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Elke von: am: 2.11.2012
Elke Autor(in):    |   2. Nov 2012   |    Kategorie: RheinBurgenWeg, Romantischer Rhein,

Alles was ohne Helm und Seil zu bewältigen ist, ist pille palle

Mädelstour Herbst 2012- Bacharach – Oberwesel und Oberwesel – St. Goar (Fotos)

Der heutige Tag führt uns von Oberwesel über das Günderrodehaus, über den Oelsbergklettersteig (Variante des Rheinburgenwegs) (harrrrrrr, das war ein Abenteuer), auf die Burg Rheinfels nach St. Goar.

Wir nächtigen nach dem opulenten Mahl des Vorabends und einem herrlichen Prosit auf die abwesende Iris, im Hotel Goldener Pfropfenzieher.
Der Preis – 55,00 Euronen für ein Einzelzimmer, 82,00 € für das Doppelzimmer war meiner Meinung nach, im Verhältnis zur Leistung, etwas überzogen.
Wir haben aber gut geruht und starten den Tag mit gutem Frühstück und dürfen uns auch ein Brötchen als Wegzehrung mitnehmen.

Wir verlassen also St. Goar und wandern gemächlich und in herrlichem Sonnenschein Richtung Günderrodehaus.

Ein Gebäude bzw. ein Ensemble, dass 200 Jahre auf dem Buckel hat und für Filmaufnahmen aus dem Hunsrück hierher versetzt wurde. Stein für Stein hat man es während der Dreharbeiten hier wieder aufgebaut und es lohnt sich hier vorbei zu schauen.

Allerdings ist schon der Weg dort hin ein Hingucker. Dies hier ist ein Ferienhaus, mit Pool und Blick auf den Rhein und Oberwesel. Einfach göttlich-

Noch hängt über dem Wasser der Dunst, während auf den Höhen die Sonne schon sämtliche Wolken verscheucht hat. Heute wird ein guter Tag, das verspricht zumindest der Wetterbericht auch für diese Gegend.

Die folgenden Fotos zeigen den Blick vom Günderrodehaus und das Umfeld. Wir sind so verzaubert von diesem Plätzchen, dass wir uns kaum losreißen können.

Es gibt ja in meinem Picasa Webalbum noch mehr Eindrücke. Oben ist der Link dazu.

Wir aber müssen nun weiter, denn mit Spannung erwarten wir den weiteren Verlauf unserer Tour. Beim Frühstück stand die Frage im Raum:Oelsbergklettersteig ja oder nein?

Unsere liebe Conny plädierte deutlich für ein „JA“ und auch Tanja, die eindeutig Angst vor Höhen hat, will sich dem Abenteuer stellen. Allesamt geht uns ein wenig der Herzschlag höher, denn wir wissen ja gar nicht was uns erwartet.

Wir bewundern diese unglaublichen Malereien an den Häusern hier. Dali hat in dieser Gegend deutliche Spuren hinterlassen, Fans von ihm sschmücken ihre Häuser mit seinen Motiven-

Aber genug abgelenkt, nun wird es ernst. Das Schild warnt den Wanderer, dass er auf eigene Gefahr den Klettersteig begeht (klettert). Das trägt nicht unbedingt zu unserer Beruhigung bei, aber Conny äußerst sich sehr deutlich:
„Alles was ohne Helm und Seilsicherung absolviert werden kann ist pille palle.“

Der Spruch wird uns den Rest der Wanderung, aber insbesondere auf dem Oelsbergsteig begleiten.

Während meine Kamera sicher in Connys Rucksack ruht, fotografiere ich von nun an mit der kleinen Lumix, die sonst Tanja nutzt.

Pille Palle…..aha
Das sieht wirklich absolut locker aus, liebe Conny 🙂

Und Tanja, die vor Monaten nicht mal in einen tiefen Brunnen gucken konnte, ohne das Gruseln zu kriegen, sie klettert und klettert und bezwingt den Steig unverdrossen.

Und bevor noch das letzte Seil, das letzte Eisen geschafft ist, steht sie dort oben an dem Kreuz und ist stolz wie Bolle, unverkennbar!

Geschafft, auch wenn das letzte Seil nicht mehr befestigt war (es war aus dem Fels gerissen). Wir haben es geschafft. Nun geht es gemächlich weiter, der Herzschlag beruhigt sich wieder.

Connys Bemerkung dazu: „Man muss auch mal etwas gefährliches tun. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit, wenn es etwas enger auf den Pfaden wurde erklang hinter oder vor mir das Brummel „GEFÄÄÄÄÄHRLICH“

Der Blick dazu, naja Conny an dem böööösen Blick musst du noch üben, aber die Augen sind schon gut so !!!! 🙂

Neugierig musste ich einen Hang hinauf, der nicht besonders viel Halt bot, einfach weil ich wissen wollte, was es dort oben zu sehen gibt, während Tanja und Conny auf einer Bank ruhen.
Auf mein Fluchen über den rutschigen und viel zu schnellen Abstieg kommentiert Tanja: “ Na ja, schlimmstenfalls bremst dich die Bank“  HA HA HA….große Klappe NACH dem Klettersteig 🙂

Die Hälfte der Tour liegt schon hinter uns, sie ist ja auch kurz. Wir kommen mit allen Abstechern an diesem Tag nur auf knapp 14km, aber die sind gefüllt mit vielen schönen Ansichten und sehr viel guter Laune.

