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Kerstin von: am: 9.11.2012
Kerstin Autor(in):    |   9. Nov 2012   |    Kategorie: Fernwanderwege, Naturerlebnis, Top Trails,

Im Land der offenen Ferne – Teil 2: Die Kuppenrhön

Nun hatten Karin, Conni und ich schon die Hälfte unserer Tour durch die Rhön – Die Hochrhönerrunde – hinter uns. Noch ganz hin und weg von den Eindrücken der beiden letzten Tage hatten wir uns sozusagen „warm gelaufen“, denn nun ging es in die Kuppenrhön! Wir wussten, dass es nun mehr Höhenmeter zu bewältigen gab als noch in der Langen Rhön, dennoch freuten wir uns auf die neuen Herausforderungen! 😉

Der Top Trail Hochrhöner

Der Hochrhöner

Frisch gestärkt nach dem Frühstück ging es ab Tann direkt in den ersten Aufstieg! Der Habelberg wollte bezwungen werden und wir kamen so direkt wieder ins Wandern hinein. Oben angekommen gab es eine erste Stärkung in Form eines Butterbrots (denn die verlorenen Kalorien wollten wieder zugeführt werden 😉 ) und gleich darauf wieder weiter! Denn wir hatten ja noch viel vor! Hier befanden wir uns übrigens wieder in Hessen und im Naturpark Hessische Rhön. Den Berg wieder absteigend, kamen wir schon zur nächsten freien Sicht. Hier sollte uns bald ein tolles Wandererlebnis begegnen!

Biosphärenreservat Rhön

Kurz bevor wir den nächsten Anstieg am Boxberg erreichten, kam  uns eine Gruppe mit vier älteren Herren entgegen, die ebenfalls auf dem Hochrhöner unterwegs waren und trotz des an diesem Tag eher bescheidenen Wetters wie wir bester Laune waren! So kam es auch, dass wir uns sehr nett und witzig unterhielten, wer woher ist und wie die Routen am Weg geplant sind. Karin teilte munter ihre Rhönhexe an die illustre Runde und als Gegenzug bekamen wir ein Ständchen: das bekannte Rhön-Lied! 🙂 Dies hatten die Herren bereits seit Tagen auf den Lippen und sangen es täglich auf ihrer Tour. Nach einer Weile mussten wir uns allerdings wieder trennen, waren wir ja in verschiedene Richtungen unterwegs. Aber noch als kleiner Hinweis: die Lesebrille eines Herrn liegt an der Wasserkuppe und die Kappe liegt ebenfalls unterwegs auf dem Hochrhöner. Vielleicht findet ihr sie ja! 😉

Wandergruppen unter sich

Nachdem wir den kleinen, aber feinen Anstieg hinter uns hatten, kamen wir wieder auf ein Teilstück mit schöner Aussicht zu. Nach einer Weile auf diesem Gelände beschlossen wir, auf unsere Bäuche zu hören und eine kleine Mittagspause einzulegen. Und wir haben auch eine tolle Rastmöglichkeit gefunden, die uns auch Spaß gebracht hat! 🙂 Es hatte den Eindruck, als warteten wir auf den Bus, der natürlich hier nicht vorbei fuhr. Aber es war eine etwas andere Rastmöglichkeit, noch dazu windgeschützt. Aber seht doch mal selbst!

Picknick im „Bushäuschen“

Wer sich jetzt fragt, wie noch keine Einkehr, den muss ich leider enttäuschen. Auf unserer Tagesetappe von Tann nach Elters gibt es leider keine Möglichkeit einzukehren. Aber das ist auch kein Problem, gab es in Tann die Möglichkeit, sich für den Tag einzudecken, damit man auch ans Ziel kommt, ohne verhungern oder verdursten zu müssen 😉 So kamen wir auch in den Genuss, tollen Wein vom Kaiserstuhl auftischen zu können. Wir haben es dann „Kaiserstuhl meets Rhön“ genannt! Man muss sich also nur zu helfen wissen 😉 Allerdings waren wir auch gut vorbereitet und hatten diese Info schon vor dem Start der Tour.

