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Karin von: am: 5.09.2012
Karin Autor(in):    |   5. Sep 2012   |    Kategorie: Fachsimpeln, Fernwanderwege, Naturerlebnis,

Lechweg – grenzüberschreitendes Wandererlebnis von Lech nach Füssen

Ein wahres Urlaubserlebnis bescherte uns der Lechweg – erster „Leading Quality Trail – Best of Europe“ , der nach neuen europäischen Qualitätskriterien angelegt ist. Ein Fernwanderweg, der 125 km lang in hübscher Berglandschaft einem der letzten Wildflüsse Europas – dem Lech – von der Quelle in Lech (Vorarlberg) über tiroler Gebiet bis zum Fall nach Füssen in Bayern folgt.

Der Lech - ein europäischer Wildfluss

Der Lech – ein europäischer Wildfluss

 

Was wir damals noch nicht wußten: Auf der Wandermesse TourNatur, die am ersten Septemberwochenende in Düsseldorf stattfand, wurde das Lechweg-Team mit dem Wandermagazin-Award gehrt. Eine Auszeichnung, die für herausragende, wandertouristische Leistungen verliehen wird. Na, da hatten wir doch einen guten Riecher, als wir in diesen Sommerferien dem jungen Lechweg unsere Urlaubswahl erteilten.

Meist war uns das Wetter hold. Überwiegend schien die Sonne, es war warm-heiß. Dann kamen mancherorts Stechmücken und Bremsen hervor, sodass wir einige von ihnen auf dem Gewissen haben. Ab und an mal gab es ein Gewitter, bei dem die mitgeschleifte Regenausrüstung bis aufs Letzte auf ihre Eignung getestet wurde. 

Aber es geht ja hier am den Lechweg! Ein so schönes Erlebnis, dass ich darüber berichten möchte.

 

Der übliche Start ist am Formarinsee bei Lech (Vorarlberg, Österreich) auf knapp 1.800 m Höhe. Hier sind wir im Juli noch Schneeresten in versteckten Seitentälern und an Nordhängen begegnet.

Fomarinsee

Fomarinsee

 

Schneereste am Lech-Oberlauf

Schneereste am Lech-Oberlauf

 

Hübsche Stele am Start des Lechwegs

Hübsche Stele am Start des Lechwegs

 

 

Gewandert wird bis Füssen auf ca. 800 m Höhe. Aber denkt ja nicht, der Weg sei ein Spaziergang und es geht nur bergab! Erstens: Es geht auch oftmals bergauf. Zweitens: Es gibt Stellen, die nicht leicht sind, sondern Trittsicherheit und mancherorts Schwindelfreiheit erfordern.

Besonders die 120 m hohe und 200 m lange Hängebrücke bei Holzgau ist eine Herausforderung, aber der wahre Lechwegverlauf führt nicht über diese Brücke, sondern tangiert sie nur.

 

Holzgauer Hängebrücke - Blick vom Lechweg hinauf

Holzgauer Hängebrücke – Blick vom Lechweg hinauf

 

Hängebrücke Holzgau - ein Wagnis der besonderen Art :-)

Hängebrücke Holzgau – ein Wagnis der besonderen Art :-)

 

Toll sind auch die flussbegleitenden Passagen, bei denen man so nah an den dann bereits breiten Lech kommt, dass man sein sich ständig änderndes Schotterbett betreten und sich im „kühlen“ Lech erfrischen kann. Meist gibt es dort mehrere, knöcheltiefe Seitenarme und einen tiefen, in dem der Hauptfluss fließt. Das Wasser ist wirklich so türkis, wie in der Lechweg-Werbung zu sehen… nur nicht nach einem Gewitter. Da wird der Lech zu einem reißenden Bachfluss, der mit erdtrüber Farbe seine wahre Kraft und Gewalt zeigt.

Der "breite" Lech bei Höfen

Der „breite“ Lech bei Höfen

 

Der "schottrige" Lech bei Stanzach

Der „schottrige“ Lech bei Stanzach

 

Der "eisige" Lech am Oberlauf

Der „eisige“ Lech am Oberlauf

 

Der "schmutzige" Lech nach einem Gewitter

Der „schmutzige“ Lech nach einem Gewitter

 

Lechbad

Der „erfrischende“ Lech bei Warth (gefühlte 6 Grad Celsius…..)