Hier der erste Loreley Blick. Und zum xten Mal beschwert sich Tanja, dass sie die Loreley noch nie gesehen hat. Wir hatten Sie oben auf den Felsen vermutet, aber sie sitzt ja am Ende der Landzunge dort unten. Und das sollten wir später auch sehen können

Aber zunächst sollten wir erstmal Aufklärung darüber leisten, dass es sich bei der Loreley um eine erfundene Lied- und Geschichtsfigur handelt.

Wenn der werte Leser sich bemüht, wird er im linken unteren Drittel dieses Fotos orange Punkte erblicken. Genau die, die über die gesamte Fläche des gegenüber liegenden Wald, Wiesen, Weinberg und Waldgebietes verstreut waren, von denen wir zunächst dachten es handelte sich hier um Holländer, die ihre Signalfarben tragen.
Lautes Hundegebell und Schüsse ließen uns aber dann doch zu der Überzeugung kommen, dass es sich hier um Jäger handelt.

Weitere Loreleyblicke folgen und auch die Chance mal wieder mit kindlichem Vergnügen zu schaukeln. Wir hatten viel Freunde an diesem Spielzeug.

Und dort unten ist sie, die Burg Rheinfels, die wir immer wieder sehen konnten, sich aber bei der nächsten Biegung immer wieder unsren Blicken entzog, sodass. So eine große Burg kann sich doch nicht immer und immer wieder verstecken…… doch sie kann!

Nach einigem Suchen landen wir tatsächlich endlich an der Burg und bekommen unseren wohlverdienten Kaffee in einem herrlichen Burgrestaurant. Der Käsekuchen war großartig.

Die Zeit wurde langsam knapp, fahren im Dunkeln ist nicht immer ein Vergnügen, also blieb nur eine kurze Zeit für mich eine kleine Runde durch den Innenbereich der Burg zu machen. die 4 Euro habe ich gerne investiert und bei Gelegenheit wird gründlich geschaut.

Und während ich dort oben Burgfräulein spiele, warten die beiden unten geduldig auf mich, herzlichen Dank dafür an euch beiden, die ihr ohnehin sehr sanftmütig mit meiner Fotografierfreude umgeht.

Zeit für die Heimfahrt, wir verabschieden uns von der Burg, mit einem etwas wehmütigen Blick zurück. Conny hat ja schon einen Plan, wie sie an eine romantische Übernachtung im Burghotel kommt. :-).

Ganz am Ende unserer Wanderung sollte Tanja noch einmal die Gelegenheit haben uns
1. zu irritieren und 2. im späteren Verlauf, nämlich während unserer Heimfahrt für glucksendes und kaum enden wollendes Lachen zu sorgen.

Sie entdeckt, gegenüber unseres Parkplatzes ein Haus mit einer Tafel, woraus folgendes geschrieben stand:

Diesen Fischer gab es tatsächlich, es gab ein Mädchen mit blonden Haaren und es gab Schiffer, die dort am Lorelyfelsen verunglückten, aber die Geschichte und das Lied, dass dereinst ersonnen wurde, sind eben nichts anderes als Mythos. DAS konnten wir dank Internetverbindung mit dem Handy, heraus finden. Aber zunächst hatte die gute Tanja es geschafft, dass Conny und ich an unserem Wissen zur Mär über das blonde Weib, zweifelt  🙂

Auch dieses Wochenende war einfach toll, auch wenn wir am Samstag alle unsere Kampfgeister hervor rufen mussten. Ich freue mich jetzt schon auf die Tour im Frühjahr 2013, die hoffentlich wieder im Viererteam stattfinden kann. Iris bekommt dann
3 Wochen vorher Ausgehverbot und nur Gemüse und Obst als Nahrungsmittel verordnet 🙂  🙂





2 Kommentare »

  1. M.D.
    M.D. — 2. November 2012 @ 18:30

    Das beängstigenste am Oelsbergsteig war für mich das Ziegengehege, durch das man durch muss.
    Zum Glück wanderte vor mir ein einzelner Mann, als ich da unterwegs war, zur Not hätte ich die (sicherlich) menschenfressenden Ziegen an ihn verwiesen… 😉

    Ansonsten fand ich den Weg ganz easy – aber schön.

  2. Elke
    Fotografischereisenundwanderungen — 2. November 2012 @ 19:18

    Hallo M.D.

    Wirklich Angst hatte wohl keine von uns, aber da wir alle in diesem Jahr das erste Mal über Leitern und Eisen geklettert sind, war das schon etwas besonderes und Tanja hat Angst vor Höhe.
    Der Weg war traumhaft und bei diesem Wetter einfach grandios 🙂
    LG
    Elke

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