Kaiserstuhl meets Rhön

 

Und weiter ging’s auf dem Hochrhöner

Unterwegs haben wir dann auch noch ein tolles Schild zum Hochrhöner gefunden. Wer dies übersieht ist wohl selbst schuld! 😉

Markierung am Weg

Nachdem wir Gotthards durchquert haben, fanden wir Zwetschgenbäume, die gerade reife Früchte trugen! Herrlich! Wir hatten uns dann jeder eine Hand voll genommen und verspeisten unsere Beute auf dem kommenden Anstieg zwischen Gotthards und dem nächsten Ort Schwarzbach. Köstlich! Hier hatten wir wieder die tolle Fernsicht in die Rhön hinein!

Der Hochrhöner

Und in Schwarzbach sollten wir auch endlich den Rhönschafen ganz nahe kommen! So nahe, dass wir sie sogar anfassen konnten. Und die lieben Schafe waren auch sehr zutraulich, so dass sie an Karins Hand schnupperten. Leider gab es dann eine Berührung mit dem elektrischen Zaun, so dass sich alle Beteiligten über den kleinen Elektroschock erst einmal gut erschrocken haben. Aber es geht allen Beteiligten gut, keine Sorge! 🙂

zutrauliches Rhönschaf

Hinter dem Ort ging es über Wiesenwege wieder in die Höhe hinauf. Oben angekommen machten wir wieder an einer Bank Rast und genossen einen Schluck des wohlverdienten Weines, welcher von Conni tapfer durch die Gegend getragen wurde! 🙂 Und an unserer Rastbank entdeckten wir ein Schild aus der Vergangenheit…

Schild aus vergangener Zeit

Bald sollten wir unser heutiges Etappenziel erreichen. Auf der Karte sahen wir, dass der Weg einen U-Turn macht, um an naheliegender Stelle wieder herauszukommen. Also beschlossen wir an dieser Stelle querfeldein zu laufen und die Spitzkehre einfach auszulassen. Leichter gesagt als getan, mussten wir uns  so durch dichtes Gestrüpp und durch Stacheldrahtzaun kämpfen. Mal durch die Mitte, mal drüber und mal kriechend drunter durch! 😉 Aber es war lustig und wir fanden auch leicht wieder auf den Weg zurück.

Der Hochrhöner – Fernsicht

Von dem dort nahegelegenen Ort machten wir uns über eine Zuwegung des Hochrhöners auf nach Elters, unserem Etappenziel für diesen Tag. In unserem dortigen Hotel trafen wir am Abend beim Essen auf eine Gruppe von drei jungen Männern, die ebenfalls auf dem Hochrhöner (nur in die entgegengesetzte Richtung) unterwegs waren. Im Gespräch erfuhren wir, dass sie sich spontan für einen Trip in die Rhön entschieden haben. Ursprünglich wollten sie in die Alpen fahren, haben die Tour aber wegen des schlechten Wetters dort in die Rhön verlegt. Und sie waren trotzdem begeistert! Es muss also nicht immer alpin sein! 😉

Zuwegung nach Elters

Am nächsten Tag ging es dann auf unsere letzte Etappe mit dem Ziel Wasserkuppe! Diese hatte uns die ganzen Tage zuvor nicht aus den Augen gelassen. Aber jetzt näherten wir uns dem markanten Gipfel unausweichlich! Es dauerte auch nicht lange und wir kamen bald von der Zuwegung wieder auf den Hauptweg zurück. Dort wartete schon der nächste Anstieg im Wald auf uns, den wir aber wie alle anderen zuvor mit links genommen haben, waren wir doch schon im Wanderrausch! 😉

