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Thomas von: am: 14.03.2013
Thomas Autor(in):    |   14. Mrz 2013   |    Kategorie: Fachsimpeln,

Von der Technisierung der Natur

Dem, der in letzter Zeit sehenden Auges auf dem vorderen Hunsrückplateau unterwegs war wird kaum entgangen sein , dass dieser eine wahre Hochburg der alternativen Energien – hier: Windkraft – geworden ist.

Immer wieder im Landschaftsbild erscheinende riesige Kräne zeugen davon , dass der Bauboom noch lange nicht zu Ende ist und mit diesen Dingern auch weiterhin noch eine Menge Geld verdient werden kann.
(zur Info: Ich bin alles andere als ein Gegner alternativer Energien. Dies setzt aber dann ein rundes Konzept voraus, was heißen will, dass der tatsächliche Wirkungsgrad einer durch fremde Einflüsse nicht konstanten Energieproduktion ohne Speicherung mies ist – soweit meine Meinung.)

Aber dem war wohl noch nicht genug. Wer derzeit (und mindestens die nächsten 25 Jahre) auf der A61 im Raum Rheinböllen (zwischen Mainz und Koblenz) unterwegs ist und auf den Soonwaldrücken blickt, der sieht die zur Zeit größten und leistungsfähigsten Windräder unseres Planeten – so stand es in der Bildzeitung zu lesen ( sagte man mir).

Von unten sehen diese Dinger aus wie in Krieg der Welten und man wartet auf den heat ray.

Die roten Ringe sind übrigens in 40 Meter Höhe aufgemalt

Die roten Ringe sind übrigens in 40 Meter Höhe aufgemalt

An einem Wintersonntag entschloss ich mich, mir dies mal aus der Nähe anzuschauen und die Ecke wandernd zu durch streunen.

Also was zu trinken und zu essen eingepackt – ab in die Blechkiste und zur Rheinböllerhütte gefahren. Von dort kommt man über die Ausschilderung des Soonwalsteigs bequem auf die Höhen.

Hier eine Überraschung:

Wegweiser Soonwald-Steig

Der Steig war großzügig um das Baustellenareal umgeleitet. Na gut macht Sinn – aber ich kenne mich hier aus und weiter ging es auf dem eigentlichen Steig ( es waren übrigens sämtliche – also wirklich alle Markierungen entfernt worden). Erwähnen möchte ich hier noch, dass das ganze Gebiet des entstehenden Windparks bis auf die direkten Baustellen frei zugänglich ist. Es gibt keine gesperrten Wege. Dies wird auch auf Hinweisschildern vom Bauherren zugesichert.

In der ganzen Ecke kam ich immer wieder an Baustellen oder riesigen fertiggestellten Windrädern vorbei – Wahnsinn was alles machbar ist :

Windräder

Windräder

Mittagspause :

Mittagspause beim Wandern

Windräder

Windräder

Eine weiter Kommentierung meiner Wanderung erspare ich mir .

Fazit : Der Hunsrück hat sich verkauft.

Zu meinem Bedauern muss ich zugeben , dass ich selbst im Hunsrück als Gemeinderatsmitglied an der Erstellung zweier Räder mitgewirkte.
Es bleibt nur zu hoffen , dass die Mühlen irgendwann wirklich einmal Sinn machen – dann könnte auch ich damit leben.

Gruß Thomas





2 Kommentare »

  1. Boris Schneider — 15. April 2013 @ 17:11

    Die Mühlen machen Sinn, glaub mir. Es muss nur ordentlich winden, damit sich die Investition auszahlt. Weiß ja nicht, wie es bei euch so mit dem Wind ist?!

    In Kroatien, auf der Insel Pag, finanzieren sich die staatlichen Institutionen, Schulen usw. ihren Strom auch durch Windräder und es wird natürlich auch ordentlich verdient. So schlecht kann es also nicht sein 😉

  2. M.D.
    M.D. — 3. Mai 2013 @ 20:57

    Ich kann mich einfach nicht entscheiden, was häßlicher ist: diese „Verspargelung“ der Landschaft oder die Solarfelder.

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