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Volker von: am: 3.01.2013
Volker Autor(in):    |   3. Jan 2013   |    Kategorie: Eifel, Eifelsteig, Fernwanderwege,

Der Eifelsteig – Etappe 1 „Kornelimünster nach Roetgen“

Hallo Wanderer,

ich erfreue mich stets an Bilder und Berichten über Wanderer, die ihre Eindrücke niederschreiben und somit andere „Gleichgesinnte“ mit Infomaterial versorgen, welche Wanderwege, Routen oder Touren man mal erwandern könnte.

Aus diesem Grunde habe ich beschlossen, ab sofort ebenfalls einen Blog zu erstellen, welchen ich regelmässig mit Berichten und entsprechendem Bildmaterial füttern möchte.

Gestern am 29.12.2012 haben wir uns endlich dazu durchringen können, den Eifelsteig in Angriff zu nehmen. Wieso durchringen werdet ihr fragen, nun….bei Rundwegen ist es halt wirklich sehr praktisch, wenn Start- und Zielpunkt beieinander liegen und somit kein Autoversetzen oder die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln nötig wird. Aber nun sollte es dann doch mal „etwas anderes“ sein und somit starteten wir auf die 1. Etappe des Eifelsteiges von Kornelimünster nach Roetgen.

Übersicht der heutigen Etappe als PDF: Eifelsteig-Etappe-01-Kornelimuenster-Roetgen-map-de-1

Bei wunderbarem Wanderwetter erreichten wir den Startpunkt gegen 10:30 Uhr und machten uns zunächst einmal kundig, wo nun der Eifelsteig vom Benediktusplatz in Kornelimünster abgeht. Nachdem die Richtung klar war, packten wir die Rucksäcke auf den Rücken, nahmen die Hunde aus dem Auto und los gings.

Hier durch diese Gasse startet der Eifelsteig

Hier durch diese Gasse startet der Eifelsteig

 Der Weg führt zu Beginn noch durch Wohngebiet, verlässt dieses aber schon nach ca. 10 Minuten und fortan bewegen wir uns im freien Gelände. Leider – und das sei gleich vorweg gesagt – waren die Feld- und Wiesenwege sehr schmierig bzw. seifig. Der viele Regen der letzten Tage hatte alles aufgeweicht und bequemes Vorankommen sieht definitiv anders aus. Überall quollen kleine Quellen und bahnten sich ihren Weg – und das oftmals leider genau auf der Wanderroute.

Der Weg führte unterhalb diesen Viaduktes hindurch, wonach es erstmals steil bergauf über Stufen zur stillgelegten Vennbahn führte.

Der Weg führte unterhalb diesen Viaduktes hindurch, wonach es erstmals steil bergauf über Stufen zur stillgelegten Vennbahn führte.

Der Weg führte unterhalb diesen Viaduktes hindurch, wonach es erstmals steil bergauf über Stufen zur stillgelegten Vennbahn führte.

Oben angekommen, laufen wir parallel zur stillgelegten Vennbahn, die inzwischen zu einem Radweg umgestaltet wurde und erreichen die Ortschaft Walheim. Hier bei Walheim finden wir alte Kalkbrennöfen sowie Trichterbrennöfen, die aber inzwischen allesamt stillgelegt wurden und nur noch stumme Zeitzeugen darstellen.

Wir gelangen nun in den Ort Friesenrath und durchqueren diesen über bzw. entlang des Freizeitgeländes. Kurz vor Ortsausgang queren wir eine kleine Brücke und passieren einen kleinen Friedhof nebst Kapelle. Achtung!!! Hier sind gerade die Waldarbeiter unterwegs und haben den Waldboden ordentlich durchgewühlt. Irgendwo haben wir einen Abzweig verpasst, der uns letztlich bis zu einer mit Stacheldraht eingezäunten Koppel geführt hat – der Weg war verschwunden! Vermutlich wurde hier ein Baum gefällt der ein Wegweiser-Täfelchen berherbergte und uns somit in die Irre geführt hat. Also bitte achtet auf einen Abzweig nach RECHTS, der relativ kurz nach dem Passieren der Friedhofskapelle kommen sollte. Wir sind irgendwo mitten durch den Wald gestiefelt und haben oben den geteerten Landwirtschaftsweg „getroffen“ und uns neu orientiert. Es war kein langer Umweg, aber ein lästiger, da dieser, bedingt durch die Waldarbeiten, durch etwa knöcheltiefen Morast geführt hat.

Brücke über Bach

 Nachdem wir nun endlich wieder auf dem rechten Weg waren, erreichten wir schon nach wenigen hundert Metern das Kitzenhaus.

  Nachdem wir nun endlich wieder auf dem rechten Weg waren, erreichten wir schon nach wenigen hundert Metern das Kitzenhaus.

 Von nun an geht es stetig bergan. Ein breiter, wirklich gut präparierter Waldweg führt uns nun langsam aber bestimmt zum Höhepunkt der 1. Etappe – das NSG Struffelt. Bis es aber soweit ist, müssen wir zunächst noch eine Landstrasse (L 238) überqueren bevor wir nun in das Naturschutzgebiet gelangen. Hier warnt gleich zu Beginn ein Schild vor ausgelegte Giftköder. Man sollte seine Hunde also hier nun an der Leine halten.

