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Kerstin von: am: 14.06.2012
Kerstin Autor(in):    |   14. Jun 2012   |    Kategorie: Ausrüstung, Fachsimpeln, Fernwanderwege,

Die klassische Wanderkarte – braucht man sowas heute noch?

Jeder kennt sie, jeder hat sie beim Wandern bestimmt schon einmal benutzt und es gibt sie in verschiedenen Ausführungen: die klassische Wanderkarte. Doch stellt man sich heute immer mehr die Frage: brauche ich sie eigentlich noch beim Wandern?

Ich würde diese Frage zunächst einmal mit nein beantworten. Denn wandert man auf prädikatisierten Wegen in Deutschland, so benötigt man die Karte nicht, da alle Wege bestens markiert sind und daher eigentlich unverlaufbar. Es sind alle Markierungen des Weges sichtbar und in regelmäßigen Abständen angebracht. An Weggabelungen sind zusätzlich noch Wegweiser aufgestellt, die die Richtung und die Kilometerangaben verlässlich angeben. Also erhält man das „Rundum-Sorglos-Paket“!  🙂 Dies habe ich wunderbar auf dem Pfälzer Weinsteig (etwas unfreiwillig) austesten können, habe ich dort doch auf der ersten Etappe meine Wegbeschreibung verloren. Und eine Karte habe ich aufgrund meiner spontanen Entscheidung, dort wandern zu gehen, leider nicht mehr besorgen können.  Aber wie man sieht, habe ich mich nicht verlaufen und es gut an das Etappenende geschafft! 🙂

Wegweiser

Wegweiser

Eben habe ich meine Frage ja schon mit ’nein‘ beantwortet. Jedoch bin ich jemand, der die Karte trotz allem immer gerne dabei hat. Einfach, um „auf Nummer sicher zu gehen“, obwohl ich das noch nie gebraucht habe. Aber es macht mich ruhiger, sollte ich doch mal vom richtigen Weg abkommen – sei es durch wildes Fotografieren oder durch Ablenkung im Gespräch mit Wanderpartnern.  Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich als Geografin gerne eine Karte in der Hand habe! 😉

Nur stellt sich dann im nächsten Schritt immer die Frage – welche Karte soll’s denn bitte sein? Ich finde ja die Karten im Maßstab 1:25.000 am besten! Man erkennt die Wegeführung am besten und sieht, was rechts und links des Weges noch zu entdecken ist und ob ein Abstecher dahin zeitlich drin ist.

Doch auch hier gibt es wieder Unterschiede. Da gibt es dann die klassichen Wanderkarten und die relativ neuen Leporellos. Hier kann ich mich aber nicht entscheiden, welche ich besser finde. Da muss dannn jeder selbst entscheiden, welche er oder sie mit auf den Weg nimmt, oder welche Art von Karte für welchen Weg am geeignetsten erscheint.

Wanderkarte

Jetzt mag der ein oder andere sagen: nimm doch einfach ne App! Klar ist das auch eine tolle Sache, sofern man auch immer Empfang hat 😉

Für mich ergibt sich jedenfalls das Fazit, dass ich auf jeden Fall immer eine Wanderkarte dabei haben werde, weil ich einfach so das ganze Wandererlebnis habe! Wie auch immer das zu definieren ist! 😉





12 Kommentare »

  1. Jens — 14. Juni 2012 @ 09:25

    Hallo Kerstin, vielen Dank für deinen Artikel. Bei gut ausgeschilderten Wegen braucht man sicherlich keine Wanderkarte, wenn man die Augen offen hält. Trotzdem ist es uns auch schon auf dem Rheinsteg passiert, dass wir vom Weg abgekommen sind und dies durch´s unterhalten nicht gemerkt haben. In solchen Situationen ist es dann doch gut, eine Wanderkarte dabei zu haben. In letzter Zeit benutze ich jedoch fast immer mein iPhone zur Navigation. Und dazu benötigt man keinen Empfang, sondern nur das GPS-Signal. Die Karte kann man sich vorher runterladen und dann reicht der GPS-Empfang aus. Trotzdem habe ich zur Sicherheit immer noch eine normale Wanderkarte dabei.

