Artikel suchen nach:

Archiv

  • 2017 (4)
  • 2016 (16)
  • 2015 (58)
  • 2014 (51)
  • 2013 (64)
  • 2012 (86)
  • 2011 (59)
  • 2010 (37)
  • 2009 (45)
  • 2008 (53)
Hol‘ Dir kostenlos die Rheinland-Pfalz Touren-App
M.D. von: am: 23.06.2012
M.D. Autor(in):    |   23. Jun 2012   |    Kategorie: Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Traumschleife,

Audienz bei Gräfin Loretta -Traumschleife im Hunsrück

Heute war die Traumschleife „Gräfin Loretta“ (Tourenblatt, Infos auf der HP des S-H-S) in Frauenberg bei Baumholder mein Ziel.
Am Wanderparkplatz angekommen, stelle ich fest, dass es unterschiedliche Längenangaben für diesen Pfad gibt; lt. Tourenblatt sind es 11,7km, die S-H-S HP meldet 11,5km und die am Startpunkt ausgelegten Flyer bieten sogar 12,5km.

Egal, los gings direkt an der Nahe

Blick auf den Wanderparkplatz

wo der Thron der Gräfin Loretta steht:

Erst ging des durch den Wald ein bisschen bergauf, in Richtung Burg Frauenburg. Allerdings machten gleich schon mehrere Schilder darauf aufmerksam, dass die Burg z. Zt. wegen Bauarbeiten geschlossen ist. Nun kennt man ja Baustellen (meist auf der AB), an denen kaum ein oder kein Arbeiter zu sehen, allerdings konnte ich auf/an der Burg gar keine Baustelle erkennen, sah alles ganz normal aus:

Frauenburg

So war´s dann auch nicht schlimm, dass die Burg (scheinbar) nicht direkt vom Wanderpfad angelaufen wird.
Außerdem war ich auch von diesem Wasserlauf zu fasziniert um das zu bedauern:

Nach passieren des Aussichtspunktes „Burgblick“ (von wo das Foto der „Baustelle“ aufgenommen wurde), erreicht man als nächstes den Nahekopf .
Dort erwartet einen ein sehr schönes Areal mit römischen Ausstellungs-Objekten, wie dieser Sitzgruppe,

und diese „Kaiseralle“, die für jeden berühmten röm. Kaiser, der zur Zeit der Besiedlung dieses Nahekopfs regiert hat, eine mit seinem Konterfei dekorierte Säule bereit hält:

Kaiserallee

Anschließend wird der Weg aber „ärmer“, was solche Freilichtmuseen o.ä. angeht, so dass man aber Zeit und Ruhe hat, die „Ausstellung“ zu reflektieren, evtl. am Rastplatz „Dirks Ruh“. Hier sind ein paar Sinnebänke aufgestellt, wie so oft, entlang des Gräfinnen Weges.
Von hier aus geht es bergab und der Weg ist bald namentlich in verschiedene Abschnitte untertitelt: Pfad der Trolle, Pfad des Jägers, Reich der Ameisen (oh ja!), Pfad der Wilderer.
Markiert sind diese Abschnitte immer mit solchen Pfosten:

Weiter geht es durch den Wald,  durch das Naturschutzgebiet „Rosselhalde“, über Wiesen und Felder bis man eine Straßenbrücke unterquert und den Nahe-Radweg erreicht. Dessen Namensgeberin folgt man ein Stück, durch hohes Gras, um sie dann über eine Brücke zu überqueren. Dieser Teil des Radweges ist die „Rudi-Altig-Promenade“:

Das Schild hat auch schon bessere Tage gesehen

Das nächste Etappenziel ist der Aussichtspunkt „Weibersprung“, von wo aus man den gegenüberliegenden Klausfelsen sieht. Eine Sinnebank lädt auch hier zum rasten ein:

Klausfelsen

Lt. Tourenblatt „biegt man wenig später in einen Naturpfad ein, der uns nach ca. 1,5km zum Ausgangspunkt führt“ – dieser Naturpfad entpuppte sich aber als Feuchtbiotop, das seinem Namen alle Ehre machte. Diese Strecke war ein einziger Balanceakt mit der Übung, eine Trittstelle zu finden, bei der man nicht (schon wieder) bis zum Knöchel im Morast versinkt. 👿 Man hält schon aus dem Grund das Gleichgewicht, um nicht rechts oder links in die Brennnesseln zu plumpsen. Leider warf sich mir auf diesem Abschnitt eine selbstmordgefährdete Schnecke (samt Haus) unter den Fuß – so schnell konnte ich gar nicht gucken. Aber ich verspreche hoch und heilig, dass ich beim nächsten Besuch als Wiedergutmachung eine aus meinem Garten mitbringe. Evtl. auch 2, da lass ich mich nicht lumpen… (Liebe Tierschützer: ich konnte wirklich nix dafür, da lag so viel Gras und Blätter übereinander, da konnte man wirklich nicht erkennen, was darunter kreucht und fleucht und schon war´s passiert.)
Jedenfalls war ich froh, als ich diesen unbequemen Teil unfallfrei überstanden habe und kurz darauf mein Auto erreichte.
Einen Weizenbier-Stop gab es schon wieder nicht, da die an der Strecke gelegene Fischerhütte, genau so wie die Burgschänke, an diesem frühen Samstagnachmittag (noch) geschlossen waren.

Als Fazit kann ich sagen, dass es mal wieder ein Weg war, bei dem ich mich freute, dass ich durch´s Wandern an Orte komme, die ich sonst nie erkundet hätte.
Noch ein kleiner Tipp: man sollte den Weg evtl. in langen Hosen gehen, denn er führt oft durch sehr hohes Gras und dicht an hohen Brennnesseln vorbei. Das ist mit blanken Beinen u.U. nicht so angenehm.





2 Kommentare »

  1. Dirk — 6. August 2012 @ 20:30

    Entschuldigung für das schlechte Wegstück. Mit wenigen Kräften einen so langen Weg zu Pflegen ist nicht immer leicht. Mittlerweile sind wieder alle Stellen gemäht und auch der Sumpf „entschärft“. Daneben sind noch eion paar nedue Überraschungen eingefügt.
    Auf ein hoffentliches Wiedersehen, Dirkl.

  2. M.D.
    M.D. — 7. August 2012 @ 07:12

    Hallo Dirk,
    jetzt so im nachhinein alles halb so wild, die Natur hält sich nun mal nicht an Ordnung und Sauberkeit und macht ihr eigenes Ding – und das ist gut so!

    Das schöne ist ja überhaupt, dass es solche Wege gibt und (m)ein großer Dank an diejenigen, die sie hegen und pflegen oder sie sich ausgedacht haben!

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

CAPTCHA
*