 

Markiert ist der Weg mit einem weisen L auf schwarzem Grund oder einfach auf Bäume und Felsen gemalt. Auch auf den vorhandenen Wegweisern wurde das aufgeklebt, sodass man sich ganz gut orientieren kann.  Die Preisniveaus der durchaus vielseitigen Gastronomie sind in Lech und Warth, zum Teil in Füssen recht hoch. Aber ansonsten gibt es überall eine recht große Auswahl an Unterkünften sowie Gasthöfen mit guten regionalen Speisen und Getränken zu moderaten Preisen.  Unterwegs kann man auch mal eine Etappe kürzen oder überspringen (wenn ihr das überhaupt wollt), weil es eine Buslinie parallel zum Wegverlauf gibt.

 

Lechwegmarkierung an einer Heuhütte

Lechwegmarkierung an einer Heuhütte

 

Markierung am Felsen

Markierung am Felsen

 

Zeichen auf der Lechweg-Bank

Zeichen auf der Lechweg-Bank

 

Lechweg-Partner Betrieb

Lechweg-Partner Betrieb

Über diese Wanderstrecke einen Blog zu schreiben, hieße, ein Buch zu schreiben. Das würde sicher keiner lesen wollen und ein bisschen Neugier soll auch noch übrig bleiben!  Deshalb zeige ich Euch einfach noch ein paar Fotos, die für sich sprechen.

 

Kirche in Warth - das Gewitter naht

Kirche in Warth – ein Gewitter naht

 

Im Höhlenbachtal bei Holzgau

Im Höhlenbachtal bei Holzgau

 

Holzstege bei Holzgau

Holzstege bei Holzgau

 

Lechbrücke bei Stockach

Lechbrücke bei Stockach

 

Hängebrücke bei Forchach

Hängebrücke bei Forchach

 

Rafting auf dem Lech

Rafting auf dem Lech

 

Panoramaweg bei Elmen

Panoramaweg bei Elmen

 

Abkühlung im Alpsee

Abkühlung im Alpsee

 

Lechfall bei Füssen

Lechfall bei Füssen

Noch ein paar Tourinfos:

Die 125 km gingen wir in 11 Etappen, weil wir mit Kinder unterwegs waren. Man kann das Ganze natürlich auch schneller haben. Sechs, sieben, acht Etappen. Je nach Gusto und Fitness. Wir hatten die Reise vorgebucht über Kleins Wanderreisen, der mit dem örtlichen Unternehmen „Feuerstein“ den Gepäcktransport klar gemacht hat und alle Unterkünfte gebucht hat. Man kann die Reise aber auch über Wikinger Reisen buchen. Oder einfach individuell loslaufen. Es gibt auch mittlerweile neben der hübschen Webseite ein Tourenbuch und eine Leporellokarte vom Public Press Verlag, die Tourenbeschreibungen enthält und viele nützlichen Infos bietet.

 

Mein Fazit: Loslaufen, aber vorher unbedingt den Lechweg-Song anhören! Holleradideido!

Und noch ein Abschlussfoto von Füssen:

Wenn man vom Lechfall zur "Skyline" von Füssen kommt.... einfach schön!

Wenn man vom Lechfall zur „Skyline“ von Füssen kommt…. einfach schön!





3 Kommentare »

  1. Tirol — 21. September 2012 @ 08:48

    Tolle Fotos von dieser schönen Wanderung! Ein Abstecher bei Vorderhornbach lohnt sich besonders für ein Postkartenmotiv-Foto 😉
    http://blogtirol.at/2012/09/lechweg-von-der-quelle-bis-zum-fall/

  2. Christine — 26. September 2012 @ 21:09

    Sommer wie schön!

  3. Dieter Klein — 8. Februar 2013 @ 14:58

    Hallo Karin,

    toller Bericht, sehr informativ und stimmungsvoll,
    anregend zum Nachwandern!

    Gruss Dieter

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