  2. M.D. — 14. Juni 2012 @ 10:50

    Da ich (bisher) nur auf (meist) bestens ausgeschilderten Prädikatswegen unterwegs bin, habe ich noch nie eine Wanderkarte gebraucht und daher auch keine im Besitz. Erschwerend kommt hinzu, dass ich nicht so der Held im Kartenlesen bin… *hust*

    Auf der anderen Seite benutze ich aber auch nicht mein iPhone dafür, da bin ich doch eher „oldschool“.

    Ich drucke mir aber immer das Tourenblatt eines (Rund-)Weges aus und hab das unterwegs griffbereit. Teils, um mitzulesen bzw. zu vergleichen, ob ich den richtigen Weg gehe, teils um lesen, was als nächstes kommt.

  3. Angelica — 14. Juni 2012 @ 21:46

    Hallo Kerstin
    gute Frage und toller Beitrag.

    Ich persönlich setzte bei meinen Touren immer auf das iPhone, weil ich jede Wanderung aufzeichne.
    Ob nun auf ausgeschilderten Wegen oder selbst-komponierter Strecke 😉 So weiß ich auch immer ganz genau wo ich bin und muss – falls mal ein Wanderzeichen fehlt oder übersehen wurde – nicht erst umständlich in der Karte nachsehen.

    Dazu hab ich aber – genau wie Du – gerne eine Karte dabei. Am liebsten eine mit Höhenlinien, die mir nicht nur die Wege anzeigt, sondern – sofern man diese lesen kann – auch, obs gleich hoch oder runter geht. Auch wenn ich die Karte während der Tour nicht ständig im Auge habe und dann wegpacke, schaue ich mir den Streckenverlauf vorab und bei Pausen gerne an.

    Und nicht immer steht an Aussichstpunkten, welche Ortschaft, Burg oder Berg man in der Ferne grade sehen kann. Dafür sind Karten oder auch eine GPS-Navigation hilfreich.

    Und – wie Jens ja schon erwähnte – kann man bei der GPS-Navigation die Karten auch vorab runterladen, denn mit dem GPS Empfang habe ich – selbst wenn das Handynetz nicht mehr funktioniert – bisher nie Schwierigkeiten gehabt.

    Ob nun mit oder ohne Karte: Hauptsache die Tour macht Spaß 🙂

  4. Ebi
    Ebi — 15. Juni 2012 @ 11:10

    Bei einer Wanderung auf dem Vulkano Pfad bei Schalkenmehren trafen wir kürzlich auf vier völlig verzweifelte Autofahrer mittleren Alters, die auf dem Weg aus dem Rheinland ins Saarland waren. Es war 13:50 Uhr, die Hochzeit, zu der sie eingeladen waren, sollte um 14:00 Uhr beginnen. Was war geschehen? Ihr Sohn hatte das Navi auf „Autobahn vermeiden“ eingestellt; wie das Navi einzustellen war, wussten sie nicht, einen Autoatlas hatten sie nicht. Das gab ihnen die Gelegenheit, Eifel – und womöglich auch Hunsrück – intensiv kennenzulernen. Sie hätten es möglicherweise noch zum späten Abendessen geschafft. Sie hatten sich ausschließlich auf die Technik verlassen und waren ihr unmündig und hilflos ausgeliefert.

    GPS-Geräte oder Smartphones bieten heute großartige Möglichkeiten, das Wandern in anderer Form neu zu entdecken und das Wanderrepertoire zu erweitern. Die “Rundum-Sorglos-Pakete“ der perfekt ausgeschilderten Premiumwege ermöglichen ohne große Vorbereitung einige Stunden entspannten Wanderns in reizvoller Landschaft. Das Internet bietet eine Fülle gut angelegter Touren mit GPS-Track zum Herunterladen oder PDF-Datei zum Ausdrucken. Es ist alles angerichtet, man braucht nur noch auszuwählen, eigene Vorplanung ist kaum noch nötig. Man könnte also mit Din A4 Blatt, GPS-Track oder ganz ohne Hilfsmittel losziehen und 10, 15 oder 20 km runterspulen.

