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Karin von: am: 7.11.2012
Karin Autor(in):    |   7. Nov 2012   |    Kategorie: Ahrsteig, Eifel, Events, Fachsimpeln, Fernwanderwege,

„Und hiermit ist der Ahrsteig eröffnet“

Mit diesen Worten durchschnitt Tourismusministerin Lemke am 3. 11.12 gemeinsam mit den Kollegen Bürgermeistern das rote Band am Ahrsteig und gab somit den lang ersehnten Fernwanderweg frei.

 

Ministerin Lemke eröffnet den Ahrsteig

Ministerin Lemke eröffnet den Ahrsteig

 

Wenn man den Ahrsteig und seine Geschichte in Zahlen fassen will, klingt das schon recht imposant:

2110 Markierungszeichen

40 Liter Markierfarbe

300 Holzpfosten

200 Pfeilwegweiser

43 Bänke

110 km Länge

150.000 € Investitionssumme

7 Jahre Planungszeit

 

Wegweiser am Ahrsteig

Wegweiser am Ahrsteig

 

Farbmarkierung an Bäumen

Farbmarkierung an Bäumen

 

 

 

Markierungspfosten mit Plaketten

Markierungspfosten mit Plaketten

Aber: Was sind schon Zahlen??? Draußen vor der Tür zählt allein das Wandererlebnis. Und dieses wird heutzutage ja garantiert, weil man die Wege nach Qualitätskriterein aussucht. Nun hoffen wir auch, dass sich die Wegesondierer da nicht vermessen haben und man auch wirklich auf jedem 4-Kilometer-Abschnitt alle wichtigen Wanderansprüche erfüllt.

 

Ich bin schon gespannt auf die erste Begehung…. Wer sich informieren möchte, findet die Etappen bereits im Wandertourenplaner (einfach im Suchfeld Ahrsteig eingeben, dann kommen die verschiedenen Etappen…). Auch gibt es seit Kurzem eine Facebookseite und passend zur Eröffnung ein Infoflyer und ein Wanderbuch nebst Karte.

Nun wollte ich Euch aber noch kurz erzählen, wie die Eröffnung ablief:

Nachdem zunächst ein Sektempfang in der Weinmanufaktur in Ahrweiler die rund 100 Gäste auf diesen Festtag einstimmte, gab es Grußworte und einen spannenden Vortrag von Prof. Quack zum Wandertourismus in Deutschland.

Vortrag Prof. Quack zum Wandertourismus

Vortrag Prof. Quack zum Wandertourismus

Demnach wandern die Hälfte aller Deutsche zumindest gelegentlich und diejenigen, die noch nicht wandern, geben als Grund an, dass sie dies aus gesundheitlichen Gründen nicht können. Hier ist ein großes Potenzial, über sanfte Touren, mit medizinischer Begleitung auch das Gesundheitswandern im Ahrtal zu etablieren.

Eine anschließende Expertenrunde war sich auch insgesamt darüber einig, dass die Region mit dem Ahrsteig auf das richtige Pferd gesetzt habe. Es ginge darum, neue Gäste in das Tal zu locken, die natürliche Mittelgebirgslandschaften bevorzugen. Wichtig sei es, „dran zu bleiben“, die Qualität des Weges und seiner Ausführung zu pflegen und zu steigern, das Gastgewerbe mizunehmen und passendes Marketing zu betreiben. Also – die Arbeit geht weiter!

Nun ging es zur offiziellen Bandzerschneidung und Weg-Einsegnung nach draußen… und als ob sich auch der Wettergott gerührt zeigte, fing es zunächst behutsam an zu regnen.

Bandzerscheidung mit Bürgermeistern

Bandzerscheidung mit Bürgermeistern

Alsdann startete die Begehung von Walporzheim nach Ahrweiler, durch ein wunderschönes Seitentälchen, mal hinab, mal hinauf auf schmalen Pfaden mit manch kuscheliger Wanderliege. Leider war das Fotografieren da nicht mehr möglich ;-(

Der Regen steigerte sich…bis es dann zu wolkenbruchähnlichen Zuständen kam. So wurde der Rotwein (etwas zu kühl) an der Pausenstation eher gekippt als genossen, denn alle waren froh, weiter zu gehen, bis man sich schließlich im AhrWeinForum wieder im Trockenen versammelte. Hier wurden die Wegepaten geehrt für ihre tolle Arbeit und man konnte sich in ein Gästebuch einschreiben -sehr schöne Idee :-)

Bei kulinarischen Genüssen wurde noch lange geklönt und sich an der Eröffnung des Weges gemeinsam erfreut. Ich habe selten so eine harmonische und fröhliche Atmosphäre bei einer Wegeeröffnung erlebt – Weiter so!

