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M.D. von: am: 15.08.2012
M.D. Autor(in):    |   15. Aug 2012   |    Kategorie: Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig, Traumschleife,

Rund um Gondershausen – Die Traumschleife Rabenlay

Trotz einer zu kurzen Nacht wegen Rhein in Flammen machte ich mich früh morgens kurz nach halb 9h von Brodenbach aus auf den Weg nach Gondersche (alias Gondershausen) – bei „sommerlichen“ 9° im Schatten. *Memo an mich: man darf auch im Juli/August eine Jacke einpacken*

Mein Ziel war die „Guntershalle“, deren Parkplatz auch dem Wanderer zum Abstellen seines Wagens dient und von wo aus eine Zuwegung von ca. 400m zum Eingangstor der Traumschleife führt (Infos auf der Seite des S-H-S und das Tourenblatt)

Ein Natur-Nordpfeil hilft beim Orientieren:

Start Rabenlay

Start Rabenlay

Der Weg steht unter dem Motto der 4 Elemente und so tauchen immer wieder Schautafeln auf, die was zu Feuer, Wasser, Erde und Luft erklären. Die erste ist auch gleich hinterm Tor, am Aufeinandertreffen von Start und Ziel aufgestellt. Um in Beschreibungsrichtung des Weges zu gehen, sollte man sich dort nach links fort bewegen und über einen schmalen Waldweg in die Schleife eintauchen. Schon bald hat man herrliche Aussichten über die umliegenden Felder und erkennt mitten in den Bäumen die wunderschöne Ehrenburg in der Ferne.

Im Zusammenhang mit meiner Wanderung durch die Baybachklamm (Durchs wilde Baybachtal) hatte ich das Buch „Fluchtweg Baybachtal“ gelesen und nahm dadurch diese Schautafel mit Interesse zu Kenntnis:

Auszug aus "Fluchtweg Baybachtal"

Auszug aus „Fluchtweg Baybachtal“

Weiter geht es über wunderschöne sonnige Felder und Waldabschnitte, bis uns eine Sinnebank aus umweltfreundlich recyceltem Material dazu einlädt, den Blick auf die ehemalige, inzw. renaturierte Kreismülldeponie Gondershausen zu werfen. Das mag nicht jeden interessieren, da mir das Gelände aber kürzlich quasi beruflich „über den Weg lief“, fand ich es schade, soweit weg zu sein. (Ich sah sie mir später noch aus der Nähe an – man ist ja nicht zum Spaß unterwegs und will auch etwas lernen … 😉 )

Blick auf die ehem. Deponie

Blick auf die ehem. Deponie

 Natürlich fehlt auch hier die Erklärungstafel nicht. Im Tourenblatt ist dieser Standort als „Biotop am Sonnenhof“ benannt.

Bald darauf geht es durch den Wald hinunter zu (m)einem alten Bekannten: dem Baybach. Dichter Wald, hohe Felsen und das plättschern des Wassers sind nun die Begleiter:

Baum Natur Wald Wandern

Fluss Wald Wandern

Fluss Wald Wandern

Zu erwähnen sei, dass man den Bach i-wo da unten über eine von der FFW Gondershausen errichtete Holzbrücke überquert. Ein Dank für diesen Arbeitseinsatz!

Der Weg aus dem Baybachtal führt an den Ruinen der „Weins-Antone-Mühle“ vorbei und das Tournblatt empfielt hier eine kleine Rast einzulegen, weil es anschließend bergauf zu dem Felsen geht, der der Tour ihren Namen verdankt.

Allzu schlimm ist der Anstieg zwar nicht – es sind auch nur 600m – trotzdem hatte ich wie eine Fa(n)ta Morgana den gekühlten Sprudel vor mir, den ich mir an diesem Nachmittag noch beim Kröpplinger Backesfest gönnen wollte.