Schon nach wenigen Metern weicht der Nadelwald einer langsam immer offeneren Landschaft und mehr und mehr Birken werden sichtbar. Und dann endlich sind wir angekommen…..der Bohlensteg durch die Struffelt. Auf einer Länge von etwa 600 Metern überqueren wir das Moor auf diesem schmalen Band, nur hin und wieder kurz unterbrochen. Selbst jetzt, in der doch eher tristen Jahreszeit, hat diese Landschaft etwas einnehmendes. Schade, dass diese Passage „nur“ 600 Meter dauerte aber schon auf der nächsten Etappe sollen wir nochmal in den Genuss kommen 😉

und dann ist der Bohlenweg plötzlich da     

  Kamera direkt auf den Dielen abgelegt   

   gleiche Position, jedoch "normal" fotografiert

Nachdem wir die Bohlen wieder verlassen und festen Untergrund unter des Füßen hatten, folgten wir dem breiten Waldweg talabwärts und trafen nach etwa weiteren 2 km erreichen wir auch schon die nächste Attraktion dieser Etappe – die Dreilägerbachtalsperre.

Dreilägerbachtalsperre

Hier an dieser Stelle kommt eine Passage, die wirklich Trittsicherheit erfordert. Wir verlassen den gutausgebauten Weg und versuchen sturzfrei einem nicht wirklich erkennbarem Waldpfad nach unten zu folgen. Wer diese Etappe nach Regentagen laufen möchte, sollte unbedingt auf festes Schuhwerk achten (allgemein ein Tipp, den man eigentlich nicht mehr zu geben braucht aber man weiß ja nie 😉 ).

Wer diese Etappe nach Regentagen laufen möchte, sollte unbedingt auf festes Schuhwerk achten

Heil unten angekommen, sehen wir die Talsperre nochmal von unten, bevor wir nun ein weiteres Mal die L 238 queren um über das Gelände des Filterwerks wieder den Anschluß zu finden. Noch ehe man das Gelände wirklich betritt, geht der Eifelsteig links ab und führt uns nun hinauf zu einem Teilstück des Westwalls – Zeitzeugen aus einer dunklen Epoche unserer Zeit. Schon nach etwa 300 Metern bemerkt man links die unnatürlichen Skulpturen, die moosbewachsen aus dem Waldboden schauen. Man kann sich nur schwer vorstellen, mit welchem Aufwand diese Sperren damals errichtet wurden die, wie wir heute wissen, nicht ausgereicht haben, um die Alliierten davon abzuhalten in Deutschland einzumarschieren.

Man kann sich nur schwer vorstellen, mit welchem Aufwand diese Sperren damals errichtet wurden die, wie wir heute wissen, nicht ausgereicht haben, um die Alliierten davon abzuhalten in Deutschland einzumarschieren.

Von den Überresten des Westwalls führt der Waldweg schon bald auf offenes Gelände hinaus und wir durchwandern Koppeln und erreichen schon bald den Zielort unserer heutigen Reise – Roetgen. Bevor wir jedoch an den Zielpunkt gelangen, wandern wir erst noch etwa 2 km um Roetgen herum, treffen nochmals auf die stillgelegte Vennbahn und haben nach ca. 5 Stunden den Abschluß der 1. Etappe erreicht.

Ich hoffe, Euch gefällt mein allererster Blog und wenn ihr es wünscht, werde ich die kommenden Etappen ebenfalls einstellen. Für Anmerkungen oder Tipps oder auch Kritik bin ich immer gerne zu haben. In diesem Sinne verabschiede ich mich heute von Euch und wünsche Euch ein schönes Wochenende, einen guten Rutsch und für 2013 alles Gute 😉

Tschööööö 





6 Kommentare »

  1. Thomas
    Thomas — 4. Januar 2013 @ 20:44

    Klar – bitte einstellen .
    Ist eine echte Bereicherung – und macht Lust .
    Gruß
    Thomas

  2. Volker
    Volker — 4. Januar 2013 @ 21:05

    Danke für das Lob, freut mich sehr.

    Die nächste Etappe ist bereits in Planung, bis dahin aber noch ein wenig Geduld 😉

    Gruß
    Volker

  3. Karin — 9. Januar 2013 @ 23:44

    Hach- das weckt Erinnerungen! Freue mich, wieder vom Eifelsteig zu lesen. Das ist ein echt toller Weg. Bitte weiterschreiben.
    P. S. Lade doch noch ein Foto von Dir hoch, wäre nett, den Autor zu sehen 🙂

  4. Volker
    Volker — 10. Januar 2013 @ 08:16

    Hallo Karin,

    ein Foto kommt noch, muss ich aber erst mal meinen „Fundus“ durchforsten 😉

    Und weiterschreiben werde ich auch – mit ein wenig Glück schon an diesem Wochenende.

    Gruß
    Volker

  5. Sabrina — 1. Juni 2016 @ 08:30

    Hallo
    Habe gerade mit voller Vorfreude den Beitrag über die 1. Etappe gelesen. Bei uns ist es am Sonntag soweit. Ich werde diese Strecke mit meiner 12 jährigen Tochter gehen, als Einstieg für die 2. Etappe.
    Wir hoffen auf gutes Wetter und Durchhaltevermögen

  6. Volker
    Volker — 1. Juni 2016 @ 13:12

    Hallo Sabrina,
    vielen Dank für Deinen Eintrag zu meiner Eifelsteigwanderung. Wenn du mal auf meine Blogseite gehst, da findest du zu allen Etappen einen ähnlichen Bericht – mit Ausnahme der letzten Etappe. Die hat sich bisher erfolgreich gegen eine Bewanderung zur Wehr setzen können, aber in den kommenden Wochen soll es nun endlich geschehen. Dann haben wir den Eifelsteig komplett.
    Ich wünsche Dir/Euch viel Spaß auf dem Eifelsteig 😉
    LG

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