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Kerstin von: am: 30.10.2012
Kerstin Autor(in):    |   30. Okt 2012   |    Kategorie: Fernwanderwege, Naturerlebnis, Top Trails,

Im Land der offenen Fernen – Teil 1: Die Lange Rhön

Darauf habe ich mich schon fast ein halbes Jahr lang gefreut: auf die gemeinsame Wandertour mit Karin und Conni! Nach einer guten Planung im Vorfeld (auch durch unseren lieben Kollegen vor Ort), ging es Ende September dann endlich los und wir reisten aus drei unterschiedlichen Richtungen in die Rhön, genauer nach Gersfeld, an. Am Abend der Anreise wurde die Tour dann noch einmal mit unserem lieben Kollegen Roland durchgesprochen und so konnte ja nichts mehr schief gehen!

 

Kaskadenschlucht, Rhön

Kaskadenschlucht, Rhön

Unser Plan: Die Hochrhöner Runde in 4 statt in 5 Tagen zu erwandern. Da wir ja alle fit genug sind, um dies zu schaffen, hatten wir auch keinerlei Bedenken, die knapp 100 km in dieser Zeit zu laufen. Die Vorfreude auf die Tour wurde von Minute zu Minute größer.

Laut Reiseführer verbindet diese Runde die schönsten Abschnitte des Premiumfernwanderwegs “Der Hochrhöner” mit den beiden Abschnitten “Lange Rhön” und “Kuppenrhön”. Unsere Wirtin hat uns dann am ersten unserer vier Wandertage in der Kaskadenschlucht ausgesetzt. Dieser Teil gehört noch nicht zur Hochrhöner Runde, ist aber ein Zuweg zur Runde und nicht minder schön zu wandern.

Doch lange mussten wir nicht warten, um auf die Hauptroute zu gelangen. Das erste Highlight wartete auch schon auf uns: Das Rote Moor! Beeindruckt von der ersten Aussicht über das Biotop erklommen wir natürlich den einladenden Aussichtsturm, spielten kurz “Rapunzel, lass dein Haar herunter” und machten uns dann auf den Holzweg…

Rotes Moor, Rhön

Rotes Moor, Rhön

 

Rapunzel in der Rhön

Rapunzel in der Rhön

Fotostopps mussten natürlich auch gemacht und inszeniert werden. 😉 Tolle Eindrücke hat man hier im Moor und kann sich mit dem Blick kaum loseisen. 

Holzweg im Roten Moor, Rhön

Holzweg im Roten Moor, Rhön

 

Fotostopp im Roten Moor, Rhön

Fotostopp im Roten Moor, Rhön

Nach einem kleinen See im Biotop ging es dann weiter vorbei am NABU-Infozentrum. Hier ging es nach einer kurzen Kaffee- und Kuchenstärkung weiter auf der Variante Lange Rhön. Nach unserem Start in Hessen, wanderten wir nun über die Landesgrenze nach Bayern hinein. Vom Landesübertritt haben wir hier nicht viel gemerkt, außer dass wir es an der Landkarte feststellen konnten, wo wir in etwa die Grenze überlaufen haben. 😉 Später würden wir einen Grenzübergang aber näher zu fassen bekommen…

Rotes Moor, Rhön

Rotes Moor, Rhön

Begleitet von tollen Fernsichten über die Rhön und den immer wiederkehrenden Aussichten auf die Wasserkuppe, die wir am letzten Tag unserer Tour erreichen sollten, kamen wir ganz schnell aus dem Alltagsstress in der weiten Stille an. Herrlich! Wir suchten auch immer bei den Aussichten die berühmt berüchtigten Rhönschafe! Weiße Schafe mit schwarzem Kopf. Und da tauchten sie in der Ferne endlich auf! Leider kamen wir da noch nicht so nahe dran. Aber wir hatten ja noch Zeit.

