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pierre von: am: 2.10.2012
pierre Autor(in):    |   2. Okt 2012   |    Kategorie: RheinBurgenWeg, Rheinsteig, Romantischer Rhein,

Unterwegs auf dem Rheinsteig und Rheinburgenweg – Warum ist es am Rhein so schön…

Warum ist es am Rhein so schön…, dass fragten sich bereits die alten Römer als sie sich im 1. Jahrhundert vor Christus im wunderschönen Rheintal nieder ließen. Es ist die Melange aus lieblicher Landschaft, stattlicher Burgen, malerischen Städtchen, kulinarischen Genüssen und die offene Art der Menschen, die das Rheintal für den Wanderer so beliebt machen.

Der Rheinsteig verbindet den Rheingau mit dem romantischen Mittel-Rheintal. Die Wanderstrecke verläuft bis zum ältesten deutschen Naturschutzgebiet dem Siebengebirge und fast immer mit Blick auf den Rhein. Neben anspruchsvollen Wandertouren bietet er aber auch einzigartige Natur- und Kulturerlebnisse der besonderen Art. Der Rheinsteig verläuft über 320 Kilometer von Wiesbaden über Koblenz bis Bonn. Den Rheinsteig kann man in einzelnen Etappen erwandern und die Etappenorte sind schnell mit dem Zug erreichbar. Für das Wochenende haben wir uns daher für eine Etappe auf dem Rheinsteig und eine auf dem Rheinburgenweg entschieden.

Auf dem Rheinsteig von Rüdesheim nach Kaub

Auf dem Rheinsteig von Rüdesheim nach Kaub

Die Wettervorhersage für das Wochenende hätte nicht besser ausfallen können. Um sechs Uhr am Morgen machen wir uns „umweltfreundlich“ mit dem Zug auf nach Rüdesheim, dem Ausgangspunkt unserer zweitägigen Tour. Rüdesheim ist eine kleine Winzerstadt im Mittelrheintal und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Sie liegt im Rhein-Taunus-Kreis zu Fuße des Niederwaldes und gehört zu den größten Touristik-Attraktionen in Deutschland und lockt Touristen aus der ganzen Welt an.

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Von Rüdesheim wandern wir fast eben und ohne nennenswerte Höhendifferenz auf dem „Rieslingpfad“ Rüdesheim-Assmannshausen unserem ersten Tagesziel der Burg Ehrenfels, die auf festen Quarzit erbaut wurde, entgegen und immer mit einem herrlichen Blick auf den Rhein. Hinter der Burg geht es über steile Stufen hinauf zum Hauptweg der uns zum Grenzort zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz nach Lorch und Lorchhausen führt. Die Wanderung verläuft fast eben und nur gelegentlich tauchen kleinere Gegensteigungen auf. Und fast immer mit einem traumhaften Blick auf das Rheintal.

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In Lorch sollte man darauf achten das man dem Weg H7 folgt der parallel zum Rheinsteig führt. Im Gegensatz zum Rheinsteig führt dieser kaum durch Wald und man hat immer einen wunderschönen Blick zum Rhein. Der letzte Teil der Etappe führt nach Kaub, einem kleinen Rheinstädtchen mit tausendjähriger Geschichte. Es liegt malerisch eingebettet zwischen Rhein und den Felsabstürzes des Rheinischen Schiefergebirges. In Kaub eingetroffen beziehen wir Quartier in einer kleinen aber sehr guten Pension. Der Abschluss des Tages bildet eine Weinprobe und ein umfangreiches, reichhaltiges Büffet in der Straußenwirtschaft „Däuwel`s Küch“, dass zum Weingut „Am Löwenkopf“ gehört, wozu der Besitzer Herr Kunz uns herzlich eingeladen hatte. Neben einer hervorragenden traditionellen Küche und ausgezeichnetem Wein, bietet das familiär geführte Weingut auch Übernachtungsmöglichkeiten an.

wandern rheinsteig ausblick

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Auf dem Rheinburgenweg von Kaub nach Trechtingshausen

Nach dem Früstück machten wir uns auf zur Fähre , die uns an das andere Rheinufer zur Engelsburg bringt, dem Ausgangspunkt der letzten Etappe. Wir passieren die Hauptsraße und steigen rechts neben dem Haus über einen schmalen Pfad aufwärts zu einer Anhöhe mit einem herrlichen Blick auf den „Pfalzgrafenstein“ einer Schiffahrtszollburg aus dem 14. Jahrhundert. Über weite Flur und durch Weinberge wandern wir gemütlich bis Bacharach, der Stadt der Rheinromantik. Bereits 1840 schrieb der französische Schriftsteller Viktor Hugo: „Wenn die Sonne die Wolkendecke durchdringt und ihr Licht durch eine Luke am Himmel lächelt, gibt es nichts Hinreißenderes als Bacharach”. Auch der deutsche Schriftsteller Clemens Brentano hat mit seinem Werk „Lore Lay von Bacharch“ in seinen Roman „GODWI“ zur Rheinromantik und dem Lore-Lay-Mythos bei getragen.

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Burg Stahleck

Nach Besichtigung der „Werner Kapelle“ einer ehemaligen Wahlfahrtskirche und der Burg Stahleck, die heute eine Jugendherberge ist, wandern wir in einem ständigen Bergauf- und ab hinauf zur Burg Sooneck, einer der ritterlichsten Burgen am Mittelrhein. Diese wurde im 11.Jahrhundert von den Vögten der Abtei Kornelimünster erbaut. Nach so viel Kulturgeschichte, die wir förmlich in uns aufgesaugt haben, wandern wir am späten Nachmittag nach Trechtingshausen. Hoch über dem Ort thront die Burg Rheinstein, deren Historie bis ins 13. Jahrhundert zurück geht. Unweit von ihr sticht die sehr schöne und sehenswerte Clemenskapelle hervor und Vis à Vis  grüsst die monumentale Burg Reichenstein. Unweit von ihr befindet sich das Naturschutzgebiet „Morgenbachtal“, eines der schönsten Rheintäler und Klettergebieten im Rhein-Main-Gebiet. In Trechtinsghausen lassen wir unsere wunderschöne Wochenendtour bei einem Glas Wein und kulinarischen Köstlichkeiten Revue passieren, bevor wir die Heimreise antreten.

burg im rhein

burg im rhein

 

Schwierigkeitsgrad: Mittel

Ausgangspunkt: Rüdesheim

Endpunkt: Trechtingshausen

Anforderungen:

mittel schwere Wanderungen , mit einigen Auf- und Abstiegen

Etappen:

Rüdesheim – Kaub, ca. 34 km

Kaub – Trechtingshausen, ca. 25 km





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