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pierre von: am: 25.09.2012
pierre Autor(in):    |   25. Sep 2012   |    Kategorie: Eifel, Eifelsteig, Mosel-Saar,

Römerpfad Butzerbachtal – Herbstgefühle und ein Abenteuer im Butzerbachtal

Unweit von Trier, zwischen den Orten Butzweiler und Kordel, führt der Römerpfad durch eine urwüchsige und wilde Schlucht entlang des Butzerbachs. Über schmale Pfade, Stege und atemberaubende Hängebrücken führt er vorbei an wunderschönen Felsformationen, Buntsandsteinhöhlen, antiken römischen Relikten und rauschenden Wasserfällen.

Es ist Herbst – die Zeit der Farben aber auch der Melancholie. Einerseits ist es die schönste Zeit zum Wandern, andererseits das Ende eines wunderschönen Wandersommers. Milde, klare Luft und ein strahlend blauer Himmel begleiten uns an diesen Tag . Über einen schmalen Pfad steigen wir durch sonnendurchfluteten Wald, immer am Butzerbach entlang, leicht ansteigend hinauf, vorbei an Wasserfällen, über Stege und schwankende Hängebrücken zum römischen Steinbruch und römischen Kupferbergwerk. Die „Pützlöcher“ werden sie genannt, was so viel wie Wasserlöcher bedeutet. Sie zählen zu den ältesten und größten römischen Bergwerken in Deutschland. Hier sollen auch die Quader, so erfahren wir über eine Hinweistafel, für den Bau der „Porta Nigra“ stammen.

Brücke

Nach so viel römischer Geschichte wandern wir weiter zur Geyersley, einem Felsvorsprung, hoch über dem Kylltal. Von hier haben wir einen wunderschönen Blick ins Tal und auf die Burg Ramstein. Wir wandern weiter durch den Wald und bewundern immer wieder die schöne Färbung der Blätter und das funkeln dunkelgrüner Moose an Felsen und Bäumen. Nach kurzer Zeit erreichten wir die Klausenhöhle. Zu Beginn des 4. Jahrhunderts wurde der heilige Athanasius von Ägypten nach Trier verbannt. Von dort brachte er die heilige Kunde von einem Heiligen mit, der sein ewiges Heil durch ein Leben in Abgeschiedenheit suchte. Diese Nachricht verbreitete sich sehr schnell im Trierer Lande und fand viele Nachahmer. Meistens waren es Mönche die sich mit Erlaubnis der Klosteroberen in die Einsamkeit zurückzogen um so Gott näher zu sein.

Felsen

Beim durschwandern des Kestenwaldes bekamen wir großen Appetit auf die braunen Köstlichkeiten, wir unterbrachen die Wanderung, sammelten diese eifrig von Waldboden auf um sie anschließend genussvoll zu verspeisen. Kesten wie sie bei uns im Südwesten genannt werden, sind Esskastanien auch „Maroni“ genannt und sind von einer grünen stacheligen Hülle umgeben. Sie können gekocht oder geröstet gegessen werden. Ein Tipp von uns: eine gefüllte Ente oder Martinsgans mit Kesten ist einfach eine herbstliche Delikatesse. Oder man bereitet aus ihnen die berühmte „Crème marrons“ , eine Art Süßspeise bzw. Maronenpürree zu oder man genießt sie als „marrons glacèe, kandierte Kastanien. Mit gefüllten Mägen stiegen wir zur Genovevahöhle abwärts. Höhlen mit diesem Namen gibt es sehr viele in Deutschland. Bis Mitte des 19.Jahrhundert war sie unter dem Namen „Kuthbachhöhle“ bekannt. Ein Beamter der aus Mayen nach Pfalzel versetzt wurde entdeckte diese bei einer Wanderung und benannte sie in den heutigen Namen um. Genoveva war eine Adlige und die Tochter des Herzoges von Brabant und die Ehefrau des Trierer Pfalzgrafen Siegfried. Viel Historisches gibt es bei dieser Tour zu erfahren und zu sehen, dachten wir uns und wanderten zu unserem letzten Höhepunkt der Burg Ramstein.

