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M.D. von: am: 13.06.2012
M.D. Autor(in):    |   13. Jun 2012   |    Kategorie: Eifel, Kurz-& Rundtouren, Naturerlebnis, Romantischer Rhein, Traumpfad,

Unterwegs auf dem Traumpfad in Höhlen und Schluchten

Gut 4h (still sitzen bei) Lohengrin am Abend vorher wollten aus den Knochen geschüttelt werden und dafür hatte ich mir den Höhlen- und Schluchtensteig in Kell (bei Andernach) ausgesucht.

Bei sonnigem, aber windigem Wetter stellte ich mein Auto um kurz vor 10h auf dem tollen, noch leeren, Komfort-Wanderparkplatz ab, der aufgrund der großen Fahne (fast) nicht zu übersehen ist.
Schuhe reinigen

Sollte der „Verschönerungsverein Kell“ noch eine Idee brauchen: wie wärs denn noch mit einer Umkleidekabine auf diesem sehr gepflegten Anwesen, damit man nach der Wanderung die verschwitzte Garderobe wechseln kann? 😉

Vom Parkplatz aus führt der Weg über weite Felder Richtung Wald, hinunter ins Tal. Lt. Tourenblatt führt der Weg „alsbald steil nach oben bis zum Schützenhaus“, allerdings empfand ich ihn gar nicht sooo steil wie befürchtet. An einer kleinen Lichtung ergibt sich dann der (ausgeschilderte) Blick hinunter auf die Schweppenburg:

Schweppenburg

Schweppenburg

Auf dem weiteren Weg begegnet man noch dem „Heimatblick“. So stehts zumindest auf der dort stehenden Ruhebank geschrieben. Wessen Heimat das ist, bleibt offen, aber schön anzusehen ist sie, diese Heimat. 🙂

Wie´s der Zufall wollte, erreichte ich um (fast genau) Punkt 12h das Gasthaus Jägerheim. So konnte ich der (angeblichen) saarländischen Gewohnheit „um 12 werd gess“ treu bleiben und legte eine kleine Pause im Biergarten ein, um mein Mittagessen in Form eines alkoholfreien Weizenbiers einzunehmen (2,80€). Frisch gestärkt, aber leicht frierend – der Wind konnte etwas unangenehm sein – zog ich von dannen, auf den schönsten Teil des restlichen Weges. Denn nun erwarteten mich die Trasshöhlen und die Wolfsschlucht.

Gleich hinter dem Gasthaus und dem daran vorbei führenden Viadukt des Vulkan-Expresses geht der Weg durch die Höhle(n) weiter:

Eingang Trasshöhle

Eingang Trasshöhle

Höllen

Als ich aus den Höhlen kam, fanden dort scheinbar gerade (bestimmt eigentlich geheime, denn es war in einer Ecke) Prêt-à-porter-Schauen für die kommende Karnevalssession oder den neuen Otto-Faschings-Katalog statt. Jedenfalls sah ich hinter einem Sonnensegel den Kopf einer Indianerin – es kann auch eine Kleopatra gewesen sein – die von mehreren Fotografen umringt war. Ich erwiderte 2-3 freundliche ‚Hallo‘ und setzte meinen Weg fort, bevor man noch auf meine Modelmaße (oder ~masse?) aufmerksam geworden wäre. „Miss Höhlen- und Schluchtensteig“ – das wär doch mal ein Titel. Ich hoffe nur, die Dame war warm genug angezogen, denn wie gesagt, es war stellenweise recht frisch…

Auf dem weiteren Weg kommt man an der sehr nobel aussehenden Senioren-Residenz Bad Tönisstein vorbei, d.h. ganz vorbei gehen sollte man nicht, dann hat man den Weg verfehlt, der biegt nämlich vor dem Gebäude ab und führt hinten dran vorbei.

Kurz darauf passiert man im Wald die Klosterruine Tönisstein. Allerdings ist bei blühenden Bäumen recht wenig davon zu sehen:

Klosterruine Tönisstein

Klosterruine Tönisstein

Nun wird der Wald richtig ereignisreich und bietet tolle Naturschauspiele, wie diese Kaskade:

Kaskade

Kaskade

oder dieses Wurzelgeflecht:

Wurzeln

oder das Highlight, der Wasserfall:

Wasserfall

Das Tourenblatt erwähnt, dass man anschließend an einer (Römer)Quelle mit leichtem Schwefelgeruch vorbei kommt. Gesehen habe ich die wohl, aber nix gerochen, daher nicht erkannt und nicht geknipst. 😳

Der folgende Anstieg durch Wald und Wiesen passiert noch den Aussichtspunkt „Siebengebirgsblick“ und kurz darauf erreicht man wieder den Ausgangspunkt Parkplatz Bergwege. Ich stellte erstaunt fest, dass mein Auto inzwischen ganz viel Besuch bekommen hat, denn der Parkplatz, der zu Beginn meiner Wanderung noch völlig leer war, war inzw. bis auf die angrenzenden Wege gut gefüllt.

Angegeben ist dieser Traumpfad mit 4:45h, ich war aber schon nach 3:35h wieder am Ziel/Anfang. Ein sehr schöner Weg, bei dem kaum ein Stück der 12,2km auch nur annähernd langweilig wird.





2 Kommentare »

  1. JoergTh — 13. Juni 2012 @ 08:58

    Wieder mal ein toller Wandertipp und gar nicht mal sooo weit weg. Mein Problem ist, dass ich zu viele Ideen habe seit ich regelmäßig Wanderblogs lese. Um die alle zu verwirklichen fehlt mir die Zeit.

    Aber Höhlen und Schluchten sind absolut was für meine Frau, also danke für den Tipp!

    viele Grüße aus dem Hessischen…

  2. Karin — 13. Juni 2012 @ 23:28

    Hallo M.D.,
    mir gefällt dieser Weg auch sehr! Und Du hast ihn sehr erfrischend beschrieben. Man sollte nur nicht die Erwartung erzeugen, dass es überall an diesem Weg Höhlen und Schluchten gibt. Die kommen eher punktuell vor, sind dafür aber sehr spannend- auch für Kinder.
    Viele Grüße,
    Karin

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