Auf zur letzten Etappe

Kaum wieder auf der Strecke, hatten wir die nächste Begegnung mit den Rhönschafen. Diesmal wagte ich mich, die Hand zu den Schafen zu halten, was natürlich mit einem „Vorsicht mit dem Zaun“ kommentiert wurde. 😉 Doch an diesem Tag passierte nichts und ich verfütterte meinen am Tag zuvor vom Baum gepflügten Apfel an ein Schaf, welches sich als erstes zu mir traute. Es fraß mir sofort aus der Hand 😉

zutrauliche Rhönschafe

Immer wieder begleiteten uns die Fernsichten, bis wir unser nächstes Ziel vor Augen hatten: die Milseburg. Gestärkt mit einem Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen machten wir uns ein weiteres Mal querfeldein (statt dem Hochrhöner zu folgen 😉 ) auf den Aufstieg! Und ich muss sagen, es lohnt sich wirklich, den am Ende schon anspruchsvolleren Anstieg zu nehmen, hat man von dort oben doch einen beeindruckenden Blick in die Ferne und wiederum auf die Wasserkuppe!

Milseburg, Der Hochrhöner

Doch wer denkt, die Milseburg sei eine Burg, täuscht sich. Es handelt sich hierbei um eine Felsformation, das Grab des Riesen Mils. Eine Tafel zur Legende des Riesen steht kurz unter dem Gipfel und erzählt von Mils, der nicht wollte, dass sich die Menschen taufen ließen…

Auf der Milseburg, Der Hochrhöner

Nun war die Wasserkuppe auch schon näher als jemals zuvor auf unserer Tour. Nicht mehr weit und wir hatten unser Ziel erreicht. Doch zuvor stand noch der Abstieg von der Milseburg an sowie die geplante Einkehr an der Enzianhütte, die uns sehr empfohlen wurde.

Blick von der Milseburg zur Wasserkuppe, Der Hochrhöner

Nach einem längeren Stück durch den Wald, vorbei am Bubenbader Stein kamen wir unterhalb der Enzianhütte an. Und wir hörten schon von weitem die dort spielende Blasmusikkapelle. Dies spornte uns an und der steilere Aufstieg zur Hütte war schon gar nicht mehr so schwer, denn es ging mit Schwung hinauf! 🙂 Oben angekommen standen dann die Jungs von der Blaskapelle wie zum Empfang der Wanderer direkt am Weg und spielten auch Musik für jedermann! Glücklicherweise haben wir auch noch eine Bank mit Blick auf die Milseburg ergattern können, wo wir dann den Ausblick genossen und unsere wohlverdienten Suppen! 🙂

Blasmusik an der Enzianhütte, Der Hochrhöner

Vorbei am Weiherberg ging es dann zunächst wieder ein Stück hinab, bevor wir in den Anstieg zur Wasserkuppe einsteigen konnten. Und der hatte es wirklich in sich, liefen wir doch parallel zur Skiloipe hinauf. Aber der Pfad war wirklich wunderschön und die Ausblicke noch besser und schöner als zuvor! Nach schweißtreibender „Arbeit“ erreichten wir nach einem kurzen Waldstück dann unser Ziel und die Wasserkuppe thronte direkt über uns!

Wasserkuppe, Der Hochrhöner

Es windete wirklich sehr, aber das Wetter war dennoch sehr gut, hatten wir gute Sicht und auch ein wenig Sonne. Es war sehr schön, aber leider auch schade zugleich, denn unsere Tour sollten hier schon zu Ende sein und die Abreise am nächsten Tag nahte…

Wasserkuppe, Der Hochrhöner

Die Hochrhönerrunde: eine wunderschöne Tour mit tollen Eindrücken, Aussichten, Erlebnissen und jeder Menge Spaß! 🙂 Wer Stille und Auszeit vom Alltag sucht, ist hier genau richtig! Erholung pur ab dem ersten Tag garantiert! 🙂

Karin, Conni und Kerstin on Tour!





1 Kommentar »

  1. Katrin — 11. November 2012 @ 15:50

    Auch dieser Bericht hat mir, wie schon Teil 1, viel Spaß gemacht beim Lesen und mich bestärkt, auch einmal in der Rhön zu wandern. Vielen Dank für den interessanten und unterhaltsamen Artikel und die Anregung!
    Liebe Grüße
    von Katrin

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