Lange Rhön, Der Hochrhöner

Lange Rhön, Der Hochrhöner

 

Fernsicht, Der Hochrhöner

Fernsicht, Der Hochrhöner

Dann wurde es aber auch bald Zeit für eine Stärkung mittels eines ausgewogenen Picknicks! Da wir ja zu dritt unterwegs waren, waren wir auch bestens ausgerüstet mit allem, was das Herz höher schlagen lässt. Aber seht doch selbst auf die kleine Auswahl auf unserem Tisch! J Dabei hatten wir uns auch einen tollen Platz ausgesucht: In der Ferne die Wasserkuppe. Mit einem “Hallo Roland” winkten wir fröhlich zur Wasserkuppe hinüber, auf der der Roland arbeitet.

Picknick - bestens ausgerüstet!

Picknick – bestens ausgerüstet!

Bald wurde es dann spannend. Geschichtlich ein sehr interessantes Stück, wandert man doch entlang der bayrischen und hessischen Grenze entlang Richtung thüringische Grenze. Doch zunächst wanderten wir am Schwarzen Moor vorbei, wo wir dann auch noch eine Kaffeepause einlegen konnten. Leider kamen wir auf der Wanderung nicht direkt durchs Moor wie beim Roten Moor zuvor. Aber das war nicht weiter schlimm, hatten wir an diesem Tag bereits ein Moor durchwandert.

 

Teilstück des Hochrhöners

Teilstück des Hochrhöners

 Nun aber zurück zu unserer Grenzerfahrung an diesem Tag… Aus der Karte sowie aus der Tourenbeschreibung haben wir erfahren, dass uns unsere Wanderung direkt an einem Grenzturm der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze vorbei führt. Von weitem sah man den Wachturm schon, auf den man zuwanderte. Dort angekommen konnten wir auch direkt an den Turm ran, ihn von einem Aussichtsfelsen sehen und die alten Grenzzäune durchlaufen. Ein Stück weiter liefen wir auf dem Grünen Band, welches uns noch eine ganze Zeit lang auf unserer Wanderung begleiten sollte.

ehem. deutsch-deutsche Grenze, Frankenheim

ehem. deutsch-deutsche Grenze, Frankenheim

 

Kerstin "drüben"

Kerstin „drüben“

Nun waren wir also in Thüringen angelangt. An einem Tag durch drei Bundesländer wandern. Wo hat man das sonst noch so schnell? Unser Ziel des Tages war dann auch nicht mehr weit entfernt. Nachdem wir den Ort Frankheim hinter uns gelassen hatten ging es schnell zum Eisenacher Haus, in dem wir übernachtet haben. Und es war wirklich toll! Hatte man doch rundherum um das Haus weit und breit nur Natur. Kein Ort, kein Verkehrslärm… einfach nur Stille und Weite…

Sonnenuntergang am Hochrhöner

Sonnenuntergang am Hochrhöner

Nach einem guten Abendessen und einer ruhigen Nacht, ging es am kommenden Morgen vom Eisenacher Haus wieder weiter auf die Hochrhöner Runde. Und da unsere Beherbergungsstätte direkt am Wegesrand liegt, waren wir auch ohne große Umschweife wieder mitten drin! 😀 Weiter durch Wälder kamen wir immer wieder an schönen Aussichten weit in die Ferne vorbei. Bald fanden wir eine wirklich tolle Sitzgelegenheit, auf der wir schönen Spaß hatten!

Bank am Hochrhöner

Bank am Hochrhöner

Weiter durch die Natur bei tollen Sonnenschein schauten wir, was wir am Wegesrand an Bäumen und Sträuchern sowie weiteren Pflanzen erkannten. Unseren ersten Kaffeestopp machten wir dann in Mittelsdorf, einem kleinen Dorf in Thüringen, unweit der Grenze. In dem kleinen Ort gab es laut Karte eine Einkehrmöglichkeit auch direkt am Weg. Diese nutzen wir also direkt. Es war ein kleines Gasthaus (Zur Linde) mit wenigen Zimmern und einem Hof drumherum. Nach kurzem Rufen kam auch schon ein älterer Herr zu uns, der sich, wie auf dem Schild an der Tür stand, im Garten befand. Er kochte für uns einen Kaffee und setzte sich dann bald drauf zu uns. So kamen wir auch ins Gespräch und erfuhren hautnah, wie er und seine Familie die Grenzöffnung erlebt haben. Es war schon eine sehr interessante Erfahrung, die an dieser Stelle zu erzählen allerdings zu lange wäre. Aber schaut doch mal dort vorbei, wenn ihr vor Ort seid! 😉