 

 





6 Kommentare »

  1. Jürgen aus Bornheim — 12. November 2012 @ 21:13

    Hallo Karin,
    na endlich kommt jemand auch mit einem Bericht über die Eröffnung des Ahrsteigs ins Netz; so kann ich auch hier über meine ersten – durchaus auch kritischen – Erfahrungen auf dem neuen Steig berichten.
    Ich selbst warte schon einige Monate darauf, dass es auf diesem Steig endlich losgehen kann. So habe ich mir schon unmittelbar am Tage nach der Eröffnung des neuen Steigs die erste und zweite Etappe von Blankenheim nach Aremberg vorgenommen.
    Meine ersten Erfahrungen auf dem Ahrsteig:
    Tourdaten:
    Sonntag, 04. November 2012, Start in Blankenheim: 08.45 Uhr
    Etappen 1 und 2 des Ahrsteigs von Blankenheim nach Aremberg
    Gesamtkilometer (gerundet): 23 (Garmin 62s GPS-Daten)
    Höhenmeter (Aufstieg): 530 (Garmin 62s GPS-Daten)
    Normale Gehzeit (geschätzt ohne Pausen): 5:30-6:00 Stunden
    Meine pers. Gehzeit (ohne Pausen): 4:45 Stunden (Garmin 62s GPS-Daten)
    Wetter: stark bewölkt, keine Sonne aber auch kein Regen, in den Höhenlagen (Hühnerberg !) sehr frischer Wind
    Temperaturen: Start: 4° / Ankunft 8°
    Allgemeines zur Tour:
    Es handelt sich um eine Wald-und Wiesenwanderung, die ganz überwiegend über befestigte, teils sogar asphaltierte Wege führt. Nennenswerte Pfadabschnitte gibt es in einer Länge von ca. 2 Kilometern nur auf der ersten Etappe zwischen Blankenheim und Freilingen, wobei auf dieser Etappe zu Beginn auch der längste asphaltierte Abschnitt absolviert werden muss. Auf dem Abschnitt vom Hühnerberg bis Aremberg (2. Etappe) führt die Tour auch mehrere Kilometer über sog. Waldautobahnen im Lommersdorfer Wald. Ihre Höhepunkte haben die beiden Etappen bereits zu Beginn mit dem netten Eifelstädtchen Blankenheim und im weiteren Verlauf mit der phantastischen Weitsichten vom Hühnerberg und von der Terrasse der “Burgschänke” am Zielort Aremberg in der Burgstraße.
    Persönliche Beurteilung:
    Die beiden ersten Etappen des Ahrsteigs sind bestens beschildert. Eine Wanderkarte oder sogar ein GPS benötigt man nicht. Schwierige Passagen gibt es auf den ersten beiden Etappen des Ahrsteigs mit Ausnahme der kurzen steile Anstiege über wohl neu geschaffenen Wege am Hühnerberg nicht. In niederschlagsreichen Zeiten empfehlen sich matschfeste Wanderschuhe.
    Von einem Wanderweg, der die Bezeichnung “Steig” im Namen trägt, hatte ich einen höheren Anteil an Pfaden und unbefestigten Wegen, gleichzeitig aber auch einen deutlich geringeren Anteil an asphaltierten Wegen und Waldautobahnen erwartet. Auch scheint mir den Planern das Thema dieses Steigs, die Ahr, bei dieser Wegführung ein wenig abhanden gekommen zu sein.
    Besondere Hinweise:
    Die Anbindung der Etappen 1 und 2 (und wohl auch noch der 3. Etappe) an den öffentlichen Nahverkehr kann nur als katastrophal bezeichnet werden. Die Wanderer, die nicht über einen privaten Hol- und Bringservice oder einen zweiten PKW verfügen, verbleibt an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen für die Rückfahrt zum Ausgangspunkt Blankenheim nur ein Taxi. Für die Fahrt von Aremberg nach Blankenheim kommen dabei 27,00 Euro zusammen (Taxi Dieter, Blankenheim, Tel.: 02449 / 917228). Der Anrufbus von Freilingen nach Blankenheim verkehrt nur bis Samstags mittags. Möglicherweise ist die fehlende Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel auch der Grund, warum ich auf der gesamten Strecke von immerhin 23 km nicht einen einzigen anderen Wanderer getroffen habe.
    Für einen der kommenden Sonntage habe ich mir die 3. Etappe des Ahrsteigs von Aremberg nach Insul vorgenommen (trotz auch hier nicht zu vermeidender Taxikosten). Ich hoffe nur, dass die Wegecharakteristik auf dieser Etappe dann wieder dem nahe kommt, was ich unter einem „Steig“ verstehe und erleben möchte. Die phantastischen Pfade rund um Altenahr selbst, über die Angelica in ihrem Blog in ihrer unnachahmlichen Weise berichtet und die auch Gegenstand von Touren des NaturAktivErleben-Teams sind und auf denen ich schon zahlreiche Kilometer absolviert habe, geben meine Hoffnungen und Erwartungen vor.
    Viele Grüße aus der Mainmetropole
    Jürgen aus dem rheinischen Bornheim

