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pierre von: am: 27.10.2012
pierre Autor(in):    |   27. Okt 2012   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Naturerlebnis, RheinBurgenWeg, Romantischer Rhein, Traumschleife,

Mittelrhein-Klettersteig – Ferrata-Feeling am Rhein

Wer einmal das romantische Rheintal besucht hat, weiß das es eine ganz besondere Region ist. Sie ist geprägt von kleinen Ortschaften an beiden Seiten des Flusses, darüber erheben sich steile Weinberge und ganz hoch oben thronen stattliche Burgen. Es gehört zu den schönsten Wanderregionen Deutschlands und verbindet auf eine schöne Weise Natur, Kultur und Genuss. Goethe hatte schon recht: Man muss nicht immer in die Ferne schweifen. Traumpfade wie den Rheinsteig oder den Rheinburgenweg hat das Rheintal genügend zu bieten und seit einigen Jahren auch ein weiteres Highlight –  einen Klettersteig.

Fondels Mühle

Blick auf den Rhein

Ausgangsort für die Tour ist die Stadt Boppard, die bereits von den Römern besiedelt wurde und das Zentrum der Ferienregion Mittelrheintal bildet und Teil des UNESCO- Welterbe Oberes Mittelrheintal im Rhein-Hunsrück-Kreis ist. Die Stadt Boppard ist geprägt vom Fremdenverkehr und vom Weinbau. Nördlich der Stadt macht Vater Rhein seine größte Schleife, diese wird „Bopparder Hamm“ genannt, wobei Weinliebhaber letzteres eher mit dem „Besten Riesling“ in Verbindung bringen, der hier angebaut wird. Den schönsten Blick auf die Rheinschleife hat man vom Vierseenblick.

Einstieg zum Klettersteig

Einstieg zum Klettersteig

Vom Bahnhof aus erreicht man in wenigen Minuten den Remigius-Platz, dem Ausgangspunkt der Tour. Anschließend führt der Weg einige Schritte ins Mühltal und weiter auf dem Rheinburgenwanderweg in Richtung Gedeonseck. Nach wenigen Minuten hat man den Einstieg zum Klettersteig erreicht. Über 10 Leitern, 130 Trittbügel und 180 Meter Drahtseil waren nötig um dem Wanderer diese einzigartige Naturlandschaft zu erschließen. Gesicherte Stellen wechseln sich stetig mit schmalen Pfaden ab, von denen man wunderschöne Ausblicke auf den Rhein genießen kann.

Einstieg zum Klettersteig

Einstieg zum Klettersteig

 

Verlauf des Klettersteiges

Der Klettersteig folgt einer logischen Linie des Geländes und ist sehr abwechslungsreich angelegt. Am Einstieg des Klettersteiges erreicht man im  Abstieg über eine Leiter einen schmalen Pfad und gelangt zu einer weiteren Leiter. Von hier quert man über Stahlbügel eine Wand schräg nach oben und steigt über eine weitere Leiter wieder abwärts und gelangt abermals über Stahlbügel hinauf zu einer Wand. Über eine 6m hohe Leiter steigt man zum Pfad abwärts und erreicht über eine kurze Leiter ein längeres gesichertes Teilstück.  Auf diesem Teilstück geht es über Eisenbügel und einen etwas ausgesetzteren Teil  zu einer Leiter. Von hier windet sich der Steig um ein Eck herum und geht in eine längere Gehpassage über die von zwei Leitern unterbrochen wird.

längere Gehpassage über die von zwei Leitern

Klettersteig

Nun beginnt der interessante und spannende Teil des Klettersteiges. Dieser Teil kann für Klettersteig-Aspiranten Probleme bereiten, für erfahrene und geübte Klettersteiggeher ist dieser Teil unschwer. Über eine Reihe von Stahlbügeln geht es zunächst ohne Drahtseil steil am Fels aufwärts, gefolgt von einem leichten Teilstück mit Seil. Ein weiterer Aufschwung mit den gleichen Schwierigkeiten gilt es abermals zu bewältigen, bevor der Klettersteig oberhalb einer Baumreihe endet. Etwas oberhalb gelangt man zu einem sehr schönen Aussichtspunkt mit Nepal-Feeling. Dort wurden zwischen zwei Bäumen bunte Gebetsfahnen auf einem Seil aufgereiht. Auf schmalen Pfad windet sich der Weg durch Wald zum Vierseenblick und zum Gedeonseck, wo man auch einkehren kann. Beim Gedeonseck folgt man dem Wegweiser „Mittelrhein-Klettersteig“ der unterhalb des Sesselliftes  auf felsigen Untergrund  zum Ausgangspunkt zurück führt.

Mittelrhein-Klettersteig

Girlande im Wald

 

Hinweis:

Eine sehr schöne und lohnenswerte Tour die man mit dem Rheinburgenweg kombinieren kann. Für ungeübte und Kinder ist eine Klettersteigausrüstung erforderlich. Die Ausrüstung kann im Landgasthof „Zum Mühlchen“ ausgeliehen werden.

Vogel auf dem Zaun

Blick auf den Rhein

Haus im Wald

 

Schwierigkeitsgrad: KS1

Anfahrt: Von der A61, Ausfahrt Boppard/Buchholz, über die L209 nach Boppard, Remigiusplatz, Parkmöglichkeiten

Ausgangspunkt: Remigiusplatz, Parkplatz

Endpunkt: Remigiusplatz, Parkplatz

Anforderungen: Trittsicherheit





4 Kommentare »

  1. Karin — 28. Oktober 2012 @ 23:10

    Hallo Piere,
    also ehrlich – Klettersteige sind gar nicht mein Ding. Bin deshalb ganz stolz, dass ich diesen bereits gemeistert habe… kann ihn auch absolut empfehlen (wenn man schwindelfrei ist…)
    viele Grüße,
    Karin

  2. Elke — 29. Oktober 2012 @ 22:31

    Mir wird beim Schauen der Bilder schon schwummerig. Ich weiß schon wieso ich nur die leichten, ersten Leitern geklettert bin.
    Trotzdem, ich möchte mich im kommenden Jahr daran versuchen.

    Puh, beeindruckende Fotos
    LG Elke

  3. M.D.
    M.D. — 30. Oktober 2012 @ 08:10

    Aaahhh, der Weg ist toll! <3
    Ich hab ihn im Juni 2011 absolviert (Bericht hier: http://www.klettersteig.de/klettersteig/mittelrhein_klettersteig_boppard/1452#Kommentare, als Tara74)
    und bin immer noch so verdammt stolz auf mich. :-)
    Ich würde ihn super gerne nochmal gehen, wenn da nicht diese komische Felsquerung mit um die Ecke und überm "Abgrund" wäre – da habe ich doch´n bissel Respekt davor. Da habe ich bei der "Erstbesteigung" schon in Gedanken mein wichtigstes Hab und Gut (CDs und FCK-DK) erbtechnisch verteilt. 😀
    Aber oben am 4-Seen-Blick bin ich auch gerne (auch wenn das Weizenbier da mMn seit letztem Jahr etwas teurer wurde) – ganz, ganz tolle Aussicht!

  4. Elke — 31. Oktober 2012 @ 06:16

    Das Touristikbüro in Boppard macht abends Gruppenklettern auf dem Steig. Ich überlege ernsthaft ob ich DAS mal machen sollte. Mag sein, dass es am Alter liegt, aber ich hab schon ordentlich Respekt vor solchen Abenteuern, aber ich möchte das unbedingt mal erleben :-)

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