, die heute ein Museum für jüd. Geschichte beherbergt und anschl. wandert man einen Wiesenweg entlang, auf dem 10 Schautafeln das Leben ehem. jüd. Einwohner darstellen.

alter jüdischer Friedhof von Laufersweiler

ehem. Synagoge Laufersweiler

 DSCI6901

Der Geschichte nicht genug, folgt kurz darauf der „Lyrikpfad“, wieder mit Schautafeln zur jüd. Geschichte, diesesmal mit von Schülern gestalteten Collagen, Gedichten, etc.

alter jüdischer Friedhof von Laufersweiler

alter jüdischer Friedhof von Laufersweiler

Ein weiterer Zeitzeuge der örtlichen Geschichte, ist ein Rest eines alten jüdischer Friedhofs.

Nach so viel wichtigen Infomationen geht es hinaus ins weite Feld, über einen Wiesenweg hinauf zur ersten Anhöhe mit Aussicht auf den gegenüberliegenden Idarkopf. Wie es Anhöhen nun mal so an sich haben, geht es auf der anderen Seite hinunter ins (Hirschbach-)Tal zu einem Bachlauf, den es anschließend auch zu überqueren gilt. Der Hirschbach bleibt noch ein paar Meter unser Begleiter, bevor wir uns von ihm trennen, weil wir nun bergauf gehen und uns einem Gehege mit ostpreußischen Skudden nähern, die hier oben in der Heide ihr zu Hause haben:

DSCI6905

ostpreußische Skudden

 

DSCI6908

DSCI6909

Bald ein letzter Blick ins Hirschbachtal und der Wald hat uns wieder. Wir wandern nun so wäldlich dahin, passieren eine Windwurffläche und erblicken kurz darauf zum ersten mal den Namensgeber der Tour: den Kappleifelsen. Doch bevor wir den erklimmen gehts erst mal wieder bergab, zur Überquerung des Hirschbaches, der hier in den Idarbach mündet – wer hätte das gedacht! Gut gestärkt mit neuem geografischen Wissen kommt nun der einzige richtige Aufstieg dieser Wanderung, wenn es kurz, aber steil hinauf zum Kappleifelsen geht.

auf dem Kappleifelsen

auf dem Kappleifelsen

Eine Sinnebank lädt hier zum verschnaufen ein, was ich auch tue und dabei die Aussicht auf mich wirken lasse. Damit die Erholung noch ein wenig anhalten kann, bleibt der Weg jetzt erst mal eben, um dann doch wieder hinunter ins (Idarbach-)Tal zu führen.

DSCI6919

Nächster Zielpunkt ist die gemeindeeigene Grillhütte, deren Fundament auf den ehem. Umkleidekabinen des gemeindeeigenen Freibades errichtet wurde, welches bis zum 2. WK im aufgestauten Bach vorhanden war. Ein letztes Mal bergauf, über schöne Naturwege zu einer weiteren Sinnebank, auf der ichs mir dieses mal nicht bequem mache, sondern die letzten Schritte durch den Wald mache, denn anschließend führt ein Wiesenweg über die Felder nach Laufersweiler zurück.

Blick auf Laufersweiler

Blick auf Laufersweiler

Sollte man kurz vorm Ort nochmal den Drang verspüren sich niederzulassen, hat man die Gelegenheit dazu auf einer am Wegesrand stehenden letzten Sinnebank.

Da ich aber schon von weitem das Transparent einer Gaststätte sah, lockte mich eher ein alkoholfreies Weizen und so ließ ich die Bank links liegen. Dummerweise schien das Lokal keinen Biergarten zu haben, aber weil ich nicht nach innen wollte, ließ ich es ebenso links liegen und erreichte wenige Meter später nach 2,5h den Ausgangspunkt wieder.

 





5 Kommentare »

  1. Karin — 8. Mai 2013 @ 07:46

    Hallo MD,
    ja, das ist eine schöne Runde, die ich letztes Jahr im Powerschritt zum Abreagieren auch mal gewandert bin. Aber bei mir waren noch keine Schafe da. Die sehen ja klasse aus. Hier mein Blog dazu mit ein paar Sommerbildern.http://www.wanderreporter.de/2012/07/20/ein-weg-fur-alle-falle-wandern-zum-abreagieren/

    Danke für Deinen Bericht!
    Gruß, Karin

  2. M.D.
    M.D. — 8. Mai 2013 @ 07:57

    Hallo Karin,

    hilfe, ich werde alt! oO
    Obwohl ich wirklich sämtliche Wanderberichte hier lese und auch gerne mal von mir behaupte, ein Foren-Super-Brain zu sein, weil ich mich an uralte, auf der letzten Seite verschwundene Threads erinnern kann, aber deinen Bericht hatte ich echt nicht (mehr) auf dem Schirm.
    Erst durch dein Verlinken habe ich grad festgestellt, ja, den kenne ich, habe ich gelesen… 8)

  3. Karin — 8. Mai 2013 @ 09:32

    No problem. Auf jeden Fall find ich es toll, dass Du die Tour auch beschrieben hast. Über den Weg findet man nämlich noch kaum Spuren im Web- was eigentlich schade ist.
    Gruß, Karin

  4. Marianne — 5. Oktober 2013 @ 09:03

    03.10.13
    Landschaftlich sehr schöne Wanderung. Gut gekennzeichnete Wege. Liebevoll hergerichtete Rastplätze. Wir trafen sehr freundliche Laufersweiler. Wir können diese Tour nur weiter empfehlen .

  5. Gasthaus Zum Idartal — 26. November 2013 @ 16:51

    Ein wirklich toller Bericht, sehr schöne Fotos!
    Es tut uns sehr leid, daß bei Ihrem Besuch der Biergarten noch nicht geöffnet war. Ab Mitte Mai findet sich dieser direkt vor der Gaststätte.
    Vielleicht kommen Sie ja noch einmal wieder in unsere schöne Gegend und überzeugen sich selbst!

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