  2. Karin — 12. November 2012 @ 22:28

    Hallo Jürgen,
    danke für Deinen ehrlichen Bericht. Bin auch gespannt, wie mir die Wegeführung gefällt. Ich habe bei der Eröffnung einen Buchautor kennen gelernt (Buch zum Ahrsteig im DoMont-Aktiv-Serie erscheint nächstes Jahr), der den ganzen Weg gelaufen ist. Ihm gefällt der Weg insgesamt besser als der Eifelsteig und das ist für mich ein gutes Zeichen. Das Wort „Steig“ sehe ich mal eher als Sinnbild für abwechslungsreiche Wege, nicht nur das Format betreffend.. Ich selbst mag auch keine Waldautobahnen oder Asphaltstrecken, habe aber auch nix dagegen, wenn es schöne, auch mal breitere Wege gibt. Zuviele Pfade oder Steigstellen sind beim Wandern mit mehreren Leuten einfach nicht so praktisch zum reden :-).
    Drum hoffe ich, dass mich der Ahrsteig nicht enttäuschen wird.
    Kannst ja mal wieder berichten, gerne auch in einem Beitrag hier im Blog.
    Alles Liebe,
    Karin

  3. Olaf Goebel — 16. Februar 2013 @ 17:07

    Hallo Karin,

    bin erst jetzt auf Deinen Eintrag gestoßen. Da wir uns kennen auch öffentlich dazu ein offenes Wort. Es wäre schön gewesen, wenn Du am 12. November 2012 nicht nur einen Autor erwähnt hättest, dessen Buch frühestens für April 2013 (!) vom Verlag angekündigt ist.
    Pünktlich zur Freigabe des AhrSteigs lag das „Wanderparadies AhrSteig“ (Ideemedia Verlag) als offizieller und bis heute einziger Wanderführer mit zusätzlicher Karte vor. Dieser wurde bei der Eröffnungsfeier an alle Helfer als Geschenk verteilt. Du kennst das Buch und ich hätte Dir als Autor gerne am Rande der Veranstaltung ein wenig über den Weg erzählt…

    Beste Grüße,
    Olaf

  4. Karin — 17. Februar 2013 @ 21:46

    Hallo Olaf,
    das klingt fast ein bisschen beleidigt oder täusche ich mich?

    Never mind, dass sich nicht die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Dir ergeben hatte. Ganz oben im Text habe ich übrigens erwähnt, dass es schon einen Wanderführer nebst Karte gibt. Das werde ich übrigens beides demnächst mal bei einer Ahrsteig-Begehung testen. Freue mich schon drauf!

    Alles Gute,
    Karin

    P. S. Ein Blog lebt von Authentizität, nicht von Werbung.
    Natürlich kann man mittlerweile alle Infos unter http://www.ahrsteig.de finden.

  5. Olaf — 19. Februar 2013 @ 22:50

    Hallo Karin,

    nein, nicht beleidigt, sondern nur etwas verwundert. Und das war es von mir auch dazu.
    Freuen wir uns über den tollen AhrSteig in einer herrlichen Wein- und Kulturlandschaft, der auch wachsende Premium-Konkurrenz nicht zu scheuen braucht.
    Vielleicht laufen wir mal gemeinsam ein Stück mit Blick auf die Ahr und tauschen bei einem Glas Roten ein paar Erfahrungen aus. Denn der AhrSteig-Erlebnistag am 17. März ist ja nicht mehr so weit entfernt.

    Beste Grüße,
    Olaf

  6. p.winninger
    Peter Winninger — 28. April 2013 @ 12:15

    Hallo.
    Ich habe jetzt meine erste „Schnupper-Etappe“ (Walporzheim-Bad Neuenahr) hinter mir und ich kann jetzt schon sagen:
    Es werden weitere folgen.
    Gruß
    Peter

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