    Wir sind neugierig, wir probieren das alles aus. Aber unsere Neugier ist nicht befriedigt, wenn wir den Weg gegangen sind. Wir wollen wissen, was um uns herum los ist: „Wie heißt der Berg dort?“ „Die weiße Wand dahinten, ist das ein Steinbruch?“ „Weißt du, welcher Ort das da links ist?“ „Welcher Fluss fließt durch das Tal?“ …

    In einer Karte kann man wie in einem Buch lesen, sie beantwortet alle diese Fragen. Leporellos sind praktisch für lange (mehrtägige) Streckenwanderungen, aber sie geben nur eingeschränkte Sicht auf die Dinge. Wir schätzen die Wanderkarten im Maßstab 1:25 000. Bei jeder Wanderung haben wir die passende Karte dabei.

  5. Manfred — 15. Juni 2012 @ 12:35

    ‎… also eine Übersicht mit einem allgemeinen Eindruck von einer geplanten Wanderung bietet letztlich nur die Karte, dabei bleibt offen, ob eine elektronische Darstellung am PC oder eine gedruckte Karte sinnvoll ist. Letztlich wird dann die Bildschirmdarstellung doch ausgedruckt. Oder ?

  6. ADL — 15. Juni 2012 @ 15:21

    Da ich kein Smartphone habe ( ja, so was gibt es auch noch 😀 ) benutze ich gerne Wanderkarten… wenn sie denn aktuell sind.

    Meist laufen wir spontan los, ohne großartige Planung, und da ist eine Karte schon sehr hilfreich. Leider gibt es die Unsitte, Wegweiser zu verdrehen oder herauszureißen, bzw. sind manchmal Richtungsweiser ungünstig aufgestellt. Da hilft dann doch die gute alte Karte…

  7. Erik — 16. Juni 2012 @ 14:24

    Die Wanderkarte aus meiner Sicht ist nach wie vor ein wichtiges Hilfsmittel zur Orientierung: Sei es zum Tourenplanen vor der Wanderung, sei es zum Navigieren während der Wanderung (oder zumindest zur Sicherheit, wenn die Markierung auch mal eine Schwachstelle hat oder man diese übersehen hat). Auch als Andenken nach einem Wanderurlaub hat eine Wanderkarte mehr Charme als der aufgezeichnete Track im Smartphone.

    Laut Grundlagenuntersuchung Freiizeit- und Urlaubsmarkt Wandern des Deutschen Wanderverbandes verlassen sich rund 45 % der Wanderer auf Markuieung und wegweisung, 30% auf eine Karte und neue Orientierungsformen sind häufig erst noch in der Nische. Obwohl eine GPS gerät auch Mehrwerte (z.B: fürs Geocaching) bringen kann.

    Also aus meiner Sicht noch lange kein Auslaufmodell.

    Aber vielleicht bin auch auch altmodisch?

    Grüße

    Erik

  8. Thomas
    Thomas — 17. Juni 2012 @ 16:17

    Hallo Erik ,
    dann bin ich auch ein Auslaufmodell .
    Auf Traumschleifen , Traumpfaden usw. ist die Ausschilderung natürlich so perfekt , dass man stellenweise drei Schilder auf einmal im Blickfeld hat – dazu sage ich mal lieber nichts .
    Letzte Woche war ich sechs Tage in Eifel und Hunsrück unterwegs – ohne Steckdose .
    Mein Kartenmaterial wog wahrscheinlich soviel wie ein Navi oder sonstige moderne Technik – aber der Akku der Karte ist immer noch voll und – hallo Ebi – wenn ich mir die Karte so anschaue ist sie für mich wie ein Buch – das Tagebuch meiner Reise .
    Gruß und frohes navigieren
    Thomas

  9. Wolfgang — 17. Juni 2012 @ 20:13

    Vor ein paar Wochen habe ich mit einem Führer der Tourist-Information 4 Tagestouren im Kreis Kusel gemacht. Drei Routen waren so schlecht bzw. unvollständig markiert, dass ich ohne die Karte untergegangen wäre.
    Und: Es ist doch auch einmal eine sportliche Herausforderung, ausgetretene Pfade zu verlassen. Oder

  10. Katrin — 18. Juni 2012 @ 09:39

    Ich habe bemerkt, dass ich auch auf gut markierten Wegen immer wieder die Karte heraus hole und schaue, wo ich bin. Es macht einfach mehr Spaß für mich, wenn ich sehe, wo ich mich bewege und wohin, so als Übersicht. Auch noch, obwohl ich seit kurzem GPS benutze.

