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M.D. von: am: 19.06.2012
M.D. Autor(in):    |   19. Jun 2012   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig, Traumschleife,

Der Kaltensteinpfad in Lebach (Saar)

Nach langer Zeit war ich mal wieder in heimatlichen Gefilden unterwegs und zwar auf dem Kaltensteinpfad in Lebach (auf der Seite des S-H-S: Kaltensteinpfad). Aufgrund seiner Kürze von nicht ganz 8 km, ein passender (Sonntag-)Morgenspaziergang.
Am Einstieg bzw. Parkplatz des Pfades bin ich schon unzählige Male vorbei gefahren, allerdings lädt die Gegend ob ihrer eher zweckmäßigen Bebauung (Schrottplatz, Asylantenheime, Schulgebäude, Sporthalle, Kfz-Prüfstelle, etc.) nicht wirklich zum Verweilen ein. Um so erstaunter war ich, dass mich da eine S-H-Traumschleife erwartet.

Los gehts mit/an diesem Schild, weitere (Kunststoff-)Hinweisschilder mit dem Logo sind unterwegs ausreichen vorhanden:

Kaltensteinpfad Logo

Kaltensteinpfad Logo

Der Pfad führt erst ein Stückchen über Asphalt, bevor er rechtwinklig nach rechts in den Wald abknickt, ein paar Bögen schlägt und an der Tennisanlage vorbei läuft. Kurz darauf erreicht man im Wald einen „Mini-Wasserfall“,

Mini-Wasserfall

Mini-Wasserfall

der von einer oberhalb liegenden, recht gepflegten, Wassertretanlage gespeist wird:

Wassertretanlage

Wassertretanlage

Für den nächsten Foto-Stopp auf diesem Weg, stehen die historischen Grenzsteine aus dem Jahre 1762 zur Verfügung,

Grenzstein

Grenzstein

bei denen eine Hinweistafel die Hintergründe erklärt.

Der Wald entlang des Weges macht einen ziemlichen ungeordneten bis chaotischen Eindruck. Meinem Gedanken „da könnte mal einer aufräumen“, wurde später durch eine Schau-Tafel Einhalt geboten, denn das muss/soll so ein. Die beiden Orkane Vivian und Wiebke haben sich nämlich 1990 gewaltig hier ausgetobt, die gefallenen Bäume lies man liegen und übergab sie so der Natur, was mit der Zeit einen Urwald-Touch einherbrachte.

Einen Ausblick-Punkt gibt es entlang des Weges auch, allerdings fehlen mir persönlich auf diesem Panorama 1-2 Burgen oder wenigstens etwas Rhein und Mosel: 🙄

Aussicht

Etwas mit Wasser bietet immerhin das nächste Highlight des Kaltensteinpfades, nämlich eine historische Pferdetränke von 1940 die aus einer nebenan gelegenen Quelle frisch gespeist wird und obendrein an einem historischen Köhlerplatz liegt:

Pferdetränke

Pferdetränke

Diese Tränke diente den Pferden in der (damals) neu errichteten nahen Kaserne zur Verpflegung mit Frischwasser. Unklar ist allerdings, welchen Job die Pferde hatten, entweder waren´s Artillerie-Pferde, die Geschütze zogen oder Kavallerie-Pferde. (Info-Quelle: die an dieser Stelle stehende Hinweistafel).

Anschließend geht es bergab durch eine Landessukzessionsfläche, die von Moosen und Farnen umgeben ist – dort steht die Tafel mit den Hinweisen zu Vivian und Wiebke – und weil Abstiege meistens in Zusammenhang mit einem Aufstieg gehandelt werden, führt der Weg danach ca. 1 km steil bergauf zum Hoxberg. Auf der anderen Seite von Bergen kommt immer ein Abstieg, so auch hier, der den Wanderer an einem ehem. Stollen vorbei – in dem nun Fledermäuse wohnen – zum ehemaligen Lager des Reichsarbeitsdienstes führt. Dies hört sich allerdings historischer an als es mittlerweile ist, denn der Platz dient der Reservistenkameradschaft Lebach als Freizeitgelände für Veranstaltungen.

Nun geht der Weg bergauf Richtung Namensgeber des Pfades, nämlich dem sagenumwobenen Kaltenstein an dem nach angeblich keltischen Sagen schon vor über 2000 Jahren die Druiden ihren Göttern opferten. Außerdem läge ein von Zwergen bewachter Schatz unter dem Stein:

Kaltenstein

Kaltenstein

Wie bzw. wann man an den Schatz kommt, ist auf der aufgestellten Tafel natürlich auch erklärt. Aber das verrate ich nicht. 😉
Im und neben dem Felsen sind ein paar versteckt liegende Mariengrotten (eher ~gröttchen) zu finden. 

Von hier aus geht es weiter durch den Wald an einer Sinne-Bank mit Ausblick auf die Stadt Lebach und die umliegenden Orte, Felder und Wiesen vorbei, teilw. über Stufen und Treppen hinab und über einen Forstweg zurück zum Ausgangspunkt.

Meinen üblichen Weizenbier-Stopp konnte ich mangels an der Strecke liegender Einkehrmöglichkeit leider nicht einlegen. 🙁

Mein Fazit: es ist kein Weg der ganz großen Traumschleifen-Qualität, aber eine Alternative war´s allemal.

Ich möchte den geneigten Lesern an dieser Stelle noch 2 ganz tolle Traumschleifen im „schönsten Bundesland der Welt“ ans Herz legen und zwar die Litermont-Gipfeltour und die Dollberg-Schleife. Ich bin beide bereits gewandert, allerdings vor meiner WanderReporter-Zeit, sie wären aber beide einen langen Bericht wert.

 





1 Kommentar »

  1. Karin — 19. Juni 2012 @ 20:46

    Hallo M. D. , die Tour hört sich nicht spektakulär, aber dennoch schön an- danke für den Tipp! Mit dem Hinweis „schönstes Bundesland“ meinst Du sicher Rheinland-Pfalz 🙂

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