Da ich bis dahin aber noch ein paar Km zu bewältigen hatte, nahm ich oben kurz auf der Sinnebank platz, um meinen eigenen – wenig bis gar nicht gekühlten – Sprudel zu trinken und genoss dabei die gepriesene Aussicht:

Aussicht

Aussicht

Weiter durch herrliche Natur, über Wiesen und Felder – auf denen fleißig „gemähdrescht“ wurde, an Pferdekoppeln vorbei geht es vorübergehend wieder Richtung Ort, wo man am Neubaugebiet den Wanderweg über einen Lärmschutzwall geführt hat. Man umrundet den Besembennerkreisel und schon führt der Weg auf der anderen Ortsseite wieder auf Felder, wo es durch einen „Tunnel“ zum Aussichtspunkt Steinkaul geht:

natur tunnel wandern

Von diesem Punkt aus, sieht man in der Ferne u.a. das zweit- und dritthöchste Bauwerk von Rheinland-Pfalz, nämlich… Denkste, das wird nicht verraten, selbst hin wandern. 😉

Dann kommt man auch am Waldsee vorbei, der nur etwa 600m von hier aus entfernt ist. Ein idyllisches Biotop, an dem man auf dem letzten Teilstück der Tour noch eine Rast einlegen könnte.

Biotop Waldsee

Biotop Waldsee

Aufgewühlt von den ganzen Eindrücken auf dieser wirklich wunderschönen Rundtour kann man sich am letzten Highlight, der Schönstattkapelle, nochmal sammeln und zur Ruhe kommen:

Schönstattkapelle Gondershausen

Schönstattkapelle Gondershausen

Eine Tafel erklärt, dass die Schönstätter Marienschwestern diesen Platz (7x15m) für eine symbolische Pacht i.H.v. 0,50 DM/jährlich für 99 Jahre übernommen haben. Der Pachtvertrag ist von 1955, etwas über die Hälfte ist also schon rum.

Ein schmaler Waldweg führt von dort zurück zum Eingangsportal. Auf diesem Waldweg kam ich an 2 Schildern vorbei, die an sportliche Aktivitäten vergangener Tage erinnerten: Trimm dich. Die Älteren unter uns werden sich erinnern… 😉

Trimm Dich – durch Sport

Trimm Dich – durch Sport

Nach 15,5km und 4:40h erreichte ich mein Auto wieder, in dem von den morgendlichen Temperaturen nix mehr zu spüren war. Kaputt, aber glücklich. (Also ich, nicht das Auto.) Und das, obwohls nur nur ein Weg der Kategorie einfach bis mittelschwer war.

Selbst wenn es direkt am Wegesrand gelegene Alkohlfreie-Weizenbier-Ausgabestellen gegeben hätte, hätte ich diesesmal dran vorbei gehen müssen – denn ich wollte ja zu meinem Kröpplinger Sprudel. Es wurden dann zwar A-Saftschorlen, aber die schmeckten mindestens genauso gut wie ein Weizen. Ganz ehrlich. Großes Indianerehrenwort. Isch schwör. 😎

Mein Fazit: ich weiß nicht, obs an meiner guten Laune lag, am herrlichen Wetter, am Wochenende insgesamt, aber ich fand den Weg wunderschön!! Ich schenke zu den vorh. 72 Erlebnispunkten einfach mal noch ein paar dabei, aus eigener Tasche. :-)





2 Kommentare »

  1. JoergTh — 15. August 2012 @ 17:37

    Das ist ja auch eine wunderschöne Tour. Wir sind zur gleichen Zeit die Traumschleife Baybachklamm gelaufen!

    Liebe Grüße aus Hessen! Jörg

  2. Ilona — 17. August 2012 @ 12:32

    Mir kam der Weg viel länger vor als 15 km, gefühlte 20km!!!

    Woran das lag???? Keine Ahnung …. schön war es auf jeden Fall!!
    Nur das letzte Stück zum Waldsee hin habe ich mich etwas schwer getan!!!

    Alles in allem jedoch eine sehr schöne Traumschleife.

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