    Doch es gibt auch Wandergebiete, die sind weniger bekannt und haben keine zertifizierten Traumschleifen oder -pfade. Ich bin gerade aus dem Vogtland zurück gekommen. Außer dem des wunderschönen Vogtlandpanoramaweges habe ich nur einige wenige GPS-Tracks im Internet gefunden, die ich teilweise nutzen konnte. Also habe ich ein Buch übers Vogtland als Anregung verwendet, in welchem schöne Rundtouren beschrieben waren. Teilweise verliefen sie auf dem Vogtlandpanoramaweg, diese Teil-Strecken konnte ich mit GPS-Gerät laufen. Mein Smartphone habe ich zusätzlich noch eingeschaltet, wegen des Routenalarms, der mir sagt, wenn ich vom Weg abgekommen bin. Was auch immer mal passiert, wenn ich so in Gedanken bin und nicht mehr auf die Markierungen achte. 🙂

    Ansonsten blieb mir nur die Karte. Die Ausschilderungen und Markierungen an den Bäumen waren glücklicherweise absolut perfekt und stimmten mit der Karte überein, so dass ich auf der letzten großen Tour sogar unterwegs 2-mal meine Tour spontan ein wenig umplanen konnte. Da macht doch das Wandern erst richtig Spaß, wenn man unterwegs schauen kann, wo es einem besser gefällt oder wie viel man noch schaffen kann.

    Naja, und ich bin schon ein kleiner Sicherheitsmensch, für mich ist von daher die Kombination aus GPS, Wegweisern und Karte ganz gut.

  11. Ina — 18. Juni 2012 @ 20:18

    Der Bericht ist schön – und auch der Weinsteig sehr zu empfehlen.

    Was die Orientierung im Allgemeinen angeht – meine Erfahrung: Karte ist für mich unerlässlich. Und auch die Karten stimmen nicht immer. Mal sind neue Wege angelegt, mal die alten zugewachsen… Und gerade bei Wegekreuzungen finden sich auf den Karten oft noch extra Zeichen z.B. zu Sehenswürdigkeiten, Parkplatz etc. Diese Zeichen decken dann genau das zu, was man bräuchte: ist es nun der erste Weg oder der zweite Weg, den wir links abgehen müssen…
    Außerdem: Manchmal sind gerade an den Kreuzungen die sonst so üppig dargestellten Wegemarkierungen einfach nicht da. Oder es gibt zwei Wegemöglichkeiten mit ein und demselben Zeichen – alles schon erlebt.

    Mein Tipp: Wanderkarte, GPS, gepaart mit einem guten eigenen Orientierungssinn (auch: Gehör und Geruch – Wanderhütte in der Nähe, Straße …). Und wenn’s gar nicht mehr geht: einfach ins Tal und dem Bachlauf folgen. Irgendwo ist wieder eine menschliche Siedlung… Ich habe mich bei den vielfältigen Exkursionen bisher nur einmal richtig verlaufen – das war in meinen Jugendjahren, als wir im Wald Pilze sammelten. Da vergaß ich vor lauter Steinpilzfunden, wo der Weg war. Das Geradeausmarschieren bis zu einer Straße hat mir dann geholfen, die Orientierung wiederzuerlangen. Liebe Grüße Ina

  12. Dirk — 25. Juli 2012 @ 10:33

    ich bin bekennender gps wanderer und kann komplett auf eine karte verzicheten.
    die tourenplanung im vorfeld erfolgt in der regel am rechner. der oder die entsprechenden tracks kommen aufs garmin und es kann los gehen. ich verwende ein dakota 20 mit diversen topokarten / osm-karten.
    das kartenmaterial ist umsonst und man muss nicht für jede region eine neue wanderkarte kaufen.
    noch ein weiteres plus ist die möglichkeit der trackaufzeichnung. die tracks kann man schön zur dokumentation der absolvierten wanderungen nutzen, oder aber auch als empfehlung an andere weitergeben.
    ich möchte gps nicht mehr missen.

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