Ramstein

Stachelfrucht

Die Burgruine Ramstein trotz auf einem kleinen Felsen und ist umgeben von grünbewaldeten Bergen. Die Burg wurde um 915 als Lehensgebäude unter Erzbischof Ratbod gegründet und wurde einige Jahre später zu einer Burg erweitert. Wahrscheinlich stand an der gleichen Stelle bereits einmal eine Anlage mit dem Namen „Rumesstein“. Bereits seit 1798 gibt es auf der Burg Ramstein ein Gasthaus, dass heute ein Hotel und Restaurant beherbergt. Es ist nicht nur für Trierer ein begehrtes Wander- und Ausflugsziel, vor allem am 1. Mai strömen riesige Menschenmassen zur Burg und lassen es sich bei einem Bier, Moselwein und gutbürgerliche Küche es sich wohlergehen. Auch wir ließen diesen wunderschönen Herbsttag bei einem Glas Moselwein ausklingen.

Burg Ramstein

 

Schwierigkeitsgrad: leicht

Ausgangs-/Endpunkt:

Wanderparkplatz unterhalb der Burg Ramstein

Streckenlänge: 13,5 Kilometer

Gehzeit: 3 bis 4 Stunden

Karte:

topographische Karte wk25tr,Trier und Trier-Land,

Weiterer Tipp: Eifelsteig Etappe 15 http://www.eifelsteig.de/eifelsteig/etappen/einzeletappen/etappe15/

 





10 Kommentare »

  1. Karin — 25. September 2012 @ 22:46

    Hallo Pierre,
    danke für Deinen Tourentipp! Das Tal läßt sich auch prima verbinden mit einer Tour auf der letzten Etappe des Eifelsteigs bis Trier.
    Gruss, Karin

  2. Diana Schneider — 26. September 2012 @ 07:04

    Wow das muß ja wirklich toll da sein ich glaub da muß ichb auch ma hin

  3. Margit — 26. September 2012 @ 07:12

    Schöner Bericht. Da bekommt man glatt Lust, nochmal mit den Kindern in den Wald zu gehen.
    Noch ein kleiner Hinweis: in der Überschrift fehlt ein „r“. Butzerbachtal

  4. pierre
    pierre — 26. September 2012 @ 16:14

    Hallo Karin,

    das ist eine gute Idee, ich wünsche dir eine schöne Zeit auf der letzten Etappe!

    Gruß
    Pierre

  5. pierre
    pierre — 26. September 2012 @ 16:17

    Hallo Diana,

    es ist ein schöner Wanderpfad aber kein Traumpfad. In und um Trier haben wir leider nicht viele schöne und erlebnisreiche Wanderwege.

    Gruß
    Pierre

  6. pierre
    pierre — 26. September 2012 @ 16:18

    Hallo Margit,

    vielen Dank für den Hinweis. Für Kinder ist die Tour auf jeden Fall lohnenswert!

    Gruß
    Pierre

  7. M.D.
    M.D. — 1. Oktober 2012 @ 09:04

    Der Weg klingt toll und sieht auch so aus, dazu wäre er sogar relativ in meiner Nähe.
    Einziger Wermutstropfen, dass es kein Rundweg ist. So ist es (für mich) als Alleinwanderer doof/umständlich wieder zum abgestellten Auto zu kommen bzw. umgekehrt, vom Auto zum Einstiegspunkt.

  8. pierre
    pierre — 1. Oktober 2012 @ 09:18

    Hallo M.D,

    der Weg ist ein Rundwanderweg. Du kannst das Auto auf dem Parkplatz unterhalb der Burg Ramstein abstellen
    und zum Parkplatz zurückkehren.

    Viele Grüße
    Pierre

  9. M.D.
    M.D. — 2. Oktober 2012 @ 07:30

    Echt, doch? Um so besser, sah gar nicht so aus, auf der Karte.
    Na dann, ab auf die noch-erwandern-will-Liste. 😉

  10. Ellen Jakob — 2. Januar 2013 @ 17:05

    Hallo,

    für mich ist Wandern die beste Entspannung und Erholung, wäre da nicht meine panische Angst vor Hunden.
    Jetzt ist ja die Eifel ein Naturschutzgebiet, müssen die Hunde angeleint sein und kann man sich auf die Einhaltung verlassen?

    Ganz lieben Dank für die Antwort.

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