Dies war auch unsere letzte Einkehrmöglichkeit auf dieser Tagesetappe. Das heißt, wir sind mitten, ja mitten durch alle Natur gelaufen. So hatten wir auch an diesem Tag ein üppiges Picknick dabei. Natürlich durfte die da von Karin am ersten Tag erstandene “Rhönhexe” nicht fehlen. 😉 Über weite Flächen und dem ein oder anderen Wäldchen ging es wieder ein Stück entlang des Grünen Bandes. Grenze zum Anfassen!

Grünes Band, Der Hochrhöner

Grünes Band, Der Hochrhöner

Unser Tagesziel war an diesem Tag Tann. Kurz bevor wir den Ort erreichten, teilte sich der Weg noch einmal in die Route nach Norden und die beiden Rhön-Varianten. Wir kamen dann auf das erste Stück der Kuppenrhön, auf der wir uns die kommenden beiden Tage noch bewegen sollten. Doch kurz bevor wir Tann erreichten, haben wir noch eine kleine Pause am Dietgeshof eingelegt, einer Apfelweinstube am Wegesrand. Den Tag ließen wir dort noch einmal Revue passieren und trafen uns ebenfalls dort mit Geerd, einem lieben Kollegen aus der bayrischen Rhön. Ich muss schon sagen, wir wurden bestens umsorgt. 🙂

Dietgeshof - Apfelweinstube

Dietgeshof – Apfelweinstube

Was wir auf dem zweiten Teil unserer Tour, der Kuppenrhön, so alles erlebten, schreibe ich in meinem zweiten Blog. Also bleibt dran… 

Etappenort Tann, Der Hochrhöner

Etappenort Tann, Der Hochrhöner





4 Kommentare »

  1. pierre
    Pierre — 30. Oktober 2012 @ 18:51

    Hallo Kerstin,

    eine sehr schöne Tour. Vor allem beeindruckt mich die herrliche , offene Landschaft.

    Viele Grüße
    Pierre

  2. Katrin — 2. November 2012 @ 09:20

    Hallo Kersin,
    ein klasse Bericht! Der Hochrhöner war bisher gar nicht so in meinem Bewusstsein, und angeregt durch deine Beschreibung, habe ich nun mal ein wenig nachgelesen. Bin begeistert und habe ihn sogleich in meine Wanderliste aufgenommen.
    Freu mich auf deine nächsten Berichte! 🙂
    Dankeschön und viele Grüße
    Katrin

  3. Ina von Mit-Ina-unterwegs — 4. November 2012 @ 21:17

    Die Rhön war letzten Dezember auch unser (privates) Ziel! Traumhaft schön! Das rote Moor, das schwarze Moor, an der Wasserkuppe lag genug Schnee zum Rodeln, die Basaltstein-Formationen – eindrucksvoll… Privatunterkunft – tiptop.

    Eine schöne Abwechslung zum Wandern in der Pfalz!

    Vielleicht kann ich bald auch einmal einen Bericht schreiben. Es liegt nur immer an der Zeit…

    LG
    Ina

  4. Tina — 14. November 2012 @ 21:24

    Als Kind wusste ich es noch nicht so zu schätzen, dass wir fast jedes Wochenende in der Rhön wandern waren (ist meine Heimat).
    Jetzt wo ich schon fast 20 Jahre in Südbaern wohne, fehlt mir die traumhafte Landschaft sehr und ich geniesse es jedesmal, wenn ich Zuhause sein kann.
    Danke für die schönen Eindrücke. Ich hoffe mein Sohn lässt sich auch mal für eine Mehrtagestour begeistern.

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