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Kerstin von: am: 8.05.2012
Kerstin Autor(in):    |   8. Mai 2012   |    Kategorie: Fernwanderwege, Hunsrück, Naturerlebnis, Saar-Hunsrück-Steig,

Saar-Hunsrück-Steig – Pilgern bis zum Heiligen Rock

Lange haben Karin und ich nach einem Termin für eine gemeinsame Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig gesucht. Nun war es Mitte April endlich so weit und wir sind gemeinsam in Holzerath in das letzte Stück des Steigs nach Trier eingestiegen. (Eine Mischung aus Etappe 14 und 15, siehe Etappenliste.)

Das Wetter war nicht allzu gut, aber auch nicht das schlechteste. Denn es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Ausrüstung! 😉

Da standen wir nun 25 Kilometer vor Trier, ausgesetzt von lieben Menschen, die uns netterweise dort hingebracht haben.  Die Wanderung war geprägt von weiten Flächen, Wiesen und Aussichten, welche einfach nur toll waren. Und Dank Karins Touren-App haben wir an zwei kleinen Stellen, an denen wir uns nur geringfügig verlaufen haben, weil wir zu viel gesprochen haben, wieder wunderbar auf den Weg zurück gefunden. 😀

Die Natur stand schon zum Teil in herrlicher Blüte, aber auch noch in den Startlöchern für wunderbare Frühlingsgefühle! Urige Bäume begleiteten aber ebenso unseren Weg wie die unzähligen Wolken mit ihren kleinen Bewohnern, den Regentropfen, sowie die Sonne, die mir dann noch zumindest eine leichte Röte ins Gesicht zauberte! 😳

 

Bald kam auch schon die Riveris-Talsperre mit ihrem herrlichen Ausblick, den man von einer tollen Bank aus genießen kann. Nur leider passt dieser Ausblick nicht ganz auf meine Kamera… Aber schaut es euch doch einfach selbst an, wie schön es dort ist!

Es ging dann weiter vorbei am Langenstein, einem recht imposanten Quarzitfelsen, den wir zuerst von oben her anwanderten. eine Infotafel gibt es dort auch, die euch den Langenstein näher bringt. Aber ich will euch nicht zuviel davon verraten… Dann ging es am Felsen entlang nach unten weiter, wodurch ich hiervon noch mehr beeindruckt wurde.

Kurz nach dem Langenstein war es Zeit für unsere Mittagspause. Karin rief laut aus: „Sonne, wo bist du? Sonne?“  Und siehe da! Sie kam nur einen Moment später und wir verspeisten unser Wanderpicknick. 😎 Lustig, munter und gestärkt ging es weiter und unten angekommen im Ruwertal kamen wir an einem sehr eigenwilligen Baum vorbei. Das war die Einladung für ein Bild mit Selbstauslöser. Karin gab alles und so kam das tolle Bild mit uns und unserem „Freund, der Baum“ zustande. (Der war im übrigen sehr schwer zu halten 😉 )

Als wir dann so weiter wanderten, entdeckten wir die römische Wasserleitung in Waldrach. Leider fließt heute kein Wasser mehr hindurch, jedoch gibt es hier eine sehr informative Tafel, die uns lehrt, dass der steigende Wasserbedarf der Trierer Bevölkerung zum Bau des Aquädukts im 2. Jahrhundert n. Chr. führte. Zu sehen gibt es eine Rekonstruktion mit original römischen Überresten. Der größte Teil der Wasserleitung befindet sich allerdings noch verborgen im Ruwertalhang.

Nach der Wasserleitung kam uns die dürstende Idee einer Kaffeepause in Kasel, da der Saar-Hunsrück-Steig dort auch direkt vorbei führt. Ein ausgetauschter Blick und wir waren auf der kurzen Zuwegung runter in den Ort und besuchten vorab noch kurz die Tourist-Info und informierten uns über die Heilig-Rock-Ausstellung in Trier. Ganz lieb waren auch die Mitarbeiter im Pauliner Hof, die uns trotz Mittagspause sehr nett bedienten. Das Wetter ließ es auch zu, dass wir unseren Kaffee in der Sonne genießen konnten.

Wiederum neu gestärkt ging es dann auf die letzten Kilometer, erst einmal bergauf, so dass wir einen herrlichen Blick über Trier erhaschen konnten. Kurz vor dieser Aussicht kam das Foto des Baumes aus weiter Flur mit den bedrohlich wirkenden Wolken zustande. Aber wie gesagt: es gibt kein schlechtes Wetter… Nun gut, muss ich doch gestehen, dass wir immer um die starken Regengüsse in der Region drum herum kamen und nur ein paar wenige Tropfen abbekamen.

Auf dem Abmarsch ins Trierer Tal gab es dann noch eine tolle Entdeckung am Wegesrand: das Avatar-Feeling! Dies hat Karin ja bereits hier im Blog kurz beschrieben. Es handelt sich dabei um eine ca. 400 Jahre alte Eiche, die wirklich sehr beeindruckend ist!

Bald darauf erreichten wir den offiziellen Endpunkt des Steigs am Trimmelter Hof. Kurzentschlossen aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit und des Wetters entschieden wir uns dazu mit dem Bus oder auch per Anhalter in die Innenstadt zu fahren, statt den Zuweg über den Weinlehrpfad von Trier-Olewig zu nehmen, der weitere 4 km lang ist. Kaum an den ersten Häusern angekommen, kamen auch schon zwei liebe junge Frauen aus einem Haus und gingen zum Auto. Dies war unsere Gelegenheit per Anhalter in die Stadt zu kommen! Was soll ich sagen? Die Mädels wollten genau dorthin wo wir auch hin wollten und nahmen uns ohne zu Zögern mit. Ein weiteres tolles Erlebnis!

Nun habe ich in der Überschrift ja den Heiligen Rock erwähnt… Den haben wir am Abend natürlich auch noch gesehen! Die Infos hatten wir uns ja bereits in der Tourist-Information in Kasel besorgt und uns auf dem Weg nach Trier über den Hl. Rock und die Wallfahrt informiert.

Eine rundum gelungene, spassige und lehrreiche Wanderung mit einem heiligen Ziel! 😀





1 Kommentar »

  1. Karin — 8. Mai 2012 @ 15:35

    Hallo Kerstin,
    sehr schöne, erlebnisreiche Etappe! Und der Regen ist einfach um uns herum gezänzelt, ohne uns zu treffen 🙂
    Freu mich schon auf die nächste Wanderung mit Dir!
    Gruss, Karin

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