Artikel suchen nach:

Archiv

  • 2016 (11)
  • 2015 (58)
  • 2014 (51)
  • 2013 (64)
  • 2012 (86)
  • 2011 (59)
  • 2010 (37)
  • 2009 (45)
  • 2008 (53)
Hol‘ Dir kostenlos die Rheinland-Pfalz Touren-App
M.D. von: am: 4.06.2012
M.D. Autor(in):    |   4. Jun 2012   |    Kategorie: Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig, Traumschleife,

Das niegelnagelneue Murscher Eselche im Hunsrück

Ein „Betriebs-Wandertag“ war der Grund, warum ich schon wieder „hier oben“ unterwegs war. Und ein Arbeitseinsatz meines Übernachtungs-Gastgebers trieb mich schon früh aus den Federn, so dass ich mein Auto um Punkt 9.30h in Mursche an der Jakok-Kneip-Eiche parkte. Alleine die Anfahrt war schon toll: an der Einfahrt zur wunderschönen Ehrenburg vorbei, über meine „Lieblings-Serpentinen“ hinunter nach Brodenbach und von dort – inkl. Blick auf die über einem liegende Ehrenburg – über die L206 nach Morshausen.

In der Beschreibung zu diesem Rundweg, sind als Parkmöglichkeiten die Bürgerhalle und die o.g. Eiche angegeben. Allerdings sind die Stellplätze an der Halle äußerst gering, so dass man doch besser die paar Meter zum Platz an der Eiche fährt. Allerdings begeht man dann den „Fehler“, den Weg entgegen der Beschreibungsrichtung zu laufen, wenn man auch dort startet. Das habe ich nämlich getan, aber ich glaube nicht, dass sich Steigung/Gefälle in beiden Richtungen viel schenken.

Jakob-Kneip-Eiche

Jakob-Kneip-Eiche

Gleich zu Beginn des Weges hat man tolle Ausblicke über Wald und Wiesen der näheren bis weiteren Umgebung:

Ausblick

Ausblick

Und wären die Kollegen Aristoteles oder Magellan nicht gewesen, könnte man bis bis nach was-weiß-ich gucken, aber die mussten ja entdecken, dass die Erde keine Scheibe ist:

schild schöne aussicht

Aber dann wären ja immer noch Berge und Täler im Weg. Irgendwas ist eben immer.

So geht der Weg dahin und immer wieder tun sich tolle Panoramen auf.

Landschaft Panorama

Irgendwann erreicht man dann das „Eselchen“,

Dat Eselche von voore

Dat Eselche von voore

das so gar nicht störrisch ist. Man kann seelenruhig drauf rumklettern und hat so noch eine kleine Kletterzugabe. In diesem Bereich ist der Weg mit Stahlseil zum Festhalten ergänzt.

Das schöne an dem Weg ist, dass er – obwohl wenig spektakulär – trotzdem nicht langweilg ist, weil immer wieder Erklärungstafeln aufgestellt sind, auf denen erläutert wird, was an dieser Stelle mal war: Lönspark auf „Haacks Köppche“, Der Teufel auf dem Steg (*), Haus auf dem Bröhl oder die ehem. Erzgrube Theresia.
Nach ungefähr 6,6km in dieser Richtung des Weges, kam ich am Hotel-Restaurant „Forellenzucht“ an und die Uhrzeit bot sich natürlich zum Frühschoppen an: 1x Weizen alkoholfrei bitte, 3,40€, Danke und Prost!
Frisch gestärkt gings anschließend auf die restlichen 4,2km. Nun gehts über den historischen Zechenweg hinauf zur ehem. Erzgrube Therseia, in deren Innern es etwa so aussieht:

Blick in die Erzgrube Theresia

Blick in die Erzgrube Theresia

In den Stollen kann man natürlich nicht, das Bild ist durchs Tor aufgenommen, dass den Eingang verschließt.
Auf diesem Teil des Weges bedarf es jetzt ein wenig Anstrengung, geht es nun doch wieder hinauf Richtung Morshausen. Das war auch die einzige Stelle, an der ich Wanderern begegnete, an diesem Morgen. Außer mir war scheinbar kein Mensch unterwegs, hatte ich doch, bedingt durch die erst kürzl. erfolgte Eröffnung und die Werbung für den Weg, mit mehr Andrang gerechnet.

Dieser putzige Geselle begegnet uns noch am Waldrand:
putzige Geselle begegnet uns noch am Waldrand

Auf dem folgenden Wegstück über Feld und Wiese sollte man sich – wenn man meine Richtung läuft – öfters umdrehen und genießen, sonst entgehen einem u.a. diese herrlichen Aussichten:

Aussichten

Aussichten

Kurzweil bietet dann der Anblick dieser „Kumpel“:

Kumpel

Und ein paar Bögen, Schlenker und Kurven später kommt man wieder im beschaulichen Mursche an.

Bei der Rückfahrt habe ich noch einen Stop im idyllischen Ehrenburgertal eingelegt und kam aus dem Staunen nicht mehr raus! Jetzt bin ich so oft und gerne in dieser Ecke unterwegs, aber dieses Kleinod an Ortsteil ging bisher völlig an mir vorbei:

Ehrenburgertal

Ehrenburgertal

Am Ortsende befindet sich ein ehem. jüdischer Friedhof:

Judenfriedhof Brodenbach/Ehrenburgertal

Judenfriedhof Brodenbach/Ehrenburgertal

Ich bin dann noch das Stückchen in den Wald bis zur Brandengrabenmühle geschlendert, um auf dem Rückweg nochmal staunend durch dieses putzige Örtchen zu gehen. Einfach traumhaft!

Mein Fazit: das war mal wieder ein sehr gelungener Samstag. 😀

(*) Nachtrag 12.07.12: „Der Teufel auf dem Steg“ ist eine Passage aus dem Buch „Hampit der Jäger“, von erwähntem Jakob Kneip – welches ich als Tournachbetrachtung inzw. gelesen habe. :-)

 





2 Kommentare »

  1. Katrin — 5. Juni 2012 @ 06:47

    LIebe M.D.,
    dankeschön für diesen schönen Bericht. Ich war letztes Jahr auch in dieser Gegend und bin wie du am Ende einer Wanderung begeistert durch Ehrenburgertal und über den alten Friedhof am Ende gelaufen. Diese Tour ist ein klasse Tipp für meinen nächsten Besuch!
    Ich habe übrigens alle deine Berichte gern und mit viel Vergnügen gelesen!
    Viele Grüße
    von Katrin

  2. Kerstin — 5. Juni 2012 @ 08:08

    Hallo M.D.,
    das ist ja ein toller Bericht zur neuen Traumschleife. Den Weg habe ich am Tag der Eröffnung in die andere Richtung begehen können und ich kann dir zustimmen, dass es eigentlich egal ist, welche Richtung man einschlägt.Die Aussichten bleiben die gleichen und Steigung/ Gefälle schenkt sich meiner Meinung nach auch nichts.
    Auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, auch gerade wegen der vielen Holzkunstwerke am Wegesrand!
    Viele Grüße
    Kerstin

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Schreib einen Kommentar

CAPTCHA-Bild
*