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Hans-Jürgen Hereth von: Hans-Jürgen Hereth am: 19.12.2012
Hans-Jürgen Hereth Autor(in): Hans-Jürgen Hereth    |   19. Dez 2012   |    Kategorie:

Der Fluchtweg des bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner

Die Wanderung

Selbst gegangene Zeit: 5 Std., 1300 Höhenmeter.

am 75 Jahrestag der Flucht gegangen, anfangs kühl (14 Grad) gegen Mittag warm 28 Grad

Abschied

Die Wanderung sollte man an dem Ort beginnen, an dem das Erinnerungsfoto entstanden ist: an der Husselmühle, heute hat dort ein Tonholzhändler seinen Sitz. Ganz leicht zu finden ist sie aber nicht. Von der Umgehungsstraße Mittenwald fährt man die Ausfahrt Nord ab. Nach ca. 500 m kommt ein Schild „Kasernen“ mit einer Brücke über die Isar. Vor der Brücke geht ein kleiner Weg links rein. Das ist die Husselmühle. Von dort wieder zur Umgehungsstraße und weiter Richtung Innsbruck. Gleich nach dem Schild „Karwendelbahn“ geht es links zu dem Wanderparkplatz. Von hier aus 20 m nach rechts. An der Wandertafel den breiten Weg und den DAV-Schildern (Hochlandalm, Ochsenboden, Dammkar) folgen. Doch Achtung: der „Ochsenbodensteig“ ist nicht ausgeschildert und die Breite des Weges irritiert anfänglich doch sehr verjüngt sich aber nach 5 Minuten zu einem Steig. Dieser ist problemlos zu gehen. Man nimmt auf ihm langsam Höhe auf. Nach ca. 1 Stunde erkennt man rechts oben die Dammkarhütte, die es erst seit den 50er Jahren gibt. In der Mitte des Kessel erblickt man die Tiefkarspitze.

Aufstieg Ausblick

Ab hier hat man folgende Optionen: Rauf zur Dammkarhütte und weiter über die Geröllfelder und das Dammkartunnel zur Westlichen Karwendelspitze mit der Karwendel-Bergbahn und dem neu erbauten Naturkunde-Museum, das höchstgelegene Deutschlands. Der Weg über die Geröllfelder ist mühsam und rutschig (Rollsplitt). Schuhe mit feste Sohle sollten ein Muss sein. Von dort kann in das Tal des Karwendelbaches und somit nach Österreich absteigen.

Alternativ kann man ab der Bergwachthütte oberhalb der Dammkarhütte links zum Predigtstuhl aufsteigen 1 Std. ab Dammkarhütte). Ab dem Gipfelkreuz ist alpine Erfahrung gefragt. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich um den Weg zur Hochlandhütte abzusteigen, den die Flüchtling aufgestiegen sind.

Geröllfeld

Der historische Fluchtweg geht aber unten auf dem Ochsenbodensteig weiter zur Hochlandalm. Er steigt jetzt weiter rasch um weiter 400 Hm an, bis man plötzlich die Hochlandhütte erkennt. Die sie einrahmenden Bäume gab es damals wohl noch nicht. Von der Hochlandhütte hat man gute Sicht und ein freies Schußfeld auf den Weg und das zu querende Geröllfeld. Warum sie den meiner Meinung nach gefährlichern Weg gegangen sind, Entzieht sich meiner Kenntnis. Zum Queren des Geröllfeldes mussten sie sich die Schuhe umwickeln um nicht durch losgetretene Steine auf sich aufmerksam zu machen. Auch der Einstieg in die Felsen ist von der Hochlandhütte gut einsehbar. Schlechtes Wetter und die Dämmerung haben bis dahin sicherlich geholfen. Ohne persönliche Gefährdung ist das heute aber nicht empfehlenswert.

Übergang

Der Abstieg von der Hochlandhütte erfolgt Richtung Obere Kälberalpe bis zur Verzweigung Dammkarhütte. Geht man diesen Weg links weiter gelangt man auf die Forststraße, die den Ochsenboden heraufführt. Von dort gemächlich zum Parkplatz. Man kann aber auch den Weg durch die Klamm des Kälberalpbachs folgen. Er ist wegen der großen Schottersteine etwas schwierig zu gehen und wird bei Sonneneinstrahlung auch gerne warm. Dennoch, wer sich gerne in kalten Gumpen und unter kleinen Wasserfällen erfrischt ist hier gut aufgehoben. Im Juli gab es viele verschiedene Schmetterlinge. Wenn man stehenbleibt, setzen sie sich auf die haut und lecken
mit ihrem Rüssel das ausgeschwitzte Salz ab. Ab der Brücke zum Parkplatz sind noch 1,5 km parallel zur Bundesstraße zurückzulegen.

Abstieg

Alles in allem ist der Weg zur Hochlandhütte oder der Dammkarhütte auch mit Kinder gut zurückzulegen. Die Steigungen sind moderat und durch die weiten Serpentinen gut zu gehen. Es ergeben sich nach jeweils einer Stunde immer schöne Ausblicke auf die Karwendel- oder Wettersteingruppe oder es finden sich aussichtsreiche Rastplätze.

Nähere Information zu Hoegner und anderen Wegen findet man auf www.fluchtwege.eu, Kontakt über info@fluchtwege.eu





2 Kommentare »

  1. David — 31. Dezember 2012 @ 00:04

    Super Wanderweg! Letzten Sommer haben wir dort unseren Urlaub verbracht. Was können sie noch so empfehlen? Vielen Dank, lg David

  2. Hans-Jürgen Hereth
    Hans-Jürgen Hereth — 20. Oktober 2014 @ 09:17

    hallo david,

    das freut mich. ähnlich schöne und geschichtsträchtiged wanderungen habe ich auf meiner website http://www.fluchtwege.eu zusammengetragen.
    lg
    hjh

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